Hallo zusammen,
am Freitag hat es beim WDP - AK-Betrieb plötzlich stark nach Strom und Plastik gerochen. Wie im Titel zu erkennen: Ein Weichenmotor ist zusammengeschmolzen, aber richtig mechanisch fest. Der Spulenwiderstand von 15 Ohm of 2 Ohm reduziert.
Warum ist das passiert? Anscheinend wurde der arme Weichenmotor dauernd angesteuert, obwohl das eigentlich nicht sein darf. Der doppelte Boden WDP- und Intellibox-Konfiguration hat anscheinend nichts genützt. Man lernt immer dazu!
Ich würde das Problem schon gerne genauer verstehen und bin sicher, hier einge gute Tips zu erhalten.
Zuerst einmal habe ich, wie oft schon hier diskutiert die Endabschalter überbrückt (Motor älterer Bauart K-Gleis, noch nicht mit Microschaltern). Ausserdem und vielleicht zur Erklärung beitragend, gab es einige Minuten vor dem Ereignis eine Unterbrechung durch Kurzschluss, Wagen entgleist.
Ich habe Fragen zu 3 Elementen
1) WDP 8.5.1: Weichendekoder werden 100 msec (meine Konfiguration) angesteuert und dann abgeschaltet. Ist das auch der Fall wenn eine Unterbrechung per Nothaltoder Kurzschluss auftritt der Fall? Oder vergisst WDP dann abzuschalten?
2) Intellibox, Software Version 1.5: Auch hier ist ein Einstellwert (200-500msec). Dieselbe Frage, hat vielleicht die Intellibox vergessen den Dekoder wieder abzuschalten?
3) Weichendekoder Viessmann mit externer Spannungsversorgung, die beim Nothalt nicht abschaltet: Da weiss ich sonst nichts genaues drüber. Frage hier: Braucht der Dekoder einen Befehl zum Einschalten und einen zum Abschalten? Kann es sein dass der Abschaltbefehl im Kurzschluss verloren gegangen ist?
Ach ja, der Dekoder funktioniert bestens mit dem neuen Weichenmotor, da lag der Fehler wohl eher nicht.
Danke für Eure Tips
Morgen Wolfgang,
eine weitere Ursache kann ein defekter Dekoderausgang sein!
Also vorsicht beim Anschluß einer neuen Weiche erst kontrollieren ob der Dekoder nicht dauert Spannung am Ausgang anstehen hat!
Hallo Wolfgang
zu 1. WDP vergisst nicht abzuschalten, kann den Abschaltbefehl aber erst senden, wenn die Schnittstelle wieder frei ist.Da dies erst nach dem beheben des "Kurzen" und wiedereinschalten ist hats bei dir geraucht.
zu 2.Die internen Abläufe kenne ich nicht.

zu 3. Ja jeder Decoder mit Mäuseklavier braucht einen EIN und einen AUSschaltbefehl. Kommt dieser Ausschaltbefehl nicht bleibt der Ausgang aktiv. Dies ist natürlich ein Nachteil, wenn der Decoder eine ext. Versorgung hat. Hängt er nur an der IB, währe das nicht passiert, da dann die Stromversorgung auch weggeschaltet würde. Du kannst ja ein zentrales Relais in diese Versorgungsleitung einbauen, das mit seiner Spule über einen Gleichrichter an der Gleisspannung hängt.
Hallo Herr Boll,
das interessiert mich auch, obwohl bei mir noch kein Weichenantrieb durchgebrannt ist.
In Antwort auf:
zu 1. WDP vergisst nicht abzuschalten, kann den Abschaltbefehl aber erst senden, wenn die Schnittstelle wieder frei ist.Da dies erst nach dem beheben des "Kurzen" und wiedereinschalten ist hats bei dir geraucht.
Dies verstehe ich nicht. Der Kurzschluß auf der Anlage schaltet doch die ganze Anlage ab - da kann nichts durchbrennen, wenn nach der Beseitigung der Störung und Wiederinbetriebnahme der Anlage dann WDP die Weiche abschaltet - oder?
Hallo Herr Zapp,
am Anfang ist da ja noch kein Kurzschluß!
Das wird es ein Kurzschluß wenn die Isoliernug der Spulendrähte, durch die hohe Strombelastung geschmolzen sind.
Aber dann ist es schon zu spät, und der Antrieb hebt die weiße Fahne zur Aufgabe.

Nicht jeder elektrische Antrieb ist für Dauerbelastung ausgelegt! Dies ist auch in der Industrie so und deshalb haben die Antriebe ja auch eine Endabschaltung. Wenn jetzt noch ein zweiter Fehler hinzukommt, war es das für den Antrieb.
Das ist halt normales Betriebsrisoko nichts hält ewig. Wenn den anfälligsten BEtriebsmitteln muß man halt immer Reserve zu Hause haben:
Loks, Intelli-Boxen, Computer, Booster, Decoder, S88 Module, Lampen, Schleifer für Märklinloks usw.
Hallo Herr Zapp,
das Problem ist hier nicht WDP, sondern die externe Stromversorgung der Weichendecoder (falls vorhanden), die ja nicht an einem Booster, sondern direkt an einem Trafo hängt und dieser wird bei einem Nothalt nicht abgeschaltet.
Die Reihenfolge der Ereignisse könnte folgende sein:
1. Weiche erhält Einschalt-Befehl von WDP
2. Kurzschluss auf der Anlage schaltet IB/Märklin CU bzw. Booster ab
3. Weichendecoder ist immer noch eingeschaltet und erhält weiterhin Strom über externe Stromversorgung, somit wird auch der Weichenantrieb weiter geschaltet.
4. Da Booster/Zentrale abgeschaltet, kann der Ausschaltbefehl von WDP erst wieder nach "Go" gesendet werden (hier liegt das Problem bei der abgeschalteten Zentrale).
In diesem unglücklichen Fall also, dass eine Kurzschluss zwischen Ein- und Ausschaltbefehl kommt, hat die Kombination von Weichendekodern mit externer Stromversorgung und Weichenantrieben ohne Endabschaltung somit einen großen Nachteil. Für diese Kombination sollte man wirklich Gerd Bolls Vorschlag in Erwägung ziehen über ein Relais bei einem Nothalt auch die externe Stromversorgung der Weichendecoder abzuschalten.
Grüße
Markus
Hallo WDP-Freunde,
was lehrt uns das auch? Niemals die werkseitige Endabschaltung der Weiche abmontieren oder überbrücken. Lieber in Kauf nehmen, daß mal die Weiche "klemmt".
Hallo miteinander,
In Antwort auf:
Lieber in Kauf nehmen, daß mal die Weiche "klemmt".
Ehrlich gesagt wäre mir ein durchschmorter Weichenantrieb lieber als ein beschädigter Zug weil es am dümmsten Ort scheppert wenn mal ne Weiche nicht geschaltet hat.
Noch besser wäre allerdings, Weichantriebe auszuwählen die zuverlässig funktionieren. Und das sind leider ganz sicher nicht Märklin Antriebe. Leider.
Gruss
Hallo Gerd, Hallo Norbert,
Danke für die schnellen Antworten. Das hilft mir weiter.
Ich glaube, ich werde mich bei Conrad nach einem passenden Relais umsehen und die Dekoder-Versorgung so vom Bahnstrom gesteuert schalten.
Ich gehe mal davon aus, dass ein Dekoder nach Abschalten aller Spannung anschliessend keinen "aus"-Befehl mehr benötigt.
Übrigens, Norbert, funktioniert der betroffe Dekoder noch. Ich habe sogar wirklich zuerst gemessen, ehe ich einen neuen Motor angeschlossen habe.
Peter und Martin,
bezüglich Eurer Diskussion bin ich auf Martin' Seite: Die Abschaltkontakte bei altem Märklin Weichen-Motoren bleiben bei mir als Standard überbrückt und bessere Motoren kommen zur Zeit nicht in Frage, da zuviel Aufwand für einen halben defekten Motor in 3 Jahren (aus 2 halben kann ich noch immer einen ganzen machen). Etwas Ähnliches ist aber wohl bereits früher passiert, wenn ich richtig zurückdenke.
Zum Schluss aber doch eine Frage:
Wenn ich den von Markus Herzog beschriebenen Ablauf lese, bin ich nicht so sicher ob Punkt 4 so stimmt. Ich meine nämlich, dass der Dekoder noch am schmoren war, als die Spannung schon einige Zeit wieder eingeschaltet war. Hat die Intellibox den Dekoder vielleicht vergessen? Oder hat er im Kurzschluss-Noise den Befehl überhört?
Hilft in diesem Fall überhaupt ein Relais, wenn der Kurzschluss nur Bruchteile einer Sekunde dauert?
Nun zum Schluss die Frage an WDP. Ist es mit VERNÜNFTIGEN Aufwand realsierbar, nach einem Abschalten per IB und Wieder-Einschalten per WDP, die letzten Weichenbefehle zu wiederholen?
Hallo Wolfgang,
In Antwort auf:
Zum Schluss aber doch eine Frage:
Wenn ich den von Markus Herzog beschriebenen Ablauf lese, bin ich nicht so sicher ob Punkt 4 so stimmt. Ich meine nämlich, dass der Dekoder noch am schmoren war, als die Spannung schon einige Zeit wieder eingeschaltet war. Hat die Intellibox den Dekoder vielleicht vergessen? Oder hat er im Kurzschluss-Noise den Befehl überhört?
Auf diese Fragen kann ich dir leider keine sichere Antwort geben, alle Möglichkeiten wären denkbar.
In Antwort auf:
Nun zum Schluss die Frage an WDP. Ist es mit VERNÜNFTIGEN Aufwand realsierbar, nach einem Abschalten per IB und Wieder-Einschalten per WDP, die letzten Weichenbefehle zu wiederholen?
Ich bin nicht ganz sicher was du meinst, aber ich glaube dein Wunsch war auch mal einer meiner Wünsche und ist in WDP 9 bereits aufgegriffen worden. Man kann nun auswählen beim Bestätigen des Button "Grundstellungen ausführen", ob man die Grundstellungen der Magnetartikel oder noch einmal die zuletzt eingenommene Stellung ausführen will.
Grüße
Markus
Hallo Wolfgang
Ich versuch mal die Stellbefehle bei dem Märklin-Interface zu beschreiben. Die IB wirds nicht viel anders machen.
WDP sendet die Weichenbefehle ans Interface, sobald die "empfangsbereit" Meldung ansteht.
Schaltet nun die Centrale nach einem Kurzschluß alles ab, und das IF empfängt den nächsten Befehl (egal ob Weichenbefehl oder Lokbefehl) wird dieser gespeichert aber nicht ausgeführt, da ja die Endstufe gesperrt ist, und der Befehl ja sowieso nicht "gehört" würde. Ebenso wird keine "empfangsbereitschaft" mehr an den PC gemeldet, WDP schickt also nichts mehr.

Wird nun mittels der Go Taste die Endstufe wieder Aktiviert, so kann auch der Befehl aus dem Speicher wieder gesendet werden, "empfangsbereit" wird Signalisiert, und auch WDP legt wieder los.

Allerdings muß das IF auch zwischenzeitlich auf den Go Befehl vom PC reagieren, sonst würde das "wieder anfahren" aus WDP heraus nicht funktionieren.

Ein mini-Kurzschluß auf der Anlage, genau dann wenn der Abschaltbefehl für die Weiche gesendet wird, kann auch die Ursache sein. So einen kurzen "Kurzen" kriegt die Zentrale nicht mit, der wird ja Hardwaremäsig unterdrückt, und schickt so auch weiter alle Befehle als wenn nichts gewesen währe.Dann rauchts auch.

Der Ausgang des k83 würde dann erst wieder abgeschaltet, wenn ein anderer Ausgang des gleichen Decoders angesprochen würde. Auf einem Decoder kann immer nur ein Ausgang aktiv sein.
Hallo Wolfgang,
in der aktuellen Generation der LDT MA-Decoder ist eine selbstheilende Sicherung zum Schutz der Spulen vorgesehen. Ich habe deshalb meine älteren Decoder nachgerüstet. Ob es wirklich ein wirkungsvoller Schutz gegen schmorende Antriebe ist, kann ich allerdings nicht sagen, da das Problem noch nicht aufgetreten ist. Meine MA-Steuerung erfolgt über ein 2. Interface und durch einen Kurzschluß auf den Schienen wird es nicht abschaltet!
Hallo zusammen
Auch bei mir ist es schon einmal passiert, dass sich ein Weichenantrieb in Rauch aufgelöst hat, nur lag hier der Fehler eindeutig an einer Weichenspule.
Bekanntlich wird die Weiche ja ständig über den Decoder mit Strom versorgt und die Masse wird geschaltet.
Bei mir war es so, dass eine Masseleitung durchgescheuert war, und somit eine dauerhafte Stromversorgung über die Schienenmasse hergestellt wurde.
Und das konnte die Spule auf Dauer nicht ab und gab, auf die Indianerart, Rauchzeichen von sich.
Hallo Herr Boll!
Danke für diese Abhandlung. Genau dies hatte ich wissen wollen. Wichtig ist hierbei auch der "Mini-Kurzschluß". Dies erklärt MIR auch, wieso manchmal - wenn auch selten - ein Befehl nicht "angekommen" ist.
In Antwort auf:
und das IF empfängt den nächsten Befehl (egal ob Weichenbefehl oder Lokbefehl) wird dieser gespeichert aber nicht ausgeführt, da ja die Endstufe gesperrt ist
Eine Zusatzfrage hierzu: gilt diese Speicherung (mit anschließender Ausführung nach GO) nur für explizit EINEN Befehl, oder können dies ggf. auch MEHRERE sein?
Hallo Jürgen,
Eine selbstheilende Sicherung ist meiner Meinung nach wirkungslos oder besser gesagt wird diese erst wirksam, wenn es schon zu spät ist. Kommt aber schon auf die Art an wie das genau gemacht ist.
Als Entwickler eines Decoders würde ich dasso machen:
Man sieht oft auch Relais Ansteuerungen die darauf bassieren, dass nur ein kurzer Stromstoss den Anker erst uin Bewegung versetzt und danach den Strom so begrenzt, dass nichts passieren kann. Dies muss aber Hardwaremässig gelöst sein. Eine einfache Idee ist ein Elko in Serie schalten zur Spule. Der Laddestromstoss reicht aus um den Antrieb in Bewegung zu versetzen. Ist der Kondensator mal geladen fliesst beispielsweise über ein parallel zum Kondensator nur noch der Strom, der den Anker der Weiche noch in Bewegung hält. Eine kurze Zeit später kann der Strom dann ganz abgeschaltet werden. Dies ist einfach realisierbar mit wenig Hardware, die diese Arbeit ohne Beihilfe von irgendwelchen Befehlen aus der Digitalzentrale auskommen kann. Es kommt halt schon auf das Schaltungsdesign an.
Eine Sicherung davor löst dann aus wenn der Strom zu gross wird. Also muss sie so bemessen sein, dass sie den Stromfluss durch die Spule aushält. Mit der Zeit aber wird die Spule heiss und im Wicklunksdraht schmilzt die Lackisolierung. Es kommt zu Kürzschlüssen in den Windungen und erst dann fliesst ein grösserer Strom. Dieser löst dann die SIcherung aus. Aber dann ist die Lackisolierung des Wickeldrahtes schon kaputt. Richtigerweise müsste man Temperatursensoren in der Wicklung haben die gar nie zulassen, dass die Wicklung zu heiss werden kann!
Gruss
Hallo Edgar
Ich las in der Beschreibung zum Märklin IF das es nur einen Befehl im Speicher zuläst.
Natürlich könnte WDP nach dem GO auch aufgelaufene Befehle nachschieben.
Hallo Martin
Deine Elko-Lösung hatte ich in allen meinen k83 drin. Ich habe schon die Ansteuerung der Endstufen über einen Tantal geführt, und zwar vor dem Multiplexer 4051. Somit brauchte ich nur einen Kondensator je Decoder.
An meiner Vergangenheitsform wirst du erkennen, das diese Kondensatoren mittlerweile überbrückt (mittels Jumper) sind, da diese Schaltung das Weichenrütteln nicht zuläst. Auch Weichenstraßen die über einen Decoder liefen schalteten nicht, da die Entladezeit des Elko zu lange war.
Allerdings Spulendurchbrennen gabs damals nicht!

In jede Spulenzuleitung einen eigenen dicken Elko einbauen wollte ich mir allerdings nicht antun.

Weichenstraßen liesen sich damit allerdings schalten. Das Rütteln würde nur funktionieren mit reichlich Zeit zwischen den Schaltvorgängen.
Alles hat Vor und Nachteile, dem "Normalo-MoBa-User" wirds nicht leicht gemacht.
Hallo Martin,
es handelt sich um "Polymer PTC" Sicherungen von Schurter für Spannungen bis 30/60V. Sie werden u. a. zum Schutz von Spielzeugtransformatoren eingesetzt.
Da eine Spule nicht innerhalb von Sekunden Rauchzeichen von sich gibt, kann ich mir durchaus vorstellen, daß es ein wirksamer Schutz ist.
Wenn ich mich richtig erinnere, findet man Informationen und Datenblätter auf der HP von Schurter.
Hallo Jürgen,
Zur Info: mit PTC "schütze" ich auch meine polarisierten Weichenherze, funktioniert ausgezeichnet. Gerade beim Handbetrieb ist einmal eine Weiche nicht richtig geschaltet und mit PTC's werden Kurzschlüsse vermieden, d.h. der PTC heizt sich auf und leitet dann nicht mehr.
Hallo Jürgen,
Ja, gut, einverstanden: ein PTC kann hier etwas bringen. Das läuft etwa so ab:
Zunächst ist der PTC im kalten Zustand und somit niederohmig (PTC heisst positiver Temperaturkoeffizient oder Kaltleiter, leitet im kalten Zustand besser).
QWird jetzt die Weiche geschaltet, dann fliesst der Spulenstrom auch durch den PTC. Durch den Stromfluss erwärmt sich der PTC und wird hochohmiger. Dies wiederum senkt den Spulenstrom und verhindert ein durchbrennen der Spule.
Jetzt kommt aber der Haken. Ist die Weiche geschaltet,dann muss sich der PTC wieder abkühlen. Bis er das gemacht hat kann unter Umständen nicht mehr genügend Strom fliessen um die Weiche erneut zu schalten. Also schnelle Weichenschaltungen werden dann nicht mehr gehen.
Das ist bei meiner vorigen Elko Lösung leider auch so.
Mein Tip daher: Weichenantriebe verwenden die zuverlässig arbeiten. Zum Beispiel die Servomotoren von MBTronik
MBTronik Die schmoren nicht einfach durch.
Gruss
Hallo Martin,
es handelt sich nicht um einen PTC, sondern um eine "Rückstellende Sicherung". Schau Dir einmal das
Datenblatt 
an. Auf dieser Seite findest Du auch allgemeine Informationen zu diesem Sicherungstyp.
Hallo Jürgen,
In Antwort auf:
es handelt sich nicht um einen PTC, sondern um eine "Rückstellende Sicherung". Schau Dir einmal das Datenblatt
Es ist gemäss Datenblatt eben doch ein PTC der je nach Belastungswärme den Widerstand ändert. Ich glaube, Du, Martin und ich meinen das gleiche Bauteil, jedenfalls das Datenblatt sagt das so aus: PTC-Sicherungen mit Drahtanschluss = Rückstellende Sicherungen. Die max. Oberflächentemperatur gemäss Datenblatt erreicht 125° C bei einem Kurzschluss, also genügend Abstand von anderen Bauteilen, brennbaren Materialien und Fingern einplanen!
Hallo Gian,
im Prinzip hast Du recht und Martin hat ja auch die Wirkungsweise des PTC beschrieben. Das es sich aber hier nicht nur um einen klassischen PTC handelt, geht aus nachstehender Beschreibung von Schurter hervor:
Das elektrisch leitende Kohlenstoff-Füllmaterial in der PTC-Sicherung ist auf einem Polymer
mit kristalliner Struktur aufgetragen. Die kristalline Struktur sorgt für eine dichte Schicht
der Kohlenstoffpartikel auf ihrer Oberfläche, die den Stromfluss durch den Polymer-Isolator über
diese Kohlenstoff-«Ketten» ermöglicht.
Bei normaler Raumtemperatur formen zahlreiche Kohlenstoffketten elektrisch leitende Strecken durch
das Material.
Unter Fehlerbedingungen fliesst Überstrom durch die PTC-Sicherungen. Durch I2R-Erwärmung steigt die
Temperatur des elektrisch leitenden Kunststoffes, und bei fortschreitender Selbsterwärmung überschreitet
die Temperatur die Phasentransformationstemperatur. Hierbei nimmt die dicht gepackte kristalline
Polymer-Matrix eine amorphe Struktur an. Der Phasenübergang wird von einer geringfügigen
Ausdehnung begleitet, durch die sich die leitenden Partikel voneinander trennen und zum grössten Teil
nichtleitend werden. Hieraus ergibt sich ein rapides Ansteigen des Sicherungs-Widerstandes.
Das Material bleibt solange «heiss» und hochohmig, wie Überstrom anliegt. Die Sicherung
schützt hierdurch kontinuierlich, bis der Fehler beseitigt bzw. der Strom abgeschaltet wird.
Beim Phasenübergang in umgekehrter Richtung mit erneuter Kristallisierung des Polymers bilden
sich die Kohlenstoffketten erneut, und der Widerstand nimmt schnell wieder seinen Ausgangswert an.
In Antwort auf:
Jetzt kommt aber der Haken. Ist die Weiche geschaltet,dann muss sich der PTC wieder abkühlen. Bis er das gemacht hat kann unter Umständen nicht mehr genügend Strom fliessen um die Weiche erneut zu schalten. Also schnelle Weichenschaltungen werden dann nicht mehr gehen.
Die Sorgen von Martin sind also unbegründet. Ich kann Deine Aussage "Vorsicht vor hohen Temperaturen!" nur unterstützen, denn Zunge und Finger sind wirklich keine geeigneten Temperatursensoren
Hallo Jürgen,
Du hast Recht. Es handelt sich um eine rückstellbare Sicherung. Sie funktioniert eben ganz ähnlich wie ein PTC.Nur viel schneller. Habe schon selbst mit so etwas ähnlichem experimentiert.
Trotzdem führt das bei den Weichen nicht zum Ziel. In dem Moment wo diese Sicherung auslöst fliesst ja schon zu viel Strom. Mit anderen Worten: der Antrieb ist bereit hinüber.
Oder anders ausgedrückt: Diese Sicherung bewahrt höchstens den Decoder vor Beschädigung weil durch den Weichenantrieb (Verursacht durch Windungsschluss) zu viel Strom fliesst.
So etwas ähnliches ist übrigens in unseren Modellbahntrafos eingebaut. Nur da schützt sie den Trafo vor Überstrom.
Gruss
Hallo zusammen,
Danke für die vielen Beiträge, inklusive Diskussion über PTC usw. Da fällt es inzwischen schwer zu sortieren.
Was bein Schalten von Weichen passiert, ist mir jetzt im Wesentlichen klar. Danke nochmals.
Für echte Kurzschlüsse, die zum Abschalten führen werde ich wohl wirklich ein Monstabiles Relais für die Power-Versorgung der Weichendekoder verwenden, geschaltet von der gleichgerichteten Gleisspannung. So benötigt der Dekoder auch keinen Abschaltbefehl mehr und ist auf "aus", wenn die Spannung wieder eingeschaltet wird.
Mini-Kurzschlüsse machen mir eher Sorgen, und das ist dank dieser Diskussion hier. Sie treten nach meiner Erfahrung nur im Weichenbereich auf. Das kann und werde ich in Zukunft etas gezielter beobachten und versuchen abzustellen. Ich habe bereits an 2 schlanken K-Weichen beobachtet, dass die Räder einer (Fleischmann)-Lok die etwas breiteren Mittelleiter berührten, was zum echten Kurzschluss geführt hat. Nachdem ich diese etwas abgeschliffen habe, war dieses Problem weg. Ich sehe da zur Zeit noch mindestens zwei andere Problemstellen auf meiner Anlage.
Als Hardwarelösung könnte ich mir einen Timer oder ein Monoflop vor der Dekoderendstufe vorstellen. Ist aber Extra-Aufwand...
Weichen über eigenes Interface? Zur Zeit habe ich nur eines und auch keine Schnittstelle am PC mehr frei.
Mal sehen