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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Dieter Lipka in 15. Oktober 2007, 03:59:34

Titel: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 15. Oktober 2007, 03:59:34
Hallo,
vor ca. 6 Jahren, als ich mit der moba anfing habe ich eine startpackung mit einer 12X (Märklin) gekauft aber mit delta steuerung, leider. Die habe ich vor gut 2 jahren mit einem hochleistungsantrieb und einem fx decoder umbauen lassen.. mit dem ergebnis katastrophaler fahreigenschaften und über die anderen sachen rede ich nicht, habe aber den händler gewechselt.. Nun habe ich mich entschlossen alle loks , sofern machbar auf DCC umzurüsten. Der händler hat seinerzeit einen fx-Decoder eingebaut und zusätzlich den delta-decoder in der lok belassen. Ich bin kein elektroniker aber heute weiß ich warum: Ich habe die lok mit einem DCC-Decoder umgerüstet und sie läuft auch gut nur habe ich die beleuchtungseinheiten zerschossen. Auf der Delta-Platine waren nämlich widerstände und die habe ich natürlich anfänglich übersehen. Nun brauche ich zwei neue beleuchtungs einheiten, ok mein problem aber was für widerstände muß ich einbauen?
Kann mir jemand sagen, wie man diese widerstände berechnet , bzw. welche ich brauche?


Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 15. Oktober 2007, 06:58:39
Hallo Dieter,

ohne Kenntnis der elektrischen Werte des Verbrauchers kann man einen Vorwiderstand nicht berechnen. Außerdem braucht man noch Angaben, wie die Beleuchtungseinheiten aufgbaut sind, also zum Beispiel ob die LED in Reihe oder Parallel geschaltet waren. Auch die Farbe der LED gibt einen Anhaltspunkt.
Ich vermute, es waren 3 in Reihe geschaltete gelbe LED. Da komme ich auf einen Wert von knapp 1KOhm. Auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du zunächst einen Widerstand von 1,8 bzw. 2,2 KOhm verwendest. Wenn die LED dann zu dunkel leuchten, kannst Du immer noch einen 1KOhm einbauen.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 15. Oktober 2007, 09:17:14
Hallo Jürgen,
da widerstände nicht teuer sind, werde ich alle drei werte besorgen , die du aufgelistet hast. Es sind übrigens LED's.
Eine frage noch: Es sind drei kabel ,grau, gelb, und orange als rückleiter. Muß auch der rückleiter mit einem widerstand ausgerüstet werden ?
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 15. Oktober 2007, 09:52:40
Hallo Dieter,

dass es LED sind stand für mich außer Frage. Die Lichtfarbe, weil man dann den Spannungsabfall an der LED annähnernd kennt, wäre intressant. Auch ob die LED in Reihe oder parallel geschaltet sind, beinflusst den Widerstand und damit auch seine notwendige Belastbarkeit.
Ob der Widerstand in der "Hinleitung" oder der "Rückleitung" sitzt spielt eigentlich keine Rolle. Wenn der Widerstand aber in der gemeinsamen "Rückleitung" sitzt und beide Verbraucher gleichzeitig an sind, dann verdoppelt sich der Strom im Widerstand, weswegen er dann auch die doppelte Belastbarkeit ausweisen muß.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Maiky911 in 15. Oktober 2007, 09:59:45
Hallo Jürgen,

ich würde die Widerstände in die einzelnen Hinleiter einbauen, zu einen da gelbe/weiße LED´s andere widerstandswerte brauchen wie die roten, und zum anderen sind es meist drei gelbe/weiße LED`s, aber nur zwei rote. In den gemeinsamen Rückleiter würde ich keinen Widerstand einbauen.
Wichtig wäre jetzt nur zu wissen, ober die LED´s in Reihe oder Paralle geschaltet sind. Bei meinen Steuerwagen mit LED´s waren sie in Reihe geschaltet.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Gian Bott in 15. Oktober 2007, 10:05:34
Hallo,

Für die LED-Vorwiderstandberechnung hat unser Forumsmitglied Karl Berrischen ein kleines Programm geschrieben, das mir die eigene Rechnerei erspart.

Hier nochmals den Link zum Download
http://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=42687.0 (http://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=42687.0)

mit freundlichen Grüssen

Gian

Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 15. Oktober 2007, 12:40:31
Ein freundliches Hallo
an alle die mir ihre ratschläge in sachen widerstände für die beleuchtungseinheit haben zu kommen lassen.
Anbei sind zwei bilder der beleuchtungseinheit. Ich kann als laie nicht feststellen ob eine serien- oder parallelschaltung vorliegt.

(//)
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 15. Oktober 2007, 13:18:39
Hallo Dieter,

welche Lichtfunktionen konnte die Lok denn darstellen? Ich kenne die Lok gar nicht (nicht meine Epoche). Hatte die rotes Schlusslicht? Für mich sieht es eher so aus, als ob die beiden unteren Scheinwerfer einmal separt angesteuert werden. Fernlicht mit eigener LED?
Hatte die Lok gelbe oder weiße LED? Wahrscheinlich gelbe... Ich würde auf keinen Fall neue Beleuchtungsplatinen bestellen. Die LED auf der Platine lassen sich ohne Probleme wechseln, natürlich dann gleich weiße LED verwenden. Gleichzeitig kann man (je nach Decoder) auch eine Schlußbeleuchtung einbauen. Die Widerstände können auf der Platine untergebracht werden, wenn SMD-Bauteile verwendet werden.
Achso, die LED sind in Reihe geschaltet...
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 15. Oktober 2007, 15:02:21
Hallo,
da bin ich wieder.
Ich wollte eine 101 auf DCC umrüsten und siehe da, das gleiche Problem wie bei der 128. Offensichtlich sind auch hier die widerstände auf dem Decoder verbaut, so dass ich vorerst die finger davon gelassen habe, bis ich die widerstände habe. (Muß man smd-widerstände haben oder welchen typ sollich besorgen?)
Bei meiner 140 sieht das anders aus. Dort sind statt LED's glühbirnchen verbaut. Benötigen diese auch widerstände?
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 15. Oktober 2007, 15:30:19
Hallo Dieter,

ob SMD oder nicht, kommt darauf an, ob du in der Lage bist die Platinen so zu ändern, das dort der Widerstand draufgelötet werden kann. Wenn nicht, dann nimm normale Widerstände, die in die Zuleitung gelötet werden. Bei Glühlampen braucht es keinen Widerstand.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Maiky911 in 15. Oktober 2007, 20:43:27
Hallo Dieter,

hatte diese Platiene bei mir in einem Steuerwagen, und darin waren Duo-LED´s verbaut (gelb/rot). Daher verbaue die Wiederstände in den Zuleitungen
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 14. Januar 2008, 14:21:25
An die Experten,
bei meinem Lopi 3 messe ich am weißen Kabel(Licht vorn) 8,2 Volt und für das Rücklicht 7,6 Volt. Kann das sein? Mein Spannungsmesser an der ESU zeigt 17 Volt an.
Nachdem LED Rechner von Karl müßte ich demnach Widerstände von (bei  jeweils 2 LED's in Reihe geschaltet.) von 70 Ohm bzw. 40 Ohm einbauen.
Wenn alle Anschlüße belegt sind könnte ich einen Anschluß doppelt nutzen um z.B einen Führerstand beleuchten? Jeder Ausgang am Lopi 3  ist mit 125 mA belastbar.
Danke für die Schützenhilfe.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 14. Januar 2008, 14:25:44
Hallo nochmal,
und hier noch eine Zusatzfrage : Was für Spezialwerkzeuge benutzt ihr zum löten von SMD LED's. Ich wollte die Bauform
1206 benutzen und falls diese zu groß ist 0603.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Hans-Jürgen Mangelmann in 14. Januar 2008, 15:09:50
Hallo Dieter,

für die 1206 brauchst Du eigentlich nur eine Pinzette zum festhalten.   ;) Für die Größe 0603 wär eine Pinzette und eine Lupenleuchte hilfreich.   ::) Für die Größe 0402 solltest Du langsam an ein Mikroskop denken.  :'(

Für alle drei Größen solltest Du zum Löten einen Lötkolben bis max. 15 Watt einsetzen.  ;D

Gruß aus Berlin  :D

Hans
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 14. Januar 2008, 21:39:41
Hallo Dieter,

Zitatbei meinem Lopi 3 messe ich am weißen Kabel(Licht vorn) 8,2 Volt und für das Rücklicht 7,6 Volt. Kann das sein? Mein Spannungsmesser an der ESU zeigt 17 Volt an.
normale Meßgeräte können nur reine Gleichspannnung oder sinusförmige Wechselspannung korrekt messen. Da der Decoder weder das eine noch das andere ausgibt, rechne mit 18V. Den Strom setze immer etwas niedriger an, als im Datenblatt der LED angegeben. Dann passiert nichts und die LED leuchten dennoch hell genug.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Volker Friedrich in 14. Januar 2008, 23:16:13
Hallo Dieter,


Du solltest immer davon ausgehen, das am Ausgang für Licht vorne und hinten, und an AUX 1 und AUX 2 volle Spannung anliegt! Also so, wie auch Jürgen das schon geschrieben hat. Auch ein Dimmen der Funktionsausgänge bringt da nichts, da der Spitzenstrom bestehen bleibt. Ich gehe dabei von 20 V aus! Wie hoch der Widerstand sein muß, liegt auch daran, was für LED´s Du verwendest. Du fidest unter http://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=42687.0 ein Sofwareprogramm, womit Du den Widerstand berechen kannst. Das stand auch schon irgendwo in einem Beitrag.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 15. Januar 2008, 19:37:01

Hallo und schönen guten Abend,
ich danke euch für euere Beiträge. Ich war einfach unsicher was den Meßwert betraf und so war es ganz gut, daß ich Rat eingeholt habe.
Danke
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dirk Kehl (juniordigital) in 15. Januar 2008, 20:38:57
Hallo an alle Mitstreiter, ;)

wie sieht das eigentlich denn jetzt aus, mir wurde empfohlen zur Berechnung die Spannung vom Booster anzunehmen, jedoch zu berücksichtigen, daß über die GBM´s ein Spannungsabfall von ca. 1,3 V zu berücksichtigen sind, sowie auch ein Spannungsabfall des Decoders auch widerum von ca. 1,3V.

Das sind ja immerhin 2,6V die dann hier in Azug gebracht werden sollten.

Ich bin ja hier kein Elektronik-Spezialist, aber denke das wäre mitunter wichtig für eine ""korrekte"" Berechnung eines entsprechenden Vorwiderstandes!?? :o
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Kalle in 15. Januar 2008, 20:51:59
Hi Dirk,

wenn Du den Widerstand fuer 20 V auslegst und den + LED hinterher bei 17,4 V betreibst, ich glaube nicht, dass Du den Helligkeitsunterschied siehst. Auch die knapp 2 mA weniger schaden erst recht nicht der LED.

Seht bei LED-Berechnungen mit Nennwerten nicht alles sooo eng und lieber den Widerstand ein paar Ohm groesser als zu klein. Auch schadet es der LED nicht wenn statt 20 mA Nennstrom 21 mA fliessen. Die Lebensdauerverkuerzung erleben wir sowieso nicht. Nur sind viele LED´s oft beim Nennstrom zu hell - Abhilfe: Widerstandswert hoeher, dadurch Strom kleiner, dadurch Lebensdauer groesser, dadurch ....... ! 
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Nohabfan (Wolfgang) in 15. Januar 2008, 21:00:33
Hallo Karl,
wie immer sehr informativ in kurzen Worten!  ;)
Und verständlich für die vielen Elektronik Laien wie ich auch einer bin!  :-[

Gruß und Dank
Wolfgang
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dieter Lipka in 15. Januar 2008, 21:44:17
Hallo zusammen,
was habt ihr denn für Spezialwerkzeuge zum löten der SMD-LED's eingesetzt? Ich will die Bauform 1206 oder nötigen falls 0603 einsetzen und mir graut ein bißchen davor, weil die Dinger so winzig sind und ich kein Lötprofi bin.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dr. Jürgen Martin in 15. Januar 2008, 21:55:24
Hallo Dieter,
Zitatwas habt ihr denn für Spezialwerkzeuge zum löten der SMD-LED's eingesetzt
Hans-Jürgen Mangelmann hat in diesem Thread weiter unten das benötigte Werkzeug beschrieben.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Dirk Kehl (juniordigital) in 15. Januar 2008, 22:52:56
Hallo Jürgen,

ich verwende zum SMD-Löten meine Lötstation.

Ich gehe dann wie folgt vor:

Zuerst einmal einen Lötpunkt an die entspr.Stelle setzen, wo die LED hin soll, dann nehme ich die LED mit einer Pinzette in die eine Hand, und den Lötkolben in die andere. Setze die LED mit dem Kontakt auf die Lötstelle und drücke sie leicht an während ich mit dem Lötkolben dann den Lötzinn erwärme. Wenn der Zinn flüssig wird, direkt weg und die LED festhalten bis die Lötstelle wieder abgekühlt ist. Dann erwärme ich an der anderen Kontaktstelle (nicht direkt an der LED) einen Punkt und führe Lötzinn bei, so dass dieser an die LED heranläuft.
Habe bis jetzt noch keine LED´s verbraten! Vielleicht auch ANFÄNGERGLÜCK! ;) ;D 8)

Probier es einfach mal aus, so zu sagen TRAU DICH, vielleicht erst einmal ein Versuch auf einer sep. Platine.
Hatte auch überlegt ob ich evtl einen SMD Lötkolben benötige, aber nicht wirklich.
Titel: Re: Widerstand
Beitrag von: Gian Bott in 16. Januar 2008, 08:50:14
Hallo Dirk,

Zitat von: juniordigital in 15. Januar 2008, 22:52:56
ich verwende zum SMD-Löten meine Lötstation.

Ich gehe dann wie folgt vor:

Zuerst einmal einen Lötpunkt an die entspr.Stelle setzen, wo die LED hin soll, dann nehme ich die LED mit einer Pinzette in die eine Hand, und den Lötkolben in die andere. Setze die LED mit dem Kontakt auf die Lötstelle und drücke sie leicht an während ich mit dem Lötkolben dann den Lötzinn erwärme. Wenn der Zinn flüssig wird, direkt weg und die LED festhalten bis die Lötstelle wieder abgekühlt ist. Dann erwärme ich an der anderen Kontaktstelle (nicht direkt an der LED) einen Punkt und führe Lötzinn bei, so dass dieser an die LED heranläuft.
Habe bis jetzt noch keine LED´s verbraten! Vielleicht auch ANFÄNGERGLÜCK! ;) ;D 8)
Schade kam Dein Bericht nicht schon letzte Woche :(. Ich habe am Samstag zwei Beleuchtungsleistenbausätze für Wagen mit SMD Bauteilen (Gleichrichter, Widerstände und LED's) zusammengelötet. Nach Versuchen mit ankleben der Bauteile mittels etwas Sekundenkleber (vor dem Löten) bin auch ich auf die von Dir beschriebene Lösung gekommen. Einfach und schnell und ohne Verlust bei LED's und Widerständen. Gelötet wie immer mit Lötstation und 400°C.

Zitat von: juniordigitalProbier es einfach mal aus, so zu sagen TRAU DICH, vielleicht erst einmal ein Versuch auf einer sep. Platine.
"Probieren geht über Studieren". Nur mit Probieren gibt es eigene Erfahrungen und Übung. Löten ist einfacher, als man glaubt. Gut, ich löte Bausätze usw. seit 40 Jahren ohne spez. Ausbildung und bisher immer ohne Verluste an Bauteilen. Aber am letzten Samstag lötete ich das erste Mal reine SMD-Bausätze - ebenfalls einfacher als ich gedacht habe. Gelötet habe ich aber, wie immer seit etwa 15 Jahren, unter der Tisch-Lampenlupe und mit der Aktivkohlen-Luftfilterung dahinter (in der Nase schätze ich Lötdämpfe nicht).

mit freundlichen Grüssen

Gian