Hab ich grössere Nachteile wenn ich eine (günstige) gebrauchte Central-Unit/Central Control kauf und während der Bau- und Testphase mit Windigipet betreibe? Die teure und evtl. komplexere Intellibox würd ich dann auf später verschieben. Bin Digital-Anfänger und baue aus Zeitgründen eher langsam, das Datenvolumen der Anlage mit ca. 35 Weichen/150 Meldepunkte/3-4 fahrende Züge ist auch nicht so riesig. Hab die umfangreichen Infos zu ähnlichen Themen im Forum gesehen, Danke trotzdem für Eure Meinung.
Hallo Richard,
die Frage ist, was Du unter größeren Nachteilen verstehst.
Grundsätzlich muß man sagen, dass die "digitale Modellbahn", zumindest was die Hardware angeht (damit meine ich nicht die Loks, sondern Decoder, Centralen, Interface etc.), heute schon ähnliche "Halbwertzeiten" aufweist wie die gesamte IT Branche. An Deiner Stelle würde ich mich auch nicht auf Motorola festlegen, sondern versuchen multiprotocollfähig zu bleiben. Auch ältere Märklinloks sind mit rel. wenig Aufwand DCC fähig umzubauen, was den Laufeigenschaften nur entgegen kommt. Aus diesen Gründen würde ich auf Märklinprodukte älterer Bauart von vornherein verzichten. Ein weiterer Punkt ist die Schnittstelle für das Interface. Ältere Centralen arbeiten mit seriellen Schnittstellen (RS 232) die so ihre Tücken haben, da moderne Computer diese Schnittstellen nicht mehr unterstützen sondern mit USB arbeiten. Es gibt zwar alle möglichen Converter, aber über deren Funktionalität sind hier im Forum schon viele Beiträge geschrieben worden

Aus diesem und noch einem anderen Grund würde ich um die Intellibox einen weiten Bogen machen: Die IB arbeitet über eine serielle Schnittstelle und was noch viel entscheidender ist, sie arbeitet fehlerhaft und das seit vielen Jahren, wobei der Hersteller auf beiden Ohren taub ist (siehe Forumsbeiträge zu dutzenden).
So nun habe ich mich lange genug darüber ausgelassen, was alles nicht gut ist, nun meine Gedanken wozu ich mich entscheiden würde: Eine Tams MC als Centrale (USB, Multiprotocoll, guter Service und arbeitet fehlerfrei, Nachteil: kein Booster on Board, muss aber nicht unbedingt ein Nachteil sein, da man flexibler ist in der Auswahl der Booster) und Booster z.B. v. G. Boll, sehr preiswert ohne unnützes Gehäuse und auf eine Hutschine montierbar, hat den Vorteil, dass man nach und nach, je nach Bedarf Booster anfügen kann, einfach nur anstecken

Von den ganz neuen Centralen würde ich erst einmal die Finger lassen, da man noch nicht absehen kann, wohin die Reise geht.
Ich hoffe meine Überlegungen nützen Dir ein wenig, bei weiteren Fragen kannst Du mich auch gerne anmailen.
Gruß Kurt