Guten Tag allerseits,
lese das Forum seit 1 Jahr ziemlich regelmäßig, habe bisher keine größeren Probleme beim Aufbau meiner Märklin-Bahn und dem Anschluß mit Win-Digipet gehabt. Funktioniert alles prima. Und wenn mal etwas nichts funktioniert, sind meine "Gute Nacht Lektüre" das Handbuch oder die Workshops. Und dann krieg ich das wieder hin. Bis jetzt.
Baue zur Zeit Signale ein, die Lichtsteuerung läuft wie auch bei den Weichen separat über einen alten Mä-Trafo. Zufällig komme ich mit der Hand hinten an den Booster, um am Massekabel zu arbeiten. Der Booster versorgt nur die Magnetartikel. Davon aber ziemlich viele. Als ich den Booster berührte, stellte ich fest, daß die Kühlrippen hinten am Booster verdammt heiß waren.. Kaum zum Anfassen. Ich mußte die Hand nach ca 4 Sek. wieder wegnehmen, es war zu heiß dort.
Die Anlage war ca 3 Stunden in Betrieb. Ausfälle in der Magnmetartikelsteuerung waren nicht festzustellen.
Meine Frage: Ist das normal, daß der Booster für die Magnetartikel so heiß wird, oder ist da irgendwo ein "Minikurzschluß" drin?
Ich werde morgen mal sehen, ob sich irgendetwas geändert hat.
Aber vielleicht ist das ja auch alles normal.
Ich könnte natürlich den norddeutschen Sturm als Kühlung an die Kühlrippen leiten, aber zum Glück haben wir nicht immer Sturm.
Schöne Grüße aus dem Norden
Klaus Fischbach
Hallo Klaus,
Deinem Profil nach erkenne ich, dass du den Power 10 im Einsatz hast. Was ist das für ein Booster? Den von Uhlenbrock (Power 6) hat ja bereits eine zu grosse Leistung für H0.
Zunächst einmal würde ich dringend davon abraten einen zu leistungsstarken Booster für H0 zu benutzen. Lieber in mehr Stromkreise aufteilen und kleinere Booster pro STromkreis verwenden.
Man muss wissen, dass man bei grosser Leistung auch entsprechende Querschnitte der Kabelzuleitungen verwenden muss. Ansonsten kann es wirklich passieren, dass durch zu hohen Leitungswiderstand der Booster gar nicht abschalten kann wenn irgendwo ein Kurzschluss vorhanden ist. In diesem Fall kann es sein, dass ein Kurzschluss erst durch sehr heisse Kühlkörper am Booster bemerkt wird. Da hat sicherlich auf die Lebensdauer des Boosters einen negativen Einfluss.
Vielleicht könnte man noch gezielter helfen, wenn du noch die genauen Daten deiner Elektrik angibst (Trafoleistung, Boosterleistung, Kabelquerschnitte, Anzahl Magnetartikel usw.)
So kann man vielleicht gezielter helfen.
Gruss
Hallo Klaus
Manche Booster werden auch ganz ohne Belastung warm. Ab wann man es als heiß empfindet ist ja relativ.
Auch ein normaler Märklin-Booster oder die 6021 kann viele Magnetartikeldecoder versorgen, ohne überlastet zu sein. Wenn du natürlich viele schweergängige Antriebe hast, dafür lange Schaltzeiten einstellst, und ständig große Weichenstraßen geschaltet werden, ist das schon Stress für die Endstufe, aber dafür ist sie gebaut.
Ich sage immer, wenn ein Kühlkörper nicht warm wird, hätte ihn der Entwickler kleiner auslegen können.

Es wäre also sinnvoll mal die Stromabgabe zu messen, um zu ermitteln ob er durch äusere Einflüsse in Streß gerät, oder ob es sich um eine schlecht abgestimmte Endstufe, und somit um Eigenerwärmung handelt.
Hallo Klaus,
In Antwort auf:
Der Booster versorgt nur die Magnetartikel. Davon aber ziemlich viele.
Sollte es sich hierbei um den Power 10 handeln, ist irgendetwas nicht in Ordnung, denn ich betreibe ca. 30 MA-Decoder über zwei 3A-Booster und die Kühlkörper werden nicht einmal warm.
In Antwort auf:
Ist das normal, daß der Booster für die Magnetartikel so heiß wird, oder ist da irgendwo ein "Minikurzschluß" drin?
Das kannst Du überprüfen, indem Du einmal den Strom vor und nach dem Booster mißt. Der Unterschied sollte nicht sehr hoch sein. Ich habe meinen Boostern die Stromanzeige von Gerd Boll spendiert und kann sie nur empfehlen.
Sollte die Stromentnahme wirklich so hoch sein, daß sie den Kühlkörpern den Schweiß auf die Rippen treibt, wäre der norddeutsche Strom eine Alternative, zumal wir ja zur Zeit reichlich davon haben 
Hallo Lutz,
vielen Dank für die schnelle Nachricht.
Power 10 Booster ist von "Soft-Lok" Dipl. Ing. Schapals, werden auch in Hamburg in der Miniaturwinderland haufenweise gebraucht. 5 X 2,5 A, die ich nur für die 5 Stromkreise brauche, dieser Booster wird nicht warm.
Warm wird der Märklin Booster mit dem Märklin Transformer davor.Da bisher keine Ausfälle zu beklagen sind, werde ich das beobachten und den Vorschlag von Boll aufnehmen, Verbrauch vor und nach dem Booster zu messen. Leitungsquerschnitte müßten ausreichen. Überprüfe den Temperaturanstieg heute abend.
Erst mal vielen Dank bisher.
Schöne Grüße aus Kiel.
Klaus Fischbach
Hallo zusammen,
so ganz verstehe ich das Problem des Leistungsbedarfs für die Magnetartikel noch nicht:
1. Magnetartikel werden von WDP doch einzeln geschaltet. Damit ist es doch egal, wie viele davon auf der Anlage vorhanden sind.
2. Der Schaltstrom wird doch in der Regel einer separaten, nicht digitalen Quelle entnommen, belastet also den Booster nicht.
3. Bleiben also die Dekoder. Hat jemand Informationen, über den Strom, den ein Schalt- bzw. Magnetartikeldekoder im Ruhezustand und beim Schaltvorgang, der ja nur im msec-Bereich liegt, benötigt?
Bei mir hängen alle Dekoder (allerdings z.Z. "nur" 15) an der Märklin-Zentrale, die zusätzlich auch einen Fahrstromkreis (Hauptbahnhof) versorgt. Bisher gabs keine Probleme.
Morgen Bernd,
In Antwort auf:
3. Bleiben also die Dekoder. Hat jemand Informationen, über den Strom, den ein Schalt- bzw. Magnetartikeldekoder im Ruhezustand und beim Schaltvorgang, der ja nur im msec-Bereich liegt, benötigt?
Ich habe 25 Dedoder und die benötigen ca. 1,5A Leerlaufstrom! Kaum zu glauben aber wahr, dies sehe ich an meinen Stromanzeigen der einzelnen Booster.
Eine C-Gleisweiche und Viessmannformsignale brauchen 1-1,5A zum Umschalten.
Ware Stromfresser sind Entkupplungsgleise diese benötigen bis zu 2A.
Aber wie du schon erwähnt hast, mit 100-200ms halt nur kurzzeitig!
Ich habe diesen Eintrag in den Stammtisch verschoben, weil es hier um reine Hardwareproblematiken geht.
Hallo Norbert,
vielen Dank für die Info; dieser hohe Verbrauch der Dekoder im Leerlauf überrascht mich doch sehr. Ich glaube, es lohnt sich, Strommesser einzubauen, dann halten sich wenigstens die Überraschungen in Grenzen.
Guten Tag allerseits,
mein Booster ist wieder "handwarm".
Hatte doch tatsächlich einen Dekoder falsch angeschlossen. Da ich Dekoder von verschiedenen Firmen habe (Littfinski, Völkner, Conrad, Märklin) kam ich bei einem Dekoderanschluß etwas in "Tüttel". War sehr zeitaufwändig und anstrengend den Fehler zu finden, unter der Anlage herumkriechend. Jetzt läuft alles wieder prima.
Nochmals vielen Dank für die Hilfen, Überlegungen.
Schöne Grüße aus Kiel
Klaus Fischbach
Hallo Klaus,
na dann ist ja alles wieder im grünen Bereich.
Trotzdem war Dein Artikel für mich interessant, da ich auch so einer von den "Selbstbastlern" bin.
Die Sache mit dem Strommesser werd' ich mir mal zu Gemüte führen.
mfg, manfred....