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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Stefan Lersch in 13. Oktober 2008, 16:56:18

Titel: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Stefan Lersch in 13. Oktober 2008, 16:56:18
Hallo zusammen,

ich habe hier ein Problem, das 3L-Fahrer nicht haben: ich möchte eine Art H-formige Doppelverbindung zwischen zwei Hauptstrecken bauen. Dabei soll der Zug aus jeder Richtung in jede Richtung weiter fahren können. Bei direktem Verdrahten würde das natürlich zu einem Kurzschluss führen. Ich dachte daher, auf der Verbindungstrecke ein Kehrschleifenmodul einzusetzen. Würde das überhaupt gehen? Und dann auch nur mit nur 1 KSM?

Ich habe bei mir bislang an einer anderen Stelle (in typischer Kehrschleifensituation) ein kurzschlussfreies KS-Modul von Stärz laufen, das links und rechts je einen überwachten Bereich hat (um zu prüfen, von woher der Zug kommt) und in der Mitte dann den langen Bereich, bei dem der Strom umgeschaltet wird.

Wenn ich voraussetze, dass ich immer nur 1 Zug in der Verbindungsstrecke habe, dachte ich, dass ich die Abschnitte 2 und 6 zusammen überwache als einen Bereich und 3 und 5 zusammen. Geht das? 4 ist dann der Bereich, in dem dann ggf. der Strom umgeschaltet wird.

Ich bin mal auf die Meinung der Elektroniker gespannt, ich habe davon keine Ahnung.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 13. Oktober 2008, 20:36:25
Hallo Stefan,

ich würde mal sagen, das funktioniert nicht so. Wenn Du mit einer Lok über die Trennstelle 2 oder 6 fährst und der Abschnitt4 umgeschaltet wird, hast Du einen Kurzschluß an den Stellen 3 und 5. Du benötigst 4 Trennstellen an 2,3,5 und 6. So das der Abschnitt 4 separat ist.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Joachim Frederick in 13. Oktober 2008, 21:28:38
Hallo Stefan,

wie du ja weißt arbeitet das Stärz KSM mit 3 Sensor Gleisen.
Man müßte es prüfen, wenn du 2 und 3 sowie 5 und 6 als Sensorabschnitte 1 und 3 einteils und 4 dann das Sensorgleis 2, als die tatsächliche KS ist.
Wie lang sind den die Abschnitte 2,3, 5 und 6 ?
Ob diese Sensorgleise so lang sein können/dürfen damit ein reibungsloser Betrieb möglich ist, kann ich so nicht sagen. In der Betriebsanleitung sollen die Sensorgleise bis 10 cm lang sein. Ich würde Hr. Stärz mal fragen, da bekommst klasse Unterstützung von ihm. Hatte auch mal so eine ähnliche Idee, die ich dann aber verworfen habe.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Stefan Lersch in 13. Oktober 2008, 22:46:39
Hallo Sven,

ja, das war so vorgesehen.

Hallo Joachim,

geht mir auch so. Bei mir klappt das so leider nicht. Dadurch wird's aber auch einfacher und ich habe das genannte Problem nicht. ;)
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Oliver Lungwitz in 14. Oktober 2008, 19:37:22
Hallo,

es braucht eigentlich immer nur Abschnitte, in denen ein Zug ganz reinpasst, dann kann per WDP ein Decoder ein Relais ansteuern, das die Polung umdreht. Dies geht per WDP ausgezeichnet, sogar wärend der Fahrt so schnell, das nicht mal die Beleuchtung in den Waggons flackert.

Habe es bei meinen 3 Kehrschleifen so gemacht und erspare mir dadurch nicht nur die Kehrschleifenmodule  sondern auch die ( kurzen ) Kurzschlüsse.

MFG
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: ottochen (Thomas) in 14. Oktober 2008, 19:50:23
Hallo Oliver,

kann Dir nur recht geben, hier ist der Stellwerkswärter die perfekte Lösung!!
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 14. Oktober 2008, 20:35:44
Hallo,

ZitatHabe es bei meinen 3 Kehrschleifen so gemacht und erspare mir dadurch nicht nur die Kehrschleifenmodule  sondern auch die ( kurzen ) Kurzschlüsse.

Das mit dem Stellwerkswärter ist sicher eine prima Idee. Man sollte aber bedenken wie die Anlage genutzt wird. Soll auch ohne PC gefahren werden, fällt diese Variante schon mal flach.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: 4024.12 in 14. Oktober 2008, 21:02:55
Hallo Leute!

Jetzt wage ich mich als Mä-Bahner auf unsicheres Terrain.
Frage 1:
Soll die schematische Darstellung eine 1 oder 2 gleisige Strecke darstellen?
Ich nehm' mal eine Eingleisige an.
Frage 2:
Wenn es eine Eingleisige ist, und die parallel verläuft, OK, dann stimmt die Polarisierung.
Soll das aber ein Kreis sein (meine Überlegung: 1 fährt nach 7, dann stimmt die Polarisierung nicht)
Dann könnte auch 1, 3, 4, 6, 7, ohne Trennstelle auskommen, und die Fortsetzung von 1 + 7
nach oben ebenso.
Somit würde ich die Trennstellen in 2 und 5 einbauen.

Vorweg ich hab keine Ahnung wie ein solches Kehrschleifenmodul funktioniert.
Ich frag' jetzt nur mal so, weil ich eventuell meine Mariazellerbahn digitalisieren möchte.
......und da kommt sicher auch eine Kehrschleife zum Einsatz  ;)

Gruß Helmut Jarausch
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: 4024.12 in 14. Oktober 2008, 21:07:58
Nachtrag:

......und ich nehme mal an, daß 2 + 5 eine Zuglänge lang sein muß.

Gruß Helmut Jarausch
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Stefan Lersch in 14. Oktober 2008, 23:31:40
Hallo zusammen,

die Zeichnung stellt eine eingleisige Strecke dar. In Wirklichkeit habe ich aber daneben ein Parallelgleis. Um es zu vereinfachen, hatte ich nur eine Richtung gezeichnet. Vom Platz her kann ich das aber so nicht bauen. Es fällt die Verbindung 2 weg. In der Gegenrichtung entfällt Abschnitt 7.

So habe ich keine Gleiskreuzungen in dem Bereich - das geht vom Platz her nicht.

Ich habe Herrn Stärz angemailt und ihn gefragt, ob ich die verbleibende Gleisstrecke (mit entsprechenden doppelseitiger Isolierung) an sein KS-Modul anschließen kann, so dass sie sauber arbeitet. Antwort: ja, das geht problemlos.

So mache ich aus der Not (Platzmangel) eine Tugend (es wird funktionieren). Ich habe dadurch ein klassisches Gleisdreieck. Hier muss übrigens in Herrn Stärz' Zeichnung, die ich angefügt habe, der orange Abschnitt etwas länger als mein längster Zug sein.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Edwin Schefold in 14. Oktober 2008, 23:41:27
Hallo Stefan

Ich weis nicht warum nur das Rote Stück umpolbar sein muß?

Da ja immer nur ein Zug in dieses Dreieck einfahren, bzw. da heraus fahren kann, kann man doch die ganze rote und grüne Strecke umpolbar machen.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Winfried Illgen in 15. Oktober 2008, 00:22:01
Hallo Steffan,

Ich habe in meiner Anlage 4 Gleisabschnitte die zu einem Kurzschluß führen. Der Einbau von mehreren Kehrschleifenmodulen hat nur Ärger und Kurzschlüße verursacht. Dann habe ich mir Relais (bistabil, damit der Schaltzustand gespeichert bleibt) eingebaut die ich über k84 Schalter im Gleisbild und Decoder ansteuer. Damit ich auch ohne PC fahren kann, habe ich einen Schalter eingebaut wo ich von Hand zwischen Automatic (PC) und manuell umschalten kann-muß. Dadurch brauche ich auch nur ein Kehrschleifenmodul. Die Kurzschlussstrecken müssen allerdings so lang sein das der ganze Zug daraufpasst.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Joachim Frederick in 15. Oktober 2008, 00:39:01
Hallo Stefan,

ZitatIch habe Herrn Stärz angemailt und ihn gefragt, ob ich die verbleibende Gleisstrecke (mit entsprechenden doppelseitiger Isolierung) an sein KS-Modul anschließen kann, so dass sie sauber arbeitet. Antwort: ja, das geht problemlos.

nah also.

Aber auch wenn du dein Zug mal nicht ganz in die KS rein bekommst, schaltet das KSM sauber. Ich habe eine Strecke von 1,2 m Länge und da fährt mein beleuchteter IC mit Steuerwagen ( 1,8 m) auch sauber durch. Da schaltet das KSM nur einmal mehr. Klar ist das nicht das beste aber wegen den Platzverhältnissen eben nicht anders möglich. Und Züge ohne beleuchtete Wagen machen noch weniger Probleme.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Stefan Lersch in 15. Oktober 2008, 09:47:22
Hallo Eddy,

die grünen Abschnitte sind die Sensorbereiche. Die sind erst einmal stromlos und sind der eigentliche Trick, dass beim Befahren des KS-Bereichs es zu keinem Minikurzschluss kommt. Die alten KS-Module kennen keine Sensorbereiche. Wenn dann ein Zug in den KS-Bereich einfährt und der ist anders herum geschaltet als die Strecke, wo der Zug herkommt, dann kommt es durch die ersten Räder der Lok zum Kurzschluss, der innerhalb von Sekundenbruchteilen wieder aufgelöst ist, weil dann das KS-Modul umschaltet. Bei Modulen mit Sensorbereichen besteht das Problem nicht. Die fühlen, woher der Verbraucher kommt und schalten dann alle grünen und roten Abschnitte so um, wie sie gebraucht werden.

Laut Handbuch müssen die Sensorbereiche mindestens 5 - 10cm lang sein. Bei mir sind sie 20 cm lang, denn sie arbeiten auch als Stoppkontakt. Das KSM von Herrn Stärz kann nicht nur 3 Bereiche überwachen, sondern diese können auch jeweils an einen Stromfühler/GBM angeschlossen werden.

Das bedeutet, dass die geklammerten, grünen Bereiche ein RMK sind, der rote ist ein zweiter RMK und der andere grüne Bereich der dritte RMK. Da ich leider nicht den Platz habe, vor und hinter den grünen Bereichen und den jeweils nächsten Weichen noch weitere Strecken (außerhalb des KS-Bereichs) zu bauen, kann ich da auch keine weiteren RMKs vergeben. Also muss dann der rote Bereich der Bremsbereich werden. Ein sehr langer Bremsbereich. Aber das ist ja in WDP kein Problem: ich lege für die Strecke ein Profil an und lasse die Züge im Bremsbereich sehr langsam abbremsen und/oder zeitverzögert. Gerade so, dass der Zug aus dem sichtbaren Bereich noch flott heraus fährt und dann abbremst. Das sieht dann besser aus, als wenn er schon mit Erreichen des Bremsbereichs schnell die Geschwindigkeit reduziert, während das Ende des Zugs noch im sichtbaren Bereich ist und auf einmal daher tuckert...

Hallo Winfried,

ich habe mir mal deine Zeichnung angesehen. Wie gesagt: Elektronik ist so gar nicht mein Ding. Ich werd's erst mal mit den Stärz-KSMs probieren. Ein ehemaliges Forumsmitglied hat damit schon sehr viele und sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich vertraue jetzt mal darauf.

Hallo Joachim,

gut zu wissen. Das arme KSM. Aber wenn's das ohne Probleme mitmacht...

Hallo alle,

dadurch, dass zwei Bereiche geklammert werden müssen, hat das in WDP auch Auswirkungen auf die Aufzeichnung von Fahrstraßen. In meinem Fall muss ich die geklammerten Bereiche genau umdrehen wegen der davor und dahinter liegenden Stromanschlüsse. Die Züge kommen alle von links. Ein Zug, der nach oben abbiegt, fährt durch die Bereiche A - U - A. Das zweite A ist der Stopkontakt. Deshalb darf ich aber das erste A nicht in diese FS aufnehmen, sonst würde der Zug schon da stehen bleiben. Im anderen Fall A - U - B ist das hingegen unproblematisch.
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Oliver Lungwitz in 15. Oktober 2008, 12:00:42
Hallo,

mit einem Schaltungskniff lässt sich das mit dem Bistabilen Relais auch über die Fahrstrassen lösen, es braucht also nicht mal den Stellwerkswärter. Manuell ? Na klar, wie schon beschrieben einfach einen Taster ans Relais angeschlossen und fertig.

Habe bei mir 2 Kehrschleifen und ein Gleisdreieck ( ist ja auch nix anderes ) so beschaltet. Funktioniert wunderbar, zuverlässig, superschnell, ohne Kurzschluss und lässt sich wunderbar individuell bauen und betreiben, ohne auf vordefinierte und unflexible Kurzschlusschaltungen zurückgreifen zu müssen.

Kann es nur empfehlen ! 8)

Gruss
Titel: Re: "H"-Verbindung bei 2L
Beitrag von: Stefan Lersch in 27. Oktober 2008, 00:07:43
Hallo zusammen,

die Strecke ist neu gelegt, verdrahtet und an das Kehrschleifenmodul angeschlossen. Dabei kam mir heute eine Idee, wie ich doch die beiden A-Strecken aufzeichnen kann, so dass sie aufleuchten, wenn sich dort ein Zug befindet.

Nennen wir mal das linke A A1 und das rechte nennen wir A2. Der Zug fährt von A1 über U nach A2. Eine normale Aufzeichnung der Strecke geht nicht (wie ich schon schrieb), weil der Zug dann bei A1 stehen bleiben würde (da A1 und A2 physikalisch der selbe Kontakt ist).

Meine Idee ist, einen virtuellen Schalter S zu benutzen, der immer abgefragt wird, wenn der Zug A1 bzw. A2 erreicht. Ist er ausgeschaltet, weiß WDP, dass der Zug bei A1 ist, ist er eingeschaltet, ist der Zug bei A2. Das könnte dann so genutzt werden:

Mein Zug erreicht irgend wann A1 und fragt S ab. S ist ausgeschaltet, also passiert nichts weiter. Der Zug fährt weiter nach U. Sobald er bei U ankommt, wird der Schalter S eingeschaltet. Mit Erreichen von A2 wird wieder S abgefragt. Da S eingeschaltet ist, wird ein virtueller Kontakt V als besetzt markiert. Mit Verlassen von A2 wird V wieder frei und S ausgeschaltet. Meine Bahnfahrt geht also dann aus Sicht von WDP von A1 über U nach V.

Was haltet ihr davon? Ich dachte, ich mache das mit Stellwerkswärtern. Was meint ihr?