Hallo zusammen,
ich habe ein ziemlich kurioses Verhalten auf meiner Anlage:
Eine Lok fährt in einem RM-Kontakt am Ende der FS und wird korrkt abgebremst. Die Loknummer steht auch richtig im Button drin. Sobald die Lok steht, erlischt der RM-Kontakt (auch bei der IB),

obwohl bei der Lok das Licht eingeschaltet ist, und auch weiter brennt. Bewege ich die Lok ein paar mm von Hand, ist der RM-Kontakt wieder da.

Genaus ist der Kontakt auch wieder da, wenn ich mit FS=1 losfahre - FS=0, Kontakt weg. Dies passiert nur bei manchen Loks, überwiegend neuere ROCO-Loks und manche Trix-Loks. Es ist auch nicht immer der gleiche RM-Kontakt, sondern willkürlich immer 4 verschiedene bei unterschiedlichen RM-Modulen

. Es passiert auch, dass bei der nächsten Einfahrt der gleichen Lok in denselben RM der Kontakt sauber angezeigt wird, nach etwa einer Minute allerdings verschwindet. Dann von Hand bewegen, und .....
Konfiguration:
Roco-Gleis mit Bettung
3 Stück Rückmelder Littfinski RM-GB-8
Intellibox
Lokdecoder: ESU mit Sound und ESU-Lokpilot
Hat von Euch einer eine Erklärung für dieses Verhalten? Für Tipps zur Lösung wäre ich echt dankbar.
Grüße
Stephan
Hallo Stephan,
das Problem habe ich aber auch manchmal. Bei den Loks sind ja nicht alle Achsen zur Stromaufnahme da, daher kann das auch schon mal vorkommen! Hast Du mal versucht die Schienen zu säubern, gibt es ja genug Reinigungsmittel. Ansonsten guck doch mal ab welchen Widerstand eine sichere Auslösung erfolgt. Der Wert sollte so bei 12-18kohm liegen. Desweiteren kannst Du mal versuchen die Räder der Loks zu säubern...
Hallo Stephan
Das ist ein bekanntes Phänomen.
Die 1. Achse löst den RM aus, Lok stoppt, danach bezieht sie den Strom von den hinteren Achsen und die Vorderste, die den RM-Kontakt ausgelöst hat bleibt dann ohne Wirkung.
Lass die Lok 2-3cm weiter in den GBM-Abschnitt einfahren (z.B. durch verzögertes Anhalten) dann verschwindet das Problem sicher.
Das gleiche trat bei mir auch auf, allerdings war natürlich bei mir der Schleifer der Lok schuld.
Freundliche Grüsse aus Zürich
Hermann
Hallo Thomas,
Hallo Hermann,
danke für die schnellen Tipps.
Die Schienen und Achsen der Loks sind blitzblank, von der Stromaufnahme scheint mir alles i.O. zu sein. Das Verhalten tritt auch dann auf, wenn die Lok mit allen Achsen im RM-Kontakt steht.
Das mit den Widerständen probiere ich aus, melde mich dann wieder.
Grüße
Stephan
Hallo nochmal,
also, das mit den Widerständen habe ich probiert. Bei 3,3 kOhm wird die Belegtmeldung angezeigt, bei 4,7 kOhm nicht. Ich habe die Widerstände direkt an das Gleis angeschlossen, ohne Lok drauf.
Wäre es eine Möglichkeit, bei den Loks, die Probleme bereiten, einen 3,3 kOhm Widerstand direkt an der Schnittstelle (Stomabnahme) anzulöten? Oder mag das der Decoder nicht?
Grüße
Stephan
Hallo Stephan, 3,3kohm entspricht 5mA und das ist ein sehr großer wert den du erreichen musst!
Welchen Rückmelder benutzt du denn?
Bei LDT oder Viessmann werden GBM bereits ab 1mA bzw 10kOhm ausgelöst
Hallo Thomas,
ich habe die Decoder von Littfinski RM-GB-8 im Einsatz. Normalerweise müssten diese Decoder bei 1 mA auslösen. Ferner habe ich noch die RM-Decoder von Gerd eingebaut, bei denen allerdings das gleiche Verhalten auftritt.
So langsam glaube ich, dass es nicht an den Decodern liegt, sondern an den Loks. Speziell die BR 18 (rote und grüne variante) von Roco macht Probleme, aber nicht nur diese Loks, fast der halbe Fuhrpark. Licht und Geräusch(wenn vorhanden) an, aber keine Rückmeldung, bei Stillstand auf dem Kontakt. Könnte es villeicht sein, dass das Licht und Geräusch so wenig Strom verbraucht, dass der RM gar nicht reagiert?
Ich weiß wirklich nicht weiter, deshalb mein Gedanke mit den Widerständen einlöten.
Grüße
Stephan
Hallo Stephan,
bei den GBM von Gerd kommt das mit 5mA hin oder hast du schon die sensitiv Variante mit der doppelten Anzahl von Dioden (jeweils 2 in Reihe), bei LDT sollte es auf jeden Fall funktionieren. Falls Du die(den) GBM von Gerd umbauen willst schickt er dir sicher die Teile! Hast Du mal direkt am Ausgang des GBM probiert?
An den Loks kann es sicher nicht liegen! Laut NEM XXX sollte der Wert wo eine sichere GBM erfolgt bei 15kOhm liegen +- 20% also bei 12-18kOhm! Und wenn Du dann noch sagst eine Dampflok mit mehreren Achsen löst keine sichere GBM aus, dann stimmt irgendetwas nicht! Sind lange dünne Drähte verwendet wurden ?
Hallo Thomas,
danke für die schnelle Antwort.
Nein, ich habe die einfache Variante von Gerd. Das Verhalten (Kontakt erlischt, wenn die Lok komplett auf dem Kontakt steht) ist bei beiden RM-Modulen das gleiche.
Du hast recht, an den Loks kann es auch nicht liegen, weil das "Tillen" nicht bei allen Kontaktstrecken auftaucht.
Als Kabel habe ich Litze 0,14 mm² verwendet. Kabellänge etwa 80 cm.
Heute Abend werde ich die Kabel von den betreffenden Stecken neu verlegen, villeicht bringt das eine Verbesserung.
Grüße
Stephan
Hallo Stephan,
also 0,14mm² auch wenn es sicher ausreicht finde ich persönlich viel zu dünn, aber über das Problem wurde schon
recht oft gefachsimpelt.
Die einfache Variante von Gerd löst bei ungefähr 5ma bzw 3,3Kohm aus. Versuch es auf jeden Fall mal mit dickeren Kabel! Recht günstig und einfach ist IYSTY 2x2x0,6 oder so auf dem Baumarkt kaufen absetzen das nehme ich zum Beispiel nur!
Hallo Stephan,
hast Du Dein Problem gelöst?
Ich hatte ein ähnliches Problem mit Rückmelder von LDT und Lenz. Die Ursache war, daß in den überwachten Gleisabschnitten die Spannung geringfügig niedriger war als in den daneben liegenden nicht überwachten Abschnitten. Ich habe daraufhin in die Zuleitung der nicht überwachten Strecken zwei Dioden gegenläufig eingebaut. Damit habe ich das Spannungsniveau in diesen Abschnitten soweit gesenkt, daß die Lok im Grenzfall den Strom aus den überwachten Abschnitten zieht. Seitdem habe ich keine Anzeigefehler mehr gehabt.
Wir hatten das auch schon mal im Forum diskutiert "Probleme mit WDP und Lenz" (z.B. Beitrag #12638 vom 5.4.04).
Vielleicht hilft Dir das etwas weiter.
Freundliche Grüße
Rainer
Hallo Rainer,
Hallo Thomas,
ich habe alle Schienen nochmals blitzblank poliert (Meister Proper ist schwach dagegen), die Räder gereinigt und alle Kabel kontolliert.
War ein Heidengeschäft, gebracht hat es nur so viel, daß die Anzeige wenigstens ab und zu mal flackert, von sicherer Rückmeldung keine Spur.
Vielen Dank für Deinen Hinweis, ich werde die Dioden einlöten. Hättest Du villeicht eine kleine Skizze, wie ich die Dioden einlöten soll? Ich bin leider kein gewiefter Eelektoniker, daher sagt der mir der Begriff "gegenläufig" nicht viel. Müssen die Dioden nur in die eine Zuleitung (+) oder in beide Zuleitungen ( + und -) eingelötet werden?
Danke und Grüße
Stephan
hallo stephan,
die dioden müssen gegeneinander eingebaut werden, wie auf den gleisbesetztmelder von gerd dort siehst du das auch!
Probier aber mal noch was anderes!
Nimm mal ein durchaus dickeres Kabel 0,5mm² und schließ das mal an! Bei mir lösen Gleisbesetztmelder von Viessmann sicher bei ca. 10kOhm ohne Probleme aus!
Eventuell könntest Du auch nochmal direkt am GBM probieren, bei LDT sollte 10kOhm Widerstand auslösen ohne Probleme!
Ich schaffe es sogar bei mir mit meinen Daumen die GBM auszulösen und das alles ohne Dioden, zudem um so höher die Spannung ist umso ein geringerer Widerstand ist nötig für die Meldung!!
Hallo Stephan,
die Dioden werden nur in eine Zuleitung eingebaut. Durch den gegenläufigen Einbau wird erreicht, daß Strom in beide Richtungen fließen kann. Siehe Skizze (wenn ich sie denn hier hineinbekomme).
Freundliche Grüße
Rainer
Hallo Thomas,
In Antwort auf:
Ich schaffe es sogar bei mir mit meinen Daumen die GBM auszulösen und das alles ohne Dioden
Das sollte der Normalfall sein. Wenn ein angefeuchteter Finger nicht genügt, ist etwas faul am GBM!
Hallo zusammen,
zuerst einmal vielen Dank für die hilfreichen Tipps. Ich werde in den nächsten Tagen alles umsetzten und danach Bericht erstatten.

Grüße
Stephan