Hallo WDP-Freunde und Elektronikspezialisten,
bis jetzt mußte ich doch, in den stromlosen Märklin Haltesabschnitten, einen 1,5 kOhm Widerstand einlöten, damit der entsprechende Lokdecoder sein Gedächtnis nicht verloren hat. Das lag aber glaube ich, vorwiegend am alten Motorola I. Übrigens, ich benutze diese abschaltbare Gleise nur noch im Schattenbahnhof, nach dem Motto: Hose mit Gürtel und Hosenträge, sicher ist sicher.
Aber mit WDP müßte ich mir doch diesen Widerstand sparen können, wenn ich beispielsweise mit AK-Betrieb, oder Start/Zielfunktion fahre, denn alle Werte sind ja im Programm hinterlegt. So weiß ich auch, welche Lok bezw. Zug in welchem Gleis steht und bei Automatikbetrieb fährt der aufgerufene Zug mit den eingestellten Parametern weiter.
Nun meine Frage: Kann ich in Zukunft auf den Einbau von Widerständen im stromlosen Gleisabschnitt verzichten?
Hallo Peter,
100% kann ich Dir das nicht beantworten, denn ich habe auch überall den Widerstand im Schattenbahnhofsbereich.
Wenn die Loks (natürlich alle mit 6090X Decoder) mit der gleichen Fahrtrichtung aus dem SBF herausfahren dürfte es kein Problem sein. Wenn aber ein Pendelzug dort steht, weiß ich nicht, ob der Fahrtrichtungswechsel erkannt wird. Im prinzip schon, da die Lokbefehle zum Schluß gesendet werden, und damit der K84 (als Signal) schon wieder die Spannung eingeschaltet hat.
Probier es doch einfach aus! Die Widerstände sind doch schnell am Decoder angeklemmt.
Hallo Peter,
Auch bei anderen Digitalsystemen (2-Leiter) wird bei abschaltbaren (stromlosen) Abschnitten der Widerstand empfohlen. So bleibt der Lokdecoder für das Digitalsystem "sichtbar".
Sollte ich aus wichtigen Gründen stromlose Abschnitte brauchen, werde ich den Widerstand jedenfalls einbauen da dieser immer irgendwo unterzubringen ist, und sicher ist sicher

.
Hallo Peter,
ich habe eine BR 85 im Fahrplanbetrieb als Pendelzug laufen.
Wenn diese Lok (Motorola 1) in Fahrtrichtung rückwärts vor dem Zug vor einem Signal mit abgeschaltetem Strom steht, und bei grün wieder losfährt, fährt sie ohne eingebauten Widerstand prompt vorwärts los und drückt den Zug zurück.
Hallo WDP-Freunde,
der Widerstand ist nach meiner Meinung auf jeden Fall erforderlich. Bei mir ist es im Schattenbahnhof so, daß ich mit geringer Geschwindigkeit bis zum stromlosen Abschnitt fahre und dort der Zug dann sicher zum Stehen kommt. Erst danach (mit 4-5 Sek. Verzögerung) schaltet WDP (FPL) die Geschwindigkeit auf 0 (Stopp). Dieser Befehl wird von der Lok angenommen. Ohne Widerstand wäre dies nicht der Fall und beim nächsten Start (Strom wieder eingeschaltet) würde die Lok mit der zuletzt eingestellten Geschwindigkeit losfahren.
Grüsse aus Schwaben
Hallo Peter
Früher hatte ich auch noch stromlose Abschnitte, die noch mit RM-GB-8 überwacht wurden. Dazu musste der Widerstand eingebaut sein, dass die Rückmeldung funktionierte.
Heute habe ich alle stromlosen Abschnitte eliminiert und somit sind auch die Widerstände nicht mehr nötig.
In Deinem Fall aber würde ich Dir dringend empfehlen, diese einzubauen. So bist Du auch sicher, dass die Decoder keine Informationen verlieren, gerade wenn mehrere Decodertypen verwendet werden.
Freundliche Grüsse aus Zürich
Hermann
Hallo an Alle,
vielen Dank für Euere Antworten.
Um auf der sicheren Seite zu sein, so habe ich es verstanden, sollte man den Widerstand in stromlose Gleisabschnitte einbauen. Im normalen WDP-Betrieb sind diese ja nicht mehr nötig. Aber wie gesagt, im Schattenbahnhof arbeite ich aus Sicherheitsgründen noch mit stromlose Gleisabschnitte.
Hallo Modellbahnerkollegen,
ich habe das uralte Thema - Widerstand bei Gleisabschaltung ja / nein - wieder mal im Rohr.
Die Gleisabschaltung habe ich im Schattenbahnhof eingerichtet (sicher ist sicher).
Schaden richten die Widerstände doch keinen an.
Weiß jemand dei Bestellnummer des Widerstandes bei Conrad?
Vielen Dank für Eure Hilfe.
Hallo Gerd,
mittlerweile ist die Entwicklung ja auch weiter gegangen. Die Gleise im Schattenbahnhof habe ich weiterhin abschaltbar gemacht, aber nur deshalb, daß die Beleuchtung keinen Digitalstrom mehr verbraucht. Durch die ZFA wird erst nach Ankunft mit einer Wartezeit von ca. 5 Sekunden der Strom des gesamten Gleises abgeschaltet. Den 1,5 K-Ohm Widerstand brauche ich somit nicht mehr!!!
Hallo Gerd,
hier der Link zum Widerstand:
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=403270
Benötigt wird er nur zur Erhaltung der Fahrrichtung bei Uralt-Decodern. Er sorgt (auch wenn hier teilweise etwas anderes steht) nicht dafür, dass auch Befehle empfangen werden können, wenn die Lok stromlos stehen bleibt.
Hallo Peter, hallo Jürgen,
vielen Dank für Eure Hilfe.
Da kann ich ja auch auf den Widerstand verzichten. Ein nicht notwendiges Bauteil kann nie "gut" für die Gesamtanlage sein.
Ich bedanke mich nochmals und wünsche Euch einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Mir wünsche ich auch im nächsten Jahr wieder so viele gute Ratschläge von Euch Spezialisten. Der Erfolg des Programms WDP ist sehr eng mit den guten Empfehlungen und Ratschlägen der Foren verknüpft - ja wesentlicher Bestandteil des Erfolgs; Chapeau.
Zitat von: Gerd Prechtl in 29. Dezember 2009, 20:15:53Ein nicht notwendiges Bauteil kann nie "gut" für die Gesamtanlage sein.
Hallo Gerd,
das stimmt ganz genau. Noch ein kurzer Hinweis, warum überhaupt der Widerstand nötig war. Wenn bei den Uralt-Decodern (6080 etc.) während des Betriebes eine Lok keine Spannung (z.B. am Signal) mehr bekam, dann war der Widerstand nötig. Wurde aber die Anlage gänzlich ausgeschaltet, dann hat der Widerstand auch nichts mehr geholfen. Die Lok hat dann alles vergessen und stand sie nicht in der Vorzugsrichtung, dann fuhr sie halt in der falschen Richtung fort. Um das zu verhindern hatte ich damals eine besondere Schaltung mit gesonderter Stromversorgung eingebaut.
Aber das ist jetzt Gott sei Dank nicht mehr nötig.
Zitat von: Peter Ploch in 29. Dezember 2009, 19:25:07
Hallo Gerd,
mittlerweile ist die Entwicklung ja auch weiter gegangen. Die Gleise im Schattenbahnhof habe ich weiterhin abschaltbar gemacht, aber nur deshalb, daß die Beleuchtung keinen Digitalstrom mehr verbraucht. Durch die ZFA wird erst nach Ankunft mit einer Wartezeit von ca. 5 Sekunden der Strom des gesamten Gleises abgeschaltet. Den 1,5 K-Ohm Widerstand brauche ich somit nicht mehr!!!
Hallo Peter,
doch, den benötigst Du bei Decodern der alten Serie 6080 bzw. 6081. Und zwar nur dann, wenn die Lok NICHT in Vorzugsrichtung in den SB fährt. Dieser Decoder fällt sonst in die Vorzugsrichtung. Decoder späterer Generationen halten die Richtung bei bei und benötigen daher keinen Widerstand. Dies funktoniert nur, solange die Anlage überhaupt Strom hat.
Beispiel: fährt eine 6080-Lok in Decoder-rückwärts-Stellung in den SB, wird sie am nächsten Moba-Tag "rückwärts", also falsch ausfahren. Da nützt auch der Widerstand nichts. Hierzu hatte ich früher im AK-Betrieb eine WDP-Konfiguration, die ein "falscheinfahren" in den SB verhindert hat. (Der Zug wurde vorher gewendet, S-Bahn-Betrieb).
Binsenweisheit: WDP kann die Decoder nur erreichen, wenn Spannung am Gleis ist. Im stromlosen Abschnitt also grundsätzlich nicht.
Guten Rutsch ins neue Moba-Jahr 2010!
Hallo Edgar,
da hast Du natürlich völlig Recht, in meinem nächsten Beitrag habe ich das ja auch so beschrieben. Aber auch heute mußt Du selbstverständlich darauf achten, wenn man solche alten "Schätzchen" einsetzt, daß die nichts "anstellen". Diese "Urdecoder" werde ich alle in nächster Zeit ersetzen, alleine schon wegen der Lastregelung und präziserer Steuerung.
Auch Dir wünsche ich einen unfallfreien Rutsch ins neue Jahr 2010.
Hallo!
Ich hsbe zur Sicherheit stromlose Abschnitte vor den Signalen eingebaut und möchte das auch belassen, falls das hsi einnal nicht richtig funktioniert
Bei welchem Widerstand werden Befehle vom decider noch empfangen, ohne dass die Lok losfährt?
Danke
Gerhard
Hallo Gerhard,
wie oben bereits erwähnt, wurden dazu 1,5 K/Ohm Widerstände benutzt!
Danke.
Die 1.5 kOhm reichen nur, damit die alten decoder nichts vergessen.
Zum Empfang der Befehle sind sie zu hoch.
deshalb nocheinmal die Frage in die Runde, bei welchem Widerstand empfängt der decoder die informationen von der zentrale noch aber die lok fährt aber noch nicht los?
Hallo Gerhard!
Ich kenne einige Leute, die die Stromlosen abschnitte drinnen lassen wollten, auch mit Widerstand, alle haben sie ausgebaut, denn es gibt wirklich keinen Grund dafür sie drinen zu lassen. Ich habe noch nie erlebt, dass das HSI nicht richtig funktioniert.
Danke Konrad!
Ich habe es beim Bahnhof probiert. Es funktioniert in den allermeisten Fällen (13 Lokomotiven) einwandfrei. Allerdings immer bei denselben 3 Lokomotiven passiert es, dass sie einfach über den Halteabschnitt hinausfahren und gar nicht stehen bleiben. Ich teste gerade, ob es mit dem Decoderformat zusammenhängt...seltsam ist es schon.
Danke
Gerhard
Hallo Gerhard,
Du fährst noch mit WDP Pro X? Dann hast Du sicherlich in den Systemeinstellungen bei Stop am Ziel dies mit "Stop mit Bremsverzögerung" eingestellt? Somit ist auch entscheidend welche Bremsverzögerung bei der Lokomotive in der Lokomotivdatenbank eingestellt ist. Ist diese zu groß und ist Geschwindigkeit in der Fahrstraße zu schnell, so kann bei kurzem Stoppkontakt die Lokomotive "durchrutschen".
Weiterhin ist noch zu beachten, dass auch die im Decoder der Lokomotive eingestellte Bremsverzögerung mit wirkt. Also bitte auch dies kontrollieren.
Wenn es immer die selben Lokomotiven sind, liegt es sicherlich nicht an der Strecke. Vielleicht ist bei diesen Lokomotiven die erste rückmeldefähige Achse (bei Rückmeldungen über Masse der Achsen und die zweite Schiene) oder der Schleifer (bei Rückmeldung über Rückmeldedecoder und den Mittelleiter) weiter hinten, so dass die Rückmeldung verspätet gemeldet wird?
Solltest Du mit Profilen fahren, so sind diese natürlich auch noch entscheidend und müssten ebenfalls kontrolliert werden.
Hallo Frank!
Danke für Deine Antwort.
Ich fahre nicht mit Profilen.
Bei allen Loks ist Sofort-Stopp eingestellt.
Die rückmeldefähigen Achsen sind vorne.
Die Bremsverzögerung im decoder könnte ich noch prüfen.
Die Loks fahren nicht nur ein wenig über den Kontakt hinaus, sondern fahren einfach ohne anzuhalten in den nächsten Block ein. Am ehesten erhalten sie (aus welchem Grund auch immer) den Stopp-Befehl nicht. Läge es nur am Lok-Schienenkontakt, so müsste spätestens der erste Wagon zum Stopp-Befehl führen.
Ich prüfe nochmals die Einstellungen des decoders und ändere vielleicht einmal das decoderformat.
Danke
Gerhard
Hallo Gerhard,
fahren die Loks nur in den nächsten ABschnitt und bleiben dann stehen, oder fahren sie ungesteuert weiter?
Hallo Helmut!
Es ist beides eingetreten. Es handelte sich aber immer um die selben Loks.
Ich habe zuerst in der Lokdatenbank die Bremsgeschwindigkeit dieser Loks auf maximal gestellt. In den meisten Fällen hat es dann funktioniert....aber eben nicht immer.
Ich habe das Problem dann aber vorläufig so gelöst, dass ich die Stromlosabschnitte wieder eingebaut habe und mit einem 500 Ohm Widerstand überbrücke.
Jene Loks, die aufgrund des Kontakts abbremsen, bleiben stehen, ohne dass sie stromlos geschaltet werden. Jene, die bisher durchgefahren sind, bleiben dann im Stromlosabschnitt stehen und bekommen die Decoderbefehle wegen des 500 Ohm Widerstands trotzdem. So passiert nichts mehr und beim Grünschalten fahren alle langsam an, --ohne Bocksprünge.
LG
Gerhard
Hallo allerseits, guten Tag,
ich vergrössere gerade meinen Schattenbahnhof, allerdings, ja, zum Abschalten der Gleise. 4 Gleise.
1. 1,5 kOhm Widestände setze ich nicht ein
2. Zum Abschalten wegen der beleuchteten Züge
3. Man kann "KurzSchlüsse" schneller finden. Das ist für mich der entscheidende Punkt. Oh, was habe ich
manchmal nach der Ursache des KS gesucht und viel Zeit verwendet.
Ich habe ca 50 Schattenbahnhofsgleise zum Abstellen, man kann beim KS den KS schneller einkreisen.
Also würde ich bei einer Neuplanung a l l e Gleise abschaltbar machen.
Das ist meine Meinung.
Herzliche Grüße
Klaus Fischbach
Hallo Klaus!
Ich bin Deiner Meinung. Es ist sicherer mit stromlosen Abschnitten.
Ich fühle mich wohler, wenn ich weiss, dass die Loks stehen bleiben, wenn sie stehen bleiben müssen. Dadurch hatte ich bislang keinen nennenswerten crash auf meiner Anlage. Mein SBHf hat neun Abstellmöglichkeiten für 2m-lange Züge, und auf der Strecke sind weitere verdeckte Signalstrecken. Da will ich mir einfach keine Sorgen machen müssen.
Ich wurde eben noch in der analogen und frühen digitalen Märklinzeit sozialisiert. :)
Aber jeder hat seine eigene Philosophie...andere schwören darauf, keine Stromlosabschnitte zu verbauen (ist auch billiger).
Schönen Abend