Seite drucken - Feststellung

windigipet.de

Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Kalle in 09. August 2004, 22:06:14

Titel: Feststellung
Beitrag von: Kalle in 09. August 2004, 22:06:14
Hi zusammen,

was ich mittlerweile festgestellt habe - in keinem anderen Forum wird so "gepinnt" wie bei WDP. Finde es einfach toll, stellt es doch den WDP-Idealismus fuer die MoBa dar. Ausserdem ist auch immer etwas "persoenliches" dabei festzustellen. Hoffe, dass (egal wie es geschrieben wird) so bleibt und den alten Hasen, sowie den Neulingen umfangreiche Hilfen gibt.

Musste es mal einfach sagen - bzw. schreiben !!!

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl
 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Peter Ploch in 09. August 2004, 23:13:00
Hallo Karl,

bin wieder mal unwissend, was heißt denn das?:

In Antwort auf:
gepinnt



Bis jetzt dachte ich das hat entfernt was mit aufspießen oder ähnlichem zu tun.  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Kalle in 10. August 2004, 06:29:06
Hi Peter,

heisst(heißt) bei mir einfach "geschrieben". Habe einfach nicht daran gedacht, dass(daß) es fuer dieses Wort mehrere "Uebersetzungen" gibt. Haette es auch gleich richtig schreiben sollen - der Aufwand waere der gleiche geblieben.

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl
 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Gian Bott in 10. August 2004, 09:01:51
Hallo,

Ich stelle fest, dass die Diskussion über die Rechtschreibereform auch ins Forum "schwappt".

Ich fände es schade, wenn Deutschland (und im Schlepptau auch die Schweiz und Oesterreich) wieder zum alten System zurückkehren würde. Für mich als "Sprachbanause" ist das jetzige System gut genug. Sollte es den Rückschritt doch geben, hätte ich auf meinem Laptop mit deutscher Tastatur wenigstens das Doppel-S.    
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Manfred B. in 10. August 2004, 09:18:08
Hallo und guten Morgen zusammen,

auch ich möchte Gian`s Ausführungen anschliessen, denn diese Änderung wäre ein Rückschritt und kein Fortschritt.
Da haben wir es mit WDP doch recht einfach, da gibt es nur Fortschritt    
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Kalle in 10. August 2004, 16:53:39
Hi,

will bloss(ß) keine Diskussion ueber die Rechstschreibreform(en)  entfachen. Hauptsache wir koennen untereinander die Texte lesen und verstehen.

Gruesse aus Gelsenkirchen

Karl
 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Rainer Claas in 10. August 2004, 17:36:49
Guten Abend
wie wäre es denn mit der Variante von Karl Berrischen. Da kann es jeder sich aussuchen, welche Schreibweise er gerne hätte?  

Gruß
Rainer  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Kalle in 10. August 2004, 17:56:10
Hi Rainer,

nee, bloss(ß) nicht, dann nimmt die "Pinnerei" ja noch mehr zu. Ein bischen Zeit muss man fuer andere "MoBa-Beschaeftigungen" jeglicher Art auch noch lassen.

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl


 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: David Lippmann in 10. August 2004, 20:55:22
Abend,

da hab ich mit meinem  
In Antwort auf:
dass (oder bald doch wieder daß? )

ja wiedermal einen Stein ins Rollen gebracht...

Ja, natürlich ist das hier ein echt tolles Forum und eine gute Gemeinschaft, habe ich nicht noch einmal gesehen. Es sollte dann aber eher doch nicht von der Sache ablenken und auch noch zu einem Forum über Politik werden

Gruß
David.  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Marcus Spannagel in 11. August 2004, 00:50:16
Hi Karl,
ist doch völlig egal, hier gibt es genug Teilnehmer, deren Tastatur offensichtlich nicht in Ordnung ist, meistens ist die Shift-Taste als erstes kaputt. So gesehen muß man da nicht so kleinlich sein.
 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Kalle in 11. August 2004, 06:23:27
Hi Marcus,

bitte missverstehe mich nicht, habe Tastatur und z.B. das Ding zwischen den Ohren nicht bemaengelt, sondern die Feststellung gemacht, die ich ganz oben erwaehnt habe. Eine Diskussion ueber die Rechtschreibunk (g) wollte ich nicht ausloesen und dies habe ich einen Beitrag weiter erwaehnt. Ich weiss auch, dass die meisten Fehler bzw. Stoerungen zwischen Tastatur und Stuhl entstehen, mehr als auf der MoBa selbst.
Uebrigens - habe vorgestern schon meine Tastatur austauschen muessen und Deine Fehlervermutung ist bei mir schon mal ausser Betracht. Auch ist mir bekannt, dass das WDP-Forum einen groesseren Verschleiss an Tastaturen und der "Masse" zwischen den Ohren beinhaltet, diese nehme ich fuer dieses Forum jeodoch gerne in Kauf. Gleicht sich durch gewissen "Lerneffekt und "Modelleisenbahncomputersteuerungerfahrungsuebernahmeeffekt" ja wieder aus.
Glaube, wir beenden mal dieses Thema hier, sonst artet es, wer weiss wie, noch aus. Kehren wir den Ruecken doch lieber der "Hauptbeschaeftigung", der MoBa, zu. Trotz allem, kleine "Seitenspruenge" sind, meiner Meinung nach, tolerierbar und machen doch das gewisse "Etwas" in diesem Forum aus.

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl
 

 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Dietloff in 11. August 2004, 08:23:25
Hallo Karl,

warum das Thema "Rechtschreibreform" beenden? Schliesslich hat sich doch jetzt auch D´land´s Kanzler eingeklinkt.

Seien wir doch mal ehrlich: Wieviele von denen, die die Schulbank schon lange hinter sich haben, kennen denn wirklich die Unterschiede zwischen beiden Schreibarten.
Wenn ich mir jetzt anschaue, wie man Mayonaise schreibt (Majonäse) oder gar Aubergine, dann krieg´ ich Gänsehaut.

Natürlich erkenne ich auch, dass der ein oder andere die neue Rechtschreibreform schon mindestens 20 Jahre (...) anwendet ( ), ich muss für mich aber ehrlich gestehen, dass ich den ursprünglichen Sinn und Zweck dieser "Reform" noch nie verstanden habe?!

Besonders "betroffen" bin ich dadurch, dass mein Jüngster in wenigen Wochen in die Schule kommt und ich mich erst fürchterlich einarbeiten muss, ob ich hier einen "Legastheniker" (oder wie immer man das schreiben mag) im Hause habe oder ob er mir besser etwas beibringen sollte...

Grinsende Grüsse

Rüdiger

P.S.: Nein, ich will jetzt nicht wirklich über die Reform diskutieren, da Rheinländer alleine schon durch den Karneval naturgemäss sehr tolerant sind...  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Robert Reinartz in 11. August 2004, 08:56:34
Hallo zusammen,
ich glaube das Forum hat doch den Hintergrund, Störungen, Probleme und natürlich die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten darzustellen.
Ob ALTE, NEUE oder BEIDERLEI.- SCHREIBWEISE dürfte ansich nicht vorrangig sein, Hauptsache: Der Sinn kommt rüber!
Vielleicht kann der Chef ja eine Umfrage starten, dann hätten WIR einen kleinen Volksentscheid?
Ich hoffe der Sinn ist rübergekommen, denn mit Duden zu chatten ist nicht mein Ding!
 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: B.Michaelsen in 11. August 2004, 10:27:41
Hallo Robert !

In Antwort auf:
denn mit Duden zu chatten ist nicht mein Ding!




Schade ! Da ist neuerdings sogar der norddeutsche Gruss  Moin drin verzeichnet. Alle Möglichkeiten ebenso, wie Moin-Moin und moin und moin-moin.

Der Gruss kommt übrigens von mojen, was im Friesischen für guten (Tag) steht und hat nichts mit Morgen oder morgen zu tun....

Da sieht man doch mal: Die deutsche Sprache entwickelt sich auch ohne Kultusministerkonferenz weiter. ( )

moin moin

Bernd Michaelsen  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Olivier De Bastiani in 11. August 2004, 18:21:42
Hallo Bernd,

das "Moin-Moin" gefällt mir so gut, dass ich es zur allgemeinen Begrüßung verwende. Ganz normal? Ja, bei euch im Norden schon - hier im Rhein-Neckar-Gebiet aber nicht.

Es ist immer wieder schön, welch verdutzte Gesichter bei dem Spruch entstehen (vor allem ab 14:00 Uhr )

(Dumme Gesichter gibt es auch bei "Grüß Gott" )  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Kalle in 11. August 2004, 18:52:05
Hi Rüdiger,


In Antwort auf:
ob ich hier einen "Legastheniker" (oder wie immer man das schreiben mag)  



ich glaube bald, die wirklichen "Legastheniker" sitzen an der Stelle, wo die sog. Rechtschreibreformen ausgedacht, entwickelt und dann, unter Ausnutzung ihrer Machtbefugnisse, durchgeboxt werden. Im Volk sind ja vielerlei Schreibweisen vorhanden, dadurch wird die Gruppe der Legastheneure und Legastheneusen innerhalb einer Volksgruppe immer wieder nur verschoben. Ein drittel der Klasse schrieb Schiff(f)ahrt mit drei "f" - heute waeren zwei drittel der Klasse reif um die PISA-Studie zu "negativ(f,ph)isieren". Frueher, zu meiner Schulzeit war ein doppel "s" fuer ein "ß" ein Fehler. In den fortgeschrittenen Anfangstagen der sog. "Computer" - warum nicht Rechner oder Logikmaschinen - war es unheimlich schwierig ein "ß" auf dem Bildschirm und dem Drucker darzustellen. Ploetzlich war ein doppel "s" kein Fehler mehr. Aber daran hatte sich niemand gestoert - nur die sog. "Deutschleher" und ich gehoerte im Grunde auch zu denen, die das auch ausbaden mussten - in Form der "Zensur". Was damals technisch kaum moeglich war, wird dreissig Jahre spaeter als allgemeingueltig durchgesetzt - Durchlaufzeit in den Aemtern ??? (brauche nicht schon wieder eine neue Tastatur). Hoffe, dass die Implementierung von "Selectrix" in WDP nicht sooo laaaange braucht !!
An sich haetten ja Fernschreiber auch nicht zugelassen sein duerfen, weil sie eine "Volkschreibweise" - das "ß" Zeichen u. a.  - nicht konnten nur weil aus Wirtschaftlichkeitgruenden einige Typenhebel daran glauben mussten. Auch ein Bit mehr waere fuer Deutschland zu beherrschen gewesen.  Mich stoert es nicht im geringsten, wenn einer nicht ganz so schreibt wie es der andere gerne moechte. Hauptsache man kann es lesen und verstehen.
Betreffs dieses Textes - Herr Deutschproffesor, ich weis, daß dieser Tekst felerhaft ist - bitte drucke Sie een Aug´zu - oder beide Aug´s! (Anmerkung: Es ist niemand  hier im Forum gemeint).

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl


   
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Dietloff in 12. August 2004, 08:36:25
Hi Karl,

In Antwort auf:
ich glaube bald, die wirklichen "Legastheniker" sitzen an der Stelle, wo die sog. Rechtschreibreformen ausgedacht, entwickelt und dann, unter Ausnutzung ihrer Machtbefugnisse, durchgeboxt werden.  



Deshalb schrieb ich ja zuvor, dass ich den Sinn und Zweck des Ganzen nicht so ganz nachvollziehen kann.
Ich könnte ja noch verstehen, dass man das "ß" oder die "ä", "ö" und "ü" zwecks Europäisierung ( ) eliminiert, aber was sich da Einige an "Vereinfachung" ausgedacht haben, ist mir wirklich rätselhaft!

Entweder ich habe bereits Lesen und Schreiben gelernt, dann ist´s (aus meiner Sicht) schwer, sich umzugewöhnen oder ich habe den ersten Schultag noch vor mir, dann ist´s doch ebenfalls "anspruchsvoll" für die Minis entweder "Mayonaise" oder "Majonäse" zu schreiben.

Aber vielleicht gibt´s ja auch einen Grund, warum ich nicht in der Politik bin...

Grüsse

Rüdiger

P.S.: Gut, dass wir hier im "Stammtisch" sind; denn mit WDP hat dies wirklich nur weit entfernt zu tun...
 
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Gian Bott in 12. August 2004, 09:25:05
Hallo Rüdiger Dietloff,

In Antwort auf:
P.S.: Gut, dass wir hier im "Stammtisch" sind; denn mit WDP hat dies wirklich nur weit entfernt zu tun...



Gut ist, dass es den Stammtisch gibt, auch für solche Diskussionen.

Auch in unseren Medien wird heftig über die Sprachreform diskutiert. Ältere Schriftsteller und konservative Menschen möchten das Rad am liebsten zurückdrehen, jüngere und junggebliebene Menschen finden die Reform gut. Ich bin darüber nicht unglücklich, kann man doch bei Fehlern immer auf die neue oder alte Schreibweise hinweisen  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: Heller in 12. August 2004, 10:21:16
Hallo Herr Dietloff, hallo sprachgeplagte MoBa-Gemeinde,

jetzt muss ich auch 'mal meinen Senf dazugeben.

Anders als hier und anderswo angenommen, wurde die Reform nicht von Politikern sondern von Kennern der Materie (Sprachwissenschaftlern aller drei beteiligten Länder) erdacht und von Politikern lediglich abgesegnet.

Die Zielgruppe der Reform sind in erster Linie die Schüler. Denen tut man mit der augenblicklichen Kampagne einzelner Presseverlage mit Sicherheit keinen Gefallen.

Ebenfalls anders als vermutet, wurde durch die Reform die Summe der Regeln reduziert und nicht etwa lediglich durch neue ersetzt. Es gibt sicher auch in der neuen Schreibweise unsinnige Regelungen (z.B. die Eindeutschung ausländischer Ausdrücke). Wenn aber dann die Schreibweise von Exoten wie z.B. Seeelefant, Schifffahrt und anderen als Beleg für  die Unsinnigkeit der Reform angeführt wird, so könnte man das in diesem Fall auch der alten Schreibweise ankreiden. Wer weiß dann noch, dass nach alter (und neuer) Form Brikett-Träger so richtig geschrieben werden muss(te): Brikettträger?

Dass eine solche Reform nicht auf Gegenliebe in der Bevölkerung trifft, liegt in der Natur der Sache. Wer möchte schon das in der Penne (mühsam) erworbene Wissen über die eigene Sprache neu erlernen oder zumindest revidieren? Andererseits werden im Alltag (z.B. bei E-Mails) nur minimale Anforderungen an die Kenntnisse der neuen Schreibweise gestellt.

Eigenlich ist es ja nur die Sache mit dem ss/ß (kurz gesprochener Vokal davor: ss sonst ß. Mangels ß können die Kollegen aus der Schwyz auch noch das vergessen. Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Stopp und Tipp.

Obwohl ich auch schon jenseits der Pensionsgrenze bin, habe ich mich der geringen Mühe unterzogen, die "Neue" zu benutzten und werde - unabhängig von der Schreibweise in meiner Tageszeitung - auch dabeibleiben.

Last but not least noch ein Trost: Bindend wird die Reform  nächstes Jahr nur für Schulen und Behörden.  
Titel: Wir füllen das Sommerloch...
Beitrag von: Dietloff in 12. August 2004, 10:56:03
Hallo Herr Löffler und alle anderen Sommerlochreformer  ,

das die Herren Politiker die Thematik lediglich "absegnen" und nicht die Urheber sind, ist selbstredend.

Das sicherlich die ursprüngliche, als auch die (erneut) reformierte Schreibweise jeweils ihre Stilblüten hat ist ebenso unstrittig.

Ob´s "nur" darum geht/ging, Regeln zu vereinfachen, bzw. die Anzahl der Regeln zu reduzieren, kann ich nicht bewerten, da ich mich (bisher) zuwenig mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe - dies aber ab dem neuen Schuljahr "familienbedingt" nachholen muss.

Aber mir kräuseln sich dennoch die Nackenhaare, wenn ich "Fassette" (Facette) oder "Wandale" (Vandale) lese, weil sich mein Kleinhirn schlicht auf die bisherige Schreibweise "eingebrannt" hat...und wer kann schon Veränderungen dieser Art ohne Gemoser hinnehmen???  

Offensichtlich ist es aber weder den "Spezialisten" noch der (verantwortlichen!) Politik gelungen, diese zum Teil massiven Änderungen (es sind eben nicht nur Kleinigkeiten), positiv an das Volk zu "verkaufen".

Als kleiner Otto-Normal-Bürger muss ich mir doch auch immer die Frage stellen, bzgl. Kosten_zu_Nutzen, BEVOR (!) ich handele...
Das wirkliche Übel ist doch nicht die Reform an sich, sondern der derzeitige Status, dass sowohl die "Fachleute", als auch die Politiker, als auch die Medien sehr unterschiedliche Meinungen vertreten...zu Lasten letztendlich des (wahlfähigen) Bürgers und seiner Kinder!

Unabhängig, welche Reform sich durchsetzt oder ob der einzelne seine "eigene Rechtschreibreform" anwendet, wie bereits von einigen Vorrednern erwähnt, steht in unserem Forum natürlich der Inhalt im Vordergrund...und das ist das wirklich Wesentliche!

reformierte Grüsse

Rüdiger Dietloff

 
Titel: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Stephan in 12. August 2004, 12:23:27
Hallo zusammen,

jetzt muß (oder muss?????) ich auch mal meinen Kommentar abgeben.

Irgendwie finde ich diese Diskussion um die Rechtschreibreform, die gerade stattfindet, ziemlich lachhaft und für uns Deutsche überaus peinlich. Was denken die Menschen im Ausland über uns? Haben wir denn keine anderen Probleme, als diese total überflüssige Rechtschreibreform? Sind wir nicht in der Lage, unsere eigene Sprache zu beherrschen? Andere Länder haben seit Jehrhunderten die gleiche Rechtschreibung, aber wir Deutsche müssen natürlich alles immer wieder ändern, damit der Beamtenstab seine Existenzberechtigung besitzt. Die anderen Länder lachen über uns, und wir merken es nicht einmal.

Unsere Politiker sollten endlich die aktuellen Probleme wie Harz V, kränkelnde Wirtschaft, zu wenig Lehrstellen, leere Kassen der Sozialversicherungen, ... anpacken und dort endlich konstruktive Ergebnisse und sinnvolle Lösungsmöglichkeiten vorschlagen. Statt dessen wird eine verbisse Diskussion über ein total unwichtiges Thema geführt, nur um die Gedanken von den anderen Problemen abzulenken. In dieser Vorgehensweise sind sich alle politischen Pateien einig.

Endlich ist es soweit, dass die "kleinen Leute" auf die Straße gehen und gegen die aktelle Politik demonstriern. Jeder, wirkich jeder sollte seinen Unmut über die derzeitige Situation kundtun und Montags auf die Straße gehen, aber bitte ohne Gewalt. Die neuene Bundesländer machen es uns vor, wir "Wessis" sollten folgen. Auch sollte sich jeder, der momentan noch eine feste Arbeitsstelle besitzt, im klaren darüber sein, dass er im nächsten Monat ohne Stelle dastehen kann. Dann ist Harz V plötzlich ganz wichtig.

Übrigens, wo sind die Milliarden, die die Steuerzahler Tag für Tag an den Staat berappen?


So, nun habe ich meinem Ärger ein klein bisschen Luft gemacht.

Grüße aus Hohenlohe

Stephan  
Titel: Re: Feststellung
Beitrag von: ezada in 12. August 2004, 14:05:03
Hallo Herr Dietloff!

Und jetzt noch ich. Ich kanns nicht lassen.

In Antwort auf:
 P.S.: Gut, dass wir hier im "Stammtisch" sind; denn mit WDP hat dies wirklich nur weit entfernt zu tun...




Mit WDP sicher wenig, (Fahrstraße - Fahrstrasse) aber mit dem Forum.

Wer schreibt heutzutage noch "mit der Hand am Arm"? Ich schreibe mit Microsoft-Word und lasse die vorhandene (neue) Rechtschreibprüfung laufen. Im Forum jedoch gibt es die nicht - und das ist der Zusammenhang.

(Früher, ohne die Standleitung, habe ich Beiträge in Foren etc. zuvor in Word geschrieben und dann ins Forum kopiert; nicht zuletzt wegen der "Flüchtigkeitsfehler".)

Solange ich noch die Buchstabenreihenfolge in der Zeitung interpretieren kann, ist mir diese (wegen bayerischer Kinder !!!) eingeführte Reform egal - nur schade ums Geld der Steuerzahler.

 
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Gian Bott in 12. August 2004, 14:12:04
Hallo Stephan (oder sollte es nicht Stefan heissen ),

Jetzt wird es ja richtig politisch .

In Antwort auf:
Unsere Politiker sollten endlich die aktuellen Probleme wie Harz V, kränkelnde Wirtschaft, zu wenig Lehrstellen, leere Kassen der Sozialversicherungen, ... anpacken und dort endlich konstruktive Ergebnisse und sinnvolle Lösungsmöglichkeiten vorschlagen.


Das dürfte ziemlich schwierig sein, nicht nur in Deutschland, solange die Politiker die Steuerfüsse senken, die Wirtschaft mit globalisiertem Denken nur die Gewinnmaximierung anstrebt und der Staat dann bezahlen muss, für die aus dem System gefallenen Menschen! Bei uns in der Schweiz gibt es bürgerliche Parteien die schon lange nach dem Motto "weniger Staat - mehr Freiheit" Politik betreiben, gleichzeitig aber nach mehr Polizei schreien wegen der gestiegenen Kriminalität und gleichzeitig die Mittel dafür kürzen.

In Antwort auf:
Endlich ist es soweit, dass die "kleinen Leute" auf die Straße gehen und gegen die aktelle Politik demonstriern. Jeder, wirkich jeder sollte seinen Unmut über die derzeitige Situation kundtun  


Demonstrationen finde ich gut, aber die "kleinen Leute" sollten auch bei den Wahlen oder Abstimmungen (in der Schweiz gibt es viele davon) teilnehmen und ihre Meinung kundtun! Solange aber nur etwa 20-30% an die Urne gehen (meistens die besser Gebildeten) nützt das Jammern im Nachhinein nichts mehr. Es heisst ja, jedes Volk hat die Regierung die es verdient (oder so ähnlich ).

In Antwort auf:
Übrigens, wo sind die Milliarden, die die Steuerzahler Tag für Tag an den Staat berappen?


Viele davon werden immer stärker für die Sozialhilfe usw. gebraucht, da die Wirtschaft nach dem Motto lebt: Gewinne maximieren - Verluste sozialisieren. Im zweiten Fall kommt dann der Steuerzahler zum Zuge. Darum werden die Löcher in der Staatskasse immer grösser und es wird noch stark zunehmen, solange die Börse einen so wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft hat!

Grundsätzlich kann eine Regierung und die Verwaltung allein die Probleme nicht lösen, da müssen alle mithelfen. Die Weichen müssten aber von den Politikern in den Parlamenten gestellt werden. Aber solange die Parteien Stimmen machen, die vor den Wahlen die grössten Versprechungen machen (obwohl sie wissen dass sie diese nie und nimmer einhalten können) wird sich leider nicht viel ändern. Die Löcher in der Staatskasse werden immer grösser, die Sozialausgaben auch und die Steuererträge dank Steuergeschenken an die Reichen immer kleiner.

Da ist die Sprachreform wirklich ein bescheidenes Problem, das aber nicht von den Politikern und den Regierungen angezettelt wurde sondern von 2 namhaften deutschen Medien Herausgebern! Diese haben im Sommerloch scheinbar nichts gescheiteres mehr gefunden. Klar, dass dann gewisse (bürgerliche) Politiker im Hinblick auf die Wahlen Morgenluft wittern!  
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Heller in 12. August 2004, 14:20:16
Hallo Gian,

du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, genau so ist es.  
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Bernd Sorgenfrei in 12. August 2004, 15:59:06
Hallo Rechtschreibfreunde,

nun reizt es mich doch, auch meinen Senf dazu zu geben. Ich verstehe nämlich die Aufregung nicht. Die Reform wurde bereits 1996 beschlossen und einvernehmlich von der Schweiz, Österreich und Deutschland mit einer langen Übergangsfrist eingeführt. Dass sie überflüssig war, finde ich auch. Aber die Diskussion hätte damals geführt werden müssen, nicht heute. Dass sie neu eröffnet wurde, haben wir einigen profilneurotischen Politikern und Teilen der Presse (ausgerechnet auch noch BILD als Hüterin der Sprache!)zu verdanken. Das Problem ist doch nicht alte oder neue Rechtschreibung, sondern der verlotterte Umgang mit unserer Sprache überhaupt. Man lese sich doch manchen Beitrag in diesem und anderen Foren in dieser Hinsicht selbstkritisch durch. Ich möchte nicht überheblich sein, ich bin sprachlich auch nur "mittelmäßig" gebildet. Aber an sich selbst zu arbeiten (manchmal hilft ja noch mal durchlesen!), ist besser als jetzt über eigentlich alte Hüte zu meckern. Nichts für ungut.  
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Harry Lorenz in 12. August 2004, 16:14:14
Hallo Gian

In Antwort auf:
Demonstrationen finde ich gut, aber die "kleinen Leute" sollten auch bei den Wahlen oder Abstimmungen (in der Schweiz gibt es viele davon) teilnehmen und ihre Meinung kundtun! Solange aber nur etwa 20-30% an die Urne gehen (meistens die besser Gebildeten) nützt das Jammern im Nachhinein nichts mehr.  



Von der Sache her hast du auf alle Fälle recht. Zu 100 Prozent. Aber in Deutschland gibt es nun mal keine Volksabstimmungen - leider-   denn sonst hätten wir z. B. wahrscheinlich keinen T-Euro und und und . Ich will gar nicht so viel aufzählen, wo es im Land überall krankt. Nur noch eines. Warum soll Deutschland trotz mehr als 4,5 Milionen Arbeitslosen  ein Einwanderungsland werden oder schon sein ?? Wäre das nicht auch ein Thema für eine Volksbefragung ???  Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr.

Teilnehmen an Wahlen. Welche Alternative gibt es denn in Deutschland noch zu den jetzt regierenden Rot/Grünen ??Schwarz/Gelb!!!   Du hast nur die Wahl zwischen Wolf oder Bär - aber beides sind Raubtiere.

Armes Deutschland!!! Was ist aus dir geworden??        



Sollte sich jemand über meinen Beitrag ärgern, beleidigt fühlen usw. dann entschuldige ich mich jetzt schon im Voraus.  
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Marcus Spannagel in 12. August 2004, 16:23:47
Hartz IV

grins  
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Kalle in 12. August 2004, 16:53:11
Hi,

wollte doch eigentlich nur das Forum loben - mehr nicht !!!!

Viele Gruesse aus Gelsenkirchen

Karl


 
Titel: Re: Ist es unseren Politkern langweilig?
Beitrag von: Gian Bott in 12. August 2004, 17:33:10
Hallo Harry,

Ist gut haben wir auf der MOBA Preiserlein's, die reklamieren nie und sind pflegeleicht, so wie sich die Regierenden und Manager auch das Volk wünschten  
Titel: Back to the Roots!
Beitrag von: Norbert Burkert in 13. August 2004, 07:34:46
Hallo Karl und die Rechtschreiber,
ich schreibe hier nichts über die Rechtschreibreform, sondern zum ursprünglichen Thema: Feststellung über das WDP Forum, oder "wie schön es hier ist!"

Mir ist es auch schon positiv aufgefallen, dass sich das WDP-Forum mittlerweile in ein  PC-Modellbahn-Allgemein-Lebenshilfe-Forum gewandelt hat.

Auch wird durch die immer kompetentere Hilfe der "Alten-Hasen", uns Betatestern sehr viel (Schreib)Arbeit abgenommen.

Besonders freut mich aber auch, der freundliche Umgangston hier im Forum. Dies liegt meiner Meinung nach sicher daran, dass hier der Chef persönlich im Hintergrund "aufpasst". Denn in unmoderierten Internetforen ufern oft die Einträge in persönliche Beleidigungen aus. Ein Beispiel dazu ist der Unterschied zwischen altem und neuem Märklininsiderforum. Seit dem in dem neuen Forum, der Forums-Host ein wenig aufpasst ist es dort auch wesentlich angenehmer.


In diesem Sinne weiter so: Win-Digipet-Forum!
 
Titel: Re: Back to the Roots!
Beitrag von: Peter Ploch in 13. August 2004, 15:20:16
Hallo Norbert,

ich muß Allen ein großes Lob aussprechen, der Umgangston ist ganz hervoragend, wenn auch einmal ein paar kleine, notwendige Spitzen verteilt werden, aber alle werden ernst genommen, nach dem Motto: es gibt keine dumme Fragen. Alleine durch die neue Abteilung "Stammtisch" gibt es so viele Tips und Hinweise, daß man fast nicht mehr mitkommt. Schade ist nur, daß manchmal Tips unter einer ganz anderen Überschrift erscheinen, so daß man sie später nur schwer findet. Ich wünsche unserem Forum noch weiter fruchtbare und fröhliche, auch über die neue/alte Rechtschreibung, Diskussionen.