Liebe Experten,
ich bin beim Baubeginn (Gleis und Weichenverlegung/inklusive Umbau auf rückmeldefähige Weichen) meiner beiden Schattenbahnhöfe, Schattenbahnhof 1 mit 3 Gleisen + SBH 2 mit 6 Gleisen.
Um die Strombelastung (Booster 6015/6017) nicht zu groß werden zu lassen, möchte ich jedes SBH - Gleis mit einem K 84 - Decoder oder einem ausrangierten Signal (Spulenantrieb + K 83 Decoder/Eigenbau), stromlos schalten über die ganzen Gleisabschnitte.
d. h. jeder Gleisabschnitt besteht aus Stoppkontaktstrecke,Bremskontaktstrecke,Streckenkontaktstrecken
(SBH Gleis 1 a = 189 cm) + (SBH Gleis 1 b = 105 cm) Platz für einen Langzug SBH Gl 1 = 294 cm)
Beim GL 1 a sind es 5 Kontaktstrecken = 189 cm > beim GL 1 b sind es ebenfalls 5 Kontaktstrecken = 105 cm, wobei der
letzte Kontakt ein Sicherheitskontakt ist, der frei gemeldet werden muß, wenn der Zug daran vorbeigefahren ist, damit kein Wagen in die Einfahrweichenstrasse ragen kann.
Nach diesem Schema sind alle 6 Schattenbahnhofsgleise geplant, wobei das kürzeste Gleis auch als Umfahrgleis genutzt
werden soll.
Da die SBH Gleise ca. 3 Meter lang sind, habe ich im letzten Drittel des Gleise noch ein virtuelles Signal eingeplant, um hier einen Kurz-Zug zu parken.
In Zukunft werde ich nach und nach die Beleuchtungen auf LED umrüsten.
Da die Ausfahrweichen ebenfalls von WDP gestellt werden und diese alle rückmeldefähig sind, will ich diesen Kontakt
als Sicherheitskontakt (Nothalt. oder Stoppkontakt??) in die Fahrstrassen eintragen.
Was meinen die Experten denn???
Kann ich mir die Stromlos-Schaltung sparen oder sollte ich diese als zusätzliche Sicherheit doch einbauen??
Auf rege Antworten freue ich mich und gehe jetzt mit meinem Hund in der Sonne spazieren!
Euer Alexander
Hallo Alexander,
abschaltbare Gleise brauchst Du nicht für WDP.
Licht abschalten etc. kann auch WDP.
Würde aber für den SBF Bereich, wenn er groß ist, einen eigenen Booster vorsehen.
Grüße
Stefan
Hallo Alexander,
wie schon gesagt, abschaltbare Abschnitte braucht man nicht mehr zwingend in WDP, aber sie können noch so einiges bringen. Zum einen den gesamten Zug stromlos schalten, ohne Profile zu benötigen, zum anderen bei der Fehlersuche nach einem Kurzschluß, oder auch als Sicherheitsaspekt.
Letzteres habe ich realisiert. Hinter dem Stoppkontakt liegt noch ein kurzer Sicherheitskontakt. Sollte der Zug über den Stoppkontakt hinausfahren (denke an den Thread "Lok fährt unkontrolliert los) ohne das das Ausfahrsignal auf Hp1 steht, wird der gesamte Schattenbahnhof abgeschaltet. Die Überwachung erfolgt mittels Stellwerker. Ich habe mir aber nicht die Mühe gemacht jedes einzelne Gleis abzuschalten. Allerdings konnte ich dann auch keinen K84 mehr nehmen, sondern ein Relais mit 3A Schaltbelastbarkeit. Allerdings hat die Schaltung noch nie angesprochen, außer bei Tests :D
Hallo Alexander,
man braucht es nicht; ich habe es aber dennoch so gemacht, wie du es planst. Es hat auch manche Vorteile:
- Bei falscher Weichenstellung und Einfahrt in ein besetztes Gleis kommt es nicht zum Crash.
- Abschalten der Wagenbeleuchtung erfolgt zwangsläufig; soll WDP es machen, braucht man einen Funktiondecoder.
- Für Messungen, z.B. Suchen von Kurzschlüssen, ist es ganz praktisch, wenn Züge auf abgeschalteten Gleisen stehen.
- Letzteres gilt auch für Decoder-Programmierungen. Weil das Motorola-System kein Programmiergleis kennt, darf ja nur die betroffene Lok auf dem Gleis stehen. (Das spricht auch dafür, alle Booster-Einspeisungsbereiche abschaltbar zu machen; hier reichen einfache Kippschalter.)
PS: Da ist Jürgen schneller gewesen.
Bernd, Jürgen,
habt Ihr es denn je schon mal gebraucht? Die Logik kann ich nachvollziehen, allerdings ist der Aufwand und die Kosten für den doppelten Boden schon sehr groß.
Falls es am Stomverbrauch liegt ist ein extra Booster billiger zu realisieren.
Wie gesagt, die el. Logik verstehe ich ganz gut. Obwohl auch ein E-Techniker bin, habe ich bei mir bewußt darauf verzichtet und das auch obwohl mein SBF keine rückmeldefähigen Weichen hat und die Weichenstrasse mit 6 Weichen sehr lange ist. Bisher hatte ich keine Probleme. Sollte ich mich jedoch unsicher fühlen würde ich wohl eher einen Sicherungs RMK in WDP einbauen.
Grüße
Stefan
Hallo,
auch ich habe es so wie Bernd Sorgenfrei beschrieben hat. Das kam aber eher aus "historischen" Gründen bei früheren WDP-Versionen.
Es hat den Vorteil, dass bei falscher Weichenstellung der Zug in ein abgeschaltetes Gleis fährt.
Dies hat mir schon so manchen Crash erspart.
Mit der Kontrolle, ob der letzte Kontakt , der direkt nach der Weichenstrasse, auch frei ist in den Stellbedingungen habe ich sehr schlechte Erfahrungen.
Wenn dort ein abgehängter Wagen stehen bleibt, dann rauscht der Zug durch den Schattenbahnhof, da die Bedingung zum Stopp ja nicht erfüllt wird.
Ich habe diese "Freibedingung" wieder entfernt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr.J.Schmidt
Hallo Stefan,
Zitat
habt Ihr es denn je schon mal gebraucht? Die Logik kann ich nachvollziehen, allerdings ist der Aufwand und die Kosten für den doppelten Boden schon sehr groß.
hatte ich doch geschrieben, im Betrieb hat die Schaltung noch nicht angesprochen. Und was den Aufwand betrifft: 3 Euro für ein Relais, 1/4 Weichendecoder, und 10 Minuten Arbeit....
Hallo Stefan,
hallo Jürgen,
hallo Bernd,
hallo Dr.J.Schmidt,
herzlichen Dank für Eure Antworten, :D
Der Hintergrund für meine Frage ist......ich habe noch etliche Märklin - Signale ( Licht- und Flügel), die aber aus optischen Gründen beim Neubau der Anlage im sichtbaren Bereich nicht mehr eingebaut werden. Die Magnetspulen
arbeiten aber noch einwandfrei, so dass ich auf die Idee kam, diese als UFS (Universal-Fernschalter) mit angelötetem
1,5 Kilo-Ohm Widerstand (damit meine Alt-Decoder ihr Gedächtnis nicht verlieren :D) für die abschaltbaren Gleisabschnitte ( je SBH Gleis > 2 UFS ) zu verwenden. Dann fließt auch keine so hohe Last, da immer nur maximal
eine Lokomotive mit Wägen (nicht alle sind beleuchtet) abgeschaltet wird. Auch wird ein kompletter Gleisabschnitt
z.B. SBH GL 1 a = 189 cm = 10 Gleisstücke komplett vom Digitalnetz getrennt. Würde hier ein Langzug durchfahren,
so wäre bei Anprechen des Stoppkontaktes im GL 1 a auch noch der Stoppkontakt im Gleis 1 b als Besetzt gemeldet,
dann solllten mit dem Stellwerkswärter beide Signale dieses Gleises ( 1 a + 1 b) zusammen abgeschaltet werden! :)
Die erste Mittel-Leiter-Trennung erfolgt also unmittelbar an der Ausfahr-Weiche und die zweite Trennung vor dem Stopp-
Kontaktgleis ( 2 Gleise = 36 cm) des SBH GL 1 b! Die letzte Trennung für das Gleis 1 b erfolgt vor dem Sicherheitskontaktgleis.
Den Tipp von Bernd ( jeden Booster-Abschnitt) einzeln trennen zu können, werde ich mit entweder mit 2 - poligen Kipp-
Schaltern oder einem passenden Relais realisieren! >....Früher hatte ich Steck-Kupplungen aus dem Modellbaubereich
mit 4 mm Querschnitt eingesetzt > da ich eine Zeitlang Fremdgegangen bin, was die Modellbahn betrifft und einige ferngesteuerte Schiffsmodelle gebaut habe, die einen Akkusatz 12 V (10 Zellen/ 2.000 mAh) in 5 Minuten bei Vollast
leer gefahren haben ;D (Da flossen bei Blockade der Schiffsschraube ganz andere Ströme in der Spitze als hier bei der
Modellbahn! ;)
Die Lösung von Jürgen nur ein Relais ( reichen auch 2 Ampere?) für den gesamten Schattenbahnhofsbereich, wäre natürlich
viel einfacher zu realisieren, so dass ich beide Schattenbahnhöfe (SBH 1 = 2 SBH-Gleise + 1 Durchfahrtgleis)
(SBH 2 = 5 SBH Gleise + 1 Durchfahrtgleis) mit je einem Relais bzw. K 84 mit 2 Ampere Belastung pro Ausgang
nur für den Notfall betreiben könnte!
Ich werde in mich gehen und Euch berichten zu welcher Entscheidung ich mich durchgerungen habe.
Nochmals vielen Dank für Eure interessanten und guten Tipps!
Euer Alexander
Hallo Zusammen
Meine persönliche Erfahrung:
1. Stromlose Gleise sind nicht notwendig.
2. Ebenfalls ein eigener Booster für den Schattenbahnhof ist nicht notwendig, da ich z. Bsp. fast 40 Züge habe mit nur zwei Boostern ohne alle Probleme. Ich habe den starken Eindruck, dass man sehr viele Booster (und Geld) sparen könnte.
3. Ein mechanischer Schalter, um die einzelnen Gleise bei einem Kurzschluss abschalten zu können, ist schon sinnvoll. Man kann dann den Schattenbahnhof leer fahren, wenn man anders nicht an den entgleisten Zug heran kommt.
4. Die Unfälle, mit falschen Weichenstellungen habe ich anders "in den Griff bekommen". Sie dazu:
http://www.moba-tipps.de/steuerung.html#Unfaelle
oder die Sammlung "Tipps&Tricks". Die Ausarbeitung habe ich gerade aktualisiert.
Es klingt vermessen, aber seit ich nun ein Jahr lang meine diversen "Unfälle-Vermeidungs-Schaltungen" verfeinert habe, habe ich wirklich keine Unfälle mehr auf der Bahn trotz lebhaftem Betrieb.
Viele Grüße
Friedel Weber
Hallo Freunde,
Ein Funktionsdecoder kostet € 19,-- und erfüllt wunderbare Dinge. Es gibt nichts "Schöneres" wenn der Zug aus dem Schattenbahnhof bereitgestellt wird und nach kurz vor der Ansage zum Einsteigen geht das Licht in den Wagons an.
Gruß Rolf Lauks
Hallo alle zusammen,
ich hatte auch vor die Schattenbahnhöfe stromlos zu schalten. Aber wie macht Ihr das mit der Gleisbelegtmeldung? Das wird, glaube ich bei Zweileiter und Stromsensor etwas schwierig?
Hallo Winfried
Dies dürfte gar kein Problem sein.
Du fügst ein kurzes Gleisstück, das rückgemeldet wird, an der Stelle ein wo der Zug stehenbleiben soll. Diese Stück schaltet dann einen K84 Schaltdecoder über einen Schalter, auf Rot. Wenn der Zug dann wieder los fahren soll, so wird der Schalter in der Fahrstrassenaufzeichnung wieder auf Grün gesetzt und das Gleis hat wieder Strom.
So habe ich es auch in einem Testabstellgleis gemacht.
Siehe dazu den kleinen Film
Hallo zusammen,
weiss eigentlich jemand ungefähr, wieviel Strom eine abgestellte Lok (nur ganz grob, es sind ja alle verschieden ) im Digitalsystem braucht ? Wenn alle Funktionen ausgeschaltet sind, sollte ja nur der Decoder etwas verbrauchen, schätze mal so 20-40mA, oder ?
Gruessle aus dem leider verregneten Heidelberg :-X
Hallo Oliver,
ja, da gab es mal eine Messung. Schau mal hier (http://www.windigipet.de/files/stromaufnahme_und_boosterwahl1.pdf).
Hallo Stefan,
vielen Dank. Werde mich mal selber ans Messen machen, denn ich denke da gibt es zwischen MÄ 3L und Roco 2L auch noch einige Unterschiede, auch werden neue Loks und Decoder weniger Strom fressen als ältere Modelle.
Gruss
Olli
Hallo zusammen,
ich hatte schon mal Decoder die ziehen (alle Funktionen aus) weniger als 3mA!
Das schwankt sehr stark nach Decoder. Lustig wirds in der Tat, wenn erst bei eingeschalteter Beleuchtung die RMKs auch im Stand melden ;).
Grüße Frank
Hallo Edwin,
vielen Dank für deine Antwort. Das ist eine gute Idee. Ich hatte schon an eine Lichtschranke gedacht, aber so ist es weniger Aufwand.
Hallo,
persönlich würde ich mir den Rückschritt nicht mehr einbauen, wofür digitalisiere ich denn meine Loks und Waggons?
Ein Funktionsdecoder oder LED Beleuchtung mit Decoder wirken da schon wunder! Für mich sind abschaltbare Gleise
nur eine Fehlerquelle mehr!