Hallo!
Ich habe evtl. einen defekten S88 5217 Rückmeldedecoder - weiß es aber nicht genau. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben?
Ich baue gerade meine Anlage auf:
Märklin C-Gleis
IB, Windigiget 8.5, PIII 450, WINXP
4 x Viesmann 5217 am s88 Bus der IB
4 Loks in Betrieb
(2x52VA, 1X32VA, 2 Booster (1xDelta, 1xMärklin)
Die Rückmeldung läuft über die Masseverbindung rechte/linke Schiene bei Überfahrt und ist ok. Bei einem der Decoder habe ich folgenden Effekt auf den Kontakten 13, 14, 15, 16 -
bei angeschlossenem Gleis habe ich Dauerlicht auf dem jeweiligen RM (in Digipet), dass nicht erlischt -
die Signalstrecke verhält sich an anderen Kontakten des gleichen Decoder völlig richtig: bei Verbindung zunächst kein Signal, erst bei Verbindung der Schienen/Masseverbindung erfolgt Signal im RM Monitor.
Alle Decoder sind mit der gemeinsamen Masse der Anlage verbunden.
Sind die Decodereingänge defekt und wenn ja, kann mir jemand erklären woher das Massepotenzial gezogen wird wenn ich nur ein "in der Luft hängendes Kabel" einstecke?
Wäre für Tips oder Hinweise dankbar - vielleicht lässt sich der Decoder ja noch retten?
Danke im Voraus
Helmut
Hallo Helmut,
schau doch mal nach, ob Du die Kabel zum s88 nicht zufällig an eine Mittelleiterklemme angeschlossen hast. Dann sieht der Decoder auch nur Rot. Ich weiß es aus eigener Erfahrung...

. Da hat man sich schnell mal verguckt.
Gruß Achim
Hallo Helmut,
hier sind sehr wahrscheinlich die Kondensatoren im Eingang defekt. Diesen Effekt hatte ich bei einigen Viessmanndecoder auch schon.
Wenn du dir zutraust SMD Bauteile zu löten ist dies eine Sache von wenigen Cent.
Zitat von Gerd Boll:
Es handelt sich um 10nF/50V Keramische Kondensatoren ( warscheinlich Baugröße 1206)
Mann kann die Module aber nach Viessmann senden, die reparieren diese Gratis.
Die Rückmeldung geht weg wenn man das Kabel abklemmt, nicht wahr?
Übrigens das Gegenpotential kommt über die Busleitung!
Hallo noch mal!
In Antwort auf:
wenn ich nur ein "in der Luft hängendes Kabel" einstecke?
Dann habe ich wohl doch richtig gelesen. Wirkt das kabel dann wie eine Antenne? 
Ich bitte um Sorry ob der falschen "Verdächtigung". 
Gruß Achim
Hallo Achim !
In Antwort auf:
Wirkt das kabel dann wie eine Antenne?
Nee, das nun gerade nicht.
Wenn diese Kabel was empfangen würden, wären das wohl auch nur induktive Einstreuungen durch das Digitalsystem. Wenn dort negative Pulse übersprechen, wird sehr kurz (entsprechend der Länge der Pulse)der Kontakt im Modul "ausgelöst". Das wäre dann der "Lichtorgeleffekt", von dem oft berichtet wird.
Das in der Luft hängende Kabel war anders gemeint ! Es hängt an einem isolierten Stück Gleis (also praktisch in der Luft).
Herzlichen Gruss
Bernd Michaelsen
Hallo Bernd,
das kam mir ja auch reichlich spanisch vor. Ein Kabel, was in der "Luft" hängt und etwas zum Weiterleiten empfängt, ist für mich eine Antenne (offener Schwingkreis). Wenn man nun die Boxen vom PC aufdreht, müsste WDP seinen Heimatsender WDR empfangen. Vielleicht noch Einstreuungen von RTL. Herr Peterlin könnte gewiss Aufschluss über die voreingestellte Empfangsfrequenz geben.....

.
Jetzt noch mal ernstlich; wenn die Kabel nicht falsch angeschlossen sind, könnten die Schienenenden der Rückmeldestrecke noch in Betracht gezogen werden, wenn diese den angrenzenden, nichtisolierten Bereich berühren.
Ich habe alle Schienenstöße der Rückmeldestrecken ein
wenig mit dem Dremel gekürzt.
Gruß Achim
Hallo Achim !
In Antwort auf:
...alle Schienenstöße der Rückmeldestrecken ein wenig mit dem Dremel gekürzt.
Wenn man die roten Isolierhütchen verwendet, so sollte die kleine "Fahne" an dem Teil nach oben zeigen. Sie hindert die Gleise daran, zu dicht aneinander zu geraten und das Isolierhütchen zu überbrücken.
Am Beginn einer Steigung sollte aber der Abstand mit dem Dremel vergrößert werden, weil es hier häufig zu "Wackelkontakten" kommen kann. Bei kurzen Gleisstücken kann es auch vorkommen, daß die Schienen nicht ganz fest in den Kleineisenimitationen sind und etwas hin- und hergeschoben werden können, wenn eine schwere Lok darauf angefahren wird....
kontaktfreudige Grüsse
Bernd Michaelsen
Hallovielen Dank für die Anregungen. Das mit dem "Kabel in der Luft" war natürlich nicht als Antenne sondern an einem isolierten Gleisstück ohne weiter Masseverbindung gemeint....
Selbst wenn ich das Gleisstück aus dem Schienenstrang herausnehme, habe ich die Meldung auf Kontakt 13 bis 16 des Decoders - alle anderen Kontakte des Rückmeldemoduls liefern nur "Licht" wenn ich tatsächlich am Gleis rechte und linke Schiene brücke - so wie es sein soll!
Mir scheint die Erklärung, dass die Eingangskondensatoren dieser Gruppe - anscheinend sind vier Kontakte jeweils zu einber Gruppe zusammengefast - 13 bis 16 defekt sind. Werde mal den Lötkolben mit einer sehrt feinen Spitze versehen und die Temperatur etwas herunterregeln.
Gruß
Helmut
P.S. der Empfehlung von Bernd, am Beginn von Steigungsstrecken die Gleisenden zu "dremeln" hat sich auch bei mir bewährt. Für die waagerechte Verlegung reichen die "Fähnchen" an den Isolierhütchen aus.
Hallo Helmut,
regle aber nicht zu weit herunter, je höher die Temperatur, umso schneller der Lötvorgang, besonders wichtig bei Nähe zu Kunststoff.

Gruß Kurt
ach ja noch etwas!
die roten Kunststoffhütchen sind tückisch

. mir ist schon mehrmals beim zusammenstecken die dünne Lippe NEBEN die Metallführung geraten, Resultat

weil langwierige Fehlersuche, deshalb immer gleich mit Durchgangsmelder die Segmente prüfen

Gruß Kurt
Hallo Kurt und Bernd,
noch mal kurz zu den Isolierhütchen. Das Fähnchen vergrößert lediglich ganz gering den Abstand des Gleisbettes und damit auch das Gleis. Es verhindert aber nicht, daß sich die Schienen zu einander bewegen können. Wie Achim vorschlug, den Abstand mit der Trennsacheibe etwas erweitern und anschließend mit einem Kleber verschließen. Damit ist man ohne Zweifel auf der sicheren Seite.
Hi Achim,
In Antwort auf:
ein wenig mit dem Dremel gekürzt.
will mir auch so ein Ding zulegen. Habe aber heute gesehen, dass das Ding sehr klobig ist. Wie schafft ihr damit senkrechte Schlitze in die Schienen, bzw. in das Gleis, herzustellen. Stelle mir vor, die Trennstellen werden ja "schief". Die Trennscheiben sind nicht gerade gross oder gibt es welche auch mit viel groesserem Durchmesser - hab selbst noch dafuer keine gesehen.
Ansonsten muss ich es mit einer "Flex" - Scheibendurchmesser 125 mm oder groesser versuchen - solche Dinger hab ich. 
Hallo Karl,
ich schleife ja eher die Schienenstöße ab, als dass ich sie schneide. Beim C-Gleis geht das halt ein bisschen anders. Es gibt aber auch schon "Umdieeckegetriebe" für solche Maschinchen. Ich weiß jetzt aber nicht, von welcher Marke. Du musst ja wirklich senkrecht schneiden können, da wäre sowas schon besser. Es gibt zwar größere Trennscheiben, die sind dann aber auch dicker.
Ob mit oder ohne um die Ecke rum, die Geräte machen richtig Spaß.
Gruß Achim
Hallo Karl,
für den Dremel gibt es Zubehörteile mit denen das problemlos möglich ist. Guckst du
hier.
Hi Achim, hi Thorstn,
danke fuer die Hinweise. Dann werd ich mich in den naechsten Tagen mal auf die Socken machen und mal schauen, was wo gibt. Ja, ja, praktisch scheinen die kleinen Dinger wohl zu sein, das umdeeckgetrieb gefaellt mir ganz jut.

. - Glaube haette mit meinen grossen Maschinen bei N wohl einige Probleme bekommen - die Spalte wuerden aber gross genug werden, sodass die Schienen nicht "zusammenkommen".
Hallo Karl,
ich benutze von Böhler den Winkelschleifer mit einer Diamanttrennscheibe. Damit erziele ich sehr gerade (senkrechte) und saubere Schnitte. Wenn Du auf den Socken bist, dann kannst Du Dir die ja auch mal anscheuen. Hier auf der
Homepage findest Du unter "Schleifer" das Gerät.
Hi Peter,
erstmal danke fuer den Hinweis. Scheinen doch mehrere Hersteller solcher Art von Kleinwerkzeugen zu geben.
Mal schau´n, was ich hier in der Umgebung finde.
Hallo Karl,
schau Dir mal im Baumarkt Proxon an, die haben sehr kleine Maschinchen.
Grüße
Rupert
Hallo Helmut,
die Eingänge bzw. die Kondensatoren sind einzeln. Da gibt es keine Gruppen!
Wenn du etwas Zeit hast sende die Dinger einfach nach Viessmann, die reparieren oder tauschen in der Regel sehr schnell aus.
Noch ein Tipp: Ich habe mittlerweile für defekte Decoder und S88 Module jeweils ein Stück auf Reserve zuhause. Für die S88 Module kann man die nackten Platinen von Conrad bestellen, die sind von Viessmann und absolut baugleich. Sie haben halt nur kein Gehäuse.
Allerdings hatte ich noch nie einen K84 bzw. K83 Decoder defekt. Aber ist ja gut zu wissen, dass man einen hat.....
In der Bauphase ist die Bevorratung sowieso kein Problem, da man die "Reseve" ja irgendwann braucht. Auch kommt es bei mir immer wieder vor, dass ich eine Idee habe wo ich die Reserve noch einsetzen könnte.

Mein letzes S88 Reservemodul ist für die Rückmeldungen der Weichen angebrochen worden.
Hi Norbert,
In Antwort auf:
Allerdings hatte ich noch nie einen K84 bzw. K83 Decoder defekt. Aber ist ja gut zu wissen, dass man einen hat.....
ist doch klar, was man in Reserve hat, geht auch nie kaputt.
Man bin ich heute gewetzt. Dremel und Proxxon gefunden, angeschaut und verglichen. Bei Proxxon gabs optisch fast gleiche Modelle als Umdeeck-Bohrmaschine und so´ne Art Winkelschleifer. Boehler und andere habe ich nirgends gesehen. Habe mir die Proxxon-Winkelbohrmaschine zugelegt, a) sehr schlanker Arm, damit ich die N-Gleise auch sehe, b) als Bohrmaschine und Schleifer zu gebrauchen - sicher fuer einen reinen Schleifer ist die End-Drehzahl etwas zu niedrig, geht nur bis "15 Mille drehen". Da ich aber noch ein Diamant-Trennblatt dazu gekauft habe und darauf steht was von max. "12 Mille drehen", meine ich, dass dies ganz gut klappen muesste. Ausserdem ist dieses komische Blatt auch nur 0,000 0006 km dick.
Werde aber auch eine Schutzbrille beim Trennen usw. tragen - einmal einen gaaanz wiiinzigen Messingspan im Auge gehabt - kann sagen, nach einem Tag aber vor Schmerzen ganz schnell zum Augenarzt.
Hi Marcus,
nee, haette schlecht passieren koennen. Diesmal mit mit so´nem Ding auf vier Gummischlappen und meine beiden Beene.
In Antwort auf:
Hauptsache, Du bist nicht wieder in den falschen Zug gestiegen
Das passiert mir garantiert beim naechsten Mal, wenn ich mal wieder den ÖPNV benutze.
Der Fahrplandschungel der DB ist ja undurchsichtig - Motto: "Wer suchet, findet AUCH nicht". Oder bin einfach zu dumm dazu.