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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Josef Stadelmann in 02. Januar 2005, 12:54:21

Titel: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Josef Stadelmann in 02. Januar 2005, 12:54:21
Hallo,
Habe eine Lok mit Arnold Decoder (81210/81). Betreibe Märklin-System. Laut Bedienungsanleitung des Decoders kann dieser nicht mit Märklin programmiert werden. Ist dies wirklich so? hat jemand andere Erfahrungen gemacht? Vielen Dank für Eure Unterstützung.
Giuseppe  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Gian Bott in 02. Januar 2005, 13:12:58
Hallo Josef,

Herzlich willkommen im Forum.

Arnold-Digital ist ein DCC-System, Märklin aber ein Motorola-System, d.h. mit Märklinzentralen ist dieser Decoder nicht zu programmieren.

Ich hatte eine Rivarossi-Lok günstig erworben mit Arnold-Decoder. Dieser war an der IB zu programmieren aber die Fahreigenschaften liessen sehr zu wünschen übrig, so dass ich den Arnold-Decoder gegen einen Rautenhausdecoder (SEL-Format) ausgewechselt hatte, mit besten Fahreigenschaften.

Wenn Du Märklinfahrer mit Märklinzentrale bist, würde ich den Decoder gegen einen passenden Motorolaformat-Decoder auswechseln (muss ja nicht von Tante M sein ).

Da Du Dein Profil nicht ausgefüllt hast (Steuergerät usw.) ist es schwierig zu helfen, bitte auch noch ausfüllen.  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 02. Januar 2005, 14:16:49
Hallo Gian,

Ich bin aber der Meinung, dass Arnold auch Motorola kompatible Decoder gebaut hatte. Die müssten eigentlich durch die Märklin Zentrale 6021 programmierbar sein. Wie weiss ich allerdings auch nicht.

Ich hab grad das Miba Digital Spezial Heft vom August 98 ausgegraben. In der Decodertabelle sind von Arnold die beiden Decoder 81200 und 81210 aufgeführt die beide DCC und Märklin Motorola beherrschen.

Trotzdem würde ich empfehlen, diese Decoder durch neuere zu ersetzen. Sei es durch die Märklin 6090xer Serie (solange es diese noch gibt) oder durch Tams- oder Uhlenbrocks Decoder.

Gruss  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Josef Stadelmann in 02. Januar 2005, 14:43:08
Vielen Dank für Eure Antworten. Offenbar "versteht" der Arnold Decoder zwar das MM-Format, ist aber durch die Märklin Zentrale nicht programmierbar. Werde mich also nach einem Decoder umsehen.
Viele Grüsse
Giuseppe  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Gian Bott in 02. Januar 2005, 19:13:43
Hallo Martin,

Da sieht man wieder einmal wie lange meine Arnoldzeit schon her ist. Damals war das Arnoldsystem ein reines DCC System, das aber mit gewissen Komponenten von Märklin zusammenarbeitete (Switch usw.). Märklin = für die Märklinspur 1 war seinerzeit mit Arnold vergleichbar.

Arnold hat es später ja noch ein paar mal versucht Fuss zu fassen, ist aber Schlussendlich als Lima/Rivarossi"mitglied" gescheitert.  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Josef Stadelmann in 08. Januar 2005, 14:14:55
Hallo Gian

Habe nun einen LD-W-3 Decoder gekauft und habe diesen nun bei meiner Rivarossi Lok (10658) installiert. Der Motor läuft aber nicht. Beleuchtung, Umschaltung usw. funktioniert. Wahrscheinlich habe ich irgendwo ein Kabel falsch angeschlossen (Installation eines Decoders ist neu für mich und habe noch ein Durcheinander mit den verschiedenen Farben)

Schnittstellenstecker:
Die Lok hat einen Schnittstellenstecker mit 8 Farben, welche im alten Arnold-Decoder alle angeschlossen waren. In der Anleitung zum neuen LD-W-3 ist eine Tabelle vorhanden, welche zeigt, welche der Farben an welchem Anschluss anzuschliessen sind. Diese Tabelle spricht aber von Gleichstrommotoren.... Zudem würde das grüne Kabel nicht verwendet (F1); dieses war aber beim Arnold Decoder angeschlossen.

Schaltplan:
Anschluss X3 steht "Gehäuse". Welche Farbe hat wohl dieses Kabel?

Wie Du siehts tue ich mich z.Z. schwer mit dem Anschluss und für Hilfe dankbar.

Gruss
Giuseppe  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Gian Bott in 08. Januar 2005, 16:21:07
Hallo Giuseppe,

Hat die Rivarossi-Lok nicht einen Gleichstrommotor eingebaut? Das würde erklären, warum der LD-W-3 Decoder nicht geht. Dieser ist nur für Märklin-Allstrommotoren, und diese haben meines Wissens 3 Kabelanschlüsse (ich bin ja nicht Märklinspezialist). Ebenfalls kann ich diesen Decoder nicht empfehlen, da er keine Lastregelung besitzt (ist dafür auch fast geschenkt). Für die Rivarossi Lok müsste der LD-G-3 sein, hat aber auch keine Lastregelung. Besser wäre der Lokdecoder  LD-G-10  von TAMS. Dieser hat eine Lastregelung und ist auch sehr klein, kostet aber rund 30.-- €, was für diese Art Decoder in Ordnung ist. Selber kenne ich diesen Decoder jedoch nicht.

Betr. Kabelfarben kann ich Dir nicht helfen, da Märklin hier ein eigenes System hat, welches sich von der DCC/SEL.-Norm unterscheidet. Dieses Farbsystem kenne ich jedoch auswendig   . Aber es hat sicher Märklin-Fahrer im Forum die die Märklinfarben auswendig beherrschen.  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Josef Stadelmann in 08. Januar 2005, 16:47:17
Hallo Gian

Ja nun wird mir einiges klar. Ja, es handelt sich tatsächlich um einen Gleichstrommotor...Somit waren meine Investitionen in den LD-W-3 wohl umsonst. Habe mir eben gedacht: Mittelleitersystem = Wechselstrom....

Habe gesehen, dass es auch noch einen LD-G-2 gibt. Dieser hat höhere Werte beim Motor- und Gesamtstrom als der LD-G-10. Wie wirkt sich dies auf die Fahreigenschaften aus? Mit dem alten Arnold-Decoder war die Lok extrem langsam.

Vielen Dank für die Hilfe

Grüsse
Giuseppe  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Gian Bott in 08. Januar 2005, 17:08:18
Hallo Giuseppe,

In Antwort auf:
Dieser hat höhere Werte beim Motor- und Gesamtstrom als der LD-G-10. Wie wirkt sich dies auf die Fahreigenschaften aus? Mit dem alten Arnold-Decoder war die Lok extrem langsam.  


Ob 0,7 oder 1,5 A hat auf die Geschwindigkeit einer Lok keinen Einfluss! Meine Rivarossi-Loks sind keine Rennmaschienen, da sie relativ vorbildgerechte Getriebe/Geschwindigkeiten haben. Hat die Lok aber lange Züge zu ziehen, an Gebirgsstrecken, sind leistungsstärkere Decoder 1-2A sicher besser. 2 motorige Loks wie die ROCO SBB Landilok oder die Ge 6/6 von Bemo betreibe ich an einem Decoder mit 2A Leistung. Das reicht bestens für 2 Motoren.

In Antwort auf:
Somit waren meine Investitionen in den LD-W-3 wohl umsonst. Habe mir eben gedacht: Mittelleitersystem = Wechselstrom....


Vom Wechselstrom musst Du Dich beim Digitalsystem trennen. Da gibt es nur eine Art Strom für analoge Gleich- und Wechselstromfahrer. Der Unterschied ist nur noch in der Art der Stromzuführung von der Schiene zur Lok (Mittelleiter oder 2-Schienen) und im Format der Decoder MM, DCC, oder SEL.

Mit den investierten 10.00€ für den Decoder ist Deine Fehlinvestition ja noch zu verschmerzen. Vielleicht lässt sich dieser z.B. als Funktionsdecoder für die Wagenbeleuchtung weiterverwenden.    
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 09. Januar 2005, 07:53:33
Hallo Gian

In Antwort auf:
Besser wäre der Lokdecoder LD-G-10 von TAMS.



Leider muss ich dich da wieder entäuschen.

Dieser Decoder iast zwar "herzig" klein hat aber eine Beschränkung die beim Märklin System eindeutig überschritten wird.

Auf der Tams Homepage kann man unter diesem Decoder nachlesen:

 
In Antwort auf:
 Max. Gleisspannung.
14 V.




Bekanntlich hat die Intellibox oder die 6021 eine Gleisspannung von bis zu 20V und reduziert glaube ich immer noch 16V.

Eine maximale Gleisspannung von "nur" 14V für ein Lokdecoder ist eindeutig zu tief.

Daher behaupte ich, dass dieser Decoder nicht lange leben würde.

Gruss  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 09. Januar 2005, 08:00:28
Hallo Gian,

Der LD-G-10 ist für H0 Loks einfach zu knapp. 700mA ist meiner Meinung nach einfach zu wenig Strom. Man muss bedenken, dass besonders beim Anfahren etwas mehr Strom fliesst.

Der LD-G-10 ist eigentlich ein Decoder für die Spur N oder vielleicht H0m und nicht für H0.

Auch ich hatte Tams mal angefragt, wieso die Schienenspannung auf 14V beschränkt ist. Als Antwort bekam ich genau diese Informastion, dass der Decoder für kleine Spurweiten (N und tiefer) gedacht sei.

Daher kann ich diesen Decoder nicht für H0 empfehlen!

Gruss  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 09. Januar 2005, 08:52:48
Hallo miteinander,

Noch eine Korrektur zum LD-G-10:

Der maximale Motorenstrom ist bloss 500mA. Die 700mA beziehen sich auf die Gesamtbelastung des Decoders.

Fazit:
Für H0 unbrauchbar!

Gruss  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Josef Stadelmann in 09. Januar 2005, 09:50:47
Hallo Martin

Welchen Decoder würdest du empfehlen? Macht der LD-G-2 mehr Sinn?

Viele Grüsse
Giuseppe  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 09. Januar 2005, 10:08:25
Hallo Giuseppe

In Antwort auf:
Macht der LD-G-2 mehr Sinn?



Ich würde mal sagen: Ja!

Allerdings habe ich mit Tams Decoder keine Erfahrung. Ich bin aber immer wieder auf der Webseite von Tams. Daher habe ich die Daten schon gesehen. Daher würde der LD-G-2 sicher passen.

Mich hat aber die kompliziertere Programmierung der Tams Decoder davon abgehalten welche einzusetzen.

Wenn man schon mit der Intellibox eine relativ elegante Möglichkeit hat die Decoder zu programmieren, will ich micht mit dem komplizierten Programmieren der Tams Decoder rumschlagen. Deshalb ziehe ich in Zukunft die CV programmierbaren Decoder vor. Da gibt es Uhlenbrock, Viessmann Kühn usw.

Mit ESU habe ich wegen Alzheimer nichts am Hut.

Achtung:
Die neuen mfx Decoder von Märklin/ESU sind zwar CV programmierbar, diese CV's sind leider nicht kompatibel mit dem was bisher unter CV's zu verstehen war.

Es sit mit ein Grund weshalb ich mfx Loks/Decoder bisher meide. Aber vielleicht wirds da was mit dem neuen Update der IB in den nächsten Monaten.

Vielleicht solltest du mal die Tams Seite durchstöbern:
   TAMS Produkte

Gruss
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Gian Bott in 09. Januar 2005, 10:25:17
Hallo Martin,

In Antwort auf:
reduziert glaube ich immer noch 16V[bZitat]
ohne Glauben genau 18 V  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 09. Januar 2005, 11:02:50
Hallo Gian,

in der Tat: du hast Recht. Wenn man auf der Intellibox die Spurweite auf N stellt, dann sind es 18V Gleisspannung.

Das macht die Situation für den Mini Tams Decoder, welcher nur 14V verträgt nur noch schlimmer.

Normalerweise müssten die Decoder eine Reserve nach oben haben. Für H0 sollten es meiner Meinung nach mindestens 22V sein. Allerdings wäre hier ein Wechselstrom Analogbetrieb nicht möglich.

Wenn ein Decoder keine oder nur eine so geringe Reserve hat für die Maximalspannung ist Abstand zu nehmen für diesen Decoder.

Vielleicht sollten so manche Decoder-Entwickler die technischen Daten der Digitalsteuerzentralen etwas besser studieren.

Gruss  
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Kersten Tams in 09. Januar 2005, 14:21:06
hi,
in der Tat steht auf meiner Webseite noch 14V. In der Auslieferversion ist der Decoder aber mit 18 V angegeben, kann also mit der IB in Spurweite N betrieben werden (mache ich hier bei mir auch). Auch hat er nach oben Reserve. Das heißt also, daß er nicht sofort abraucht, wenn er auf einem Gleis mit 24V steht. Hier kann dann geschaltet werden und gefahren, wenn die Stromaufnahme deutlich unter 500mA liegt. Die 14V waren ursprünglich als Empfehlung für Spur N und Z gedacht, sind aber irgendwie in die Spezifikation geraten.
(Jaja, ich weiß, ich sollte die Webseite mal aktualisieren, passiert auch bald)
Gruß Kersten Tams
Tams Elektronik GmbH
www.tams-online.de
Titel: Re: Programmierung Arnold Decoder
Beitrag von: Martin Lutz in 09. Januar 2005, 15:19:31
Hallo Herr Tams,

Super, vielen Dank für diese Info.

Gruss