Seite drucken - Schattenbahnhöfe in Steigungen?

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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Rupert Drexel in 04. Dezember 2006, 16:09:55

Titel: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Rupert Drexel in 04. Dezember 2006, 16:09:55
Liebe Freunde,

empfiehlt es sich, Schattenbahnhöfe in Steigungen zu legen. Ich glaube, dadurch bringt man mehr Züge unter.

Die Steigung sollte nicht mehr wie 2 % betragen, da gewisse Fahrzeuge dann nicht mehr vom Fleck kommen.

Wer kann mir seine Erfahrungen mitteilen.

Vielen Dank.

Grüße
Rupert  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Martin Meese in 04. Dezember 2006, 17:08:12
Hallo,
Wieso bringt man in einer Steigung mehr Züge unter? Betriebstechnisch hast du schon die Nachteile genannt. Also würde ich es auch lassen. Das führt nur zu Frust.  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Martin Balteschwiler in 04. Dezember 2006, 19:56:18
Hallo Rupert,

wenn Du als Steigung einen Gleiswendel meinst, dann könnte es klappen. Ich plane im Moment einen ovalen Gleiswendel und werde diesen dann als Schattenbahnhof "missbrauchen". Er dient mir dann als Puffer zwischen der Anlage und dem richtigen Schattenbahnhof.

Gruss, Martin  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Gian Bott in 04. Dezember 2006, 20:07:43
Hallo Rupert,

Wenn ich an meine Trix-Club 05er Stromliniendampflok denke, würde ich keinen Schattenbahnhof aber auch kein Blocksignal in eine Steigungs- bzw. Gefällsstrecke legen. Diese Lok beginnt wegen der Getriebekonstruktion sofort zu rollen, sobald sie keine Fahrbefehle bzw. Fahrstrom mehr erhält. Sie lässt sich auch wie eine Dummy-Lok problemlos in einem Zug mitziehen.

Wenn Du keine solche Lok besitzt, kannst Du es wagen. Ich würde es aber trotzdem nicht machen.

mit freundlichen Grüssen

Gian  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Michael Helbig in 04. Dezember 2006, 22:58:05
Hallo Rupert,

schau doch mal hier -  ich erwäge genau diese Lösung zu bauen (Gleiswendel als Speicher ca. in der Mitte der Seite)

http://www.modellbahn-bau.de/Gleiswendel.htm

Gruss
Michael  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: xerxes in 04. Dezember 2006, 23:38:25
Hallo Gian,

wie wäre es mit einem digitalisierten Hemmschuh- oder vielleicht  einer Harpuneabschußvorrichtung oder einem Ankerwerfer- Hauptsache Du platzierst irgendwo einen Wal bzw. einen Hydranten auf der Anlage. Nur keine Selbsthemmungen.  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Peter Ploch in 05. Dezember 2006, 00:22:33
Hallo Lothar,

die 05 von Trix und auch die von Märklin kann Dich zur Verzweiflung bringen. Nur für die 05 habe ich eine extra FS erstellt, die die Gefällstrecke vor dem Schattenbahnhof nur dann befahren darf, wenn diese frei ist!!

Ansonsten rate ich dringend von SBhf mit Steigungen bzw. Gefälle, außer einer Wendel, ab.    
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: xerxes in 05. Dezember 2006, 00:26:51
Hallo Peter,

habe viel über diese Missgeburt gelesen. Da lobe ich mir aber meine beiden 05er von Liliput. Laufen sauber und bleiben an Steigungen dank Getriebeselbsthemmung auch zuverlässig stehen. Meine Loks stammen noch aus der glorreichen Vorbachmannzeit.  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Gian Bott in 05. Dezember 2006, 09:17:42
Hallo Lothar,

In Antwort auf:
habe viel über diese Missgeburt gelesen. Da lobe ich mir aber meine beiden 05er von Liliput. Laufen sauber und bleiben an Steigungen dank Getriebeselbsthemmung auch zuverlässig stehen. Meine Loks stammen noch aus der glorreichen Vorbachmannzeit.


Zur Ehrenrettung meiner TRIX 05er muss ich doch erwähnen, dass sie sehr gute Fahreigenschaften hat (dank Maxxon-Motor) und da bei meiner Anlage nur die RhB (H0m) ins Gebirge fahren wird, gibt es bei meiner H0-Flachbahn (könnte bei Euch im Norden liegen ) keine Selbstrolleffekte . Aber für gebirgige H0-Anlagen kann ich mir diese Lok wirklich schlecht vorstellen.

mit freundlichen Grüssen

Gian  
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Ralf Krapp in 05. Dezember 2006, 12:58:20
Hallo,
der Modellbahnclub "Stellwerk" in Offenbach am Main hat vor einiger Zeit einen kleinen Nebenraum mit einer mehrstöckigen und "0"-förmigen Gleiswendel als Schattenbahnhof eingerichtet. Durch zwei Mauerdurchbrüche werden die 2 zweigleisigen Hauptstrecken hindurchgeführt. Auf jeder Ebene befinden sich also 4 Gleise nebeneinander, jeweils zwei in aufsteigender und zwei in absteigender Richtung. Auf der obersten Ebene erfolgt über die Kehre der Wechsel auf die andere Hauptstrecke. Oder anders gesagt: kommt der Zug durch "Loch 1" in der Mauer in die Gleiswendel, dann verläßt er nach Auf- und Abfahrt durch "Loch 2" diesen Schattenbahnhof. Die Züge fahren nicht permanent, sondern nur in die vor ihnen liegenden freien Blöcke. Also halten sie auch schon mal und können die Fahrt erst fortsetzen, wenn der folgende Block frei ist. Der Betrieb läuft sehr sicher und der Durchsatz von Zügen auf der gesamten Anlage konnte durch diesen Schattenbahnhof erheblich gesteigert und abwechslungsreicher gestaltet werden. Die Anlage wird im 2-Leiter-Gleichstromsystem betrieben, eingesetzt sind überwiegend Loks von Fleischmann, Roco, Piko.
Ich selbst würde lieber keinen Schattenbahnhof in einer Steigung vorsehen, es sei denn, man hätte wirklich ausreichend Platz zur Verfügung, um die Steigung möglichst gering zu halten. Michael Helbig hat wohl ausreichend Raum, was man an seinen schönen Anlagenbildern zweifelsfrei erkennen kann. Man könnte neidisch werden.    
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Alexander Speth in 05. Dezember 2006, 19:57:18
Hallo Michael,

ich finde die Seite schon wegen der Brücken besonders interessant
http://www.modellbahn-bau.de/Projekte.html
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Friedel Weber in 06. Dezember 2006, 19:03:29
Hallo Bergsteiger

Aus Platzgründen, um meine "Topografie" überhaupt verwirklichen zuz können, haben meine Schattenbahnhöfe, die obendrein übereinander liegen, 4% Steigung.

Der Vorteil ist ein präziseres Anhalten, weil die Loks aufwärts kürzer ausrollen.
Den Nachteil spürt man, wenn mal durch eine Störung sich ein Zug von der Lok abhängt.....

Mit dem Anfahren hat keine meiner Loks ein Problem, und rückwärts rollt auch keine.

Ein spezieller Vorteil liegt darin, dass ich die Züge auch rückwärts aus dem Schattenbahnhof wieder herausfahren kann. Ich habe da einige Tricks realisiert, da neben 5 Normalgleisen weitere 5 Stumpfgleise liegen.

Fazit:
Wenn man seine Vorstellungen von Höhenunterschieden der verschiedenen Strecken mit einem flachen Schattenbahnhof realisieren kann, ist das wahrscheinlich besser.

Da man jedoch durch eine Steigung im SBHF aber auf einem ganz anderen Niveau heraus kommt als bei der Einfahrt, macht es die Landschaft sicher interessanter.

Dann steigt mal schön
Friedel Weber

Modellbahn Märklin H0, K-Gleis, Tams MC, HSI-88,
2 Booster, Notebook, Centrino 1,7 GHz,
PCMCIA-Doppelschnittstelle, Win-XP SP-2,
Win-Digipet 9.2

www.moba-tipps.de
friedel@moba-tipps.de

   
Titel: Re: Schattenbahnhöfe in Steigungen?
Beitrag von: Rupert Drexel in 07. Dezember 2006, 08:33:40
Liebe Freunde,

vielen Dank für die Empfehlungen. Werde einen Schattenbahnhof ein eine Steigung einbauen und berichte dann vom Ergebnis.

Wird aber nicht mehr vor Weihnachten passieren.

Grüße
Rupert