Seite drucken - Steigungslänge

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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: torsten.mielke in 07. April 2005, 20:32:07

Titel: Steigungslänge
Beitrag von: torsten.mielke in 07. April 2005, 20:32:07
Hallo an alle WDP´ler
Ich habe da mal ne Frage .
Wenn ich in zwei Ebenen die Moba bauen möchte und der Abstand zwischen den Ebenen 10 cm beträgt, wie lang sollte dann die Auf und Abfahrt sein. Ich nutze das C-Gleis.
Über hilfreiche Tipps würde ich mich freuen.
Gruß
Torsten  
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: ThKaS in 07. April 2005, 21:32:13
Hallo Torsten,

das kommt ein bisschen drauf an, wie Deine Steigung aussieht und welche Züge dort fahren sollen.

Die Moba-Steigungen sollten nach meiner Meinung 3,5% nicht übersteigen, d.h. für 10cm brauchst Du ca. 2,80m Streckenlänge. Wenn die 10cm von Schienenoberkante zu -oberkante sind.
Gerade Steigungen könnten u.U. auch etwas steiler sein.
Meine Wendeln sind (wegen beschränkter Raumverhältnisse) mit Märklin r2 aufwärts und r1 abwärts gebaut und funktionieren gut, auch mit Zügen mit bis zu 8 Personenwagen (Riviera-Express) oder RoLa.
Bilder findest du auf meiner HP.  rohbau

Die Streckenlänge einer 360°-Kurve im r2 (42,4cm) ist 2r*pi, also ca 2,50m, im r1 (36cm) ca. 2,20m

Ich hoffe, es hilft Dir  
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: Tom Blikstad in 07. April 2005, 21:33:03
Hallo Torsten

Ich wollte ursprünglich 3% für mein Doppeltspur und 3,5 für die kürzere Züge für Einzelspur anlegen, d.h. 3,6 m bzw. 3,0 m. Am Anfang und am Schluss mindestens eine Gleislänge mit der halbe Steigung.

Jetzt, mein Einzelspur ist am Schluss 4% geworden, aber ich glaube das geht schon gut, dh. 10 cm auf 2,5 m (+ etwas extra am Anfang u. Schluss).

mfG aus Norwegen
Tom Blikstad  
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: Reinhard Bobzin in 08. April 2005, 10:30:15
Hallo,

bin im Bereich Anlagenbau noch ein Rookie und würde gerne wissen ob im Gleiswendel ein r1 Radius ok ist. Habe mal gehört man sollte in unzugänglichen Anlagenabschnitten lieber auf Nummer sicher gehen und r2 als Minimum nehmen.
Stimmt das soweit?
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: ThKaS in 08. April 2005, 10:52:54
Hallo Reinhard,

ich habe zwar r1 verbaut, aber es ist schon richtig, dass r1 kritisch sein kann.

r1 aufwärts ist nur bei kurzen Zügen zu empfehlen, lange Züge könnten nach innen kippen.
r1 abwärts kann bei unsauberer Verlegung und starkem Gefälle zu Entgleisungen führen, weil der nachschiebende Zug zuviel Druck auf die Kupplungen bringt.

Wenn der Platz vorhanden gewesen wäre, hätte ich mindestens r2 abwärts und entsprechend r3 oder Flexgleise im richtigen Abstand aufwärts eingesetzt. Aber der Platz ist nicht da  

Aber wie gesagt, bei mir funktioniert es ganz gut und meine Probebetriebe laufen jetzt schon ca 1,5 Jahre

PS: Schön, dass Du hier ins Forum gefunden hast. Deine Umbauten und Hilfen sind ja schon fast "legendär".  
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: B.Michaelsen in 08. April 2005, 12:13:25
Hallo Reinhard !

In Antwort auf:
r2 als Minimum  



Das kommt natürlich sehr darauf an, welches Gleismaterial man nimmt und vor allem auch darauf, welche Züge da hochfahren sollen.

Generell gilt , daß auf dem grösseren Radius die Traktion der Loks besser wird.

Nimmt man zum Beispiel das C-Gleis von Märklin (24230), dann gibt der Radius 2 einen Kreis mit 87,5 cm (Puko -> Puko). Rechnet man 5 cm hinzu, hätte man die minimale Breite der Wendel.
Nimmt man dagegen das K-Gleis von Märklin (2221), dann ergibt sich ein Kreis von 72 cm , weil es dort ja auch noch den Industriekreis mit den 2210 gibt. Hier müsste man dann also Radius 3 nehmen, was ca 85 cm (+5cm ) ergibt.

Aus gehabten Problemstellungen mit langen Zügen, die eventuell sogar in der Wendel anhalten sollen (und wieder angefahren werden müssen!!!) ergibt sich die Empfehlung, daß man zum Herauffahren den Radius 3 nehmen sollte. Das ergibt bei C-Gleis 108 cm minimalen Platzbedarf. In dieser Wendel kann dann problemlos auf dem Radius 2 nach unten gefahren werden. Der Abstand von 77,5 mm zwischen den Pukos erlaubt auch jeden "normalen" Verkehr auf beiden Gleisen gleichzeitig, ohne daß Waggons sich gegenseitig berühren....

Man sieht, so einfach lässt sich das nicht beantworten. Fest steht, daß Steigungen deutlich über 3% für den Radius 2 sehr problematisch werden können. Ich habe auch den Eindruck, daß auf den kleinen Radien 1 und 2 der Rollwiderstand längerer Züge erheblich zunimmt....

Meine eigene Wendel ist im Radius 4 im C-Gleis ausgelegt. Da fährt selbst die schwächste Deltalok noch prima rauf... Da der letzte Wendelbogen vor einem Blocksignal endet, muss die ziehende Lok (z.B. BR 151 oder BR 194 durchaus schon mal aus dem Stand einen Zug anziehen können, der weit mehr als eine Wendeldrehung weit in der Steigung steht.

Also ausprobieren und im Zweifel immer eine Nummer grösser ! Die Loks werden es Dir danken.

Herzlichen Gruß

Bernd Michaelsen
     
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: Reinhard Bobzin in 08. April 2005, 12:56:47
Hi,

Wollte für kritische Strecken auf jedenfall K-Gleise verwenden. Da wie ich gehört habe die C-Gleise um ein paar Zentel schmaleren Spurabstand haben und dann Wagen mit Gleichstromachsen schwergängiger laufen.
Für den geraden Schattenbahnhof dachte ich an C-Gleise (Startpackungen dank ebay )
Werde dann für den Wendel R2 und R3 nehmen, da mein Bebauungsplan eine Fläche von 5,5m * 4,8m ermöglicht.  
Nur leider mit Dachschrägen...  
 
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: Peter Ploch in 08. April 2005, 15:53:39
Hallo Reinhard,

noch ein Tip, aber zu den Achsen. Du schriebst u.a. "...dann Wagen mit Gleichstromachsen schwergängiger laufen". Solltest Du solche Wagen haben, empfiehlt es sich die Achsen gegen Märklinachsen zu tauschen, denn Gleichstromachsen sind isoliert und eignen sich nicht zur Rückmeldung. Mit anderen Worten, diese Achsen melden keine Ereignisse an den S88.
 
Titel: Re: Steigungslänge
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 08. April 2005, 23:32:14
Hallo zusammen,
Gleichstromachsen haben ein Spurkranzinnemaß von 14,3 mm. Wechselstromachsen haben 14,0 mm. Im nachhinein Umtauschen würde ich die Achsen erstens aus Kostengründen und zweitens aus optischen Gründen (die meisten Gleichstromachsen haben eine gringere Spurkranzhöhe, sind also nicht so plump wie die Wechselstromachsen) nicht.
Bei den meisten Achsen lässt sich das Spurkranzinnenmaß justieren und die elektrische Leitfähigkeit läßt sich mit Silberleitlack problemlos herstellen.