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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Ulrich Weber in 24. August 2004, 17:36:04

Titel: Straßenbahn
Beitrag von: Ulrich Weber in 24. August 2004, 17:36:04
Hallo zusammen,
ich möchte eine Straßenbahn in meine Anlage integrieren und mit WDP dann steuern.
Kennt jemand einen Hersteller von Wechselstromstraßenbahnen ausser Roco??
Vielen Dank für die Antworten.
Grüsse Ulrich  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Harry Maly in 24. August 2004, 19:59:02
Hallo Ulrich,

ich glaube Bombardier Transportation (Bahntechnologie) Germany GmbH & Co KG (Bautzen), Siemens Transportation Systems (Berlin), Stadler Pankow GmbH (Berlin)!?  

(T`schuldige Ulrich, konnt ich mir nicht verkneifen...)  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Marcus Spannagel in 24. August 2004, 21:11:38
Hallo Ulrich,
z. B. Woytnik oder Kato, darüber hinaus gibt es da noch diverse Kleinserienhersteller. Es kommt darauf an was Dir so eine Tram wert ist, dann forsche ich gerne noch mal nach.

Was stört Dich an Roco ?

   
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Kalle in 24. August 2004, 21:25:59
Hi,

mal ne´schlaue Frage - (dumme gibt´s ja nicht) - hoffe auf eine gleiche Antwort - gibt es in Uerdingen (glaube, Krefeld liegt bei Uerdingen)  noch die "Strassenbahn-Fabrik". Hatte es einst bei uns in jedem Tram-Wagen lesen koennen.

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl
 
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Marcus Spannagel in 24. August 2004, 21:40:50
Hi Karl,
ja die gibt es noch unter dem Namen Siemens (früher DUEWAG und davor Uerdinger Waggonfabrik), die haben soweit ich weiß auch kürzlich diese Glanzleistung mit dem Combino gebracht, scheint zur Zeit bei Siemens so üblich zu sein, daß nix funktioniert, ich sach nur Obu oder Skytrain. Dafür hat sich dann der gute Herr v. Pierer gleich vom Vorstandsvorsitzenden auf eine ganz krumme Tour zum Aufsichtsratsvorsitzenden katapultiert, damit er seinem Nachfolger noch ordentlich ins Handwerk pfuschen kann.

Ja ist ja schon gut ich hör auf damit.

 
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Marcus Spannagel in 24. August 2004, 21:44:36
 Der alten Tante M geht es wohl auch nicht so gut
 
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Kalle in 24. August 2004, 21:56:42
Hi Marcus



In Antwort auf:
scheint zur Zeit bei Siemens so üblich zu sein, daß nix funktioniert,  



kannste auch nicht sagen, unsere LAM´s (Last-Aufnahme-Mittel), sowie andere Produkte, die wir fuer Siemens herstellen, funktionieren..... und dabei ist Siemens-Dematic an unserer Firma beteiligt.
Na ja, wir sind ja nur ein kleiner "Haufen", vielleicht funktionierts ja deshalb.

Gruesse Karl
 
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Marcus Spannagel in 24. August 2004, 22:05:14
Hi Karl,
Ich hab´s auch nicht persönlich gemeint - und schon gar nicht wollte ich Zulieferer diskriminieren.

Wir sollten das privat weiterführen, sonst ufert das hier aus und wir sind in Kürze bei Harz XIII  

Wenn man allerdings realistisch analysiert wie so etwas überhaupt zustande gekommen ist, weiß man woran es krankt.  

So, jetzt aber Schluß damit, daß gehört wirklich nicht hierher, es ging ja nur um eine Straßenbahn  
 
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Peter Ploch in 24. August 2004, 23:14:24
Hallo Marcus und alle Straßenbahnfahrer,

ist es in der heutigen digitalen Zeit nicht egal, ob man Gleich- oder Wechselstrom fährt? (Da ändert auch Hartz XX, Mindestlohn oder was sonst noch für einen Unfug nichts daran). Es handelt sich doch wohl in jedem Falle um einen pulsierenden Gleichstrom. Wie Du schreibst, Ulrich, fährst Du mit der IB und hiermit kannst Du doch jedes Format wählen. Es kommt nur darauf an, welchen Decoder Du in die Straßenbahnen einbaust. Diverse Empfehlungen hier im Forum, raten aber dazu bei einem Protokoll zu bleichen, entweder Motorola oder DCC.
 
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: B.Michaelsen in 25. August 2004, 00:14:12
Hallo Peter !

In Antwort auf:
Diverse Empfehlungen hier im Forum, raten aber dazu bei einem Protokoll zu bleichen, entweder Motorola oder DCC.




Ich habe bisher aber auch nur Diskussionsbeiträge gelesen, in denen zu lesen war, dass es keine Probleme gab, wenn man sich streng an ein Protokoll hält. Das ist aber eben auch nicht zu erwarten.

Dass jemand Ärger mit der Steuerung bekam, weil er verschiedene Protokolle  benutzt (z.B. Motorola II und DCC 28) habe ich eigentlich noch nicht mitbekommen. Warum sollte das denn auch so sein. Die oft gemachte Unterscheidung zwischen "AC- oder DC-" Bahnern ist ja wie Du richtig bemerktest, ohnehin bei Digitalbetrieb überholt und bezeichnet nur noch die Art der Stromabnahme von 2- oder 3-poligen Gleissystemen.

Wenn also irgend jemand richtig Probleme hatte, die er nur durch Wechsel auf ein Protokoll in den Griff bekam, würde mich das schon sehr interessieren...

interessierte Grüsse

Bernd (Michaelsen)  
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Peter Ploch in 25. August 2004, 00:25:22
Hallo Bernd,

In Antwort auf:
Dass jemand Ärger mit der Steuerung bekam, weil er verschiedene Protokolle benutzt (z.B. Motorola II und DCC 28) habe ich eigentlich noch nicht mitbekommen.



vielleicht habe ich das auch etwas zu eng gesehen, ich stütze mich auf verschiedene Einträge von Gian. Er vertritt wohl die Meinung, daß es am Besten ist, ein "reines" System zu fahren. Aber Du hast Recht, eigentlich habe ich noch nichts negatives über einen Mischbetrieb gelesen.    
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Hermann Hafner in 25. August 2004, 08:05:09
Hallo Ulrich

Siehe einmal  HIER , vielleicht ist da etwas das Dich interessieren könnte.


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann  
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Thorsten Haller in 25. August 2004, 09:27:40
Hallo Bernd,

wenn wir schon exakt definieren wollen, dann aber richtig  .

In Antwort auf:
Dass jemand Ärger mit der Steuerung bekam, weil er verschiedene Protokolle benutzt (z.B. Motorola II und DCC 28) habe ich eigentlich noch nicht mitbekommen. Warum sollte das denn auch so sein. Die oft gemachte Unterscheidung zwischen "AC- oder DC-" Bahnern ist ja wie Du richtig bemerktest, ohnehin bei Digitalbetrieb überholt und bezeichnet nur noch die Art der Stromabnahme von 2- oder 3-poligen Gleissystemen.
 



Märklin ist auch nur ein 2-poliges (2-Leiter-) System. Wir haben uns halt nur zusätzlich noch die Pukos gegönnt. 3L-Systeme gab/gibt es meines Wissens nach aber von Trix.

Der Einsatz mehrerer Protokolle ist wohl unkritisch. Intern ist es wohl in der IB so, daß Befehle eines Protokolls in Blöcken zusammengefasst und gesendet werden. Erst dann erfolgt intern ein Protokollwechsel und der nächste Block wird gesendet. Dies könnte u.U. im Fall beim gemischten Einsatz von Motorola und DCC-Weichendekodern und z.B. Loks mit Motorola-Dekodern zu Problemen führen. Angenommen erst werden die Motorola-Befehle gesendet. Dann werden zuerst die Weichen geschaltet, dann erhält die Lok ihre Fahrbefehle. Anschließend werden die über DCC-Dekoder angeschlossenen Weichen geschaltet. Nun könnte es im ungünstigen Fall dazu kommen, daß die Lok bereits fährt, eine Weiche aber noch nicht geschaltet worden ist und es zu einer Falschfahrt kommt. Dies ist abhängig davon, wieviele Befehle die IB zu verarbeiten hat und wie häufig der Protokollwechsel stattfindet.
 
Titel: Re: und wo wir gerade beim Thema sind:
Beitrag von: Norbert Burkert in 25. August 2004, 10:11:43
Hallo Bernd,
zwei Knackpunkte beim Mischprotokoll und PC Steuerung sind mir bekannt:

1. Das Phänomen der so genannten Geisterloks. Das heißt, es kann vorkommen das Lokomotiven gaannnnz langsam selbsttätig losfahren. Leider oftmals bis zur akustischen Fehlermeldung: krach, bumm, schepper  

2. DCC Weichendecoder schalten beim Automatischen Betrieb mit Motorola Weichendecoder definitiv zu spät. Schwer zu beschreiben aber selbst beobachtet.

Weniger präzise kann man die Aussage treffen, dass es beim Mischbetrieb zu Timingprobleme mit Lokbefehlen kommen kann.

Denn hier kommt es auf die Befehlsdichte auf dem Datenbus von der IB zur Schiene bzw. zu den MA Decodern an.

Denn es ist eine Tatsache dass die IB entweder nur Motorola senden kann oder DCC. Und wenn eine Motorolalok gerade ihren Stoppbefehl erhalten soll, aber die IB zu diesem Zeitpunkt die DCC Loks mit neuen Befehlen versorgt Stoppt die Lok definitiv später!
Wenn die Stoppstrecken lang genug sind oder nur 5 Loks unterwegs sind wird dies sicher nicht auffallen. Aber ab einer gewissen Anzahl von Loks (dies ist leider sehr Situationsabhängig!! ) kann es zu Problemen führen.

Mein Fazit lautet: Wenn möglich, kein Mischbetrieb zu realisieren!

Die Grenzen sind ja beim Motorolasystem relativ eng gesteckt.

80 Lokadressen und 320 Magnetartikeladressen.

Wenn dies nicht ausreicht, dann muss halt Mischprotokoll gefahren werden, aber man darf sich dann halt nicht wundern wenn seltsame Dinge auf der Digitalanlage passieren.
 
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: S.Dankwardt in 27. August 2004, 18:12:19
Hallo

Verstehe ich da mal wieder was falsch?
Digitalstrom ist doch Wechselstrom.

Ist vielleicht ein Mittelleiter gemeint?

Meine Roco-Straßenbahnen sind mit DCC-Decoder ausgerüstet.

Es sollte aber doch auch kein Problem sein, einen Motorola-decoder einzusetzen.

Das wird dann immer noch mit 2 Schienen gefahren und nicht 3 wie bei Märklin.

 
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Peter Ploch in 27. August 2004, 19:17:45
Hallo Siegmund,

In Antwort auf:
Verstehe ich da mal wieder was falsch?
Digitalstrom ist doch Wechselstrom



Bis jetzt habe ich es immer so verstanden, daß es sich beim Digitalbetrieb um einen pulsierenden Gleichstrom handelt, d.h., so habe ich es verstanden, es ist ein gleichgerichteter, nicht geglätteter Wechselstrom. Ojeh, liege ich da u.U. falsch?, das ist mein laienhaftes Verständnis, vielleicht können uns die Elektronikprofis mal aufklären.    
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Martin Lutz in 27. August 2004, 21:48:09
Hallo Peter,

Digitalstrom ist im Grunde auch Wechselstrom. Die Kurvenform ist halt nur nicht mehr sinusförmig sondern rechteckförmig. Also der Strom fliesst mal in die eine mal in die andere Richtung. Nur tut er das nicht mehr regelmässig wie bei dem sinusförmigen Wechselstrom der aus der Steckdose kommt.

Die Regelmässigkeit des digitalen Wechselstromes für die Moba hängt davon ab welche Information gerade von der Zentrale zur Lok fliessen muss. Man erkennt es am berühmten Digitalflackern der Beleuchtungen.

Da jeder Decoder selbst einen Brückengleichrichter beinhaltet, so wird bei den Lampen nur eine Halbwelle genutzt die an einem Funktionsausagang angeschlossen sind und die Masse über die Räder abgeben. Dadurch flackert die Lampe weil unregelmässiger Datenstrom jetzt besser erkennbar ist weil die Lampe nur die eine Halbwelle kriegt.

Bei der digital gesteuerten Modelleisenbahn ist es im Grunde nicht davon abhängig ob der Strom jetzt über die beiden Schienen zugeführt wird oder über den Mittellleiter und Schiene. AC und DC sind also bei der digitalen Moba nur noch Gewohnheitsbezeichnungen und haben mit dem tatsächlichen Betriebssystem keinen Zusammenhang mehr.

Gruss  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Hermann Hafner in 28. August 2004, 07:10:47
Hallo Martin

In Antwort auf:
Digitalstrom ist im Grunde auch Wechselstrom. Die Kurvenform ist halt nur nicht mehr sinusförmig sondern rechteckförmig. Also der Strom fliesst mal in die eine mal in die andere Richtung. Nur tut er das nicht mehr regelmässig wie bei dem sinusförmigen Wechselstrom der aus der Steckdose kommt.




Die Digitalstrom-Form hast Du sehr gut erklärt!

Was aber mich und sicher auch viele andere Digitalisten interessieren würde, ist, wie misst man den Digitalstrom genau.
Da es ja wie Du schreibst, (eine Kurvenform ist halt nur nicht mehr sinusförmig sondern rechteckförmig) ist eine genaue Messung mit normalen Messgeräten schwierig.

Man müsste die digital aufmodulierten Signale für Messzwecke ausschalten können, dann hätte man ja Gleichstrom und könnte diesen gut messen.

Vielleicht kannst Du uns hier die richtigen Messmethoden auch noch erklären.


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann      
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Martin Lutz in 28. August 2004, 07:52:59
Hallo Hermann,

Da übliche Messgeräte nur die sinusförmige Wechselspannung richtig messen kann wird es schwierig.

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Die Spannung an unserem Wechselstromnetz wird nach seiner Wirkung angegeben und nicht deren tatsächliche Grösse. Genau genommen gibt man den Mittelwert an. Bei der Sinusform kann man einen Faktor bestimmen der nur für diese Kurvenform richtig ist. Das ist der sogenannte Scheitelfaktor.

Oder genauer gesagt. der Wert der angegeben ist ist der Effektivwet. Also wenn wir auf einer Glühlampe den Wert 230V lesen, dann bezieht sich der Wert 230V auf diesen Effektivwert. Tatsächlich aber liegen etwa 325V Spitzenspannung an. Das ergibt einen Scheitelfaktor von Wurzel aus Zwei. Dieser Scheitelfaktor gilt also nur für sinusförmige Wechselspannung. Und die meisten Messgeräte sind einfach auf diesen Scheitelwert geeicht. Hat man aber nicht sinusförmmige Wechselspannung, unterscheidet sich dieser Scheitelwert. Bei einer dreieckförmigen Wechselspannung ist er beispielsweise Wurzel Drei. Bei Rechteckspannung beträgt er eigentlich eins. Aber, das gilt wiederum nur für eine periodische Wechselspannung. Periodisch hat nichts mit der Frau zu tun sondern beschreibt eine Wiederholung einer kompletter Vollwelle.

Der Scheitelfaktor 1 gilt also für den Rechteck nur dann wenn die positive Halbwelle gleich lang ist wie die negative Halbwelle und sich diese Kombination immer wiederholt.

Das ist bei der Digitalspannung unserer Modellbahn nicht der Fall. Hier bestimmen die Daten welche Zeitfolgen die Impulse haben. Wie unregelmässig das ist erkennen wir an dem berühmten Digitalflackern unserer Lampen.

So, nun fertig Theorie. Den echten Effektivwert periodischer Wechselspannungen kann man nur mit einem sogenannten True RMS Messgerät messen. Aber eben, nur periodische Signale.
Hier haben wir es eigentlich mit einem Nicht periodischen Signal zu tun.

In diesem Fall hilft eigentlich nur ein Oszilloskop weiter.

Übrigens wird das ja von den DEcoder ausgenützt. Dei Decoder erzeugen für die Lokmotoren ja die berühmte PWM Spannung. PWM heisst so viel wie Puls Weiten Modulation. Oder auf deutsch. Es handelt sich hierbei wieder um eine rechteckfömige Rechteckspannung. Bei gleichbleibender Frequenz ändert man je nach Fahrstufe das Zeit-Verhältniss zwischen Spannung an und Spannung aus. Wenn jetzt ein kurzer Impuls kommt und eine längere Pause, dann fährt die Lok langsam und wenn ein langer Impuls kommt mit einer kurzen Pause, dann fährt die Lok schneller. Mit anderen Worten: Der Decoder verändert den Scheitelfaktor. Selbst wenn die Impulse immer die gleiche Spannung haben verändetr sich dessen Wirkung (oder eben die Effektivspannung)  

Zuviel Theorie? Ich hoffe, ich habs einigermassen rübergebracht. Ich weiss, die Elektrotechnik ist eine sehr theoretische Angelegenheit.

Gruss  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Kalle in 28. August 2004, 08:21:33
Hi Martin,

eine Moeglichkeit, den "Strom", in Effektivwert umzusetzen ganz gleich welche Kurvenform, Freuqenz, welches Taktverhaeltnis usw,. bietet das sog. Hitzdraht-Instrument. Da es relativ traege ist, fuehren die "Strom- bzw. Spannungswerte", evtl mit Eingangsbeschaltung, zu einer  Erwaermung eines "Drahtes", welcher seine Laenge entsprechend aendert und  die dann irgendwie angezeigt wird. Als Beispiel dient ein "statischer" Heizofen" ohne Luefter usw. Dem waere es auch eigentlich egal, welchen "Strom" er bekommt - wenn genug elektr. Energie da ist, heizt er auch.
Die Temperatur waere abhaengig von dem Verhaeltnis der "Zeitflaechen" des Stromes.
Das Problem wird wohl sein, solch ein Instrument in empfindlicher Ausfuehrung heute zu bekommen.

Viele Gruesse

Karl
 
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Martin Lutz in 28. August 2004, 09:11:58
Hallo Karl,

Ja, du hast Recht.

Nur:
Ein solches Hitzedrahtinstrument wird man heute praktisch nicht mehr auf dem Markt finden. Ausserdem "verbraucht" es relativ viel Energie um den Draht aufzuheizen. Für die Moba ist dieses Messprinzip sicher nicht geeignet.

Aber in diesem Zusammenhang noch folgender Hinweis.

Der Effektivwert erzeugt so viel Heizenergie wie eine Gleichspannung gleicher Grösse.

Man kann sich auch folgendes vorstellen:

Man nehme eine Sinusform, klappe die negative Halbwelle nach oben wie es nach einem Brückengleichrichter geschieht.
Man stelle sich jetzt vor, dies seien jetzt Schotterhügel. So, jetzt nehme ich eine Schaufel und ebne die Schotterhügel zu einem Schotterplatz. Zweidimensional gedacht ergibt sich eine Ebene die höhenmässig genau auf dem Effektivwert zu
liegen kommt.

Gruss
 
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Hermann Hafner in 28. August 2004, 10:38:01
Hallo Martin

Danke vielmals für die Aufklärungen.

Also ein Osziloskop lege ich mir desswegen nicht zu, zumal ich es auch nicht verstehen würde.

Ich dachte, man könnte eventuell die Digitalsignale ausfiltern um so zu einem realen Wert zu kommen, aber es ist scheinbar nicht so leicht.


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Andreas Hänsch in 28. August 2004, 17:01:39
Für alle Interesenten,

ich habe von meiner Moba mal Bilder von einen Grafischen Meßgerät ins Netz gestellt. So sieht das DCC- Signal in Ruhe aus. Ein einelnes Bild entspricht 150µS. Wie man sieht, kommen bei mir 18V in ungleichmäßiger Rechteckspannung raus.

Gruß
Andreas  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Martin Lutz in 28. August 2004, 19:26:47
Hallo Andreas,

Coool    

Vielen Dank für diese Bilder

Gruss  
Titel: Re: Straßenbahn
Beitrag von: Ulrich Weber in 29. August 2004, 11:18:33
Hallo,
ich habe nicht gedacht mit meiner Frage eine solche Diskussion auszulösen.Da ich aber, wie in einigen Beiträgen ausgeführt, keinen Mischbetrieb haben möchte werde ich mir wohl die Rocobahn zulegen.  
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Peter Ohnimus in 29. August 2004, 22:31:42
Hallo zusammen,


In Antwort auf:
Hallo Martin

Danke vielmals für die Aufklärungen.

Also ein Osziloskop lege ich mir desswegen nicht zu, zumal ich es auch nicht verstehen würde.

Ich dachte, man könnte eventuell die Digitalsignale ausfiltern um so zu einem realen Wert zu kommen, aber es ist scheinbar nicht so leicht.


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann    



Es geht auch einfacher. Vorausgesetzt es kommt nicht auf wenige % Genauigkeit an, kann ein Ampermeter VOR dem Booster anzeigen wie hoch die Auslastung ist.

Gruß
Peter (der Neue  )  
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Hermann Hafner in 30. August 2004, 05:26:59
Hallo Peter

Herzlich Willkommen im Win-Digipet-Forum, respektive Stammtisch.


In Antwort auf:

Es geht auch einfacher. Vorausgesetzt es kommt nicht auf wenige % Genauigkeit an, kann ein Ampermeter VOR dem Booster anzeigen wie hoch die Auslastung ist.




Um die Auslastung unter Kontrolle zu halten, habe ich die Stromanzeigen von Gerd Boll, nach den Boostern eingesetzt.

Bei meiner Frage ging es um die Messung der Digital-Spannung (Volt).


Freundliche Grüsse aus Zürich

Hermann      
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Peter Ohnimus in 30. August 2004, 12:15:10
Hallo Hermann,

danke für die Klarstellung. Spannung und Strom sollte man auch als Laie nicht verwechseln.

Ein Vorteil hat diese Verwechslung gebracht:
Die Boll`s Seiten sind nun fest bei meinen Favoriten eingebaut.

Gruß
Peter
 
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Andreas Hänsch in 02. September 2004, 19:47:57
Hallo,

wie ihr alle wisst, bin ich wieder ein Schulkind. Heute habe ich mal meinen Elektrotechnik- Lehrer ausgequetscht in Sachen Rechteckspannung und Meßgerät. Er hat mir dabei wunderbar den Effektivwert erklärt und einen Tip zu Messen mit einem Multimeter gegeben.

Ich sollte es mal ausprobieren mit einer Diode, Kondensator und Widerstand. Ich habe es getestet und bin zu den Schluß gekommen. Bei mir reicht einfach eine Diode in Reihe zum Spannungsmesser. Multimeter auf DC und als Spannung wird ungefähr das gleiche angezeigt, wie das Grafische Meßgerät. Und dabei dachte ich immer, im Multimeter ist eine Gleichrichtung vorhanden.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Kalle in 02. September 2004, 21:08:39
Hi Andreas,

nehme an, Deine Messschaltung zeigt ungefaehr den Wert in DC an wie das Oszilloskop die Spannung in Impulsdachhoehe anzeigt. Wenn dem so ist, so ist es die Spitzenspannung der Signalimpulse aehnlich der Spitzenspannung einer sinusfoermigen Wechselspannung - nicht der Effektivwert.
Dieser ist so ohne weiteres kaum moeglich - evtl.dass durch (un)glueckliche Umstaende in der Gesamtschaltung die Effektivspannung tatsaechlich ungefaehr gemessen wird.
Hoffe, das ich mit meiner Annahme richtig liege.

Mit vielen Gruessen aus Gelsenkirchen

Karl


Karl  
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Gerd Boll in 03. September 2004, 08:08:15
Hallo
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich zu beginn dieses Forums schon mal so etwas empfohlen, laaaang ists her.
Durch die Richtung der Diode kann man getrennt die positive und die negative Spannungshöhe ermitteln.
Bei einem analogen Zeigerinstrument ist der Kondensator über den Messeingängen schon empfehlenswert, sonst zittert der Zeiger.
Man muß natürlich zum gemessenen Wert die Diodenschwelle (0,5-0,7V)addieren.
 
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Andreas Hänsch in 03. September 2004, 20:42:36
Hallo,

laut meinem Lehrer gibt es bei Rechteckspannung keinen Efektivwert, sondern nur bei Sinus. Efektivwert = Leistung, die die Spannung abgibt. Und das ist genau die Fläche unter der Linie. Bei Sinus müssen die "Spitzen" abgeschnitten werden (genau beim Efektivw.) und in die "Täler" gelegt werden. Aber erst untere Welle "hochklappen".
Leistung Effektivspannung = Leistung Gleichspannung.
Bei Rechteck gibt es keine "Täler", wenn die Unterseite hochgeklappt wird.

Ich kann es leider nicht richtig erklären. Definitiv steht fest: TC in H0 = 18 V und TC in N 16 V, wie angegeben.

Gruß
Andreas
Titel: Re: Straßenbahn Neu: Digital-Strom messen
Beitrag von: Tom Blikstad in 22. Februar 2005, 10:22:38
Hallo

Ich messe mit einer gewöhnlichen Messgerät 18,5 Volt ab mein Uhlenbrock AC-Transformator. Was würde eine normale Messspannung ohne Verbraucher (Verluste) am Gleis (Märklin K) sein?

mfG
Tom Blikstad