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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Jens Raasch in 30. Juli 2006, 19:07:52

Titel: Lokcontrol
Beitrag von: Jens Raasch in 30. Juli 2006, 19:07:52
Hallo liebe WDPler,
habe folgendes Problem, seit Update von 9.0 auf 9.1 bzw. 9.2 reagiert im Lokcontrol der Regler nicht mehr richtig. Da ich noch im Bau bin, fahre ich die Lokomotiven meist in
Handsteuerung. Drehe ich den Regler zurück, um eine Lok anzuhalten, steht in der Fahrstufenanzeige 0 – leider fahren viele Loks dann doch noch weiter in Fahrstufe 1. Erst ein zweiter Dreh am Regler, oder die Stopptaste bringen die Loks dann zum stehen. Hat jemand das auch festgestellt und beheben können?
 
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 30. Juli 2006, 19:38:56
Hallo Jens,

stimmen die Einstellungen in der Lokdatenbank bzg. der Anzahl der Fahrstufen mit den tatsächlichen Fahrstufen, die in der IB eingestellt sind, überein? Welches Digitalformat (MM; DCC etc.) haben die betroffenen Loks?  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Jens Raasch in 30. Juli 2006, 20:26:41
Hallo,
die Fahrstufen stimmen, der Effekt tritt bei DCC Loks auf. Bemerkt habe ich auch, das die RE 482 und RE 485 aus dem Märklin Hobbyprogrmm manchmal beim Start der IB losfahren, und wenn WDP startet bleiben sie dann stehen, da im Lokcontrol Fahrstufe 0 steht. Loks mit "alten" Mä Decodern 609** sowie die mfx RE 460 und AE 6/6 machen das nicht.    
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: GWelt in 30. Juli 2006, 21:53:41
In Antwort auf:
der Effekt tritt bei DCC Loks auf. Bemerkt habe ich auch, das die RE 482 und RE 485 aus dem Märklin Hobbyprogrmm manchmal beim Start der IB losfahren, und wenn WDP startet bleiben sie dann stehen, da im Lokcontrol Fahrstufe 0 steht. Loks mit "alten" Mä Decodern 609** sowie die mfx RE 460 und AE 6/6 machen das nicht.    



Hallo Jens,

bei der Einstellung der DCC-Decoder hast Du wahrscheinlich 28 Fahrstufen eingestellt. Versuch es mal mit 27.
Bei den MM Hobby kannst Du feststellen ob es die einfachen Decoder sind. Lok mit WDP-Control in Fahrtrichtung vorwärts stellen. Lok von dem Gleis nehmen. WDP-Control auf Fahrtrichtung rückwärts schalten. Lok auf Gleis setzen. Wie läuft die Lok jetzt? Wenn Sie vorwärts läuft ist es die alte Decoder-Ausführung = Motorola alt. das heißt, diese loks können auf einem  stromlosen Gleisabschnitt keine Daten empfangen.
Ich hoffe ich habe es richtig erklärt.  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 30. Juli 2006, 22:05:44
Hallo Gerd,

ich glaube kaum, dass die genannten Loks wirklich noch mit alten Decodern im alten MM-Format ausgestattet sind. In stromlosen Abschnitten kann kein Decoder Befehle empfangen, weil einfach kein Strom da ist.  
Der Unterschied zwischen MM alt und neu ist, dass bei MM alt ein Umschaltbefehl gesendet wird. Kommt der Umschaltbefehle wenn die Lok ihn gerade nicht hören kann (weil sie keinen Strom hat) fährt die Lok in der vorherigen Richtung weiter. Das neue MM Format sendet bei jedem Fahrbefehl die vorgesehene Fahrtrichtung mit, also ist es egal, wann die Fahrtrichtung gewechselt wird (mit oder oder Strom an der Lok), sobald der Strom wieder da ist, weiß die Lok dennoch wo´s lang geht.

Hallo Jens,

wenn die DCC Loks noch in FS 1 fahren, wird diese FS auch auf der IB angezeigt und steht das Lokcontrol wirklich auf 0?
Bei plötzlichen Lokfahren von Loks kann es sein, dass diese die anliegende Gleisspannung als analoge Spannung interpretieren. In diesen Fällen hilft es, den Analogmodus der Decoder zu deaktivieren.  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: GWelt in 30. Juli 2006, 22:32:17
Hallo Jürgen,

Du wirst schon gemerkt haben ich bin kein Techniker. Kann Dir also von der technischen Seite das nicht so gut erklären. Meines Wissen nach vergessen die Delta-Decoder und die alten 6080 Decoder nach zwei - drei Minuten ohne Strom Ihre Daten. Und fahren anschließend  immer vorwärts wieder an. Mir hat man damals mal erkärt, um festzustellen,ohne die Lok zu öffnen, ob so ein Decoder in der Lok ist, soll ich diese Methode anwenden. Das heißt für mich diese loks vor Betriebsende auf vorwärts schalten. Da sonst, bei WDP-Neu-Start, die Fahrtrichtung WDP und Lok nicht mehr überein stimmt.  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Peter Ploch in 30. Juli 2006, 22:51:35
Hallo Gerd,

Du hast es schon richtig erkannt, aber wie Jürgen schrieb, ein Decoder kann im stromlosen Abschnitt egal welcher es ist, keine Daten empfangen!

Das mit dem Vergessen der Adresse betraf nur die Decoder im Format Motorola I, deshalb sollte man in einem stromlosen Abschnitt einen Widerstand (1,5 KO) in die Zuleitung einlöten. Dann floß genug Strom (Spannung?) um den Decoder am Leben zu erhalten.

Wenn Du heute prüfen willst welchen Typ Du vor Dir hast, kannst Du das, wie von Dir beschrieben, prüfen.      
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: GWelt in 30. Juli 2006, 23:15:53
Hallo Peter,

nochmals vielen Dank für die Hilfen.

Peter, ich lese gerade "IB 1.501  ohne Reset. Was hast Du Besonderes eingestellt? Bei mir haben sie sich minimiert, nachdem ich alle Decoder auf Motorola eingestellt habe. Gibt es sonst noch Einstellung die ich evtl. ändern soll?  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Peter Ploch in 30. Juli 2006, 23:28:21
Hallo Gerd,

meine IB ist wohl aus der Anfangsproduktion, Seriennummer 231. Habe alle Updates, bis auf das letzte, schön nach Anweisung eingespielt. Ich habe nichts an der IB gemacht, nichts Besonderes eingestellt, ansonsten wasche ich meine Hände in Unschuld!! Wenn ich den Trabbel wie Andere hätte, ich würde längst auf die EC von Tams umgestiegen sein. Momentan handele ich halt nach dem Motto: Never change a running system!!
 

PS: Huch, das war ja mein 1000ster Eintrag. Jetzt muß ich aber mal langsamer machen und mich endlich mal um meinen Schattenbahnhof mit Kreisverkehr kümmern!!
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Karlheinz Battermann in 31. Juli 2006, 08:10:53
Guten Morgen Peter,
herzlichen Glückwunsch zu deinem 1000. Eintrag.
Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit der Moba und WDP.
Danke auch für deine Sammlung der Tipps und Tricks, sie ist immer wieder hilfreich.  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: GWelt in 31. Juli 2006, 13:13:33
In Antwort auf:
Huch, das war ja mein 1000ster Eintrag.  



Hallo Peter,

herzlichen Glückwunsch zu Deinem 1.000sten.
Mach weiter so.  
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Ralf Krapp in 31. Juli 2006, 14:00:41
Hallo Peter,
auch von mir anerkennende Glückwünsche zum 1.000. Beitrag. Leider habe ich erst heute Zeit, die letzte Woche hinzugekommenen Beiträge zu lesen, da ich weder in Ankara noch in Istanbul Zeit und Gelegenheit hatte, ins Forum hineinzuschauen. Ich denke aber, wir sehen uns heute noch ab 19:00 Uhr im MECI.    
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Markus Herzog in 31. Juli 2006, 14:25:10
Hallo zusammen,

1. Lokdatenformat in der Lokdatenbank bzw. IB:
Hier ist im Falle der Intellibox einzig und allein wichtig das richtige Datenformat und die richtige Fahrstufenzahl in der IB einzustellen. In der Kommunikation WDP<->IB läuft alles im 128 Fahrstufenmodus ab d.h. egal ob MM-14 oder DCC-128-Lok WDP sendet immer Fahrstufen von 0-128 (bei MM-14 entspricht 128 halt 14). Lediglich einzelne Anzeigen in der Lok-DB stimmen nicht wenn man die falsche Fahrstufenzahl eingestellt hat, aber das ist nur Optik. Einen Unterschied gibt es hier bei Lenz-Zentralen, dort werden je nach Fahrstufenzahl ganz unterschiedliche Befehle gesendet, aber dies betrifft die IB nicht. Ich plädiere allerdings dafür in der Lok-DB alles richtig einzustellen, man weiß ja nie wofür man es mal braucht.... Aber aktuell können da keine Probleme auftreten.

2.Plötzliches Losfahren von neueren Märklin-Loks: Dies wurde schon einige Mal diskutiert in diversen Foren. Es scheint so zu sein, dass es darin liegt, dass sich die neueren Decodern im Bezug auf die Art der Alzheimer-Unterdrückung unterscheiden d.h. bei den alten ASIC-Decodern (6090x) war bei kurzen Stromunterbrechungen die Pufferung des Decoders so, dass man mit den meisten auch gröberen Unterbrechungen fertig wurde. Die Elektronik der neueren Decoder ist dafür anfälliger (das Problem hat allerdings nicht nur Märklin, sondern auch viele andere Decoderhersteller). Heute wurde dies Problem bei den neuen Decodern in der Regel so gelöst, dass die letzte Fahrstufe im EEProm des Decoders gespeichert wird und nach dem Wiederkehr der Stromversorgung von dort gelesen wird und dann wieder eingestellt wird. Dies funktioniert sogar natürlich noch nach Stunden im Gegensatz zu den 6090x. Nicht klar ist allerdings wann genau gespeichert, ob nach jeder FS-Stufen-Änderung oder in dem Moment wo der Decoder merkt, dass ihm der Saft "flöten" geht.
Um aber zum Kern des Problems zurückzukommen und zwar dem plötzlichen Losfahren der genannten Loks. Anscheinend hat zumindest nach der Umstellung der neuen Loks niemand die Damen in der Endkontrolle auf diese neue Art der Alzheimer-Unterdrückung aufmerksam gemacht d.h. die Loks wurden einem Testkreis probegefahren und dann noch während der Fahrt von den Schienen genommen und verpackt und nun darf man mal raten welche letzte Fahrstufe der Decoder gespeichert hat.... Zumindest so im groben dürfte dies die Erklärung sein. Dies tritt nach einschlägiger Erfahrung nur bei bisher noch nicht so häufig gefahren Loks auf. Nach einigen Runden auf meiner Anlage war dies zumindest bei mir vorbei, denn dann hat irgendwann der Decoder sich auch mal die letzte Fahrstufe 0 gespeichert... Nach Aussage meines Händlers tritt dies allerdings in letzter Zeit immer seltener auf d.h. man hat anscheinend in der Endkontrolle dazugelernt, allerdings musste auch mein Händler umlernen, denn der hat es bisher genauso gemacht.... Die neuen Decoder sind übrigens definitiv alles Decodern mit dem neuen Motorolaformat.

3.Jens ursprüngliches Problem:
Wieviel Fahrstufen verwenden die Problemloks (evtl. 128?)? Welches Lokcontrol verwendest du? Das große oder das kleine? Denn bei dem kleinen steht oben rechts ja nur die Geschwindigkeit 0-100% und wenn man denn Schieber geschickt schiebt, dann hat man da 0% stehen, vergrößert man dann aber auf das große Lokcontrol dann zeigt das Display unter der %-Anzeige die wirkliche Fahrstufe an und dass kann bei 128 Fahrstufen und geschickter Schieberbewegung noch 1 sein. Der Schieber ist ja schmaler als 128 Pixel also interpoliert Windows da ein bischen und dann kann es schonmal zu dem beschriebenen Phänomen kommen (hängt auch sehr von der verwendeten Maus ab bzw. den Maustreibereinstellungen bzgl. Geschwindigkeit und Beschleunigung wie kritisch das ist). Bei Loks mit 28 Fahrstufen fällt dies nicht auf, da WDP wie oben beschrieben zwar auch in 128 Schritten zur IB sendet, aber die Geschwindigkeitsstufen 0..4 alle noch in der realen Fahrstufe 0 münden. Also würde ich raten lieber beim Fahren per Lokcontrol mit 128 Fahrstufen zum Stoppen den Stoppbutton bzw. die entsprechende Tastaturtaste zu verwenden.

Grüße
Markus
Titel: Re: Lokcontrol
Beitrag von: Jens Raasch in 01. August 2006, 17:34:43
Hallo Markus und alle anderen....
auch alles gute zum 1000sten!
Also, als Lok Control nutze ich immer das Grosse, die Lokomotiven sind bis auf die Mä Loks, mit ESU's Lopi2 Multi (ROCO SERIE) oder DCC ausgerüstet. Ich werde jetzt mal darauf achten, was in der IB steht, wenn ich im WDP eine Lok steuere und anhalte. Alle DCC Lok's sind auf 28 Fahrstufen eingestellt, in der IB, im Decoder und im WDP. Deltadecoder hab ich keine und denke, das es auch nicht am Decoder liegt. Es ging ja unter WDP 9.0 ohne Probleme.