Hallo zusammen,
vor einiger Zeit hatte ich schon einmal um Tipps für die Digitalisierung von Loks gebeten. Die damals empfohlene Literatur habe ich in der Zwischenzeit besorgt und rauf und runter gelesen. Jetzt sitze ich vor einer Märklin E 152 und trau mich doch nicht. Deshalb meine Anfrage: Gibt es jemanden, der von Herten aus halbwegs erreichbar ist, mit Zeit und Lust, mir einmal in der Praxis zu zeigen, wie ein Digitalumbau geht? Ich glaube, wie in vielen anderen Fällen auch muss ich's einmal sehen, um es in den Griff zu kriegen. Ich weiß, dass meine Bitte unbescheiden ist, aber vielleicht lässt sich ja ein Weg finden, wie ich's wiedergutmachen kann.
Freundliche Grüße aus Herten
Rainer
Hallo Rainer !
In Antwort auf:
Märklin E 152
Gerade bei dieser Maschine solltest Du auch vorher wissen, welche Version das ist. Die ältere erfordert nämlich ein wenig Fräsarbeiten, damit die Lok nachher auch noch um die Kurven kommen kann.
Lies Dir bitte mal durch, was da im Beitrag Hochleistungsantrieb in Märklin 3366 BR152 in diesem Forum zum Thema bereits geschrieben wurde.
Ist es die neuere Version 33661 ist der Umbau leichter machbar, als wenn man 3366 umbauen will. Die für den Motor benötigten Teile sind identisch....
3366 -Umbau fordert auch einen versierten Umbauer schon etwas ... Will man die Maschine allerdings nur digitalisieren ohne den Antrieb ebenfalls zu verbessern, benötigt man nur einen geeigneten Decoder (der auch mit Allstrommotor zurechtkommt) wie z.B. 76200 von Uhlenbrock
Viel Erfolg wünscht
Bernd Michaelsen
Hallo Bernd,
zunächst einmal Dank für deine Antwort.
Ich hatte die Beiträge zum Umbau der 3366 schon gelesen und mir natürlich deinen wertvollen Tipp mit dem Kauf des Trägers schon notiert. Auch deshalb schreckt mich das Handwerkliche eigentlich nicht. Was mich (trotz allen Lesens) unsicher bleiben lässt, ist der Part Elektrik/Elektronik, weil ich bisher dort leider ohne Vorkenntnisse bin. Deshalb stellen sich mir Fragen wie bei diesem Modell: Was passiert mit der Vorschaltelektronik? Was geschieht mit dem Umschalter? Wo genau werden denn dann die Decoder-Kabel angelötet? Was passiert, wenn ich sie falsch anschließe? Schicke ich dann ein oder mehrere Bauteile in den Orkus?
Das Lesen hat mich bisher nur partiell weitergebracht. Was mir da fehlt, ist eine wirkliche "Dummi-Anleitung", aber die habe ich bisher noch nicht entdeckt.
Freundliche Grüße aus Herten
Rainer
Hallo Rainer,
beim Umrüsten auf Hochleistungsantriebe fliegt normalerweise alles raus was nicht zum Motor gehört. Alle Aufgaben übernimmt nun der Decoder. Damit stellt sich aber auch die Frage: Welchen Decoder? Dies ist mittlerweile schon bald eine Glaubensfrage, weil das Angebot enorm gross geworden ist. Siehe die Beiträge zu diesem Thema. Das hängt natürlich auch von Deinen Ansprüchen ab, mit Sound oder ohne, wieviel Sonderfunktionen etc. Der org. Märklindecoder ist ein solides Stück Electronik, hat aber auch einen entsprechenden Preis, es gibt auch für Märklin Hochleistungsantriebe genügend preiswerte Alternativen.
Der Einbau selbst ist normalerweise problemlos (ich kenne allerdings die BR 152 nicht von innen)und die Anleitungen die den Decodern beiliegen sind norm. recht anschaulich.
Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mich gerne anrufen (Tel.Nr. per e-mail, schick mir einfach eine mail), es gibt sonst einen endlosen Beitrag.

Gruss Kurt
Hallo Rainer !
In Antwort auf:
eine wirkliche "Dummi-Anleitung" ....
Die kann ich Dir hier nicht geben. Ich kann kann Dir aber versichern, dass solche Umbauten keinen versierten Elektroniker brauchen. Man sollte ein wenig löten können und halbwegs geeignetes Werkzeug haben. Fast langt der kleine Märklin-Wrerkzeugsatz 70900 schon, den man ohnehin für die Wartungen benötigt. Dazu kommt noch ein guter Lötkolben (z.B. Weller - Lötstation) und schon geht´s los.
Für die unterschiedlichen Probleme gibt es unterschiedliche Lösungen. Schau Dir mal an, was da so an Umbauten auf meiner Homepage zu sehen ist. Bitte klicke h i e r !
Wenn Du den Umbau der S3/6 anschaust, dann hast Du fast die Situation, wie bei der 33661, wenn Du den Märklin-Umbausatz 60901 kaufst.
Ich würde das allerdings aus preislichen Gründen nicht tun. Ich verwende die gleichen Motorteile und z.B. den Kühn T145 als decoder. Der kommt mit diesen Motoren prima klar und kostet weniger. Die Motorteile, die Du im 60901 hättest, habe ich auf der Serviceseite des HAMST aufgelistet oder frage nochmals. Oder noch besser, sende mir ein E-Mail an bernd@hamst.de
Beste Grüsse
Bernd Michaelsen
Hallo Kurt,
lade dir doch von der
Tams Homepage mal die Einbauanleitung vom LD-G-2 runter. Da ist sehr gut der Anschluß des Dekoders an den Motor und die Beleuchtung etc. erklärt. Die Angaben dort sind sinngemäß auch für alle anderen Dekoder verwendbar. Wenn du damit klarkommst und über die von Bernd angesprochenen Werkzeuge verfügst, steht einem Umbau nichts mehr im Wege.
Hallo, ihr lieben Modellbahn-Kollegen,
zunächst einmal bedanke ich mich verschärft für die vielen Hilfestellungen. Ich werde mir jetzt erst noch einmal alles in Ruhe zu Gemüte führen und dann (vielleicht) einfach mal den Versuch wagen.Wenn ich immer noch nicht klar komme, werde ich gern auf eure Angebote zurückkommen. Auf jeden Fall werde ich aber Rückmeldung geben. Die vielen Klicks auf meine Anfrage haben mir zumindest eins gezeigt: Das Thema interessiert und ich stehe offensichtlich nicht allein da mit meinen Bedenken.
Herzliche Grüße aus Herten
Rainer
Hallo zusammen und frohe Weihnachten.
Ich hatte versprochen zu melden, wie es mit dem Umbau der E 152 läuft. Zumindest einen Teilerfolg kann ich melden. Ich hatte trotz anderer Vorschläge die teure Lösung mit dem Umbausatz 60901 gewählt (beim nächsten Mal werde ich eine preiswertere Variante probieren) und mir den Tipp von Bernd zu Herzen genommen, einen neuen Träger zu ordern. Damit war der Umbau nun wirklich kein Problem.
Der neue Motor ist drin, der neue Decoder ist drin, die Lok läuft wirklich ganz hervorragend.
Irgendwo steckt allerdings noch ein Fehler beim Anschluss der Beleuchtung. Verkabelt habe ich folgendermaßen: Graues Kabel zur vorderen Lampe, gelbes zur hinteren. Die beiden rückführenden Kabel habe ich zusammen mit dem orangefarbenen Kabel des Decoders verbunden. Nach allem, was ich gelesen habe, sollte das richtig sein, weil die Birnchen in einer Kunststofffassung stecken und keine Verbindung zur Masse haben.
Trotzdem war beim Schalten von "function" der einzige Effekt, dass die Birnchen jeweils einmal kurz aufgeblitzt haben, danach war Funkstille.
Hat jemand noch einen Tipp parat, was ich falsch gemacht haben könnte? Dafür wäre ich ebenso dankbar, wie schon jetzt dafür, dass ihr mir Mut gemacht habt, mich an einen Umbau zu wagen. Selbst wenn ich die Beleuchtung jetzt nicht in den Griff bekommen sollte, gelohnt hat sich die Aktion auf jeden Fall. Die Erfahrung war wichtig, dass es selbst jemand mit eigentlich nicht vorhandenen Elektrik-/Elektronik-Vorkenntnissen schaffen kann, eine Lok zu digitalisieren.
Schöne Grüße aus Herten
Rainer
Hallo Reiner,
versuch mal die Rückleitungen von der Beleuchtung,
an Masse zu legen, dann sollte es funktionieren.
Hallo Rainer,
Scheinbar hat Märklin ein eigenes Decoderkabel Farbsystem.
Bei allen Decodern die ich kenne (Tran, Selectrix-Rautenhaus, Lenz) ist das orange Kabel die eine Zuleitung zum Motor, zusammen mit dem grauen Kabel. Von der Schiene kommen das schwarze und rote Kabel. Das vordere Licht wird am weissen und das hintere Licht am gelben Kabel angeschlossen. Wenn die Lämpchen nicht an der Chassismasse liegen kommt das blaue Kabel an die gemeinsame Masse der Lämpchen.
Ich erwähne das hier, dass nicht Märklinfahrer (sofern das Schema wirklich anders ist) keine Fehler machen und ihre Decoder "verheizen".
Hallo Rainer,
wenn es sich um den Umbausatz 60901 handelt, wird das orangene Kabel zur Rückleitung benutzt. Hast Du auch die Birnchen getauscht? Wenn Du die Masse zur Rückleitung nimmst, kann ein Flackern der Beleuchtung auftreten.
Gruß Achim
Hallo Rainer,
der Anschluß ist so schon richtig, nur sollten dann wie schon erwähnt die Birnchen gegen Digitaltaugliche (610080) getauscht werden und das orangene Kabel darf nicht die Lokmasse berühren.
Viele Grüße
Andreas
Hallo Rainer !
In Antwort auf:
Graues Kabel zur vorderen Lampe, gelbes zur hinteren. Die beiden rückführenden Kabel habe ich zusammen mit dem orangefarbenen Kabel des Decoders verbunden.
Das hast Du richtig verkabelt. So soll es sein.
@ Gian: Na klar, Märklin ist eine Insel. Ich suche nur noch nach den Palmen (
) Bei den Dir bekannten Decodern sollten es folgende Farben sein: weiß=Licht vorne, gelb= Licht hinten, blau= gemeinsamer Rückleiter.
@ Rainer : Ich hoffe, der orangefarbene hat nicht irgendwo Kontakt mit der Fahrzeugmasse bekommen. Das dürfte dann möglicherweise zu spontaner Zerstörung im Decoder gekommen sein. Probier einfach mal grau und gelb über die Birnchen an Masse zu legen. Wenn sie dann leuchten, isses gut (allerdings kann es etwas flackern, weil die Digitalinfos zu Spannungsschwankungen an der Lampe führen).
Läuft die Maschine denn noch ?? dann wars nicht so schlimm.
2. Möglichkeit: Ich glaube das zwar nicht, aber theoretisch könnten da Niedervoltbirnchen drin sein, die 3 Volt möchten . dann hättest Du ihnen mit der angelegten Spannung den garaus gemacht. Stecke einfach Birnchen vom Typ 610080 rein, die sind mit dem Decoder richtig......
Da Du alles bisher gut gemeistert hast (
das ist ja nun wirklich nicht der leichteste Umbau)
), bekommst Du das mit dem Licht auch noch hin !!!
Herzliche Grüsse
Bernd Michaelsen, einer vom HAMST
eigene Homepage ....
Hallo Gian
In Antwort auf:
Scheinbar hat Märklin ein eigenes Decoderkabel Farbsystem.
In der Tat; Märklin hat bisher folgendes Farbsystem:
rot = Mittelleiter
braun = Masse (Schiene)
orange = Pluspol nach dem Decoderinternen Brückengleichrichter
lila = Minuspol nach dem decoderinternen Brückengleichrichter
grün = Motoranschluss
blau = Motoranschluss
grau = Stirnbeleuchtung vorwärts
gelb = Stirnbeleuchtung rückwärts
braun/rot = Hinleiter Funktion 1
braun/grün = Hinleiter Funktion 2
braun/gelb = Hinleiter Funktion 3
braun/weiß = Hinleiter Funktion 4
Bei Deltadecoder oder 6080
schwarz = Zusätzlicher Motoranschluss (entspricht der orangen Leitung)
weiß = Hinleiter DELTA-Funktion
Diese Farben gelten ausnahmslos für die bisherigen Märklin Decoder (ohne ESU Übergangsdecoder/mfx Decoder)
Mittlerweile kenne ich diese Farben schon auswendig 
Gruss
Hallo Rainer,
In der Tat hat der 6090x Decoder bvon Märklin die Eigenschaft, dass er die speziellen digitalen Lampen fordert. Sind die falschen Glühlampen im Einsatz, dann wird der Funktionsausgang überlastet und der Decoder schaltet dann diesen Ausgang ab (Überlastschutz). Deshalb muss man die 610080er Lampen verwenden!
Gruss
Hallo an alle Schreiber.
Vielen Dank für die erneuten Tipps. Ich werde mir jetzt die richtigen Birnchen besorgen und hoffe, dass dann auch dieses Kapitel ein gutes Ende gefunden hat.
An Bernd: Ja, die Lok läuft noch, dass es eine Freude ist. Ich habe den Decoder wohl nicht dadurch abgeschossen, dass die orange Leitung Masse bekommen hat.
Noch einen schönen Rest vom Fest und
viele Grüße aus Herten.
Rainer
Hallo miteinander.
Eine letzte (Erfolgs-)Meldung in dieser Sache. Lok läuft ruckfrei, Licht brennt flackerfrei, ich bin sorgenfrei. Alles ist (dank eurer Hilfe) gut.
Einen guten Rutsch, ein schönes neues Modellbahnjahr und viele Grüße aus Herten
Rainer
Hallo Rainer,
das kann ich so nicht stehen lassen: ich bin Sorgenfrei, wie man mit einem Blick unschwer erkennt. Aber Spaß beiseite. Nach den vielen Beiträgen zu diesem Thema, vor allem auch dank der hilfreichen Informationen von Bernd Michaelsen, habe ich meinen Mut zusammen genommen und die Einzelteile für einen Umbau meiner alten Märklin-Lok bestellt. Ich bin mal gespannt.
Mit den besten Wünschen für ein gutes Jahr 2005.
Hallo Bernd (S.),
ich muss nach einem prüfenden Blick auf meinen Personalausweis notgedrungen zugeben: ich bin nicht Sorgenfrei. Aber: frei von Sorgen, meine Sorgen los, bar aller Sorgen, ohne Sorgen usw. - zumindest, was den Umbau dieser Lok angeht. Dass du dich auch entschlossen hast, wirst du nicht bereuen. Ich kann nicht glauben, dass du noch weniger (Vor-)Ahnung von der Materie hast als ich. Deshalb solltest du guten Mutes sein und dich auf das Ergebnis freu'n. Alles Gute für 2005 und schöne Grüße aus Herten
Rainer