Hallo liebe Modellbahn-Kollegen,
kurz und knapp: Ich muss in die nächste Ebene, der Platz ist zu eng. ("Böse" Menschen behaupten, dass ich zu viel Kram für zu wenig Strecke habe!)
Meine Frage: Gibt es am Markt für H0-C-Gleis einen brauchbaren und bezahlbaren Gleiswendel, bei dem ich nicht unbedingt auch noch professionell handwerklich zu Werke gehen muss?
Vielen Dank für Pro- und Kontra-Tipps.
Mit einem nachdenklichen Pfiff
Erich Winkels
Hallo Herr Winkels,
Auf folgender WebSite ein Tipp für eine auch selber einfach herzustellende Gleiswendel.
http://www.ws4y.dyndns.org/modellbahn-online/inhalt/tipps_wendelbau.php?rubrik=tipps
Halle Erich,
ich würde mir, anhand der Radien, diese Wendel von einem Schreiner, der über CNC-gesteurte Fräsen verfügt, ausschneiden lassen. Mit Gewindestangen kannst Du Dir dann entsprechend den Wendel selbst aufbauen.
Guter Hinweis auch unter
www.mh-brain.de. Bitte beachte die Anlage von Michael Helbig, der den Aufbau von Wendeln ganz gut beschreibt.
Hoffe, ich konnte ein wenig helfen.
Viele Grüße
Rupert
Hallo Erich !
In Antwort auf:
nicht unbedingt auch noch professionell handwerklich zu Werke gehen muss?
Es gibt einige Anbieter zu dem Thema, aber
Menninghaus ist da sicher eine gute Adresse. Ich habe gerade mit einer solchen Wendel arbeiten müssen. Die stammte noch von einer "alten" Anlage und wurde einfach wiederbenutzt.
Solide, gut und einfach einstellbar...
Tip: nimm mindestens Radius 2 zum Runterfahren und Radius 3 zum Hochfahren. Ich habe mich nach anfänglichen Problemen mit älteren Delta-Maschinen entschlossen mit Radius 4 hochzufahren. Dauert ein wenig länger, klappt aber immer allerbestens, obwohl meine Güterzügen in diesem Bereich selten unter 2,50m Länge haben....
Meine Wendel ist allerdings handmade (und so sieht sie auch aus)...
Und so sieht sowas bei Menninghaus aus :
Nur ganz billig ist das nicht (eher schon preiswert!)
verwendelte Grüsse und viel Spass bei der nächsten Ebene. Ich habe nämlich auch immer zuviel Rollmaterial auf den Gleisen...
Bernd Michaelsen
Hallo Erich
Nun möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben. Zwar habe ich meine beiden Gleiswendel selber gebaut und nicht fertig gekauft, aber vielleicht ist es eine Anregung für dich oder auch andere Forumsteilnehmer, zumindest mal darüber nachzudenken, es doch selber zu machen. Diesen Bericht habe ich vor ca. einem Jahr schon im Märklin Insider Forum veröffentlicht. Darum habe ich ihn hier auch "nur" reinkopiert.

Ich habe auf meiner Anlage 2 Wendel mit den Gleisen 2251 und 2241. Als Trassenmaterial habe ich mir 10mm dicke Sperrholzplatten besorgt, die etwas größer sind als der Aussendurchmesser des großen Kreises. Als Grundplatte verwendete ich Tischlerplatten mit 19 mm Dicke. Der Stabilität wegen, denn einer meiner Wendel hat 6,5 Windungen. da kommt schon ein ganz schönes Gewicht zusammen.
Zuerst habe ich auf der Grundplatte die beiden Kreise 2251 und 2241 zusammengesteckt, ausgerichtet und mit ein paar Gleisschrauben befestigt. Aus einem dünnen Lattenrest habe ich dann eine Lehre hergestellt, die auf der einen Seite auf einen Niederbordwagen passte und auf der anderen Seite einen Bleistift aufnehmen kann. Mit diesem Ersatzzirkel wurde dann per Wagen auf dem Aussengleis aussen und dem Innengleis innen entlanggefahren und somit die Trassenbreite angerissen. Alles wieder abbauen und die Grundplatte am Innenkreis mit einer Stichsäge möglichst genau aussägen. An der angezeichneten Aussenkante nicht aussägen, da man ja auch noch Befestigungpunkte für die Grundplatte an der Anlage braucht. Dann mit der ersten Wendeltrasse genauso verfahren. Zusätzlich noch die angezeichnete Ausenkante mit aussägen. Diese ausgeschnittene Trasse dient dann als Schablone für die anderen Wendeltrassen. Wenn alle Ringe ausgesägt sind, dann diese einmal quer durchsägen, sonst gibts nämlich keinen Wendel. Als Träger habe ich Gewindestangen M10 gewählt.
Dann müssen die Bohrungen für die Gewindestangen festgelegt und gebohrt werden. Es gehören immer 2 Gewindestangen zusammen - eine am Trassenbrett aussen und eine innen.
Befestigt wurden die Trassenbretter mit Senkkopfschrauben M5 von oben durch das Holz in selbstgeschnittene Gewindebohrungen auf verzinktem Blech 2 mm dick. Das vielleicht überstehende Ende sollte plan abgeschliffen werden, damit später kein Dachstromabnehmer daran hängen bleibt. Die Verbindung von den einzelnen Trassenbrettern habe ich ebenfalls mit diesen verzinkten Blechen hergestellt
Die Gewindestangen wurden an der Grundplatte noch mit großen Unterlegescheiben bestückt, damit die Muttern nicht in das Holz eindrücken können.
Diese beiden Wendel habe ich vor 5 Jahren aufgebaut und sie funktionieren immer noch einwandfrei. Im ersten Jahr mußten die Trassenbretter an den Gewindestangen minimal nachjustiert werden, das ist aber überhaupt kein Problem gewesen.
Seither habe ich für einen Bakannten noch eine Wendel gebaut, allerdings nicht mehr mit diesen Blechen, sondern ich habe den Trassenbrettern an der Stelle, wo die Gewindestangen plaziert werden, "Ohren" mit ausgesägt. Also am Ring an der Ausenkante Material "stehen" lassen.
Diese Methode - so denke ich - ist besser, da man keine Bleche braucht und somit die Durchfahrtshöhe gleich bleibt.
Nun hoffe ich, dir ein wenig geholfen zu haben.
Ergänzung:
Wenn man nun die inneren Gewindstangen etwas kürzer einstellt - so ca. 1/2 - 1 Mutterstärke - dann entsteht auch eine Gleisneigung nach innen. Dadurch haben es die Loks dann leichter , einen Zug bergan zu befördern, weil die Reibung der Räder an den Schienen geringer wird.
Aus diesem Grund habe ich auch die großen Radien für meine Wendel gewählt.
Das mußt du aber an deiner Anlage ausprobieren - denn auf jeder Anlage herrschen andere Verhältnisse.
und nun frisch ans Werk - es ist halb so schlimm wie man vorher denkt. Mir gings genau so. Wenn du mal die Grundplatte fertig hast, dann gehts fast wie von alleine.
vielleicht konnte ich ein weinig weiterhelfen.
Hallo zusammen,
Rüdiger Bäcker hat eine Anleitung zum Selbstbau einer Wendel
ohne Materialverschnitt siehe:
http://www.ws4y.dyndns.org/modellbahn-online/inhalt/tipps_wendelbau.php?rubrik=tippsHTH Gruß
Peter
Hallo Peter,
In Antwort auf:
Rüdiger Bäcker hat eine Anleitung zum Selbstbau einer Wendel ohne Materialverschnitt siehe
Diese Adresse habe ich in meiner Antwort in diesem Tread schon erwähnt, sehr empfehlenswerter Vorschlag.
Hallo Gian,
Oh..Äh

sorry, ist mir nicht aufgefallen.
Normalerweise schreibe ich ja (fast) nichts. Bei der Frage nach einer Gleiswendel hat es mir sofort in den Fingern gejuckt, da ich nach dieser Anleitung bebaut habe und sehr zufrieden bin.
Gruß
Peter
Hallo Erich,
ich habe meine Gleiswendel bei
IMT Lenzen bezogen.
Hallo Zusammen,
nach vielen, vielen Testfahrten funktionieren nun meine beiden Gleiswendeln fast perfekt. Dieses "fast" bezieht sich auf folgendes kleine Problemchen:
ab und zu (bei ca. 50 Testfahrten 2 x) kommt es vor, dass sich dennoch einmal unterschiedliche Waggons bei der Fahrt bergauf entkuppeln. Dies hat zur Folge, dass es dann im Schattenbahnhof zu einer mittleren Katastrophe kommt. Vielleicht hat jemand von Euch das gleiche Problemchen und kann mir einen Trick verraten, wie ich die zu Tale rauschenden Waggons geschickt abbremsen kann.
Viele Grüße aus München
Bernhard
Hallo Bernhard,
schau´ ´mal hier :
Thread über Bremse in der Wendel
Hallo Bernhard,
hast du Fleischmann Kurzkupplungen?
Wenn ja würde ich andere Kupplungen nehemen, denn diese sind nach meiner Erfahrung recht empfindlich gegen Höhenversatz.
Nur so eine Vermutung!
Hallo Norbert,
wie Du richtig vermutet hast, benutze ich u.a. die Flm-Kurzkupplungen. Bei einigen Zügen habe ich schon die Rocco-Kupplungen eingebaut, da passiert nichts. Teste auch gerade die leitenden Kupplungen von Viessmann die ja auf den Flm-Kurzkupplungen basieren.
Viele Grüße aus München
Bernhard
Hallo Thomas,
guter Hinweis, werde mich mal ans basteln machen.
Viele Grüße aus München
Bernhard
Hallo Norbert,
Ich habe für H0 lange evaluiert und habe mich dann für die Fleischmann und gegen die Roco Kurzkupplung entschieden. Probleme mit ungewolltem Abkuppeln war aber noch nie ein Problem. Meine Gleise haben aber natürlich auch keine Absätze usw.
Hallo,
ich kann mich Gian's Äußerung nur anschließen. Mit den Flm-Kurzkupplungen hatte ich bisher noch keine Probleme auch nicht in Gleiswendeln.
Viele Grüße
Andreas
Hallo Allerseits,
ich mußte bei meinen Heris Doppelstockwagen auch FLM Kurzkupplungen einbauen. Die funktionieren bei mir auf der Anlage ohne Probleme, naja ist halt auch ein guter Oberbau.

(ein bisschen Eigenlob darf sein)
Das waren die einzigen KK die funktionierten. Mit den Original kupplungen so der Wagenverband sehr bescheiden aus, und Märklin und Roco brachten die Waggons zum Entgleisen. Die Kupplungen blieben an den Puffern hängen.
Allerdings auf unser Testanlage (fliegender C-Gleis Aufbau) beim Märklin Stammtisch kuppelten die Fleischmann KK immer aus. Das kam durch den horizentalen Versatz an nicht ganz eben verlegten Gleisen. Daher meine Vermutung, dass die FLM KK hier und da sich selbst entkuppeln wenn der Unterbau nicht gut verlegt ist.