Hallo,
ich habe ein großes Problem mit dem Märklin Metallgleis und der Rückmeldung.
Dieses Gleis möchte ich gerne rückmeldungsfähig machen.
Es gibt bzw gab Schienen die auf einer Seite isoliert sind / waren.
Mein Vater und ich besitzen eine etwas größere Anlage, dass wir fast
3 Räume belegen "könnten".
Ich hab verschiedene Modellbahnhändler aufgesucht und diese meinten es würde schwierig.
Was gehen würde alles über den Mittelleiter Rückmelden.
-> nicht alle Fahrzeuge haben einen Schleifer (Güterzüge)
Auf der anderen Seite ist das Problem das beide Schienen der kompletten Schiene untereinander
Verbunden sind.
Frage ist:
1. Wenn es geht, dann wie? (Schienen, nicht Mittelleiter)
2. ohne größeren Aufwand soll das passieren
Ich danke schon mal für eure Antworten
MfG Stefan
PS Ein Bild wurde eingefügt, wie es aus sieht, um das Problem zu verdeutlichen
Hallo Stefan,
Du hast das schon richtig erkannt: Rückmeldung bei Verwendung von Metallgleisen ist ohne große Veränderungen nur mit dem Einsatz von "Strom fühlenden" Besetztmeldern möglich. Solche gibt es bei verschiedenen Herstellern (z.B. Littfinski, Viessmann, Gerd Boll, Karlheinz Battermann usw.; nicht bei Märklin selbst!) . Einschränkung: nur solche Fahrzeuge mit Mittelschleifer, also Loks und z.B. beleuchtete Wagen, erzeugen dann eine Besetztmeldung.
Auch hast Du schon bemerkt, dass es früher spezielle Gleise gab, die einseitig isoliert waren. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, waren die beim elektrisch betätigten Bahnübergang dabei und im Erweiterungssatz enthalten, wenn man zwei- oder mehrgleisig den Übergang gebaut hat. Solche Gleise heute auf Börsen zu finden, ist wohl schwierig.
Eine mögliche, aber eben auch aufwändige Methode wäre folgende: Die Schienenklammern (oder -laschen), mit denen das Schieneprofil auf dem Bettungskörper gehalten wird, aufbiegen, das Profil herausnehmen, den Bettungskörper mit einer Isolation (z.B. schmalen Klebestreifen) belegen und das Profil wieder einsetzen und die Klammern/Laschen anschlagen. Mit Durchgangsprüfer feststellen, ob diese eine Seite jetzt gegenüber dem Bettungskörper und dem anderen Schienenprofil isoliert ist. Bitte auch daran denken, dass die Laschenverbindung des Schienenprofils zum nächsten Schienenstück keinen Kontakt zum Bettungskörper hat. Ein so aufbereitetes Gleisstück ist dann ähnlich verwendbar wie ein K-Gleis-Stück.
Viel Erfolg beim Überdenken und Abwägen der besseren Lösung.
Hallo
Ja das habe ich mir schon gedacht und mit einem Papierstreifen ausprobiert.
Es hat halbwegs funktioiert. Ich denke mal, das die Lasche durch kam.
Die Isolierten haben wir zwar auch da komme ich nicht wirklich weiter.
8 Isolierte haben wir der rest duchgehende Schienen.
Danke vorerst
MfG Stefan
Hallo Schimmi,
im Prinzp reicht es, wenn nur das führende Fahrzeug einen Schleifer hat und damit die Rückmeldung über Stromfühler auslöst. Bei geschobenen Wendezügen oder Triebwagen muss eben der Steuerwagen auch einen Schleifer bekommen. Ist doch auch schön, wenn der Steuerwagen über einen Lichtwechsel verfügt.
Im Prinzip haben alle "Zweileiterfahrer" das gleiche Problem. Bei einem Güterzug werden die Wagen (ohne technische Änderung) auch nicht vom Stromfühler erkannt.
Bei richtiger Konfiguration der Fahrstrassen gibt es auch keine Probleme im Betrieb. Das einzige Problem ist, wenn mal ein Wagen sich abhängt. Aber hier sollte das Problem an Ursache bekämpft werden...
Hallo Stefan,
ich habe auch noch M-Gleise die ich verwende und die melden stromfühlend zurück.
Einige isolierschienen sind auch noch vorhanden. Aber man sollte sich nicht die Mühe machen und die alten Gleise umbauen. Schlieslich hat ja jede Zugeinheit mindestens eine Lok mit Schleifer und das genügt ja. ;D ;D ;D
Hallo Stefan,
ich hätte noch von den Kontaktgleisen einige in der Kiste. Bei Interesse schreibe mir einfach eine Mail. Auf Flohmärkten wirst Du auch fündig.
Zitat von: Ralf Krapp in 05. Februar 2009, 10:58:44
Eine mögliche, aber eben auch aufwändige Methode wäre folgende: Die Schienenklammern (oder -laschen), mit denen das Schieneprofil auf dem Bettungskörper gehalten wird, aufbiegen, das Profil herausnehmen, den Bettungskörper mit einer Isolation (z.B. schmalen Klebestreifen) belegen und das Profil wieder einsetzen und die Klammern/Laschen anschlagen.
Der Versuch ist bei mir fehlgeschlagen.
Das erste Gleis funktionierte noch, das Zweite leitete schon >:(
......und bei den Geraden geht's noch so, aber die Gebogenen, da hab ich dann aufgegeben.
Also müssen Stromfühler her, und wie schon Jürgen meint, die Waggon's müssen zuverläßlich kuppeln.
Hallo Schimmi,
Es gibt da noch eine Möglichkeit, die Schienen selbst zu preparieren:
http://www.modelleisenbahn-analog.de/Bastelecke/kontaktgleis.htm
Kurzum: Dabei wird einseitig ein Schienenstrang rausgetrennt und dann mit einem Schrumpfschlauch versehen.
Dennoch würde ich eher dazu raten, mit Stromfühler über Mittelleiter zu agieren. Ich habe mir im letzten Jahr die GBM von Gerd Boll besorgt und bin damit hoch zufrieden.
Gruß
Andreas
Hallo Stefan
Es gibt noch eine Methode eine Seite zu isolieren: "Schrumpfschlauch!"
Anstatt Klebeband ziehst du schwarzen Schrumpfschlauch über die Schiene. Einschrumpfen, einbauen und dann mit einem Messer links und rechts die Lauffläche wieder freischneiden. Ist aber, wie schon gesagt wurde, eine heiden Arbeit und lohnt den Aufwand nicht. :-\ :o
Mhhh, Andreas war schneller beim schreiben. :-[ ;D
Gleisbesetztmelder (für die Schleifer) und/oder Reedkontakte (mit Magnet unter einem Wagen oder einer Lok) wären hier die bessere Alternative. Um dann aus einem Momentkontakt eine Dauerrückmeldung zu machen, setzt man entweder auf bistabile Kippstufen, oder auf die S88-Car von Gerd Boll, oder man wartet was die nächste Version von WDP eventuell so alles bitten könnte. ;)
Hallo Schimmi,
da meine Anlage fast zur Hälfte aus M-Gleis besteht, hatte ich das Rückmeldeprblem ebenfalls.
Wo möglich habe ich die originalen Kontaktgleise verwendet, da sich damit aber nicht immer an der gewünschten Stelle eine Rückmeldestrecke realisieren ließ, habe ich mir diese dann selbst gebaut wo sie sein sollten. Ich habe dies hier in der Vergangenheit auch schon ein oder zweimal beschrieben.
Einfach die Schiene trennen,die Klemmlaschen vorsichtig aufbiegen und die Schiene herausnehmen. Dann klebe ich zwei dünne Streifen Papier (Selstklebende Etiketten o.Ä.) übereinander aus das Schienenprofil, löte ein Kabel an und setze das ganze wieder ein. Wenn man beim wiedereinklemmen nicht zu unvorsichtig vorgeht gibt es auch keine durchstiche.
Zu guter letzt schneide ich den Schienenkopf oberhalb der Klemmung mit einen Skalpell wieder frei.
das restliche sichtbare Papier lässt sich mit etwas Rostfarbe wieder gut tarnen.
Diese Rückmeldestrecken funktionieren nun seit Jahren ohne Probleme auf meiner Anlage.
Um die Kontaktsicherheit zu erhöhen (die alten M-Schienen rosten leicht ) kann mann anstelle der herausgetrennten Schiene auch neuere Schienenprofile aus nichtrostenden Material einsetzen. Diese kann man relativ günstig aus den 900 mm langen Roco K-Gleisen gewinnen.
Hallo Schimmi!
Bezüglich Deiner Anfrage.Wenn Du ein guter Bastler bist,dann kannst Du es mit 2 Übergangsgleisstücken pro Meldekontakt versuchen.Ein Bekannter ich weiss nicht mehr wer es war hat mir das gezeigt.Ein Ü-Gleis links/ein Ü-Gleis rechts.Zwischen den K-Gleisen (wo die zusammenstoßen)eine der Originalschienenlaschen(Verbinder)abziehen und anstatt des Metallverbinders eine Isolierschienenverbinder aufstecken.Es paßt angeblich lt.Ralf einer von der Fa.Fleischmann.Die K-Gleise müßtest Du in der Mitte wo diese zusammenstossen aber unterfüttern,damit Du wieder auf das gleiche Höhenniveu kommst.Wie gesagt ich habe diese Möglichkeit selbst noch nicht getestet,aber probieren geht über studieren.Hoffe Dir einen Anstoß gegeben zu haben.Meines Erachtens würde diese Möglichkeit auf alle Fälle in verdeckten Bereichen eine Alternative sein.
Hallo an alle,
borr wahnsinn, ich hätte nicht gedacht, das so viele Leute darauf antworten. :o ;)
Na zum Thema zurück.
Vielen dank für die Antworten. Da war ein oder anderer guter Tipp dabei.
Ich muss nur sehen, das es nicht zu teuer wird. Ich weiß nicht wie gut eure
schätzungen sind (Gewichtsmäßig), denn mein Vater und ich haben ca 25kg Metallschienen,
laut einer Waage*hust* :-[.
Das is schon was ordendliches. Werde aber bestimmt ein oder andere Freude daran haben. :)
Dann kanns ja demnächst los gehen.
MfG Schimmi
Hallo Schimmi,
wie wäre es mit Lichtschranken? Einfach zu bauen und überaus preiswert und direkt an S88 Decoder anschließbar. Für Start und Stopkontakt Stromfühler für den Mittelleiter. Achtung! Stromfühler reduzieren die Spannung um ca 1,5 V, deswegen müßten dann die Lichtschrankenüberwachten Abschnitte über einen Diodenadapter an den Fahrstrom angeschlossen werden, damit die Spannung überall gleich ist. Der Schienenumbau ist doch eine gewaltige Viecherei. Schaltungsvorschläge findet man in diversen Foren oder bei Google.
Hallo Stefan
Ich sehe gerade, dass du nicht allzuweit von mir weg wohnst. :o ;)
Wie wäre es denn, wenn du dich mal auf ein persönliches Gespräch mit mir und anderen Märklinisten einlassen würdest?
Gelegenkeit dazu besteht entweder hier (http://www.mist5.de), Termin 13.02.09 ab 18:00 Uhr, oder beim WDP Stammtisch in Stockheim am 27.02.09 ab ca. 18:00Uhr, siehe Anwendertreffen.
Bei Beiden bist du, seit ihr jederzeit herzlich willkommen!
Hallo Stefan,
Du kennst doch bestimmt den Bahnhof in Pulheim. Dort gibt es ein Mobaclub. Einer der Mitglieder ist hier Beta-Tester (Frank Mondorf). Dort gibt es auch an einem Sonntag ein Besuchertag. Setze Dich doch mal mit Frank in Verbindung.
Kölle Alaaf
Hallo Gerd,
schreibe bitte keine Mail-Adressen offen ins Forum, da diese Adressen von jeder Suchmaschine gelesen werden kann und unter Umständen als SPAM-Adresse verwendet werden kann. Daher habe ich diese Adresse geändert!
Mit freundlichen Grüßen
Dirk