Hallo WDP`ler,
habe mich nun ziemlich erfolgreich mit Profilen beschäftigt und es ist toll, was da alles geht.
Dennoch: Ich möchte gezielt per Entkupplungsgleis eine Lok abkuppeln. Nun kann man ja schön präzise per Profil die Kupplungen über dem Entkupplungsgleis positionieren. Wie spreche ich nun aber das Entkuppeln an? Wenn ich das Symbol mit der Maus ins Profilfenster für MA ziehen will, geht das nicht!?

Wer kann mir helfen?
Hallo Winfried,
die Antwort findest Du im
>>hier<< im Beitrag von Markus Herzog
Hallo Jochen,
spät abends gefragt, morgen früh die Antwort: Das ist kollegialer Service vom Feinsten. Danke für den Hinweis. Werde heute das mal testen.
Hallo Jürgen,
sorry für die Vornamensverwechslung!
Hallo Jürgen,
ich habe es nun getestet: Einwandfreie Ware! Ich kann nun sauber über den Entkuppler fahren, anhalten, "zielen und abdrücken", ein kleines Stück vorfahren, wenden und über das Paralellgleis rückwärts im Abstellgleis einen neuen Zug holen. Und das alles automatisch!
Zusatzfrage: Da sich ja auch DKWs weigern, in Profile gezogen zu werden, kann ich dort doch für eine "Zick-zack-Fahrt" Buttons paralellschalten und die in das Profil einbinden. Dann stimmt zwar im Augenblick die Fahrstrasse nicht. Aber was spricht sonst dagegen?
Ich verstehe auch nicht, warum man nicht zumindest die einfachen DKW mit einem Magnetantrieb für die Profile zuläßt!?
Hallo Winfried
Warum nimmst du nicht das einfache Weichensymbol mit der gleichen Adresse wie die DKW?
Hier kanst du dann auch gleich die Stellung der Weiche sehen.
Und zum Abkuppeln habe ich
hier noch eine Variante anzubieten die bei mir im Einsatz ist.
Hallo Edwin,
das sind 2 gute Tipps, danke. Ich werde das morgen ausprobieren. Vor allem an die Mittelleiterrückmeldung habe ich auch schon ge´dacht. Ist ja wie bei den 2-Leiter-Fahrern. Da brauche ich dann wohl auch die Rückmelder für den Strom!?
Hallo Winfried,
der Tipp von Edwin ist Klasse. Was nun die Stromfühler angeht solltest Du Dich an Karlheinz Battermann wenden, denn der hat ein 4-er Modul welches Du direkt an den S-88 anschliessen kannst. Eine weitere Adresse wäre
www.jokashop.de dieser bietet 8er Module an, wobei die Fühler unabhängig voneinander sind. D.h. Du könntest an dieses Modul 8 unterschiedliche Booster anschließen. Du würdest alle Fühler nutzen können. Der Anschluß erfolgt auch hier direkt am S-88.
Hallo Lothar,
danke. Von Karl-Heinz habe ich schon 4 Booster in Betrieb, so werde ich ihn gleich ansprechen, mir dieses Modul zu schicken. Ich bin sicher, dass die Schleiferposition wesentlich besser, d.h. präziser funktioniert als z.B. 7 Sekunden Schleichfahrt. Da macht es schon einen Unterschied, ob man mit kalter oder warm gefahrener Lok die Versuche durchführt. Bei weiterer Kettenschaltung von Befehlen in den Profilen addieren sich auch leider die Zeitfehler.
In Antwort auf:
ich habe es nun getestet: Einwandfreie Ware! Ich kann nun sauber über den Entkuppler fahren, anhalten, "zielen und abdrücken", ein kleines Stück vorfahren, wenden und über das Paralellgleis rückwärts im Abstellgleis einen neuen Zug holen. Und das alles automatisch!
Hallo Winfried,
Dein Beitrag für das automatische Abkuppeln und Umsetzen einer Lok beschreibt ein Problem mit dem ich mich schon lange gedanklich, und auch bautechnisch befasse. Die Zweileiterfahrer haben es ja schwerer als die "PUKO"-Fahrer, die an fast jeder Schwelle (jedem Puko) eine Rückmeldemöglichkeit haben, was die Positionierungspräzision anbelangt.Eine zeitgesteuerte Schleichfahrt kann nicht das Mittel der Wahl sein, hier sind, unabhängig vom Gleissystem, die grössten Ungenauigkeiten zu erwarten.
Ich denke an den Einsatz von Lichtschranken, und praktiziere dies auch schon lange bei meinen zwei Kehrschleifen. Hier gibt es keine "Mikro-Kurzschlüsse" mehr, die auf jeden Fall Spuren auf den Radkränzen hinterlassen.
Ich verwende eine 3mm Infrarot-Diode und als Empfänger eine Photodiode BPY61, mit 2mm Durchmesser, diese kann man überall verstecken, z.B. zwischen zwei Schwellen. Auswerteschaltung ist ein einziger Transistor mit nachgeschaltetem Relais. Bei genauer optischer Justierung erreiche ich damit sichere Tastabstäne von 150 - 200 mm. Aber so lange Strecken braucht man üblicherweise nicht.
Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich könnte meine Lichtschranke am Entkuppelgleis z.B. in einem Fernsprechhäuschen, einer kleinen Gleiswaagen-Bude oder ähnlichem verstecken (tarnen), aber das kann bei ortsfester Installation immer nur für einen bestimmten Loktyp gelten, und das ist unbefriedigend. Dieses gilt aber für jede Sensorart, egal ob durch Gleisbesetzmelder oder Lichtschranken, wobei letztere natürlich die grössere Präzision liefern. Denn sind mal der erste stromabnehmende Radsatz, oder der Puko/Schleifer etwas verschmutzt, ist es vorbei mit der Positionierungsgenauigkeit.
Nun zur Kernfrage: wer hat das Problem unterschiedlicher Loklängen am Entkuppelgleis schon befriedigend gelöst (ohne Schleichfahrt mit einstellbarer Zeit)? Ich freue mich auf Antworten.
Hallo Jochen
ich bin zwar kein zweileiter Fahrer, aber wie wäre es mit Reedkontakten.
Ich stelle mir das so vor:
Hinter dem Abkuppelgleis einen Reedkontakt ins Gleis legen und diesen an den S88 anschließen. Unter jede Lok einen Magneten, den ich dort einwenig weiter hinten, oder vorne festkleben kann, und somit den optimalen Abstand zum Entkuppeln einstellen kann. Das an jeder Lok einmal eingestellt (geklebt) und es schaltet an allen Lok's, an der gleichen Stelle, das Entkupplungsgleis.
Ansonsten nur noch die Schaltfunktion, von meiner weiter oben beschriebenen Schaltung, übernehmen und schon müßte das funktionieren.
Hallo Jochen,
Deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen. Da ich aus der industriellen Autmatisierungswelt komme, ist mir klar, dass solche Schleichfahrten nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Aber:
Meine Situation: Ich bin mitten im Aufbau einer größeren MoBa. Sie ist nun zu etwa 20% betriebsfähig. Und da geht es mir darum, WDP kennenzulernen. Ich habe mich mit Profilen bisher nicht beschäftigen können, nun habe ich ausreichend Fahrstrecke und teste mal aus, was Sinn macht und wo die Grenzen liegen.
Eine Schleichfahrt z.B. ist dann gerade noch vetretbar, wenn ich vorwärts etwas über den Entkuppler hinausfahre und dann im langsamen Zurückfahren den Entkuppler betätigen lasse, ihn aber im Gleisbild 500 ms Zeit zuordne, sonst kommt er zu kurz.
Ich habe soeben von KH Battermann die Stromfühler bekommen. Ich denke, es ist einen Versuch wert, ganz in der Nähe des Entkupplers eine kurze Mittelleiterisolierung anzubringen und mit der Technik der 2-Leiter den Schleiferstrom zu detektieren und auf einen S88-RMK zu geben. Das verkürzt die Schleichfahrt und wird wohl die Genauigkeit erhöhen. Besonders in Weichenbereichen scheue ich das Durchtrennen einer Schiene, da damit der Massekontakt verschlechtert wird, vor allem gerade für die 3 Achsen der Rangierloks, von denen 1 Achse ja noch bereift ist.
Wenn ich Ergebnisse habe, werde ich hier wieder berichten.
Übrigens: Profile gelten immer nur für eine Lok. Und ich denke, auch im Realbetrieb wird nicht dauernd getrennt und neu gekuppelt, also nur mit wenigen Loks ein solcher Aufwand betrieben.
Bei mir läuft im jetzigen Ausbau bereits folgendes zufriedenstellend nur mit Gleis-RMKs:
E44 zieht einen Personenzug aus dem Schaba in Gleis 5 des Hbf, kuppelt sich dort ab, fährt vor über ein Weichenfeld, dann rückwärts über Gleis 6 zurück und holt sich aus einem Abstellgleis einen kurzen Güterzug, fährt damit vorwärts weiter in den Schaba, nach Wartezeit zieht sie die Wagen wieder in Gleis 6, stößt zurück, entkuppelt sie im Abstellgleis uns schiebt die Wagen noch gezielt 10 cm zurück. Dann fährt die E44 über Gleis 6 durch das Weichenfeld des Hbf, stößt zurück, holt sich den Personenzug wieder und zieht ihn wieder im den Schaba. Dauer etwa 8 Minuten, alles per Profile, sieht ganz toll aus!
Hallo Edwin,
ja bei vielen Loks läßt sich das sicher machen. Aber gerade der Rangierbetrieb wird mit kleinen Loks bis zur Köf durchgeführt, und da denke ich, ist der Anbau von Magneten sicher nicht so leicht. Technisch ist das sicher eine Möglichkeit.
Hi Winfried,
es gibt sog. "Magnetshops" im Internet, einfach mal googeln oder 1-2-3en, evtl. auch "Neodym" eingeben.
Dort bekommst u. a. auch winzige starke Dauermagnete in den verschiedensten Abmessungen, z. B. von 1 x 1 zum Quadrat, 2mm Durchmesser und 1 mm Staerke, aufwaerts. Empfehlenswert mehrere dieser Shops "besuchen" da das Groessen-Angebot oft differnziert. Preislich tun sie sich bei den "Riesenmengen" fuer die MoBa, meine Meinung, alle nicht nenenswert unterscheiden.
Hallo Jochen,
ich habe das Problem bislang noch nicht praktisch lösen können, da meine Anlage noch nicht soweit ist. Mein theoretischer Ansatz ist aber dahingehend soweit gereift das beim Einsatz von Lichtschranken die Anordnung des Senders und Empfängers so gestaltet sein muß, daß das Lichtraumprofil, sprich die Projektion des Lokgehäuses, der Auslöser ist. Dieses ist dann der FAll wenn Du Sender und Empfänger in einem Würfel der Kantenlänge 35 mm als Endpunkte einer Raumdiagonalen anordnest und die Sendediode von oben den Empfänger bescheinen läßt. In dem Moment wenn eine Lok oder ein Wagen den Strahl durchbricht erhältst Du eine Meldung. Von der Anordnung ist es der Lichtschranke wurscht ob es eine Diesel-,Dampf-, oder E-Lok ist. Selbst Wagen der unterschiedlichen Ausprägung werden eine Meldung ohne große Differenz, bezogen auf die Pufferbohle, auslösen. Inwieweit die Radsätze leitend, sauber oder sonstwie geartet sind, spielt dann für den Zeitpunkt der Meldung keine Rolle mehr. Man könnte die Lichtschranke ja auch parallel zum Schienenabschnitt betreiben, was auf jeden Fall präziser wäre als nur auf die Leitfähigkeit der Achse abzustellen. Manch einer wird sagen das riecht nach Redundanz, wogegen ich hier von Verfeinerung reden möchte. Soweit meine bislang leider nur rein theoretische Einlassung.
Hallo Edwin, Karl, Lothar, Winfried,
Ihr alle habt Euch über das Problem -automatisch Entkuppeln- Gedanken gemacht; ich bin also nicht allein.
Winfrieds Schilderung über einen komplexen Ablauf von Ab- und Wiederankuppeln im Bahnhofsbereich klingt sehr interessant, und solche Abläufe sind doch das Salz in der Suppe eines Steuerprogramms. Da auch ich noch streng mit dem Aufbau meiner Anlage beschäftigt bin, kann ich komplexe Abläufe noch nicht realisieren, aber Einzelversuche, auch ohne Profile, nur durch Änderung der Fahreigenschaften der Versuchsloks, führe ich natürlich durch.
Lothars theoretische Ausführungen über die "Raumdiagonale" einer Sender- / Empfängeranordnung innerhalb eines 35 mm-Würfels halte ich allerdings für übertrieben. Man wird mit Sicherheit eine Position parallel oder senkrecht zur Gleisoberfläche finden, mit der alle Loks sauber detektiert werden können. Da habe ich schon umfangreiche Erfahrungen.
Der Hinweis von Edwin auf die Verwendung von Magneten und Reedkontakten hat auch etwas für sich. Wenn es gelingt an jeder infrage kommenden Lok einen kleinen Magneten mit hoher Koerzitivkraft (z.B. Neodym, wie von Karl vorgeschlagen, oder "Seltene-Erden-Magnete", z.B. Samarium-Kobalt) in der richtigen Position zu befestigen, könnte man mit einem ortsfesten Empfänger arbeiten. Ich bevorzuge hier Hall-Chips, die kleiner sind als Reedkontakte, und eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer haben, da keine bewegten Teile oder Schaltkontakte vorhanden sind.
In meiner FCS-Autostrecke habe ich zur Positionsmeldung überall Hall-Chips direkt unter dem Lenkdraht eingebaut. Sie werden dann vom Lenkmagnet aktiviert, und können direkt Relais, LED´s oder Anderes schalten.
Auf jeden Fall werde ich das mit den Magneten mal probieren, und ggf. wieder berichten.
Eine weitere Lösung unter Verwendung einer Lichtschranke wäre vielleicht folgendes: Man setzt mit der ersten Strahlunterbrechung durch die kommende Lokomotive ein Flag (Merker, Flip-Flop) und nimmt als Stopsignal für die Lok das Ende der Strahlunterbrechung. Das setzt allerdings voraus, dass es gelingt für die Lichtschranke eine Position zu finden die während der Lok-Vorbeifahrt die Strahlunterbrechung permanent und sicher gewährleistet, und dass der Abstand zwischen detektiertem Lok- oder Tenderende zum Kupplungsbügel innerhalb der Längstoleranz des Entkupplungsgleises in etwa konstant ist. Das habe ich aber noch nicht erprobt, und es ist zunächst Theorie.
Hi,
Hall-IC´s, meine Lieblingssensoren.
Hallo Karl,
ich freue mich einen Verbündeten im Geiste zu haben, was die Hall-IC´s angeht. Das sind sehr sehr feine und zugleich robuste und preisgünstige Sensoren, etwas für Elektronik-Geniesser!
Hi Jochen,
habe in der Zwischenzeit mal probehalber auf ein Brettchen ein Hall-IC unterm "Fahrdraht" eingebaut. Mit dem Lenkmagneten des N-Faller Busses funktioniert es nicht, testweise ohne Draht, wird das IC bei einem Abstand von ca. 1/10 mm bis 2/10 mm aktiv. Werde mal den "Draht" unterbrechen und das IC dazwischen setzen. Der Lenkmagnet ist durch das zurueckgebogene Lenkblech ca. 1/2 mm ueber dem Boden, wahrscheinlich ist sonst die Magnetkraft zum Draht und damit die Reibung, Fahrbahn- Lenkblech, fuer das kleine Fahrzeug zu gross.
Eine weiter Loesung, die ich auch mal probieren werde, einen winzigen Neodym-Magnet nahe der Antriebsachse hinten mit Abstand zum Draht zu befestigen um die "schwachen Lenkkraefte" vorn nicht zu hindern - Nachteil bei IC´s in Kurven, da das Heck ja nicht genau der Spur folgt.
Hallo ihr Tüftler,
sehr interessante Beiträge, vor allem Karl mit Hall-Sensoren. - Wer hat Adressen zu Material und Schaltungen? -Ich halte das für eine der besseren Ideen. Mir ist die Reed-Lösung nicht so sympatisch, da ich grundsätzlich was gegen Kontakte habe. Kontaktsicherheit ist immer erst über 20 mA gegeben. Und dann ist, denke ich, das Signal beim Überfahren zu kurz, dass es von WDP überhaupt zur Kenntnis genommen wird. Müßte da nicht erst noch ein Timer (NE555) ein ordentliches Signal daraus machen?
Noch eine Überlegung:
Es wird immer über die nicht sichere Kontaktgabe der Achen oder Einfluss von Verschmutzung geschrieben. Ich bin der Meinung, dass die Gleise und Räder gesäubert gehören, denn die Kontaktsicherheit hat ja auch mit den Fahreigenschaften unserer Loks zu tun. Um die Kontaktsicherheit z.B. des letzten Wagens zu verbessern, beschwere ich ihn mit 100 g Blei. Das wirkt sich beim Rückwärtsfahren bzgl. der Kontaktgabe sehr positiv aus.
Hallo Jochen,
ich bin auch im Aufbau, nein, meine Anlage. Deswegen sind mir die Versuche jetzt wichtig, damit ich die weitere "Ausschmückung" der Anlage mit Kontakten etc. auf abgesicherter Basis fortführen kann.
Hallo Karl, Hallo Winfried,
Es wundert mich dass bei Karl die Hall-Chips nicht gut genug auf die Lenkmagnete der FCS-Autos reagieren. Ich habe zwar nur H0-Autos, und keine in N, denke aber, dass die Lenkmagnete gleich sind. Bei meinen Bussen und LKW´s misst der Lenkmagnet ca. 2x4x1 mm³. Ich kenne natürlich nicht Deinen Hall-Chip-Typ; ich verwende eine unipolare Standardtype von Infineon, heisst TLE4905L, gibt´s bei Reichelt für ein paar Cent. Datenblatt aus dem Internet. Eine grossartige Nach-"Schaltung" braucht man nicht, die dreifüssigen Dinger haben eine eingebaute Schmitt-Trigger-Funktion, eine brauchbare Hysterese, und können mit dem Open-Collector-Ausgang maximal 100 mA gegen max +24 Volt DC schalten, reicht locker für alle Anwendungen. Was will man mehr, das ist alles sehr praxisgerecht.
Ich habe meine FCS-Führungsdrähte schon vor fast 2 Jahren zu Beginn des Trassenbaues gleich mit eingefräst, und an den jeweiligen Stellen direkt mittig zur Frässpur eine Bohrung mit 8 mm Durchmesser angebracht. Nach Fixierung des Lenkdrahtes habe ich die Hall-Sensoren einfach von unten bis zur Anlage am Lenkdraht hoch geschoben und dann fixiert. Die Hall-Chips habe ich vorher in ein Messing-Rundrohr 8mm Durchmesser x 20 mm lang eingegossen, sodass die flache Rückseite des Chips direkt mit der Stirnseite des Rohres eben ist. (Anschlussfüsschen um 90 abwinkeln). Und hinten kommen dann 30 cm lange am Chip angelötete Kabelschwänze heraus. Fertig war ein robuster gut handlebarer Sensor.
Bei Karl kommt mir ein Verdacht wegen der mangelhaften Funktion: Alle FCS-Autos haben am Lenkmagnet den Nordpol unten, so von Faller bestätigt. Die unipolaren Hall-Chips wollen aber einen Südpol auf ihre aktive Vorderfläche gerichtet sehen. Also funktioniert das zunächst nicht!
Nach dieser Erkenntnis habe ich die Chip-Beinchen einfach um 90° anders herum gebogen, sodass jetzt die Rückseite des Chips die dem Lenkdraht zugewandte Sensor-Stirnseite bildet, und der Lenkmagnet mit seinem der Fahrbahn abgewendeten Südpol den Hall-Chip "hinten herum" bedient. Denn der Magnetkreis schliesst sich ja in jedem Fall, auch hinten herum. Und das funktioniert 100% sicher! Karl, dreh mal Deinen Hall-Chip um!
Ich habe auch ausführliche Messungen gemacht: meine FCS-Busse und LKW´s haben bei vollem Akku eine Fahrgeschwindigkeit von 25-30 cm/sek (entspricht ca. 85 km/h im Grossbetrieb). Die Lenkmagnete erzeugen dabei bei der Überfahrt über einen Hall-Sensor einen absolut sauberen Impuls von 25 bis 30 msec Dauer. Und das reicht auch für ein ganz müdes Relais.
Karl schick mir eines Deiner N-Autos, wenn Du willst. Ich setze es auf meine Strecke, berichte sofort, und retourniere es umgehend.
Hi Jochen,
TLE4905L, mein Lieblingstyp seit 12 Jahren, vorher hatte ich einige zig sog. DDR-Typen, frueher mal von einem Besuch in diesem ehemaligen Staate mitgebracht, waren auch mein erster Kontakt mit Hall-IC´s und waren grosse Dinger.
Polaritaet N - S probiert, sprechen ja auf den Lenkmagneten an, aber bis ca. 0,2 mm Abstand von der Unterseite des Lenkbleches. Der Draht ist im Durchmesser groesser. Das Lenkblech ist zur Oberseite nach hinten hin um 180 Grad zurueckgebogen und darauf ist der gegenueber HO kleinere Magnet aufgeklebt. Am Lenkblech ist an der Vorderkante somit ein Halbkreis. Wir duerfen nicht vergessen, dass die N-Fahrzeuge auch erheblich leichter gegenueber den HO-Fahrzeugen sind und die Reibung Hinterraeder-Fahrbahn nicht so gross ist. Aber das bekommen wir auch noch gebacken.
Die Idee mit den Hall-IC´s in Roehrchen habe ich auch praktiziert, z. B. fuer automatische Drehscheiben- und Schwenk-Buehnensteuerungen. Allerdings in Kunststoffhuelsen an einer Stirnseite plan abschliessend. Somit konnten die Anwender diese zylindrische Gebilde einfach in Loecher einkleben und die hinten herausragenden "Draehte" irgendwo entsprechend anschliessen.
Denke mal, bei den hunderten von Hall-Dingern die ich schon verarbeitet habe, weiss ich schon Bescheid und ueber zweihundert habe ich noch liegen - fuer die Herzstueckpolarisierungen an den Peco-Weichen mit Servo-Antrieben. Irgendwo habe ich frueher hier im Forum schon mal Fotos vom Musteraufbau eingestellt.
Auch ist hier in einem Workshop ueber Drehscheiben eine Drehscheibe von Flm in N mit 48 Positionen und Hall-IC´s als Sensoren abgebildet. Funktioniert immer einwandfrei und sicher. Insgesamt gesehen, bei Hall-IC´s bis heute noch keinen Ausfall gehabt und einige sind schon 12 Jahre in Betrieb, wenn auch nicht bei mir.
Uebrigens ist Darisius noch um einiges guenstiger, dort gibt´s auch, (Rubrik Modellbahn), interessante DCC- und Motorola-Format - Dekoder, leider keine SX-Dekoder.
Hallo Karl,
danke für Deinen letzten Bericht. Das wusste ich natürlich nicht dass Du schon ein alter Hase in Sachen Hall-Chips bist. Aber vielleicht kann Winfried von unserem Dialog profitieren.
Es ist schade dass die Sache mit den N-Autos nicht funktioniert; ich bin mit dieser Lösung glücklich, weil man an den Sensoren nach dem Einbau nie mehr etwas machen muss, und die gewünschte Schaltfunktion 100% gewährleistet ist.
Eigentlich gehörten wir mit unseren letzten Beiträgen längst in´s Stammtisch-Forum, die Hall-IC´s haben ja mit WDP direkt nichts zu tun. Auslöser waren seinerzeit Winfrieds Begeisterung und seine Erfahrungen über und mit den Profilen, und da hat er mir viel voraus. Ich bewege mich immer noch in den Niederungen des gemeinen Anlagenbaues.
Hallo Jochen,
um noch einmal auf das Ursprungsthema zurückzukommen - übertrieben ist die von mir skizzierte Lösung garantiert nicht, denn durch die Raumdiagonale erfährt das Signal keine Unterbrechung. Bei Parallelanordnung zur Schienenoberfläche würden Lücken im Rahmen oder je nach Höhe auch Freiräume unter dem Kessel bei Dampfloks zur Aufhebung des Signals führen, ebenso die unvermeidbaren Lücken zwischen den Waggons. Bei vertikaler Anordnung hast Du den Sender bzw. den Empfänger über den Gleisen. Bei Oberleitung könnte man die Komponente als Isolator tarnen. Auf jeden Fall hast Du in der diagonalen Anordnung einen Universalmelder mit dem Du bei der beschriebenen Anordnung auch Strecken überwachen kannst. Das ist auf jeden Fall erforderlich um das Besetztsein des Startkontaktes sicherzustellen!
Hallo Lothar,
rein mathematisch gesehen, hast Du mit der Raumdiagonale recht, und bei der Überwachung langer Strecken ist eine solche Lösung möglicherweise auch angebracht. Das Thema in den vorangegangenen Beiträgen war aber Präzisionsstop am Entkuppelgleis, also auf begrenztem Raum, und da, so denke ich, geht´s ohne Raumdiagonale. Nichts für ungut.
HALLO,
gestern habe ich die Stromfühler von Karlheinz Battermann ausprobiert. Das klappt prima und ist dann einsetzbar, wenn ein "Schleiferfahrzeug" zu detektieren ist. Also zum Abkuppeln eine Alternative zur besseren Positionierung oder auch "Single-Loks" im BW, auf der Drehscheibe usw. Der Stromfühler erkennt bereits die Lok sicher, wenn das Licht aus ist und nur der Dekoder seinen Strom zieht. Man sollte also wenigstens einen Dekoder eingebaut haben!!
Zitat von: Winfried Hoffmann in 29. November 2006, 23:29:39
Hallo WDP`ler,
habe mich nun ziemlich erfolgreich mit Profilen beschäftigt und es ist toll, was da alles geht.
Dennoch: Ich möchte gezielt per Entkupplungsgleis eine Lok abkuppeln. Nun kann man ja schön präzise per Profil die Kupplungen über dem Entkupplungsgleis positionieren. Wie spreche ich nun aber das Entkuppeln an? Wenn ich das Symbol mit der Maus ins Profilfenster für MA ziehen will, geht das nicht!? <img src="/forum/images/graemlins/shocked.gif" alt="" />
Wer kann mir helfen?
Zitat von: Jürgen Gräbner in 30. November 2006, 07:31:08
Hallo Winfried,
die Antwort findest Du im <a href="http://www.windigipet.de/forum/showthreaded.php?Cat=0&Board=Forum_D&Number=43034&page=&view=&sb=5&o=&vc=1" target="_blank">>>hier<<</a> im Beitrag von Markus Herzog
Hallo liebe WDP'ler,
bin Späteinsteiger und würde gerne die Lösung für das Problem unter >>>hier>>> kennenlernen. Beim Anklicken wirft es mich auf die Startseite von WDP zurück.
Wo bzw. wie finde ich den Beitrag?
Da kann mir doch bestimmt jemand helfen.
Besten Dank für die Unterstützung.
Freundliche Grüße aus Heiligenhaus
Martin
Hallo Martin,
da ist wohl ein Link bei der Forumsumstellung nicht korrigiert worden.
Ich zitiere mal die Lösung:
Zitat...allerdings ünterstützt der Automatikbetrieb kein Entkupplungsgleissymbole, sondern man muss den Entkupplungstaster aus der erweiterten Symbolauswahl zusätzlich im Gleisbild mit derselben Adresse wie das Entkupplungsgleis positionieren und diesen dann in der Automatik benutzen.
Die Aussage gilt aber nur bis 9.x. Ab ProX.x ist das geändert worden, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Grüße
Markus
Hallo Markus,
Danke für die prompte Antwort. Das werde ich mal ausprobieren oder upgraden.
Freundlich grüßt
Martin