Hallo Kollegen,
ich bin gerade dabei meine S-88 Rückmelder an das HSI-USB anzuschließen. Da ich sehr große Leitungslängen (je 7-12m) zwischen den Bauteilen überbrücken muss, habe ich dazwischen Datenleitungen LIYCY verlegt. Die Datenleitung hat zusätzlich ein CU-Abschrimgeflecht. Ich möchte deshalb diesen Schirm anschließen, deshalb folgende Fragen:
- bringt das etwas, um eventuelle Störeinflüsse zu minimieren
- wenn ja, wo schließe ich den Schirmanschluss korrekt an
- wenn ja, was wird empfohlen, einseitiger oder beidseitiger Schirmanschluss
Vielleicht weiß jemand Rat.
Im Voraus besten Dank
Michael
Hallo,
Die Schirmung bringt etwas. Der Anschluss muss einseitig erfolgen.
Hallo Michael,
welche Seite Du von der Abschirmung anschließt, oder ob beide Seiten oder nur eine Seite, das ist egal.
Die Abschirmung schließt Du an die digitale Masse an.
Es ist gernerell besser, wenn die Schirmung nur an einer Seite an Masse gelegt wird. Wird der Schirm beidseitig angelegt, kann die Möglichkeit bestehen, dass ein Ausgleichsstrom über die Schirmung von einem Massepunkt zum anderem fliessen kann.
Aber darüber gibt es so viele Ansichten wie ...........
Gruss Urs
Hallo Urs,
Zitat von: Urs Eggli in 18. Oktober 2007, 20:01:37
Es ist gernerell besser, wenn die Schirmung nur an einer Seite an Masse gelegt wird. Wird der Schirm beidseitig angelegt, kann die Möglichkeit bestehen, dass ein Ausgleichsstrom über die Schirmung von einem Massepunkt zum anderem fliessen kann.
Da MOBA-BUS-Signale auch etwas mit Frequenzen zu tun haben kann ich Deine Beschreibung nur bestätigen. Lange bevor ich mich wieder mit der MOBA befasste, habe ich Live-Tonbandaufnahmen gemacht (1968 noch mit Telefunken-Spulentonbandgerät, heute mit DAT), z.T. mit bis zu 50m' langen Mikrofonkabeln. Wichtig war dabei, die Kabelabschirmung nur einseitig (beim Tonbandgerät) anzuschliessen, damit keine "Brummer" und Radiosignale auf die Aufnahme gelangten. Viele Störungen in Systembussen haben gleiche Ursachen, nur hört man das nicht so gut wie auf Tonaufnahmen ;) - man sieht es nur, wenn etwas nicht so tut wie es sollte.
mit freundlichen Grüssen
Gian
Hallo Michael,
die Leitungswege vom Gleis zum Decoder sind wohl nicht so problematisch, auch bei einer Länge von bis zu 12 m. Probleme können bei der Verlegung des Buskabels auftreten und zwar wenn Stromkabel parallel liegen.
Aber dieses Thema haben wir hier im Forum schon sehr oft behandelt. Bemühe doch mal mit der Suchfunktion, dabei wirst du eine Menge von Beiträgen finden.
Was ist eigentlich sinnvoller?
Die Rückmeldemodule auf der Anlage verteilt anzuordnen ( weniger Verkabelungsaufwand) oder die Module an einem zentralen Punkt, nahe dem PC anzuordnen (keine langen Busleitungen).
Gruss Urs
Hallo Urs
Zitat von: Urs Eggli in 19. Oktober 2007, 06:57:47
Was ist eigentlich sinnvoller?
Die Rückmeldemodule auf der Anlage verteilt anzuordnen ( weniger Verkabelungsaufwand) oder die Module an einem zentralen Punkt, nahe dem PC anzuordnen (keine langen Busleitungen).
Bei einer kleinen Anlage ist es sicher sinnvoll, die Module zentral anzuordnen, denn da hat man sowieso kurze Kabelwege.
Bei einer grösseren Anlage würde ich die Module dezentral anlegen, sonst bekommt man rechte Bünde an Kabeln, was eigentlich nicht der Sinn des Rückmeldebus ist.
Auch bei meiner Anlage, welche ich eher zu den Kleineren (3.40m x 1.65m) zähle, habe ich die Module dezentral angeordnet. Die BUS-Kabel von einem zum nächsten Modul sind verdrillt und mit Abstand gegen stromführende Kabel verlegt, so habe ich absolut keine Probleme mit dem S-88.
Freundliche Grüsse aus Zürich
Hermann
Hallo Urs,
meine Anlage in L-Form hat Schenkellängen von 6,5 m x 6,5 m. Ich habe die s88-Module mit ihrem HSI an einer Stelle, die nicht einmal zentral liegt, beim PC untergebracht. Damit ergeben sich kurze Bus-, dafür aber lange Meldeleitungen (bis 12 m). Letztere habe ich vorsichtshalber in separaten Kabelkänälen mit Abstand zu den anderen Ringleitungen (Booster, Schaltspannung, Beleuchtung) geführt. Damit habe ich nie Probleme gehabt.
Hallo Michael,
ich empfehle die Module zentral anzuordnen. Dabei können die Standard Buskabel verwendet werden. Wenn es für bestimmte Abschnitte Masseprobleme gibt, kannst Du hier einfach Dioden gegen Masse direkt auf die RM Leitungen legen. Für die RM Leitungen empfehle ich Telefonkabel, die es in fast jeder Adernanzahl gibt zu verwenden und den statischen Schirm gegen Masse zu schalten. Die Kabel lassen sich dann Bündeln, ohne das es Übersprechen gibt. Abstände zu adern Leitungen spielen keine Rolle. Die Leitungslänge spielt keine Rolle.
Gruß aus Dortmund
Hallo Kollegen,
Danke für die vielen Antworten.
Meine S-88 Module habe ich bereits schwerpunktmäßig eingebaut. Ich habe 3 Standorte zu denen ich halt längere Buskabel brauche. Deshalb möchte ich diese Leitung zusätzlich schirmen.
"Die Schirmung schließt Du an der digitalen Masse an" Was ist genau damit gemeint?
- der Masseanschluss am Rückmeldemodul
- der Masseausgang (braun) aus dem Booster- bzw. 6021-Ausgang
- Masseanschluss am Busstecker vom 6051 / DiCo
mfg
Michael
Hallo Michael,
die (braunen Anschlüsse) der Trafos miteinander verbinden, dass ist die Masse.