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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Friedel Weber in 09. Mai 2006, 17:42:05

Titel: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Friedel Weber in 09. Mai 2006, 17:42:05
Hallo Zusammen

Neulich gab es einen Beitrag über die Conrad Weichenantriebe. Auch wenn die Kommentare nicht gerade positiv waren, habe ich mal ein paar Euro riskiert. Ergebnis: Eigentlich macht mir das Ding keinen so schlechten Eindruck. Alles in solidem Kunsstoff gefertigt, sauber passend und problemlos zu schalten - mit Wechselstrom.

Und da liegt mein Problem:
Ich verwende K83-ähnliche Weichendecoder, die prima funktionieren, aber (jetzt muss ich sagen: "Leider") Gleichspannungsimpulse abgeben. Der Conrad Antrieb braucht aber Wechselstrom und holt sich mit zwei gegenpolig geschalteten Dioden die jeweilige positive oder negative Halbwelle davon, um damit hin- und her zu schalten.

Natürlich kann ich jetzt Decoder für Servoantriebe verwenden, nur habe ich dann verschiedene Typen auf der Anlage mit unnötigem Kabelwirrwarr.

Deshalb meine Frage:
Kennt jemand (bezahlbare!) Weichendecoder, die Wechselstrom ausgeben?

Viele Grüße - trotz Sonnenschein - aus dem "düsteren Verließ"

Friedel  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: ThKaS in 09. Mai 2006, 18:07:05
Hallo Friedel,

verwende doch K84 oder ähnliche. Mit dem K83 musst Du ja sonst irgendwie einen laaangen Impuls erzeugen.
Der Conrad hat doch eine Endabschaltung.

Ich war nicht begeistert von dem Antrieb.
näheres unter: http://www.thkas-moba.de/html/weichenmotor.html  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Dirk Streuber in 09. Mai 2006, 18:14:27
Hallo Friedel,

die Decoder SA-DEC-4  und M-DEC  von LDT  könntest Du für die Conrad Weichenantriebe verwenden.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk
     
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: xerxes in 09. Mai 2006, 21:17:37
Hallo Friedel,

ich habe auch ein paar dieser Antriebe auf der Anlage die ich mit dem k83 über ein bistabiles Relais ansteuere. Dieses Relais gibt es auch als Bausatz von Tams bei Conrad. Aber Achtung, beim Betrieb mit dem k83 mußt Du die Schutzdiode entgegen der in der Anleitung bzw. dem Platinenaufdruck polen. An das Relais legst Du dann den Wackelsaft.
Besser wäre der spezifisch für motorische Antriebe ausgelegte Decoder. Dort kannst Du die Antriebe ohne Änderung direkt auflegen. Der Antrieb schaltet zwar etwas laut, vielleicht auch zu schnell, aber nach meinen bisher gemachten Erfahrungen zuverlässig. Von den Dingern kann man ruhig 3 verschleißen und hat immer noch einiges gegenüber den meiner Ansicht zu teuren "Markenantrieben" gespart. Man kann bei diesem Thema auch viel ins Leere hinein philosophieren.  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Friedel Weber in 10. Mai 2006, 19:06:01
Guten Abend allerseits

Vielen Dank für die Tipps - ich wusste gar nicht, dass es spezielle Decoder für Antriebe von Conrad & Co gibt.

Damit mache ich mal einen Test.

Bis demnächst
Friedel  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Peter Ruffershöfer in 10. Mai 2006, 21:24:36
Hallo Friedel,
noch eine Möglichkeit: mit dem Viessmann Schaltdecoder 5213 kannst du direkt den Wechselstrom für den Weichenantrieb schalten.
Gruß Peter
 
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: KOCHER Denis in 10. Mai 2006, 22:22:00
In Antwort auf:
Hallo Friedel,

ich habe auch ein paar dieser Antriebe auf der Anlage die ich mit dem k83 über ein bistabiles Relais ansteuere. Dieses Relais gibt es auch als Bausatz von Tams bei Conrad. Aber Achtung, beim Betrieb mit dem k83 mußt Du die Schutzdiode entgegen der in der Anleitung bzw. dem Platinenaufdruck polen. An das Relais legst Du dann den Wackelsaft.
Besser wäre der spezifisch für motorische Antriebe ausgelegte Decoder. Dort kannst Du die Antriebe ohne Änderung direkt auflegen. Der Antrieb schaltet zwar etwas laut, vielleicht auch zu schnell, aber nach meinen bisher gemachten Erfahrungen zuverlässig. Von den Dingern kann man ruhig 3 verschleißen und hat immer noch einiges gegenüber den meiner Ansicht zu teuren "Markenantrieben" gespart. Man kann bei diesem Thema auch viel ins Leere hinein philosophieren.    



hallo
mit einem Widerstand dazwichen schaltet der Antrib langsam und liesslich gar kein problem
ich benutze ihn mit einem M-DEC von LDT
habe bis jetzt noch keine Probleme gehabt
tschuss an alle  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Martin Lutz in 11. Mai 2006, 00:37:56
Hallo Lothar

In Antwort auf:
Von den Dingern kann man ruhig 3 verschleißen und hat immer noch einiges gegenüber den meiner Ansicht zu teuren "Markenantrieben" gespart. Man kann bei diesem Thema auch viel ins Leere hinein philosophieren.    



Nun, wir haben vor, unsere Anlage so zu bauen, dass sie uns bis ins höhere Alter begleitet. Das sind, so hoffe ich, noch ein paar Jahrzehnte.

Wir hatten aber im ersten Betriebsjahr mit den Hoffmann Antrieben leider schon so viel Probleme, das ich mir folgendes überlegt habe: Wenn diese Antriebe schon im ersten Jahr schon so Probleme bereitet, wie wirds denn im 5. oder gar 10. Jahr sein? wie viele Antriebe hätten wir nach deiner Meinung schon austauschen müssen?

Wahrscheinlich hätten wir nach 5 Jahren bereits mehr Geld ausgegeben als andere, die wirklich gut funktionieren, gekostet hätten.

Sehr oft spart man nicht, wenn man sehr oft auf billige Ware  setzt als einmal auf etwas teureres und zuverlässigeres.

Von den Schäden an den Zügen infolge von Auffahrunfällen und eventuell Abstürzen habe ich hier noch nichts erwähnt.

Ich würde deshalb jedem empfehlen nicht Conrad Antriebe einzusetzen, auch nicht die von Hoffmann. Zumindest nicht, wenn man mit einer Software steuert.Auch wenn es Anfangs vierlleicht teurer ist. Abere es lohnt sich ganz bestimmt und tut auch der Spielfreude gut.

Aber letztlich muss es jeder selbst wissen. Ist nur ein Tipp. Übrigens gibt es zu diesem Thema zu Hauf Beiträge im Forum. Es lohnt sich ganz bestimmt die Suchfunktion zu nutzen.

Viel Erfolg.

Gruss  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Martin Lutz in 11. Mai 2006, 00:43:05
Hallo Friedel,

Der Antrieb ist ja für analoge Ansteuerung gebaut. Das heisst, man speist ihn mit normaler Wechselspannung. Man muss also, wenn man diesen Antrieb trotzdem digital ansprechen will, einen entsprechenden Decoder benutzen, die eben analoge Spannung zum Antrieb leitet.

Auf der Seite von Littfinski sind auch entsprechende Anschlussbeispiele. Aber wie bereits geschrieben: ich würde die Conrad Antriebe nicht empfehlen.

Gruss  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Friedel Weber in 13. Mai 2006, 15:16:05
Hallo zusammen
und nochmal vielen Dank für die Tipps.

Ich habe jetzt einen ganz "ordinären" bi-stabilen 4-fach Schaltschaltdecoder von  IEK  eingebaut. Man muss beim Anschluss auch nicht die Dioden umpolen, wenn man - entgegen der Anleitung - nicht den Lichtstrom (gelb) sondern die Masse (braun) über das Relais schaltet. Der rote Draht des Conrad-Antriebes kommt an den Lichtstrom, und dazwischen wird noch ein 18 Ohm Widerstand eingelötet. Dann ist der Antrieb nicht so laut.

Also - so macht das Ding einen guten Eindruck. Ich nutze es allerdings ausschließlich bei Ausfahrweichen aus (Schatten-)bahnhöfen. Erst hatte ich geglaubt, dort auf elektrische Antriebe verzichten zu können, aber wenn man doch mal rückwärts fahren muss.....

Falls Martin Recht hat und die Antriebe nach einiger Zeit den Geist aufgeben sollten, passiert nicht gleich ein Unfall. Warten wir es mal ab!

Viele Grüße

Friedel

www.moba-tipps.de

Modellbahn Märklin H0, K-Gleis, Intellibox, HSI-88,
2 Booster, Rechner mit W-XP, 2,4 GHz, Win-Digipet 9.1,


   
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Urs Geller in 17. Mai 2006, 16:15:54
Hallo zusammen
Auch ich habe mitlerweile mal ein bisschen Gled riskiert und ein paar Conrad Antriebe gekauft. Dank dem Beitrag von Friedel Weber bin ich auch darauf aufmerksam geworden, dass ich die falschen Decoder habe Habe mich mal mit LDT QS DEC II bzw S-DEC4-MM Decoder eingedeckt.
Habe nun nach einer anderen Lösung gesucht: Zuerst folgende Feststellung: Legt man an den Conrad Decoder wie in der Anleitung beschrieben 16V AC an, wird der durch die Diode an den Anschlussdrähte in Gleichspannung umgewandelt, und zwar, da nur die eine Diode vorhanden ist, in etwa 8V DC (Effektivwert) Darauf ist der Antrieb ausgelegt. Betreibt man den Decoder mit einem dafür geeigneten Motordecoder, der Gleichspannung abgibt, muss das berücksichtigt werden! Ich weiss nicht, was z.B. ein M-DEC für eine Ausgangsspannung hat. Falls es 16V DC sind, wäre das zuviel. Da aber die Einschaltzeiten des Antriebs sehr kurz sind, ist da nicht gerade mit einer Zerstörung zu rechnen, zumindest nicht auf der elektrischen Seite. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es mechanisch mit der Zeit etwas Probleme gibt und mir aus diesen Gründen auch das zum Teil beanstandete laute Schalten erklären.
Zurück zu meiner Lösung, wie man die Antriebe an einen normalen Decoder anschliesst: Man verbindet die Speiseklemme (Beim LDT die mittlere und die beiden Schaltausgänge mit je einem Widerstand. Dieser zieht die Spannung an dem nicht geschalteten Ausgang (Der Ausgang schaltet gegen Masse) hoch. Falls nun ein Schaltausgang schaltet, so fliesst der Strom von der Speiseklemme über den Widerstand zum gegenüberliegenden, "in der Luft" liegenden Ausgang und den Antrieb zum auf 0 durchgeschalteten Ausgang. Der Widerstand dient dabei auch zum reduzieren der Spannung am Motorantrieb von den Anliegenden 16...18VDC auf die benötigten 8VDC. Schaltet der andere Ausgang gegen Masse, so fliesst der Strom in entegengesetzter Richtung durch den Motor und dieser bewegt sich auf die andere Seite
Zu beachten ist natürlich, dass diese Widerstände den Decoder zusätzlich belasten, vor allem derjenige, der zwischen der Speiseklemme und dem durchgeschalteten Ausgang befindet, dieser liegt voll an den 16...18V.
Der Wert dieser Widerstände liegt etwa bei 68Ohm. Durch die erhöhte Belastung mit den Widerständen fliessen am Decoder etwa 425mA. Der LDT kann aber 1A schalten, da kann man sogar 2 Antriebe miteinander schalten, der Widerstand beträgt dann 33Ohm. Leider weiss ich nicht, wieviel Strom die Märklin Decoder aushalten, falls dieser hoch genug ist, geht das ganze auch mit dem k83 und dementsprechend mit Decodern von anderen Herstellern.
Ich habe das mal so aufgebaut, es funktioniert einwandfrei. Habe das ganze an den ersten Ausgang vom LDT gelegt, den Decoder in den Programmiermodus gesetzt (der schaltet dann alle 1.5 Sekunden) und das so mal 12 Stunden laufen lassen. Das ergibt etwa 28000 Schaltspiele Problemlos!  
Ich kann also die Vorbehalte diesem Produkt gegenüber zumindest etwas entschärfen.
Am schwierigsten empfand ich das Einstellen der Schubstangen an den Dingern, aber das ist wohl auch bei anderen, teuereren Antrieben so...

Grüsse aus der Schweiz
Urs
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Ralf Krapp in 17. Mai 2006, 17:41:49
Hallo Urs,
auch ich habe einige Conrad-Antriebe im Vorrat. Allerdings hätte ich zwischen Dekoder (z.B. K83 von M oder 5211 von Viessmann) und motorischem Antrieb ein bistabiles Relais dazwischen gesetzt, das vom Dekoder geschaltet wird und für die Umpolung zur Stromversorgung des Antriebs sorgt.
Deine Lösung ist natürlich auch interessant. Da ich kein so sehr großer elektrotechnischer bzw. elektronischer Fachmann bin, wäre es für mich leichter verständlich, wenn Du Deine Lösung vielleicht auch zeichnerisch darstellen könntest. Dann nämlich wäre mir ganz deutlich und klar, wo welche Widerstände, Dioden und der Antrieb angeschlossen werden müssen. Ich hoffe, ich verlange da nicht allzu viel von Dir. Sicher geht es anderen MoBa-Kollegen aber gerade so wie mir, dass sie mit einer Zeichnung mehr anfangen können als mit einer Beschreibung. Vielen Dank vorab, wenn Du eine Zeichnung nachreichen kannst.    
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Gian Bott in 17. Mai 2006, 17:58:25
Hallo Urs,

In Antwort auf:
Am schwierigsten empfand ich das Einstellen der Schubstangen an den Dingern, aber das ist wohl auch bei anderen, teuereren Antrieben so...


Dies war bei mir seinerzeit bei der Evualation der Antriebe der Hauptgrund, nebst dem doch etwas wackeligen Eindruck der Konstruktion, auf Conrad/Hofmann Antriebe zu verzichten und weiter auf die (vorhandenen) Roco-Unterflurantriebe zu setzen. Diese bewähren sich nun schon seit vielen Jahren (einzelne waren schon bei meiner seinerzeitigen N-Anlage im Einsatz), haben natürlich den kurzen Klick der Magnetantriebe. An diesen schätze ich besonders die einfache Montage, Zuverlässigkeit und die 4 zusätzlichen Relais. Für die Zukunft warten aber auch bereits einige Flüsterantriebe von Rautenhaus / MBTronic auf den Einbau, nachdem mein Testmuster schon viele 100 Stellvorgänge problemlos bewältigt hat (an einer Tillig-H0m Weiche, wo die Zungen wie beim Vorbild ausgebildet sind, d.h. die Zunge ist ohne Gelenk aus einem Stück gefertigt).

Nachdem ich die schadhaften Hofmann Antriebe bei den Modellbahnern Chur gesehen habe (abgenutzte Kunststoffzahnräder) bin ich froh, mich nicht für diese Antriebe entschieden zu haben. Bei den Churern bewähren sich die Flüsterantriebe von MBTronic im harten Einsatz bestens.

mit freundlichen Grüssen

Gian  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Arno in 18. Mai 2006, 00:12:44
Hallo Urs

Deine Variante wird meines erachtens nie zuverlässig funktioniereund! Über Hoffmann und Conrad Antriebe wurde schon sehr viel geschrieben! Ich kann nur empfehlen. Komm mal bei uns vorbei und befolge den rat von Gian, damit kannst Du viel Ärger und Geld ersparen.

Ansonsten teste mal 2 Situationen mit den Antrieben:

1. Schalte 1 Motor
2. Schalte 8 Motoren in einer Fahrstrasse.

Nun wirst Du bemerken das du beim 2ten Test die Spannung wesentlich erhöhen musst. Dies hat zur folge das wenn Situation 1 eintritt das Getriebe leidet.

 
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Urs Geller in 18. Mai 2006, 11:03:08
Hallo zusammen

Also, zuerst mal die gewünschte Zeichnung:

Es ist schon so, dass mehrere gleichzeitig schaltende Antriebe die Versorgung der Anlage und des entsprechenden Dekoders belasten. Aber 425mA pro Antrieb ist ein Wert, der auch von anderen Antrieben erreicht wird. (Märklin) Dann würde es ja da auch nicht gehen. Und die Antriebe schalten  auch bei 20% weniger Spannung.
Aber um die Problematik zu umgehen, gibt es bei WDP die Möglichkeit, die Weichen innerhalb einer Fahrstrasse nacheinander und nicht miteinander zu schaten? Würde mir sowieso besser gefallen :grin:
Zu den defekten Zahnrädern: Also meine sehen nach den 28000 Schaltspielen noch gut aus. Wurde in Chur vielleicht mit 16VDC gearbeitet? Oder vielleicht wurde das Produkt inzwischen auch verbessert?
Ich erinnere nochmals: So ein Ding kostet CHF 6.95 oder EUR 4.50. Was so ein Roco oder ein Flüsterantrieb kostet, weiss ich nicht, aber bestimmt ein mehrfaches. Und ein Motorweichendecoder z.B. von LDT kostet auch schon wieder 10 Euro mehr als ein gewöhnlicher. Also ist die hier vorgestellte Möglichkeit sicher eine der preiswertesten, eine Weiche unterfluhr anzutreiben. Natürlich hätte ich auch gerne einen Mercedes anstatt einen Hyundai, aber das Geld wächst hier auch nicht im Garten... (dazu ist der Boden schon zu steinig hier ;)) und günstig heisst nicht immer auch nur schlecht.

Urs  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Arno in 18. Mai 2006, 11:43:25
Hallo Urs

Wir wollen niemand umstimmen! Jeder sol auf die Technik setzen die er für gut hält. Gerne geben wir aber unsere Erfahrung weiter.

Das Netz, die Kabellänge und die menge der zu schaltenden Magnetartikel beeinflussen die Spannung. Ebenso ist es eine Tatsache das auch nicht jeder Antrieb mit der genau gleichen Spannung sauber läuft. Einer braucht ein bischen mehr einer etwas weniger. Normale herstellerdifferenzen.
Bei Win Digipet kann man die Pausenzeit natürlich verlängern, aber wenn aus irgend einem Grund, der Motor etwas mehr wiederstand hat, wird der Zweite Motor bereits schalten, die Spannung fällt und der dritte kommt dazu! Folge........

Die Spannung muss demnach so hoch reguliert werden bis der "schwächste" Antrieb noch zum Ziel kommt
Bei uns, und wir konnten die Spannung Stufenlos regulieren hatte dies zur Folge das der "Stärkste" Antrieb somit bereits übersteuert wurde. (ich meine in erinnerung zu haben das dies bei ca 9 Volt ist).

Mein Tipp: Kauf lieber den Mercedes, dafür aber über eine Längere Anschaffungszeit. Die Freude daran wird es Dir danken.

Finanziell: Wenn Du wegen einem Weichenantrieb Crash mit den Schönen teuren Fahrzeugen hast, haste ebenfals nicht gespart.

Dies sind nun meine letzten Worte über dieses Thema. Bitte nehme Dir den obersten Satz zu Herzen, den ich möchte niemand umstimmen, und schon gar nicht auf die Füsse treten. In diesem Thema trennen sich jedoch unsere Überzeugungen um weites. Es würde mich freuen Dich am nächsten Besuchstag bei uns begrüssen zu dürfen.



 
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Martin Lutz in 18. Mai 2006, 19:21:18
Hallo Urs,

Wir haben die Antriebe nach der Empfehlung der Hersteller angeschlossen.

Leider hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass diese Empfehlung falsch ist. Es ist so, dass der Littfinski Motorweichendecoder jeweils eine umgepolte Spannung abgibt, die aber durch einen auf dem Decoder sitzenden Brückengleichtrichter gleichgerichtet wird. Wie bereits richtig bemerkt, werden im Analogbetrieb die zwei Dioden als Einweggleichrichter betrieben.

Doch hatten wir von Anfang an die Speisung von einem normalen Fahrtrafo entnommen und die Spannung so tief wie möglich eingestellt. Also gerade so, dass auch wirklich alle Weichen schalten. Und trotzdem rätschten die Zahnräder so an der Zahnstange, dass die Zähne regelrecht weggeschliffen wurden. An zahlreichen Antrieben hatten wir sogar mal die Zahnräder ausgetauscht, doch auch das half nicht.

Neben diesem mechanischen Problem hatten wir noch weitere. Einerseits, dass der Endschalter einfach nie zuverlässig funktionierte. Ausserdem ist das eine billigst-Lösung, wenn man einfach Kontaktflächen nutzt von Leiterplatten. Die sind in Nullkommanix weggebrannt!!

Nächstes Problem: mangelhafte Motorentstörung führte dann zum Versagen des Decoders, der dann nur noch über eine komplette Stromabschaltung der Anlage wieder in Gang zu bringen war.

Dieses dauernde Versagen der Weichenantriebe führte dazu, dass wir kein Vertrauen haben können zu diesen Antrieben. Wohlverstanden: wir hatten diese Probleme ab dem ersten Betriebstag an. Wenn ich denke, dass wir unsere Anlage für mehrere Jahrzehnte im Betrieb haben wollen, fiel uns die Entscheidung wirklich nicht schwer.

Versteh mich und Arno bitte richtig, Wir wollen dir nur einen guten Rat geben und dich keinesfalls davon abhalten irgend etwas zu tun.

Gruss  
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Kalle in 18. Mai 2006, 21:30:13
Hi,

In Antwort auf:
 .....wenn man einfach Kontaktflächen nutzt von Leiterplatten.



Habe auch noch einen Schwung von den BIG-C.-Antrieben. Bei mir sind keine Leiterbahnen drin, sondern gebogenes Kupferblech oder eine aehnliche Legierung. Waren mit den Kontakten problematisch beim langsamen Bewegen des Antriebes. Mit hoeherer Geschwindigkeit funktionierten diese, na ja, halbwegs vernuenftig. Irgendwie hatten meine Antriebe gelegentlich eine Hemmung drin und schalteten nicht richtig um. Dann Spannung nochmals erhoeht und es wurde fuer eine Zeitlang wieder etwas besser.
Nehme auch an, dass die Qualitaetsunterschiede sehr gross sind.
Liegen in der Bastelkiste und  wenn ich mal viel Zeit und Lust habe, werde ich diese dem Entsorgungsunternehmen via Muelltonne uebergeben - Sondermuell ???  
   
Titel: Re: Conrad Weichenantrieb und Decoder dazu
Beitrag von: Michael Helbig in 24. Mai 2006, 22:18:17
Hallo Friedel,

man muss das ganz klar formulieren - die Antrieb gehören in die Tonne! Ich habe zwei Antrieb ca. 250 Mal hin und her schalten lassen. Dabei haben die Dinger sich fast zerlegt und die Leiterbahnen sahen auch nicht gerade frisch aus. Ich sage Finger weg!
Gruss
Michael