Hallo, Erfahrungsträger,
ich bin in der Planungsphase einer Mä-MoBa mit ca. 200 RMK. Ist es bei der Dreileitertechnik erforderlich oder störsicherer, die RM-Dekoder von LDT mit Opto-Eingängen zu nehmen?
Da ich 12 Stück brauche, macht das knapp 200.- EUR gegenüber denen ohne Optokoppler aus.
Wer hat damit Erfahrungen?
Danke im Voraus.
Hallo Winfried,
beim K-Gleis ist es m.E. eigentlich nicht erforderlich mit Optokoppler zu arbeiten. Mit dem S88-Bus werden alle Meldevorgänge sicher erfaßt.
Nur was ich hier aus dem Forum herausgelesen habe, der S88-Bus ist unter bestimmten Konstellationen störanfälliger. Dies soll z.B. beim Lokonetbus nicht der Fall sein.
Was hattest Du eigentlich mit den Optokoppler schalten/melden wollen?
Hallo Winfried
Mit den OPTO-Modulen hast Due eine galvanische Trennung zwischen der Meldeleitung die von der Schine kommt und dem Erfassungsteil auf dem Modul (kleine Störanfälligkeit).
Daraus ergibt sich noch der Vorteil, dass die Rückmeldungen aus verschiedenen Stromkreisen auf das selbe Modul geführt werden können, was Du beim normalen Modul nicht darfst.
Auf meiner Anlage sind durchwegs nur RM-OPTO eingesetzt und diese funktionieren einwandfrei.
Freundliche Grüsse aus Zürich
Hermann
Hallo Peter und Hermann,
vielen Dank für Eure Erfahrungen. Als E-Ing. weiß ich wohl um die galvanische Trenneung bei den Optos, aber... Wie verhalten sich die Rückmeldungen aus einer doch recht großflächig verteilten Gleisanlage? Es geht also um die Besetzt Meldungen durch das Rollende Material.
Ich denke mir, wenn es Einstreuungen magnetischer oder kapazitiver Art gibt, helfen die Optos nicht unbedingt weiter.
Aber nochmals, vielen Dank.
Hallo User!
Meine Erfahrung: Habe 13 Stück s-88 von Märklin und Littfinski gemischt im Einsatz. Ohne Opto. Die Decoder sind jeweils "vor Ort" mit teils selbst gefertigten Bus-Leitungen (länger als 2 Meter!)
Entgegen der hier mehrfach geäußerten Meinung funktioniert dies bei mir einwandfrei.
In Antwort auf:
Daraus ergibt sich noch der Vorteil, dass die Rückmeldungen aus verschiedenen Stromkreisen auf das selbe Modul geführt werden können, was Du beim normalen Modul nicht darfst.
Dies stimmt nicht. Die Rückmeldekontakte haben mit den Fahrstrom-Unterteilungen nichts zu tun! Jedenfalls nicht bei Märklin-3-Leiter-Gleis.
Hallo Winfried,
um die Störanfälligkeit der Rückmeldeleitungen weiter herabzusetzen, kann man eine Diode in das Kabel einlöten. Auf den Seiten von Littfinski gibt es dazu auch eine
Beschreibung .
Hallo Hermann !
In Antwort auf:
der Vorteil, dass die Rückmeldungen aus verschiedenen Stromkreisen auf das selbe Modul geführt werden können
Wie kommst Du denn darauf, dass dies ohne Optokoppler nicht geht ? Du kannst selbstverständlich Rückmeldungen aus verschiedenen Anlagenbereichen (Boosterbereichen) auf einem Modul ohne Optokoppler verarbeiten. Nur solltest Du selbstverständlich die Massen dieser Boosterbereiche vernünftig verbunden haben, damit es nicht zu Brummschleifen kommen kann.
Zur eigentlichen Frage: Man kann auf die Optokoppler gut verzichten, wenn man in Bezug auf die Verdrahtung einige Grundregeln beachtet. Lies doch einfach mal hier nach.
Beste S88-überwachte Grüsse
Bernd (Michaelsen)
Liebe Kollegen,
ich danke für die Darstellungen Eurer Erfahrungen. Es kommt in erster Linie auf eine einwandfreie masseorientierte Verdrahtung an und Abstand zwischen "Starkstrom" und "Digitalstrom".
Damit ist klar, ich kann die LDT-S88 ohne Opto gut einsetzen.
Hallo Winfried,
das zuvor Genannte mit dem S88 Bus kann ich nur unterstreichen.
Bei mir laufen auch alle S88 Module in unterschiedlichen Stromkreisen einwandfrei.

Und noch ein Hinweis.
Wenn Du Platz sparen und auch noch die Verbindungskabel zwischen den S88 Modulen einsparen willst, so schau auf meine Internetseite.
Dort biete ich S88 Module in Modultechnik mit einer großen Grundplatine an. Diese ist mit einer Power-LED versehen, die Dir auch noch die richtige Verkabelung des S88 Busses anzeigt und die Verbindungskabel einspart.
Das Ganze ist dann auch noch ein wenig günstiger zu haben als anderswo.
Hallo Bernd
In Antwort auf:
Wie kommst Du denn darauf, dass dies ohne Optokoppler nicht geht ? Du kannst selbstverständlich Rückmeldungen aus verschiedenen Anlagenbereichen (Boosterbereichen) auf einem Modul ohne Optokoppler verarbeiten. Nur solltest Du selbstverständlich die Massen dieser Boosterbereiche vernünftig verbunden haben, damit es nicht zu Brummschleifen kommen kann.
Als ich meine Anlage auf 2 Stromkreise aufteilte habe ich folgende Frage an Herr Littfinski gestellt:
Kann ich auf das gleiche RM-DEC-88-O Modul die Rückmeldungen von 2 verschiedenen Stromkreisen aufschalten?
Die Antwort war: Ja, wenn ich RM-DEC-88-O verwende sei das kein Problem.
Also nahm ich an, wenn ich keine OPTO verwende, sei dies problematisch, was aber Deiner Meinung nach ja nicht zutrifft.
War wohl eine falsche Überlegung meinerseits. 
Auf meiner Anlage habe ich die OPTO's eingesetzt, weil diese laut Angabe von LDT extrem Störsicher sein sollen.
Freundliche Grüsse aus Zürich
Hermann
Hallo miteinander,
In Antwort auf:
Kann ich auf das gleiche RM-DEC-88-O Modul die Rückmeldungen von 2 verschiedenen Stromkreisen aufschalten?
Das geht deshalb, weil die Massen ohnehin alle zusammengeschaltet sind. Jedenfalls beim Märklin Dreileitersystem ist das so. Schon über die Schienenverbindungen.
Bei uns ist das so, dass ich alle Massen bereits Trafo und Boosterseitig zusammengehängt habe. Die Intellibox versorgt nur die Magnetartikel und die Rückmeldemodule. Keinen Schienenstromkreis. Somit arbeitet kein Rückmeldemodul in dem Stromkreis in dem der das Modul gespiesen wird.
Das funktioniert ob mit oder ohne Opto.
Wir verwenden auch die Optovariante. Es funktioniert mit den Entstördioden absolut einwandfrei. Ich kann allerdings nicht sagen ob dies auch bei den Modulen ohne Optokoppler der Fall ist (keine Erfahrung damit)
Gruss
Hallo Hermann !
In Antwort auf:
laut Angabe von LDT extrem Störsicher ...
Diese Aussage ist natürlich richtig. Durch die galvanische Trennung mit den Optokopplern kann es nicht zu "Brummströmen" kommen. Probleme treten auch wirklich beim S88-Bus nur aus zwei Gründen auf:
1. schlechte Massesituation. Hier schafft die Verbindung der Trafo-"Massen" immer Abhilfe. (Vor allem der Trafo, der das HSI versorgt, sollte nicht vergessen werden !!!) Sehr gut ist, die Polung der Trafos zu beachten (Wenn man die "Masseklemmen" (braun)der Trafos verbunden hat sollte zwischen den anderen Klemmen (gelb) keine nennenswerte Spannung anliegen (z.B. 32-36 V), ist dies der Fall muss der Netzstecker gedreht werden.
2. Einstrahlen (Übersprechen) der Digitalsignale auf das Buskabel der S88 Module. Hier hilft nur rämliche Trennung. Auf garkeinen Fall die Kabel eng im Kabelkanal parallel verlegen. Besser ist es die Module zentral nebeneinander aufzubauen und die Kabel zum Gleis geschirmt (Telefoninstallationsdraht 8 / 16 adrig) verlegen. Die Abschirmung dieser Kabel dann unbedingt nur einseitig am zentralen Massepunkt anschliessen.
Und schon geht´s problemlos. S88 ist ein absolut zuverlässiges und preiswertes Gleisbesetztmeldesystem, wenn man diesen o.a. Gedanken folgt.
DC-Gleissysteme folgen etwas anderen Regeln als es in der (in dieser Hinsicht) völlig unproblematischen Märklinumgebung der Fall ist. Dort würde ich auch nicht unbedingt S88-Bus favorisieren, sondern wohl eher Loconet-mässig arbeiten....
Herzlichen Gruss
Bernd, der gestern beim HAMST war....
Hallo zusammen,
ich sehe, die Diskussion geht weiter. Ich bin überzeugt, dass bei sauberer Verlegung der Masse auch über die Versorgungsgrenzen der Booster keine Probleme bei den S88-Modulen ohne Opto auftreten. Grund ist die eindeutige Polarität der Masse, die über die gesamte Anlage mit 1-1,5 mm2 verlegt werden muss. Dabei sind die Abschnitte zwischen zwei Trennstellen, die nicht zur Rückmeldung herangezogen werden auf Masse zu legen.
Lieber Karl-Heinz, Leider kannte ich Dein Angebot nicht und habe schon einiges bei LDT bestellt, komme aber bei Ergänzungen gern auf Dich zurück.
Hallo Bernd
In Antwort auf:
Sehr gut ist, die Polung der Trafos zu beachten (Wenn man die "Masseklemmen" (braun)der Trafos verbunden hat sollte zwischen den anderen Klemmen (gelb) keine nennenswerte Spannung anliegen (z.B. 32-36 V), ist dies der Fall muss der Netzstecker gedreht werden.
Obwohl wir etwas vom Thema abgewichen sind, scheint mir die Sache mit der Polarität wichtig zu sein, deshalb hier die Lösung, wie ich es bei meiner Anlage gemacht habe.
Alle Trafos für Modellbahnen, egal welcher Bauart, werden in der Schweiz meist ohne Stecker oder mit 2-poligen Eurosteckern ausgeliefert.
Bei diesem Steckertyp sowie auch beim Schucostecker ist ein verdrehtes Einstecken möglich, was unweigerlich zur Eingangs erwähnten Situation führt und damit eventuell auch Schaden entstehen kann.
Bei mir werden alle Stecker von Trafo-Netzkabeln sofort abgeschnitten und durch den Stecker Typ 12 (Bild) ersetzt.
Ist dieser Stecker einmal richtig angeschlossen, so bleibt eine falsche Polarisierung (Steckerverdrehung) ein für allemal ausgeschlossen.
Freundliche Grüsse aus Zürich
Hermann
Hallo Hermann,
So hat die Schweizer Steckernorm auch seine Vorteile, zudem ist der Stecker auch noch kleiner als der klobige Schuco

.
Den Typ der richtigen Polung werde ich bei meinem "Drahtverhau" auch noch prüfen und die Stecker auswechseln.
Hallo miteinander,
Ich habe das noch viel extremer gemacht. Ich habe alle Netzstecker der Trafos abgeschnitten und alle Kabel direkt an einem Klemmenblock angeschlossen. So konnte ich gleich alles phasenrichtig anschliessen.
Gruss
Hallo Ihr Experten aus der Schweiz,
also ist es doch wichtig, wie früher übrigens Märklin in der Anleitung zum Trafo auch darauf hinwies, auf die Polarität der Trafos zu achten. In einem früheren Beitrag haben wir das schon einmal diskutiert, aber ich finde den halt nicht mehr.

Wenn ich die Stecker der Trafos abschneide, müßte die gleiche Polarität doch auch eingehalten werden, wenn ich jeweils die Kabelfarben zusammenschließe, oder mache ich da einen Gedankenfehler? Oder aber halten sich die Hersteller nicht an das gleiche Schema?
Hallo Peter !
In Antwort auf:
Oder aber halten sich die Hersteller nicht an das gleiche Schema?
Da sei Dir mal nicht so sicher, dass die Trafos immer farbgleich angeschlossen wurden. Da es ja durch den drehbaren Schukostecker (im Gegensatz zum erheblich besseren Schweizer Netzstecker mit Schutzkontakt) keine bestimmte Einsteckrichtung gibt, hätte eine Festlegung auch keinen Sinn gemacht.
Sicher kann man nur sein, wenn man das Messgerät zur Hand nimmt und kontrolliert !
nachgemessene Grüsse
Bernd Michaelsen