Hallo Stammtischler und Elektrospezialisten,
habe hier im Forum schon einiges gelesen über Kabelquerschnitte.
Es gibt ja viele Ansichten und Meinungen.
Nun meine Fragen um einen Tipp von euch.
1. Ein größerer Querschnitt als 0,14 mm/2 ist besser, evtl. 0,75mm/2 ????
2. Ist eine Abschirmung notwendig ????
3. Können mehrere Rückmeldeleitungen ohne Probleme, z.B. in einem Kabelkanal, zum s88 Decoder geführt werden???
Bei der weitesten Entfernung wären es bei mir rund 7 Meter Kabel vom Gleiskontakt zum s88 Decoder.
Für euere Tipps und Erfahrungen besten Dank im Voraus.
Viele Grüße aus Stuttgart
Peter.
Hallo Peter,
vor diesem Problem stehe ich auch gerade.
Die Mehrheit (zumindest das, was ich im Netz gelesen habe) hat bisher für die Rückmeldeleitungen (auch bei langen Strecken) 0,14mm eingesetzt.
Ich werde mich wahrscheinlich auch für die 0,14er entscheiden.
...es sei denn, es gibt hier andere Meinungen...
Gruß René
Hallo Peter,
Es kommt auf die Art der Besetztmeldung an, ob der 0,14mm2 Querschnitt reicht oder nicht.
Bei normaler Märklinverdrahtung fliessen nur geringe Ströme über die Drähte, d.h. es wird nur der Zustand des "Schalters", gebildet durch die nicht isolierten Achsen, gemeldet.
Bei Verdrahtung mit Auswertung eines Stromverbrauchers (Motor, Widerstand, Beleuchtung, feuchter Finger ;)) fliesst jedoch der ganze Fahrstrom durch die Besetztmelder und Kabel. Das ist bei allen nicht Pukogleisen so, aber es gibt auch Pukofahrer, die die Meldungen so realisieren. Da sollte man mindestens 0,75 mm2 nehmen, ich verwende 1,0 - 2,5 mm2 Kabel, je nach Kabellänge (z.B. für die Zuleitung vom Booster zu den ersten GBM's verwende ich für beide Pole 2,5 mm2 Lautsprecherkabel, da gerade vorrätig).
Diese Kabel sind bei beiden Arten unproblematisch und können zu Kabelbäumen gebunden werden (jedenfalls bei meinem System ist es so), aber auch bei meinen seinerzeitigen S88 Meldern mit Stromfühler war das kein Problem. Auch bei Märklin sollte das kein Problem sein.
Anders bei den BUS-Kabeln. Diese sollten ganz kurz sein bei den Flachbandkabeln, bei längeren Kabeln sollten sie abgeschirmt sein. Ebenfalls sollte die Abschirmung nur auf der "Zentralenseite" geerdet sein. Eine gewisse Distanz zu anderen Kabeln sollte auch eingehalten werden. Das gilt eigentlich mehr oder weniger für alle BUS-Systeme.
mit freundlichen Grüssen
Gian
Hallo Peter,
Im Märklin System hat man ja keine stromführenden Rückmelder. Oder besser ausgedrückt: durch die s88 Rückmeldeleitungen wird ja nicht die Lokleistung übertragen (kein Stromfühlersystem) dadurch ist der Strom durch diese Leitungen sehr klein. Deshalb reichen 0.14mm2 völlig aus. Auch bei längeren Leitungen.
Anders natürlich beim Zweileitersystem, wo man mittels Stromfühler schaut, ob ein Gleis belegt ist. Da muss dann der gesamte Strom durch das Modul. In diesem Falle sollte der Querschnitt entsprechend der Leistung und der Leitungslänge ausgelegt werden.
Hallo,
ich habe 0,75mm2 Litze genommen, wobei die Gleisanschlüsse mit kurzen 0,14mm2 an den Verbindungslaschen angelötet wurden. Diese Kabel laufen Bündelweise in Kabelkanälen 3x3 cm voll ohne Schwierigkeiten. Weichenkabel (Märklin=blau)stören nicht.
Stromführende Kabel habe ich soweit als möglich mit Abstand in einen extra Kabelkanal gelegt.
Viel Spass beim Verlegen
Viele Grüße aus dem Dillkreis.
Dr.J.Schmidt
Hallo euch allen,
danke für die Tipps, werde dann wohl das 0,75er verlegen, beim 0,14er gebe es halt keinen so dicken
Kabelstrang. Dafür aber mehr Sicherheit bei 0,75 mm/2.
Grüße Peter.
Hallo Peter,
da Du auf Märklin K-Gleisen fahren willst, brauchst Du keine Stromfühler, sondern nur die S88-Rückmeldedecoder.
Diese solltest Du zentral in der Nähe der Zentrale anordnen. Die Kabel vom Gleis zum Rückmeldedecoder verlege ich immer mit den verdrillten Telefonkabeln in der entsprechenden Kabelzahl (8, 16, 48, 96 Adern). Diese Kabel sollten nicht parallel zu sonstigen stromführenden Leitungen verlegt werden. Benutzt Du Einzelkabel, so reichen 0,14qmm vollkommen aus.
Hallo Karlheinz,
danke für denTipp mit dem Telefonkabel, das ist eine gute Idee, vor allen Dingen bei der Verlegung (ist schon in einem Strang).
Grüße Peter.
Hallo zusammen,
wenn es noch besser sein soll und Du weniger Einzelstränge ziehen willst dann empfehle ich ein Druckerkabel. Da sind innenliegend 24 verschieden farbige Kabel. Für Rückmeldungen reichen die allemal aus. Und wenn man die Stecker noch dran lässt kann man die Anlage immer wieder leicht auseinanderbauen, insbesondere in Modulbauweise.
Viele Grüße :)
Hoi Peter
Für deinen Gebrauch reichen ganz sicher 0.14er Kabel. Ich würd aber von anfang an die Diodenvariante wie in der Homepage von Litfinski beschrieben ist mit einbauen. Damit hast DU ganz sicher keine probleme mit Induktion in den langen Kabelsträngen.
Hallo WDP Kollegen,
ich habe mich jetzt den ganzen morgen durch die Berichte zu den Kabelquerschnitten gewühlt. Habe ber nicht so richtig eine Aussage bezüglich der Verbindung von dem RMK zu dem RMM gefunden. Meine RMM sind nahe den RMK angeordent. Jedoch besteht durch meine bauweise doch die Notwendigkeit, dass ich bis zu einem Meter vom Kontakt zum Modul überbrücken muss. Daher lasst mich bitte noch einmal eine Frage stellen. Ist es ausreichend hier Kabel mit einem Querschnitt vom 0,14mm2 zu verwenden?
Hallo Uwe,
die 0.14 ² sollten bei so kurzen Strecken ausreichend sein. (stromführende Leitungen)
Bei Leitungen über 2 m sollte der Querschnitt etwas größer sein.
;D ;D ;D
Hallo Uwe,
Zitat von: Uwe Vorndran in 28. September 2008, 11:40:11
Ist es ausreichend hier Kabel mit einem Querschnitt vom 0,14mm2 zu verwenden?
Ja, Bei mir sind auch Längen bis 10 m mit 0,14² verlegt und die Rückmeldung funktionier ohne Probleme.
Grüße aus Hamburg
Torsten Junge (http://alice-dsl.net/torstenjunge/images/smi/13.gif)
Hallo Uwe,
auch ich habe Längen von bis zu 10 Meter mit Kabel 0,14² und damit keine Probleme. Aber hierbei handelt es sich, wie bei Torsten, um die Rückmeldungen gegen Masse. Aber Du benutzt das 2-Leitergleis und benötigst ja Gleisbesetztmelder. Müssen hier nicht die Querschnitte größer sein, weil hier der gesamte Digitalstrom oder Spannung durchfließt? Als Wechselstromer bin ich mir natürlich nicht ganz sicher, meine es aber mal gelesen zu haben.
Hallo Uwe
ich habe Kabel mit 0,75 mm² als Leitung zwischen RMM und Schiene. Da fließt dann genug D.-Strom durch besonders auch bei längeren RM-Strecken.
Kurz vor dem Gleis, die letzten 10 cm verjünge ich auf einen starren Draht aus den Kabelsträngen von Datenkabel oder dgl. um den Lötpunkt an der Schiene möglichst unauffällig zu halten.
Hallo Uwe,
natürlich kann (sollte) man nicht eine Länge von 10m (wie hier genannt wurde) mit 0,14mm² verlegen. Der Spannungsabfall auf diesem Kabel bei 3A liegt bei fast 4V damit ist ein brauchbarer Modellbahnbetrieb nicht möglich und auch gefährlich, weil der Booster einen Kurzschluß nicht mehr erkennen kann und auch nicht abschaltet.
Warum habe ich mit 3A gerechnet? Weil das die maximale Last eines Rückmeldedecoders (zum Beispiel Viessman) ist pro Ausgang ist.
Wenn der Kabelweg kürzer ist, ist auch der Widerstand geringer. Bei einem Meter fällt noch etwa 0,4 Volt an dem Kabel ab und dies dürfte sich nicht gravierend bemerkbar machen. Aber länger als 1-2 Meter würde ich diese Kabel nicht verlegen. Bei grösseren Entfernungen bis 10m 0,5mm² oder bis 15m 0,75². Diese Kabel haben im genannten Bereich einen Spannungsabfall von maximal einem Volt.
Vielen Dank an alle Moba Kollegen.
Ich habe jetzt vertanden, dass ich einen 0,14mm2 Querschnitt bei einem 2-Leiter nur für kurz Strecken bis öchstens einem Meter nehmen kann. Auch ist klar rübergekommen, dass ein größerer Querschnitt den Datenverlust minimiert. Ich werde jetzt für die etwas längeren Strecken 0,25mm2 nehmen und nur die kurzen mit 0,14mm2 anbinden.
Vielen Dank nochmals an alle.
Hallo Uwe
Vergiss alles bisher genannte, wenn du tatsächlich einen 10A Booster einsetzt, der keine interne Stromreduzierung hat.
Dann muß nämlich die Leitung den vollen Boosterstrom aushalten. 0,14mm² würde bei 10A zu einem "Sauschwänzchen" werden.
Ich kenne den Booster der in deiner Signatur angegeben ist nicht.
Hallo Uwe,
ich denke der Schapels-Booster ist in 4 Leistungseinheiten von je 2,5 Ampere unterteilt, so daß keine 10 Ampere an der Schiene anliegen.
Dennoch empfehle ich Dir, daß Du wie schon ein Vorredner beschrieben, mit möglichst großen Leitungsquerschnitten arbeitets.
Ich löte bei meiner Anlage auch 1 mm2 Kabel direkt an die Schiene, um möglichst wenig Leistungsverlust zu haben.
Gruß
Rupert
Zitat von: Gerd Boll in 29. September 2008, 12:26:14
Hallo Uwe
Vergiss alles bisher genannte, wenn du tatsächlich einen 10A Booster einsetzt, der keine interne Stromreduzierung hat.
Dann muß nämlich die Leitung den vollen Boosterstrom aushalten. 0,14mm² würde bei 10A zu einem "Sauschwänzchen" werden.
Ich kenne den Booster der in deiner Signatur angegeben ist nicht.
Hallo Gerd,
mein Profil war da nicht ganz aussagekräftig. Bei dem Power 10 von Schapals handelt es sich um einen Booster mit 5 Audgängen a 2A. Ich habe mein Profil mittlerweile geändert.
Hallo Uwe
:D Dann hast du auch mit 0,14mm² / 0,25mm² keine Probleme.
Vielen dank Gerd.