Seite drucken - AK-Betrieb: Verspätetes Stopp-Kommando

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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Heller in 11. September 2003, 23:00:01

Titel: AK-Betrieb: Verspätetes Stopp-Kommando
Beitrag von: Heller in 11. September 2003, 23:00:01
Hallo WDP-Gemeinde,

im AK-Betrieb kommt es auf meiner Anlage bei gleichzeitiger Fahrt mehrerer Züge in Folge verspätetem Stopp-Kommando zu Crashs (falls nicht noch durch Nothalt vermieden).

Lasse ich einen Einzelzug auf der Anlage fahren, läuft der Betrieb - vor allem das Stoppen - einwandfrei.

Bei Zweizug-Betrieb läuft ebenfalls zunächst - mit Finger oder Mauszeiger auf dem Notstop - alles sauber. Wenn aber 'mal beide Züge gleichzeitig unterwegs sind (einer kurz vor dem Stoppen auf einem Ausweichgleis, der andere ihm entgegen fahrend), ist zu beobachten, dass das Stoppen des ersten Zuges ungewöhnlich spät (ca. + 50 cm gegenüber Einzug) außerhalb des Stopp-Abschnitts erfolgt und damit die Kollision (fast) nicht zu vermeiden ist. Dieses Problem habe ich bisher nur auf dem o.a. Abschnitt beobachtet, was aber nichts ausschließt.

Rahmenbedingungen:
a) (siehe Profil unten)
b) Brems- und Stopp-Abschnitt sind jeweils 80 cm lang, die Züge (75 bzw. 93 cm) halten normalerweise je zur Hälfte auf den beiden Abschnitten.  
c) auf PC, WDP und IB: 19600 Übertragungsrate, Xon / Xoff, FiFo und Puffer auf Maximum
d) keine sonst. Anwendungen aktiv, Notebook (ohne Akku) am Stromnetz.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Verspätetes Stopp-Kommando
Beitrag von: Dietloff in 12. September 2003, 07:47:08
Hallo Herr Löffler,

gem. Ihrer Beschreibung kann ich keine Fehlerursache identifizieren. Ihre Anlagen- und PC-Daten sind sogar weitestgehend identisch mit meinen - und bei mir fahren auch 6-8 Züge GLEICHZEITIG (zusätzlich zu denen, die gerade keinen Fahrbefehl erhalten).

Was meinen Sie mit:

In Antwort auf:

Dieses Problem habe ich bisher nur auf dem o.a. Abschnitt beobachtet, was aber nichts ausschließt.  




Heisst das, dass auf anderen Streckenabschnitten auf Ihrer Anlage dieses Problem nicht auftritt?
Wenn ja, was unterscheidet diesen Streckenabschnitt von den anderen?

Grüsse

Rüdiger Dietloff
 
Titel: Re: AK-Betrieb: Verspätetes Stopp-Kommando
Beitrag von: Heller in 12. September 2003, 10:06:28
Hallo Herr Dietloff,

besten Dank für die schnelle Antwort.

Ich meinte mit der Bemerkung lediglich, dass ich die Situation in der aktuellen Testphase nur auf dem genannten Abschnitt bemerkt habe, bin aber sicher, dass sie auch anderswo auftreten wird.

In einem früheren Test mit wesentlich weniger RM-Kontakten kam es an verschiedenen Stellen zum Überfahren der Stopp-Kontakte. Das war der Auslöser für den jetzigen 50%igen RM-Kontakt-Ausbau.

Die "Fehler-Abschnitte" unterscheiden sich von anderen dadurch, dass sie die längsten der Anlage sind, also eigentlich genug Platz zum Anhalten vorhanden ist. Im übrigen bin ich mir nicht ganz sicher, ob es sich nicht auch in diesem Fall wieder um das Überfahren eines Stopp-Kontaktes handelt.

Mir stehen zwar drei Züge zur Verfügung, aber bei der geschilderten Situation scheue ich mich, alle gleichzeitig einzusetzen. Die "manuelle Crash-Vermeidung" wird dann u.U. noch schwieriger - wenn überhaupt machbar.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Verspätetes Stopp-Kommando
Beitrag von: Norbert Burkert in 12. September 2003, 10:10:19
Hallo Herr Heller,
wie Herr Dietloff schon schrieb, an Ihren Hardwarekomponenten kann es eigentlich nicht liegen. Damit müssten locker 6- 8 Züge oder sogar noch mehr im Ak-Btrieb problemlos laufen. Je nach Menge der Magneartikel.

Was Sie noch kontrollieren sollten ist:
1. Die Anfahr und Bremsverzögerung der Lokdecoder sollte auf maximal 1/3 stehen. Die Märklindecoder haben ja kleine Potentiometer mit einer 270° Einteilung. Denn die Verzögerungen vom Decoder und die aus der Lokdatenbank bei Win-Digipet (WDP) addieren sich ja.
2.So sollten mal die beiden Loks auf der IB anwählen und die Fahrstufen beobachten, wie synchron diese mit WDP, IB und Lok übereinanderstimmen.

Nun noch einige Fragen:
Haben Sie Bremskontakte?
Wie schnell fahren Sie mit Ihren Loks?  
Titel: Re: AK-Betrieb: Verspätetes Stopp-Kommando
Beitrag von: Heller in 12. September 2003, 10:22:07
Hallo Herr Burkert,

besten Dank für Ihre Hinweise und Fragen. Ich werde die Fragen klären und melde mich wieder.  
Titel: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Heller in 13. September 2003, 14:51:56
Hallo Herr Burkert,

nach ausführlichen (allerdings erfolglosen) Tests kann ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

a) Anfahr-/Bremsverzögerung (Lok-Decoder)

Bei der betroffenen Lok (BR 143) war vom Werk die Mittelstellung gewählt. Diese habe ich in zwei Anläufen bis zum Minimum reduziert.

b) Beschleunigung (Lok-DB)

Hier habe ich den Wert für beide Loks auf 5 reduziert, Startgeschwindigkeit steht bei beiden auf 70 (%).

c) Tests (2 Züge: BR 143 und BR 628.2)

Es läuft so lange alles einwandfrei, wie nur ein Zug fährt und für den anderen noch keine Fahrstraße gestellt ist.

Fehlersituation:
- Zug 43 nähert sich dem Stopp-Kontakt und rollt langsam (ca. 20-30 km/h)
- Fahrstraße für Zug 28 wird ausgewählt
- Zug 43 erreicht den Stopp-Kontakt (Lok-Nr. wird nicht gesetzt!) und rollt langsam weiter
- Zug 28 bekommt Start-Auftrag und rollt Zug 43 entgegen
- Nothalt gedrückt.

Diese Situation kommt auch mit vertauschten Rollen vor.

d) Bremskontakte verwendet?

Ja, auch schon vor dem eigentlichen Bremskontakt-Abschnitt

e) Übereinstimmung Fahrstufen

Dieser Punkt ist mir mangels vergleichbarer Werte nicht so ganz gelungen. Nach Auswahl der beiden Loks mittels IB lässt sich in den Lok Controls ja gleichzeitig nichts ablesen.

Bei Steuerung durch die Lok Controls kann man zwar an der IB Fahrstufen ablesen, aber Fehlerhinweise konnte ich davon auch nicht ableiten.

Ggf. müssten Sie mir die Vorgehensweise noch genauer verklickern.

Fazit: Es handelt sich also um das Nicht-Ankommen/Fehlen des Stopp-Kommandos. Ein Fehler des RM-Kontaktes liegt mit Sicherheit nicht vor, da die Situation an verschiedenen Abschnitten auftritt und im Einzug-Betrieb (s.o.) eben nicht. Schließlich ist der Stopp-Kontakt-Abschnitt zumindest an der einen Fehler-Stelle ausreichend lang, um das Stopp-Kommando zu empfangen und  umzusetzen.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Olivier De Bastiani in 14. September 2003, 11:57:17
Hallo Herr Heller,

habe auch noch Senf, den ich dazugeben möchte :
Ihre Beschreibung
In Antwort auf:


- Zug 43 nähert sich dem Stopp-Kontakt und rollt langsam (ca. 20-30 km/h)
- Fahrstraße für Zug 28 wird ausgewählt
- Zug 43 erreicht den Stopp-Kontakt (Lok-Nr. wird nicht gesetzt!) und rollt langsam weiter
- Zug 28 bekommt Start-Auftrag und rollt Zug 43 entgegen
- Nothalt gedrückt.




deutet auf eine nicht richtige Fahrstrassenaufzeichnung hin.

Begründung:
Wenn Zug 43 bereits das Ziel über eine Fahrstrassenstellung für sich beansprucht, dürfte (bei richtiger Fahrstrassenaufzeichnung) die Fahrstrasse für Zug 28 gar nicht gestellt werden.

Haben Sie folgende Vorgaben berücksichtigt:
1. Fahrstrassen beginnen (!) und enden (!) mit einem Magnetartikel?
2. Sperrung im Fahrstrassen-Editor ist mit richtiger Option aktiviert?  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Peterlin in 14. September 2003, 13:57:10
Hallo Herr Löffler,

auch von meiner Seite aus - neben den bereits gesagten - noch ein paar Tipps zur Fehlereinkreisung, denn bei dieser Rechnerkonfiguration und der kleinen Anlage sehr sehr seltsam .....

1: Öffnen Sie im AK-Betrieb den s88-Monitor UND die beiden Lok-Controls. Beobachten Sie bitte, ob der Kontakt im Monitor angezeigt wird UND ob das Lok-Control den Stopp-Befehl (Regler = 0) anzeigt. Wenn dies der Fall ist muss der Stopbefehl vom Programm gesendet worden sein.

2: Spielen Sie das Ganze einmal im Märlin-Interface-Modus durch:
Märklin-Interface in den Systemeinstellungen eintragen - Programm beenden - IB ausschalten - etwas warten - dann einschalten und WDP starten. Die IB läuft jetzt im Märklin Interface Modus !! Bitte Testen. Ich wollte damit testen, ob im IB-Modus etwas ungewöhnliches vorliegt.

3: Stellen Sie für das Einlesen der RM-Ereignisse - falls nicht geschehen - nicht auf den Defaultwert 300, sondern bei der IB 80-100 msec ein.

4: Vielleicht noch : Schreiben Sie doch mal eben einen kleinen Fahrplan, um mit diesen beiden Fahrstrassen und Loks zu testen.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Heller in 14. September 2003, 21:18:46
Hallo Herr De Bastiani,

besten Dank für Ihre Hinweise.

zu Ihrer Bemerkung

In Antwort auf:

... deutet auf eine nicht richtige Fahrstrassenaufzeichnung hin.
_
Begründung:
Wenn Zug 43 bereits das Ziel über eine Fahrstrassenstellung für sich beansprucht, dürfte (bei richtiger Fahrstrassenaufzeichnung) die Fahrstrasse für Zug 28 gar nicht gestellt werden.




möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

- Es handelt sich um zwei Fahrstraßen, die in keinem Detail Gemeinsamkeiten haben.
- Die Fortsetzung der 43er FS (noch nicht selektiert!) und die gestellte FS des 28ers befahren . normalerweise zeitlich getrennt - ein kleines Stück desselben Gleises in entgegengesetzter Richtung.

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Ihre Frage
In Antwort auf:

Haben Sie folgende Vorgaben berücksichtigt:
1. Fahrstrassen beginnen (!) und enden (!) mit einem Magnetartikel?




kann ich wie folgt beantworten:

Den Abschluss der Fahrstraßen mit Magnetartikeln hatte ich zwar nicht berücksichtigt, aber deren Einbau brachte keine merkbare Veränderung.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Ihre Frage
In Antwort auf:

Haben Sie folgende Vorgaben berücksichtigt:
2. Sperrung im Fahrstrassen-Editor ist mit richtiger Option aktiviert?  



möchte ich wie folgt beantworten:

Die Systemeigenschaften für Fahrstraßen (Option 1 und 2) und "Magnetartikel immer schalten" sind ausgewählt.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Heller in 14. September 2003, 21:33:24
Hallo Herr Dr. Peterlin,

besten Dank für Ihre zahlreichen Hinweise zu meinem Problem.

Werde Ihren Tipp 4 (Mini-Fahrplan) als erstes umsetzen, denn nur damit scheint mir die gleichzeitige Beobachtung des Bildschirm-Geschehens und die Vermeidung der Crashes  umsetzbar zu sein.

Tipp 3 hat leider keinen Erfolg gebracht.

Melde mich wieder.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Olivier De Bastiani in 14. September 2003, 22:17:03
Hallo Herr Heller,

habe mich leider etwas unklar ausgedrückt. Ich meinte:

Ist unter "Freigabe" im "Fahrstrassen-Editor" die Option "Alle Magnetartikel" aktiviert?
(siehe Anhang)

Noch ein Tipp:
Aus Sicherheitsgründen sollte es (eigentlich) nicht vorkommen, dass zwei oder mehrere Züge eine Fahrstrasse oder auch Teilabschnitte einer Fahrstrasse gleichzeitig benutzen dürfen (siehe Vorbild DB).  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Heller in 14. September 2003, 23:11:13
Hallo Herr De Bastiani,

muss mich wohl auch etwas verquer ausgedrückt haben.

Die "nicht geplante Begegnung" findet auf einem eingleisigen Streckenabschnitt statt, der 'mal mit FS X durch Zug 28 befahren wird und nach deren Freigabe mit FS Y durch Zug 43 in Gegenrichtung. Das Problem ist nur, dass Zug 43 "eigenmächtig" ohne FS duch Überfahren des Stopp-Kontaktes seiner aktuellen FS diesen Streckenteil "betritt".

Ich hoffe, dass jetzt alle Unklarheiten beseitigt sind.  
Titel: Angebot zur Fernhilfe!
Beitrag von: Norbert Burkert in 15. September 2003, 12:13:50
Hallo Herr Heller,
irgendwie müssen wir ja mal eine Lösung für Sie finden damit Sie nicht immer den Finger über den Not-Aus Knopf halten müssen.

Ich schlage vor Sie schicken mir mal Ihre Projektdateien per Mail.
Sichern Sie bitte mit Hilfe des kleinen Projektverwaltungsprogramm alle Dateien in das Backupverzeichniss. Ihr Lokdatenbank dürfte ja bei zwei Loks noch nicht so groß sein.
Die Dateien, die dann in diesem Verzeichniss (Backup) stehen, sind Ihre wichtigen Win-Digipet Dateien. Diese können Sie mir als Anhang an eine Mail senden. Am besten gezippt! Die Lokdatenbank sollte aber nicht größer sein als 5 MB! Wenn Diese größer ist brauchen Sie diese nicht mitzusenden.

Wenn noch Fragen bestehen können Sie mich auch gerne mal anrufen. Die Telefonnummer von mir und noch vieles mehr, finden Sie unter Service auf dieser Homepage.  
Titel: Re: Angebot zur Fernhilfe!
Beitrag von: Heller in 15. September 2003, 13:56:17
Hallo Herr Burkert,

Ihr nettes Angebot nehme ich mit Dank an. Die Dateien gehen Ihnen - wie gewünscht - als ZIP-Datei-Anhang per Mail zu.

Den Tipp von Herrn Dr. Peterlin, die beiden FS per Mini-Fahrplan zu testen, habe ich inzwischen durchgeführt. Es sollte wohl nicht sein, denn dort kam es trotz gleichzeitiger Fahrt beider Züge nicht zum "erhofften" Crash. Habe die Verzögerungsparameter des einen Zuges nach und nach verlängert, ohne dass sich damit etwas zum Schlechten veränderte.  
Titel: Neue Erkenntnisse: FP vs AK
Beitrag von: Heller in 23. September 2003, 12:11:35
Hallo Herr Burkert,

auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal herzlich für die tolle Unterstützung bedanken.

Ihre Empfehlungen bzgl. Lok-Decoder-Einstellungen habe ich ausprobiert, aber leider nicht den erhofften Erfolg gehabt.

Um nicht ein vorzeitiges Ende meiner MoBa-Aktivitäten einläuten zu müssen, entsann ich mich eines erfolgreichen Tests mit einem Mini-Fahrplan (vier Fahrstraßen) und habe mich der Mühe unterzogen, sämtliche AK-Positionen in Richtung Fahrplan umzuschreiben.

Die Arbeit hat sich gelohnt: Es gibt im FP-Betrieb mit zwei Zügen kein Überfahren der Stopp-Kontakte und damit keine Crashs mehr. Durch entsprechendes Setzen des Zeit-Faktors wurde die Zug-Dichte an die des AK-Betriebs angenähert. Als näachstes wird noch der dritte Zug eingebunden.

Jetzt erhebt sich allerdings die Frage: Warum hat es ím AK-Betrieb die geschilderten Probleme gegeben?  
Titel: Re: Neue Erkenntnisse: FP vs AK
Beitrag von: Norbert Burkert in 24. September 2003, 10:02:53
Hallo Herr Heller,
wenn ich Sie richtig verstanden habe, kommen die Stopp-Befehle (fast) zeitgleich mit dem Erreichen des Stoppkontaktes der Fahrstraße? (Stichwort:Beobachtung der Lokcontrols)



Zur Frage wurum es im FPL klappt und im AK nicht:
Dies ist ganz einfach und enthält auch schon die Lösungs Ihres Problems.

Im FPL werden die Lokbefehle komplett aus den Befehlszeilen des FPL zur Steuerung herangenommen.

Das Bedeutet alle Fahrstufen, Beschleunigungswerte und vor allen Dingen die Stoppbefehle! Wenn man z.B. im FPL bei einer Fahrstraße KEINEN Stoppbefehl oder Fahrstufe 0 einträgt bleibt die Lok auch NICHT stehen!

Im AK-Betrieb und bei Start Ziel Auswahl werden die Lokbefehle kombiniert aus Lok-DB (Startgeschwindigkeit,Beschleunigung) und FS-Editor (Startbefehl;Bremsbefehle;Stoppbefehl) benutzt.

Ergo bedeutet dies: Wenn Die Lok nicht dort stehen bleibt wo sie stehen bleiben soll, sind die Fahrtsraßenbedingungen und die Werte aus der Lok-DB nicht richtig aufeinander abgestimmt.
 
Titel: Re: Neue Erkenntnisse: FP vs AK
Beitrag von: Heller in 24. September 2003, 12:23:26
Hallo Herr Burkert,

besten Dank für Ihre Erläuterungen.

Unterstellt, dass ...

In Antwort auf:

die Fahrtsraßenbedingungen und die Werte aus der Lok-DB nicht richtig aufeinander abgestimmt




... sind. Warum tritt dann das Problem nicht im Ein-Zug-Betrieb auf?

Ich werde die Werte - wie empfohlen - noch einmal überprüfen, obwohl ich da wenig Hoffnung habe, fündig zu werden.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Heller in 29. September 2003, 17:46:19
Hallo Herr Dr. Peterlin,

um das dargestellte Problem einzukreisen, habe ich mich mit dem Handbuch und den Ergänzungen (8.4) spez. zum Thema DB-Einstellungen und den "StartV +/-"-Angaben in Fahrstraßen beschäftigt. Dabei wurde mir klar, dass ich wohl einiges noch nicht richtig verstanden hatte.

Sämtliche der o.a. Angaben habe ich daher - in der Hoffnung auf Problembehebung - sorgfältig überarbeitet, die Lok-Decoder-Potis eingestellt und getestet. Leider hat das am Problem rein garnichts geändert.

Schließlich habe ich Ihre Empfehlungen umgesetzt und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

In Antwort auf:

1: Öffnen Sie im AK-Betrieb den s88-Monitor UND die beiden Lok-Controls. Beobachten Sie bitte, ob der Kontakt im Monitor angezeigt wird UND ob das Lok-Control den Stopp-Befehl (Regler = 0) anzeigt. Wenn dies der Fall ist muss der Stopbefehl vom Programm gesendet worden sein.




Situation bei Überfahren des Stoppp-Kontaktes:

Zielkontakt-RMK (S88-Mon.):  nicht belegt
Zielkontakt-RMK (IB): belegt
Lok-Nr. Zielkontakt: nicht gesetzt
Lok Control: nicht auf 0
Fahrstraße: noch nicht beendet
RM-Intervall: mit 300, 150, 80 msec getestet

Lok hält einige Sekunden nach Überfahren an (Stopp-Befehl).

In Antwort auf:

2: Spielen Sie das Ganze einmal im Märlin-Interface-Modus durch:
Märklin-Interface in den Systemeinstellungen eintragen - Programm beenden - IB ausschalten - etwas warten - dann einschalten und WDP starten. Die IB läuft jetzt im Märklin Interface Modus !! Bitte Testen. Ich wollte damit testen, ob im IB-Modus etwas ungewöhnliches vorliegt.




Die WDP-Systemeinstellungen ...

Digitalsystem: Märklin/Arnold
Schnittstelle: COM1

... sowie die beschriebene weitere Vorgehensweise führte nicht zum Erfolg, da WDP keine Verbindung aufbauen konnte (Situation wie offline von IB).

In Antwort auf:

4: Vielleicht noch : Schreiben Sie doch mal eben einen kleinen Fahrplan, um mit diesen beiden Fahrstrassen und Loks zu testen



Mit dem Fahrplan-Betrieb habe ich generell keine Probleme (siehe auch Beitrag von Herrn Burkert).


Nun bin ich mit meinem WDP-Latein 'mal wieder am Ende und muss mich wohl mit den Fahrplan-Betrieb trösten.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Peterlin in 30. September 2003, 18:30:40
Hallo Herr Löffler,

warum das bei Ihnen nicht funktioniert, soll einer verstehen ?

Herr Norbert Burkert hat sich Ihre Daten doch bereits angesehen, gab es daraus keine Erkenntnisse. Ich werde Herrn Burkert daraufhin noch einmal anrufen.

Es bestünde auch noch die Möglichkeit, dass Sie sich  - als Hamburger - mit meinem Betatester Manfred Schütte (Buchholz) in Verbindung setzen. Vielleicht kann er sich dies einmal live ansehen (siehe unter SERVICE)

Noch ein paar Fragen:
Haben Sie vor dem Stoppkontakt keinen Bremskontakt?
Ist der eigentliche Stoppkontakt sehr kurz ?

Übrigens: Sie müssen die IB als Default per SO auf P50 Protokoll setzen, dann funktioniert diese auch als Märklin Interface ! Keine Angst ! Beim Programmstart setze ich immer automatisch das P50 X Protokoll.

Ich selbst habe leider keine Zeit mir Ihre Daten anzusehen, es muss ja auch mit der V9.0 weitergehen.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt
Beitrag von: Heller in 30. September 2003, 23:37:38
Hallo Herr Dr. Peterlin,

es stimmt, dass sich Herr Burkert dankenswerter Weise um das Problem bemüht hat. Seine Tipps habe ich angewandt, aber leider ...

Íhr Betatester Manfred Schütte ist mir bestens bekannt. Er ist mein MoBa-Artikel-Lieferant. Ich werde ihn ansprechen.

Zu Ihren beiden Fragen:
a) Vor dem Stoppkontakt befindet sich (natürlich) auch ein Bremskontakt mit Geschwindigkeitsreduzierung.
b) Sowohl der Brems- als auch der Stopp-Abschnitt sind 60-70 cm lang. Bei einem anderen Test (mit negativem Ausgang) war der Stopp-Abschnitt sogar fast 1 m lang. In beiden Fällen sprach die IB S88 schnell an, aber aus unerfindlichen Gründen bekam WDP die Daten nicht rechtzeitig übermittelt. Außerdem habe ich noch beobachtet, dass wenn beide Züge gleichzeitig fahren, der "andere" einige cm später hält als wenn er alleine fährt.

Den Märklin Interface-Test werde ich noch nachholen.

Besten Dank für Ihre Unterstützung.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt (letzter Akt!)
Beitrag von: Heller in 08. Oktober 2003, 23:32:24
Hallo Herr Dr. Peterlin,

im Rahmen einer Speicheraufrüstung (auf 512 MB) meines Desktop-PCs (Pentium 4) bot sich heute die Gelegenheit, den AK-Betrieb einmal mit diesem Gerät zu testen.

Daran habe ich nun nicht mehr geglaubt: Der AK-Betrieb läuft damit absolut reibungslos! Der Unterschied zum Notebook (256 MB) besteht eigentlich nur in der Speicherausstattung.

Im letzten Test mit dem Notebook deutete sich ja eigentlich schon die vermutliche Problemquelle an (IB erkennt RMK am Ziel, WDP gleichzeitig aber - noch - nicht). Das brachte mich auf die Idee mit dem Desktop, obwohl ich mich natürlich frage, wieso 256 MB nicht reichen sollen.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt (letzter Akt!)
Beitrag von: Thorsten Haller in 08. Oktober 2003, 23:54:03
Hallo,

es ist nicht verwunderlich, daß WDP bei ihnen mit 512 MB RAM jetzt perfekt läuft. Wobei die Ursache nicht bei WDP zu suchen ist. Diese liegt vielmehr in Windows begründet. Gerade die neueste Windows-Generation benötigt selbst schon sehr viel Speicher. Unter 128 MB sind diese - egal wie schnell der Prozessor ist - sehr träge zu bedienen. Bei einer zu geringen Speicherausstattung lagert das Betriebsystem ständig Daten aus dem Hauptspeicher auf Festplatte aus bzw. holt sich Daten von dort. Dieser Vorgang ist sehr Ressourcen-fressend. Wenn man dem Rechner nun mehr Speicher spendiert (was bei den derzeitigen Preisen für Speicher durchaus finanzierbar ist), nehmen die Auslagerungsvorgänge rapide ab. Ganz vermeiden lassen sie sich auch bei mehreren GB RAM nicht! Das liegt leider in der Natur von Windows (Linux ist hier anders).
Mit mehr RAM kann sich die CPU nun um die wirklich wichtigen Vorgänge kümmern. Sprich WDP mit Ressourcen versorgen.

Gruß
Thorsten


P.S.: Wenn ich mir meine Systemausstattung so anschaue, sollte ich wohl nicht so große Töne spucken, sondern mal mehr Speicher installieren   . Allerdings wird der Rechner z.Z. nur für kleinere Tests benutzt. An die endgültige Anlage kommt dann was Besseres.
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt (letzter Akt!)
Beitrag von: Gian Bott in 09. Oktober 2003, 07:35:42
Hallo Helmut Löffler,

Damit bestätigt sich meine schon früher im Forum geäusserte Meinung dass ein PC mit Windows XP Prof. erst ab 512 MB Freude macht. Von meinen Systemen (alle Win XP Prof.) benötigen alle ca. 256 MB RAM für das Betriebssystem und wenige nützliche Hilfen (Antivirenprogram, Firewall-Software usw.).

Nochmals: Wichtiger als ein superschneller Prozessor ist genügend RAM um mit XP vernünftig arbeiten zu können (oder mit WDP Züge zu steuern). WDP braucht nicht mehr Speicher als andere Programme, aber sobald auf die Festplatte ausgelagert werden muss hängt das ganze von der Geschwindigkeit der Festplatte(n) ab, und diese sind nun  einfach viel langsamer als der langsamste RAM.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt (letzter Akt!)
Beitrag von: Heller in 09. Oktober 2003, 10:02:31
Hallo Herr Bott, hallo Herr Haller,

wie wahr: ausreichend Speicher ist das A und O bei Windows. Das mit der Auslagerungsdatei war mir schon klar, nur hatte ich bis jetzt nicht den Eindruck, dass meine Festplatte damit übermäßig beschäftigt war. Ein Unterschied zwischen Desktop und Notebook ist natürlich noch die Festplatten-Geschwindigkeit selbst (bei mir: DT fast doppelt so schnell). Und schon sind wir wieder bei der Auslagerung.

Von WDP bin ich im Übrigen nach wie vor fest überzeugt. Da ich schon eine andere MoBa-Software im Einsatz hatte, gefiel mir vor allem der leichte Übergang und die gute Doku (HB und Workshops) sowie - last but not least - natürlich das hervorragende Forum. Allen, die sich meines Problems angenommen haben: herzlichen Dank.  
Titel: Re: AK-Betrieb: Überfahren Stopp-Kontakt (letzter Akt!)
Beitrag von: algado in 09. Oktober 2003, 10:17:04
Hallo Miteinander

die Ausführungen kann ich nur bestätigen. Auf mein Notebook war ich bei Erwerb fürchterlich stolz. Nach der Inbetriebnahme dann frustriert. Erst die Verdoppelung des RAM Speichers brachte eine Verbesserung, jedoch immer noch nicht zufriedenstellend. Ein Bekannter der das gleiche Gerät benutzt hat nun eine andere Festplatte eingebaut welche fast doppelt so schnell ist wie die bisherige. Durch diese Festplatte erst wurde der Rechner dann richtig schnell.

FAZIT: Auch ein Ferari schafft mit einem Trabimotor keine 300 kmh