Seite drucken - Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter

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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Jochen Blank in 08. Juni 2009, 16:03:01

Titel: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 08. Juni 2009, 16:03:01
Hallo liebe WDP-Drehscheibenbesitzer,

ich beschäftige mich derzeit mit meiner Fleischmann Drehscheibe, die ich in einen Automatikbetrieb in WDP 2009 einbinden möchte. Es gibt ja verschiedene DS-Decoder am Markt, solche, bei denen es Klack, klack macht beim Drehen, und die dafür eine sichere mechanische Verriegelung bieten, und solche bei denen man nichts hört, aber genügend Vertrauen in die Positioniergenauigkeit mitbringen muss.
Den S. Brandt-Decoder habe ich schon längere Zeit hier, habe mich bislang aber gescheut ihn einzubauen, da ich wegen der Haltegenauigkeit mal dieses und mal jenes gelesen habe.

Gibt es Kollegen, die den klak-klack-losen Decoder einsetzen, und hier über ihre Erfahrungen berichten würden? Ich wäre dankbar für Entscheidungshilfen.

Mir schwebt ein Lösung vor, bei der man beim Drehen nichts hört, beim Andocken aber eine sichere mechanische Verriegelung hat.

Herzliche Grüsse und Dank im Voraus

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Ralf Krapp in 11. Juni 2009, 15:09:02
Hallo Jochen,
bisher hat sich ja wohl noch niemand bemüßigt, Dir eine Antwort auf Deine Frage nach einem Dekoder für die Drehscheibe zu geben. Ich habe zwar nicht die Drehscheibe 6152C, sondern die 6652 in 3-Leiter-Ausführung aus früherer Fleischmannproduktion. Ich gehe aber mal davon aus, dass die - zumindest fast - identisch sind.
Da ich Probleme mit dem Märklin-Dekoder hatte, habe ich mich für den Einsatz des Littfinski-Dekoders TT-DEC entschieden. In der Beschreibung zum Einstellvorgang für die Drehrichtungen muss man ein Potentiometer für den Steuertakt soweit verändern, dass das Klickgeräusch verstummt. Anschließend macht man das Gleiche für die andere Drehrichtung und stellt schließlich dieses Poti in die Mitte dieser beiden Stellungen. Ob dann aber das Klickgeräusch wieder da ist oder verschwunden bleibt, ist in der Anleitung nicht erwähnt. Da ich noch nicht soweit bin, kann ich diese Frage auch noch nicht beantworten. Aber jeweils montags und donnerstags zwischen 18:00 und 20:00 Uhr ist die Hotline von Littfinski besetzt ( 04122 977381 - auch heute, weil im Norden kein Feiertag ist ) und da könnte man diese Frage mal stellen.
Mir hat es bisher nichts ausgemacht, wenn dieses Klick- oder Klackgeräusch beim Drehen zu hören war. Man nimmt ja auch den Motor deutlich wahr, wobei meine Drehscheibe wohl zu denen gehört, bei denen das Klick-Klack der Verriegelung relativ leise ist.
Ein Fall ist mir bekannt, dass der Brandt'sche Dekoder eingesetzt ist. Freilich hört man da kein Klick oder Klack, den Motor wohl. Und es kommt hinzu, wie Du auch schon angemerkt hast, dass es Schwierigkeiten bei der Positionierung geben kann. Damit das nicht vorkommt, hat mein Frankfurter Freund Dietrich Vanselow (auch hier im Forum vertreten) seine Drehscheibe mit Hallsensoren bestückt. Aber so ganz glücklich ist er wohl noch immer nicht, denn mal geht's und mal nicht so, wie er es gern hätte.
Hilfreich könnte vielleicht auch mal ein Kontakt mit Bernd Senger sein. Der ist zwar N-Bahner, hat aber mit seiner Drehscheibe schon verschiedene User-Treffs und Stammtische besucht, um sie dort vorzuführen. Auch eine Präsentation hat er dafür gemacht. Wenn Du daran Interesse hast, dann kontaktiere ihn mal. Vielleicht kann er Dir auch Tipps für Dekoder geben.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 11. Juni 2009, 23:22:47
Hallo Ralf,

ich freue mich dass sich wenigstens ein Modellbahnkollege durchgerungen hat, mir auf meine einfache Frage / Bitte eine Antwort zu schicken. Ich danke Dir ausdrücklich für Deinen umfangreichen Beitrag, und für Deine Hinweise, wen man ggf. noch kontaktieren könnte.

Es wird doch hier im Forum immer wieder die Hardware der Hersteller X, Y, oder Z, und deren Vor- und Nachteile diskutiert, sodass ich mit meiner legalen Frage nach Erfahrungen mit dem Brandt´schen Decoder doch nichts anderes getan habe. Aus den ausgebliebenen Antworten kann man nun zwei Schlüsse ziehen: 1.) es hat niemend diesen Decoder im Einsatz (was, wie wir alle wissen, natürlich nicht stimmt), oder 2.) die Positioniergenauigkeit der so ausgerüsteten DS ist nicht so berauschend, dass man gerne drüber sprechen möchte.
Denn, hat man eine gut funktionierende DS, die Freude macht, würde man doch sicher gern darüber berichten, dazu genügen zwei Sätze.

Ich werde mein Ziel, ruhiger Lauf ohne klack-klack, und sichere Verriegelung an den Anschlussgleisen jetzt zielstrebig verfolgen. Die DS-Bühne wird zunächst nicht umgebaut, dafür aber habe ich meine Grubenunterseite mit 24 Stück Hall-Chips garniert, plus zwei Stück für die Polwendung des Bühnengleises. Ich habe meine Gleisanschlüsse im 15°-Raster, daher nur 24 Stück. Und dafür will ich nun einen Decoder entwickeln, der gar nicht mal so komplziert sein wird. Ein weiterer Vorteil ist natürlich in Bezug auf WDP gegeben, indem ich dann stets die Ist-Position der Bühne, ja sogar des Bühnenhauses, kenne, und RMK´s einrichten kann. Ich wundere mich sehr, dass keiner der DS-Decoder-Experten so etwas nicht anbietet. Ich würde lieber kaufen statt entwickeln und bauen, spart Zeit.

Heute habe ich dem Königstuhl meiner DS noch zwei (selbstgedrehte) Schleifringe verpasst, sodass ich jetzt, zusammen mit der Mittelachse, über 8 Wege nach aussen verfüge. Das reicht dann auch für 3 RMK´s auf der Bühne. Falls jemand auch solche Ringe drehen will, die Konizität des Königstuhls bei 6152C beträgt genau 4,5°.

Die Signale der Hall-Chips kommen sehr präzise, in beiden Drehrichtungen immer ca. 3 mm vor Erreichen der jeweiligen Anschlussgleise. Damit kann man eine Steuerung aufbauen. (Hängt vom Abstand zwischen Hall-Chip und Magnet (unter der Bühne), und von der Feldstärke des Magneten ab).

Ich werde gerne wieder berichten, was aus meiner DS geworden ist, und wie sie funktioniert. Dauert natürlich noch eine Weile. Ein Bild von der Grubenunterseite füge ich mal bei.

Eine Frage habe ich noch: gibt es Argument, warum man bei einer DS im Modellbetrieb wissen möchte, wo das Bühnenhaus steht. Ich kenne keines, oder habe ich da etwas übersehen?

Herzliche Grüsse, und nochmals Danke

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 12. Juni 2009, 00:09:54
Hallo Jochen,

in einem Workshop von Norbert Burkert ist meine N-Drehscheibe mit Hall-IC´s abgebildet.  Habe solch eine
Automatik schon vor fast 10 Jahren fuer Spur 1 Drehscheiben und Schwenkbuehnen gebaut, samt IIC-Bus für 30 m.
Auch in Sinsheim wurde die "nur am Ende mach "klack"" Steuerung gezeigt, darum die modifizierte N-Drehscheibe, Resonanz gleich Null, fanden zwar alle ganz toll, nur sollte das Ganze fast nichts kosten.
Was den meisten MoBahnern störte, 99,999 Prozent, dass Hall-IC´s, oder wenigstens Reedkontakte, an die Drehscheibe angebracht werden muessten um die Ist-Position festzustellen. Und warum die Industrie (ausser damals Roco), keine Kontakte mit "einkonstruierte", das weiss der Himmel allein.
Muesste mal mein Steuergerät mit Tastatur und Anzeige sowie die Drehscheibe wieder aus den Tiefen der im Keller seit einem Umzug gestapelten Kisten ausgraben. Auch eine Ansteuerung ueber ein eigenes Windows-Fenster war moeglich.
Eigentlich braeuchte ich nur ein Byte-Wert, von 1 bis 49 (6 Bit) ueber die serielle Schnittstelle mit 9600 Bd. um alle möeglichen 48 Positionen anfahren zu koennen, Wert 49 war zum "Fotografieren" gedacht, die Buehne dreht sich im Kreis, dazu kaeme noch ein Wert, bei mir "99" einkonstruiert, um die Gleisvorwahl von Steuergeraet auf PC und von PC auf Steuergeraet umzuschalten. Gleicher Wert bei dem die Buehne aktuell steht, fuehrte zu einer 180 Grad Drehung.
Buehne "Fertig" Meldungen usw wurde auch seriell zurückgeliefert. Gleisanzahl konnte jederzeit konfiguriert werden.
Ehrlich gesagt, ich habe mich schon seit mind. 8 Jahren nicht mehr darum gekümmert. Die gebauten Steuerungen laufen immer noch.
Irgendwo habe ich in alten Beitraegen von mir auch Fotos von den Sachen veröeffentlich, sind wohl bei der Forumsumstellung im Abfalleimer gelandet. 
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Frank Mondorf in 12. Juni 2009, 00:19:51
HalloJochen,

Zitat
Es wird doch hier im Forum immer wieder die Hardware der Hersteller X, Y, oder Z, und deren Vor- und Nachteile diskutiert, sodass ich mit meiner legalen Frage nach Erfahrungen mit dem Brandt´schen Decoder doch nichts anderes getan habe. Aus den ausgebliebenen Antworten kann man nun zwei Schlüsse ziehen: 1.) es hat niemend diesen Decoder im Einsatz (was, wie wir alle wissen, natürlich nicht stimmt), oder 2.) die Positioniergenauigkeit der so ausgerüsteten DS ist nicht so berauschend, dass man gerne drüber sprechen möchte.

Vorsicht, das glaube icht nicht, Wir haben aus bequemlcihkeit den Sven B. nicht verbaut, und ich kann deswegen Deine Frage nicht beantworten. Aber er ist hier schon oft erfolgreich erwähnt worden.

Ich glaube er klackt nicht und nutzt zur genauen Positionierung letztendlich doch den Docht, aber das hätte ich auch gern bestätigt gelesen. Er misst allerdings die Position relativ zu einer Initialisierung, Und wenn die Räder durchdrehten , müsste er neu initialisiert werden. Deine Sensoren lesen die Position absolut, un des besteht die Möglcihkeit, diese an Windigipet zu geben, was eine  gute Vorraussetzung für spätere Automation in FSen ist.

ZitatEine Frage habe ich noch: gibt es Argument, warum man bei einer DS im Modellbetrieb wissen möchte, wo das Bühnenhaus steht. Ich kenne keines, oder habe ich da etwas übersehen?
Es macht einen Unterschied, ob die Lok nur zu einem bestimmten Gleis hin gedreht werden soll, oder ob sie dabei gewendet werden soll. Für die Handhabung dieses Unterschiedes ist die Markierung genau eines Endes der DS notwendig. Üblicherweise nimmt man dazu das Führerhaus.

Viele Grüße
Frank

Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 12. Juni 2009, 01:15:34
Hallo,

habe noch in paar Fotos gefunden, nur so.

Steuergeraet, Ein-Ausgabe-Platinen, Windowsfenster:


Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 12. Juni 2009, 06:39:01
Hallo,

ZitatIch glaube er klackt nicht und nutzt zur genauen Positionierung letztendlich doch den Docht, aber das hätte ich auch gern bestätigt gelesen. Er misst allerdings die Position relativ zu einer Initialisierung, Und wenn die Räder durchdrehten , müsste er neu initialisiert werden.

nein, der Decoder wird durch eine Reflexionslichtschranke, die die Stellung des Antriebszahnrades erkennen kann, gesteuert. Nur im unwahrscheinlichen Fall, dass dieses Zahnrad mal einen Zahnüberspringen sollte, müsste die Bühne neu positioniert werden. Das Zahnrad greift in die Zähne, die an den Anschlußsegmenten angebracht sind. Auf dem Zahnrad wird eine Scheibe mit 4 weißen Strichen befestigt, die für die Positionierung benötigt werden.
Die Genauigkeit der Positionierung ist aus meiner Sicht ausreichend, sofern die Scheibe exakt angebracht worden ist.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Rainer Renisch in 12. Juni 2009, 09:51:38
Hallo Jochen,

ich hatte mich mit meiner Antwort zurückgehalten, weil Du einen Dekoder mit einer sicheren mechanischen Verriegelung haben willst - das habe ich nicht.

Aber ich habe seit längerer Zeit den S.-Brandt-Dekoder mit der Fleischmann TT-DS im Einsatz und bin sehr zufrieden. Eine Stellungsrückmeldung habe ich über Hall-Sensoren realisiert. Die Gleiseinspeisung auf der Bühne und die Dekodereinspeisung habe ich getrennt. Auf der Bühne habe ich nur ein RMK. Die genaue Anhalteposition der Lok auf der Bühne habe ich über die Zeit in den Profilen eingestellt.
Die Positioniergenauigkeit ist exakt wiederholbar. Aber sie erforderte ein längeres Einstellen, weil die Bühne ja von beiden Seiten das Gleis anfährt und in beiden Fällen genau stehen soll. Über die langsame Geschwindigkeit beim Anhalten in Verbindung mit der Strichbreite auf der Reflexscheibe konnte ich das aber genau einstellen.

Also ich bin mit dem Dekoder zufrieden. Die Rolls-Royce-Lösung ist natürlich der Stellmotor von Rautenhaus - aber da warte ich immer noch auf meinen Lottogewinn. ;D

Beste Grüße
Rainer
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Gerhard Arnold in 12. Juni 2009, 10:44:13
Hallo Jochen,

auch ich hatte mich mit meiner Antwort zurückgehalten, weil Du einen Dekoder mit einer sicheren mechanischen Verriegelung haben willst - das habe ich nicht.

Ich habe seit August 2005 den S.-Brandt-Dekoder mit der Fleischmann 6652 DS im Einsatz und bin sehr zufrieden.

Die Positionierungsgenauigkeit ist exakt wiederholbar. Aber sie erforderte ein längeres Einstellen, weil die Bühne ja von beiden Seiten das Gleis anfährt und in beiden Fällen genau stehen soll. Über die langsamere Geschwindigkeit beim Anhalten kann man das aber genau einstellen.

Auf der Bühne habe ich zwei RMK, eine Kontaktstrecke und einen Reedkontakt (siehe WS15 und auf meiner HP unter Technik -> Drehscheibe). Für den Stoppbefehl sorgt der mittig auf der DS montierte Reedschalter.

Seit 3 Monaten habe ich eine echte Stellungsrückmeldung über den Mittelleiter realisiert, den ich als "Gleichstromer" ja nicht für den Fahrbetrieb benötige (zuvor arbeitete ich mit Timern im Profil, 2 Sekunden pro Segment).
Also ich bin (genau wie Rainer) mit dem Dekoder sehr zufrieden, deshalb habe ich als Vorlage gleich den Text von Rainer verwendet.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 12. Juni 2009, 15:24:29
Hallo liebe Drehscheibenfreunde,

nun hat sich zum Thema DS doch noch etwas bewegt, und ich bin dankbar für Eure Beiträge. Ich hatte zwar meine Idealvorstellung skizziert, war aber dennoch an Erfahrungsberichten über die DS mit Brandt-Decoder interessiert. Wenn hier eine Flut positiver Meldungen eingegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich schon mal einen Versuch gemacht. Und dass die DS ohne klack-klack in Einzelfällen gut funktioniert, glaube ich durchaus. Ich freue mich für alle WDP´ler, bei denen das klappt. Leise Zweifel bleiben, insbesondere wegen des Anfahrens aus beiden Richtungen. Das Spiel in den Antriebsrädern ist da nicht zu unterschätzen.

@Karl:
Da hast Du ja in früheren Jahren echte Pionierarbeit geleistet; das was Du vorgestellt hast, ist ziemlich genau das was ich suche. Den Workshop von Norbert Burkert hatte ich natürlich schon früher gelesen, und habe mich mit meinen Hall-Chips daran orientiert. Warum aber hat sich noch kein Zubehör-Hersteller ernsthaft mit einem entsprechenden Decoder befasst? Für die ROCO-DS bräuchte man ja auch so etwas.

@Frank
Wie der Brandt-Decoder funktioniert, weiss ich natürlich ganz genau, Jürgen hat es in seinem Beitrag auch wieder beschrieben. Über die Sache mit dem Bühnenhaus muss ich nochmal nachdenken. Die Notwendigkeit dessen Position zu kennen, hängt vielleicht mit der Gesetzmässigkeit in WDP zusammen, da habe ich noch keinen Überblick. Einen Turn mit einem Offset plus/minus zu einem beliebigen Gleis könnte man auch ohne Kenntnis der Bühnenhaus-Position realisieren.

@Gerhard
Die Sache mit  der Positionierung der Lok auf der Bühne ist natürlich auch ein heisses Thema. Du schreibst dass Du eine Kontaktstrecke und einen Reedkontakt zur Stellungsmeldung eingerichtet hast, und in einem späteren Absatz dass Du seit 3 Monaten eine Lösung über den Mittelleiter realisiert hast. Ist beides das Gleiche?
Mich interessiert der eigentliche Melder, Hall-Chip, Reddkontakt, Lichtschranke,Stromfühler? Ich habe am Königstuhl zwei Schleifringe angebracht, die besorgen aber nur den Signaltransport von der drehenden Bühne zur Aussenwelt. Wichtig und interessant sind die eigentlichen Melder auf der Bühne.

Ich habe heute mal meine längste Lok auf die Bühne gestellt, da sind links und rechts noch gerade mal 2 cm Platz. Und soweit aussen müssen auch die Melder (z.B. Lichtschranke) sitzen, oder eben Reedkontakt in der Mitte. Aber unter jede Lok einen Magnet kleben? Ist auch nicht einfach. An dieser Ecke muss ich auch noch tüfteln. Eine Zeitsteuerung werde ich wohl nicht machen.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und grüsse ganz herzlich

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Gerhard Arnold in 12. Juni 2009, 18:17:49
Hallo Jochen,

Zitat:
"Die Sache mit  der Positionierung der Lok auf der Bühne ist natürlich auch ein heisses Thema. Du schreibst dass Du eine Kontaktstrecke und einen Reedkontakt zur Stellungsmeldung eingerichtet hast, und in einem späteren Absatz dass Du seit 3 Monaten eine Lösung über den Mittelleiter realisiert hast. Ist beides das Gleiche?"

Nein, es handelt sich um zwei ganz verschiedene Dinge:

1. Die exakte Positionierung der Lok auf der Drehbühne erreiche ich durch
a) eine Kontaktstrecke nach dem Stromfühlprinzip über die gesamte Bühne (jede Lok bremst beim ersten Kontakt langsam auf Schrittgeschwindigkeit ab und fährt dann langsam weiter bis zum Reedkontakt).
b) ein Reedkontakt befindet sich mittig auf der Drehbühne, siehe WS15 (=> jede Lok unabhängig von ihrer Länge stoppt exakt mittig auf der Drehbühne).


2. Die Position der Drehbühne meiner 16 Gleisabgänge erfasse ich seit 3 Monaten mit einem 16-fach S88-Modul.
Durchführung:
Ich speise einmal den Mittelleiter auf der Drehbühne ein und führe die Mittelleiter der 16 Gleisabgänge auf ein S88-Modul
Vorteil:
1. Ich brauche keine Zeitreserven mehr einzuplanen (früher plante ich für jedes Segment ca. 2,5 Sekunden ein, Beispiel: 10 Segmente => 10 x 2,5 = 25 Sekunden, obwohl meist auch 20 Sekunden gereicht hätten).
2. Die Lok kann sofort starten (früher musste bei mir die Lok nach einem 180° Turn sicherheitshalber viele Sekunden warten, damit sie auf keinen Fall in die Grube fuhr).
3. Die Lok fährt nur los, wenn das entsprechende Gleis auch wirklich erreicht ist.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 13. Juni 2009, 09:00:31
Hallo Gerhard,

da hatte ich Dich in Deinem ersten Beitrag missverstanden. Ich nahm an die Sache mit dem Mittellleiter bezog sich auch auf die Positionierung der Lok auf der Bühne, deshalb meine zweifelnde Rückfrage.
Nun ist es klar, mit Deiner neuen Lösung beschreibst Du die Positionierung der Bühne und nicht der Lok. Auf dieser Ebene marschiere ich ja auch, indem meine Hall-Chips immer die exakte Bühnenposition melden, sodass jegliche Zeitgeschichten überflüssig sind. Mal sehen was daraus wird.

Schönes Wochenende und freundliche Grüsse

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 13. Juni 2009, 09:15:09
Hallo,

sog. Zweileiterfahrer haben nicht so ohne weiteres einen Mittelleiter, mir kommt da mal so eine Idee. Da das Klacken vom Riegelbolzen mit dem anhaengenden Endschalter kommt, Riegelbolzen faellt ein, Endschalter oeffnet und unterbricht den Stromfluss, koennt man die Hall-ICs parallel schalten und den "Stromfluss" simulieren. Parallelschaltung der Hall-ICs ist ohne weiteres moeglich da diese "open Collektor" -Ausgaenge haben, benoetigen dann auch nur eine Last (Widerstand). Sollte eigentlich egal sein ob eine Stromunterbrechung "vom Motor" kommt oder anderweitig gezeugt wird. Leider habe ich zur Zeit keine Moeglichkeit so etwas mit einer "Klack-Elektronik" zu probieren auch ob an der nahen Zielposition der Riegelbolzen losgelassen wird, in der Endpostion einfaellt und den "Drehmotor" abschaltet.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 13. Juni 2009, 10:59:38
Hallo Karl,

Dein Vorschlag, die Ausgänge der Hall-IC´s parallel zu schalten wäre natürlich machbar, aber worin soll hier der Vorteil liegen? Nur um die Stromabschaltung des Drehmotors zu simulieren ist der Aufwand wohl viel zu gross. Und für welchen Decoder hast Du Dir Deinen Vorschlag vorgestellt? Doch nicht etwa für den Brandt-Decoder? Denn dann müsste man ja das Signal von den Hall-Chips über einen Schleifring von aussen nach innen zur Bühne bringen. Oder hast Du daran gedacht diesen Decoder nach aussen zu verlegen? Das würde schon eher Sinn machen, bringt aber andere Probleme mit sich.
Und bei einer direkten Parallelschaltug der Sensoren, die elektrisch natürlich möglich wäre, würde man ja den grossen Vorteil der Istmeldung der Bühnenposition aufgeben, und das kann nicht der Sinn der Sache sein. Also wären zunächst  die Einzelsignale auszukoppeln, bevor man eine Sammelmeldung macht.
Es gibt hier für mich noch Einiges an Nachdenkarbeit zu bewältigen.

Mit besten Grüssen

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 13. Juni 2009, 11:57:14
Hallo Jochen,

auf die Schnelle ein paar Gedankenskizzen.

Vorab, meine die "Klack-Elektroniken" und nicht den Sven Brandt-Dekoder, auch nicht das eine Stromabsenkung sehr viel Arbeit macht. Istmeldung-Signale, auzukoppeln waere ueber Diodenschaltungen machbar. 
Zaehlung der Positionen statt ueber den Riegel-Schalter dann ueber die Hall-IC´s. Klar, die Impulszeit ist laenger, evtl. ueber einfache Schaltungen mit dem NE555 aber loesbar.
Sobald das Hall-IC an der Zielposition erreicht ist, sollte der Riegelbolzen losgelassen werden um dann, wenn "DAS LOCH" erreicht ist, einzufallen und den Motor abschalten.
Der Einbau eines Sven-Brandt-Dekoders ist ja auch relativ gesehen, gerade fuer Laien, sehr aufwendig, dazu kommt die anschliessende Einstellerei.
Denke mal, bei meiner Idee waere kein, zumindest grosser, Umbau der Drehscheibe erforderlich. Bauteile auf Lochraster loeten ist auch kein grosses Problem.
Lass Dir dieses mal durch den Kopf gehen.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 13. Juni 2009, 21:30:29
Hallo Karl,

Du hast Dich ja richtig ins Thema hineingekniet, in Erinnerung an frühere Zeiten. Das was Du damals schon hattest, brauche ich heute auch, kein Klack-klack, aber sichere Verriegelung. Deine Bilder habe ich betrachtet, kann ohne nähere Infos aber nicht viel damit anfangen. Läuft denn Deine Entwicklung irgendwo unter WDP, auch mit dem Feature "IDS"?

Wenn Du denkst dass Dein Konzept für mich passen würde, schicke mir doch mal eine aussagekräftige Info als PN, denn solche Details sind hier im Forum wahrscheinlich nicht von allgemeinem Interesse.

Für heute beste Grüsse, und ich wünsche Dir einen schönen Sonntag

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 13. Juni 2009, 23:04:07
Hallo Jochen,

reingekniet habe ich mich damals.  ;)

Per PN macht auch zur Zeit wenig Sinn. Mit WDP oder sonst ein MoBa-Programm ist so noch keine Ansteuerung möglich, hatte damals auch kein WDP usw., auch ueberhaupt nicht an eine digitale MoBa-Steuerung gedacht.
IDS braucht das Dingens nicht, hat selbst eine eingebaut, d. h. fäehrt immer den kürzesten Weg.

Vielleicht mache ich mich irgendwann die Arbeit und suche eine Anbindung an WDP herzustellen sowie eine Positions-Kontaktabfrage ueber s88-Module.
Wenn ueberhaupt, dann erst im Winter. Im Sommer und evtl. im schoenen Herbst, bitte nicht boese sein, habe ich keine Lust mehr die Zeit zu opfern, bin auch noch kein Rentner.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Frank Mondorf in 13. Juni 2009, 23:40:18
Hallo zusammen,

ich habe mir heute auch mal was überlegt.

3 alte DCC-Ma-Decoder Chipse steuern jeweils 8 Flip-Flops für die Soll-Stellung an.

Hinter die Halls auch noch 24 für die Ist-Stellung . Ich glaube (24*24-24=552=138 ICs) Ands münden in 2 Diodenmatrizen die letztendlich den Motortreiber ansteuern. Weniger ging nicht, da man paarweise die zugehörige Drehrichtung "verdrahten" müsste.

Die Platine ist natürlcih rund, mit im gleichseitigen Dreieck drum herum angeordneten DCC-Decodern .

Die Leiterbahnen sind konzentrisch kreisförmig, und dazwischen funken Positions-Led jeweils eine gelbe für Soll und eine blaue für ist.

Bereits ohne Decoder , nur für die  runde Platine und 1 ,-EUR je CD4000 IC war ich ohne halls und  LED etc. schon bei 300,- EUR.

Da auch die Zeichnung immer dicker wurde, kam mit der Gedanke die ganzen Leiterbahnen für den Vergleich erheblich zu reduzieren, indem man einen Priority-BCD Codiere die 8 Decoder-Ausgänge in 3 adrige Datenbahnen münden lässt (0..7), hatte aber kein Ahnung, wie man die denn dann vergleichen kann.


Vernünftig ist das nicht, aber Logik zum Anfassen finde ich sehr faszinierend. Karls Schaltplan würde mich auch interessieren.

Wenn ich mal sehr viel Zeit habe ....  ;)

Viele Grüße
Frank
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: DieGem in 14. Juni 2009, 01:19:38
Hallo Mobafreunde,
ich habe diesen Beitrag natürlich verfolgt. Bewusst habe ich mich zurückgehalten weil ich in der Vergangenheit schon mehrfach auf Vor ubd Nachteile der Drehscheibensteuerung bezogen auf den mechanischen Umbau hingewiesen habe.
Es stellt sich mir die Frage, was ist dem Anwender das "Antiklack" in Punkto Arbeit und Geld wert? Auf der Anlage werden sicher einige Relais schalten (klacken). Zum Beispiel die Kehrschleife. Wenn ich nun die Aufwendung einer Sven Brand-Steuerung und die Kostenexplosion einer Schrittmotorsteuerung von z.B. Müth betrachte so kommt mir der Gedanke, das der von Peter Littfinski oder der sehr komfortable Drehscheibendecoder von Dieter Ratschmeir am Ende doch sehr annehmbar sind. Das geringe einrasten, welches eine genaue Positionierung gewährleistet, und darauf kommt es ja an, steht dem hohen Arbeitsaufwand und den höheren Kosten einer anderen Lösung entgegen. Zumal bei den genannten Lösungen keinerlei Mechanische Umbauten erledigt werden müssen. Mal abgesehen von dem Motorgeräusch welches sich nicht unterdrücken lässt wenn die Drehscheibe sich positionisiert.
Wobei Karl ja wohl vor all den heute veröffentlichen Lösungen eine wirkliche Pionierarbeit geleistet hat. Mein Kompliment.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 14. Juni 2009, 10:31:32
@Hallo Karl, hallo Frank,
ich schlage vor, dass wir die Sache hier nicht ausufern lassen, und an Dutzende von IC´s denken. Ich glaube dass sich noch andere vernünftige Lösungen ergeben werden. Ansätze sind schon da.

@ Hallo Dietmar,
alle Deine Aussagen zum Thema sind stichhaltig. Auch ich habe mich schon so manche scxhlaflose Stunde damit gequält, ob es nicht doch vernünftiger ist einen der fertig entwickelten Decoder, die Du erwähnt hast, zu verwenden.

Aber ein Aspekt ist hier zum gesamten Thema nie beleuchtet worden: wie steht es mit der mechanischen Lebensdauer des gesamten Scheibenantriebs? Das beschäftigt mich auch. Denn beim Erreichen der Lücke im grossen Antriebsrad fällt der Riegelbolzen in die Nut ein und bremst damit den Motor brutal herunter. Der Motorstrom wird zwar gleichzeitig abgeschaltet, aber die kinetische Energie des Motors, und sei sie auch relativ gering, schiebt doch noch ganz ordentlich in das Getriebe. Aus diesem Grund darf der Motor auch keine, bei Loks immer erwünschte, Schwungmasse haben. Und daher rührt auch der nichht sehr gleichförmige Lauf des Motors / der Scheibe.
Und eine Lösung ohne klack-klack zwischendurch schont natürlich das Getriebe, weil die Bremsaktionen eben viel seltener erforderlich sind.

Freundliche Grüsse

Jochen
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 14. Juni 2009, 11:07:21
Hallo,

also ich schreibe mal keine Wertung eines DS-Decoders.Das kann man auf meiner HP nachlesen und anschauen. Ich möchte nur mal so mitteilen, das ich mir damals nicht so viele Gedanken gemacht habe. Ob nun klick-klack, lange Lebensdauer, kompfortabele Bedienung oder sonst etwas. Entscheidend war für mich damals der Preis des Decoders. Und was soll ich sagen. Es läuft und läuft und......

Alles andere war Bastelarbeit. Aber daraus besteht ja nun mal unser Hobby. Klar, wenn ich mir eine so aufwändige Steuerung selber baue (so wie Karl) kann man nur lernen. Auch das ist unser Hobby. Was ich damit zum Ausdruck bringen will ist eigentlich der Hinweis auf die gute alte ToDo-Liste. Einfach einen Zettel mit den Spalten "Was will und kann Ich" und "Was kann der Decoder".
Ansonsten wünsche ich noch viel Spass und Freude am Basteln.  ;)
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Frank Mondorf in 14. Juni 2009, 13:06:30
Hallo zusammen,

Zu "richtigen" Lösung kann man nur sagen "Jeder Jeck is anders"  ;).

Zum Priority-BCD (CD4xxx) hinterm Ma-Decoder. Das geht. Man kann mit jeweils 3 CD4xxx 6 bittig addieren subtrahieren. (Subtraktion  A - B = ((A XOr B) Or (A And B) , A + B = ((A Or B) Or (A And B)). Wie immer ohne Gewähr.

So kann man aus BCD Dec1 + BCD Dec2 + BCD Dec3 = 5 bittige Stellung jeweils für ist und soll, dan die Entscheidende Differenz bilden: E = (Soll - Ist) , und durch AND an E4, E5 (da der Wertebereich nur bis 24 geht) die Drehrichtung zum kürzesten Weg ablesen. Ist E = 0 kann die Drehscheibe stehen bleiben.

Noch eine Zeichnung zu machen , hat mir meine Frau gerade verboten  :-[. es gäbe wichtigeres zu tun.

Viele Grüße
Frank
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 14. Juni 2009, 13:31:10
Hallo Frank,

ZitatNoch eine Zeichnung zu machen , hat mir meine Frau gerade verboten  . es gäbe wichtigeres zu tun.

Auch das gehöhrt zu unserem Hobby.  ;)
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 14. Juni 2009, 13:33:12
@

CD 4...., au weia, dat tut weh !  :)

suche gerade erstmal das Steuergeraet, glaube ich habe den Simu-Chip noch drauf, d. h. Anzeige ohne Kreiselbuehne.


Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Frank Mondorf in 14. Juni 2009, 14:23:48
Hallo karl,

ich habe keine Ahnung von den Dingern.

ich dachte immer CD4xxx ist Klasse, weil sie soviel Volt vertragen, und hoffte das sie nicht glecih kaputt gehen, wenn man sie anfasst. Gibt es was geeigneteres?

Grüße
Frank
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Kalle in 14. Juni 2009, 14:43:41
@ Frank,

die 4xxxx sind schon gut. Sooo schnell gehen die nicht kaputt, ausser wenne die verpolt anschliesst. Die Dinger sind ja relativ billig, kauft man halt ein paar mehr und macht Gegenproben um festzustellen ob der "defekte" Chip tatsächlich defekt ist.
Schlimmer sind die schaltungsmaessigen Probleme zwischen Idee und Realitaet welche auftreten koennen, muss man halt dann suchen.
Titel: Re: Decoder für Fleischmann Drehscheibe 6152C 2-Leiter
Beitrag von: Jochen Blank in 10. September 2009, 17:57:33
Hallo liebe WDP-Drehscheibenfreunde,

in meinem ersten Beitrag zum Thema hatte ich nach DS-Decodern gefragt, die während des Drehens über Gleisanschlüsse hinweg kein klack-klack verursachen, am Zielgleis aber eine genaue und sichere Verriegelung gewährleisten.

Nun habe ich die ultimative Lösung gefunden, unter Verwendung des S.Brandt-Decoders.
Der Decoder ist dabei ausserhalb der Drehscheibe untergebracht, und ich benutze die Steuersignale ,,PWM-Motor" und ,,Drehrichtung" des Decoders zu Steuerung von Motor und Verriegelungsspule.
Die Drehscheibe ist nicht umgebaut, es werden die Original Fleischmann-Anschlusskabel verwendet. Lediglich das auf der Bühnenleiterplatte befindliche Relais habe ich ausgelötet. Hätte ich vielleicht auch drin lassen und umverdrahten können, es war aber schon draussen, als mir die endgültige Lösung einfiel.

Da der Motor beim S.Brandt-Decoder mit einem PWM-Signal angesteuert wird, ich dieses aber in ein Schaltsignal zur Steuerung eines Relais umwandeln musste, hat mir Herr Brandt freundlicherweise die Daten des PWM-Signals bekannt gegeben. Damit konnte ich im Vorfeld schon eine passende Schaltung festlegen.

Voraussetzung für diesen DS-Betrieb ist natürlich, dass der Decoder sein Gleis-Zählsignal aus einer anderen Quelle als dem Klack-klack-Mechanismus erhält, bei mir von den unter der Grube angeklebten Hall-Chips, die von einem mit der Bühne umlaufenden Magneten aktiviert werden. Diese Hall-Chips liefern zugleich eine sichere Information über die aktuelle Stellung der Bühne, was in Automatiken jegliche Zeitgeschichten überflüssig macht.

Die erforderliche Schaltung um den Decoder herum ist sehr einfach, lediglich eine separate Stromversorgung für Motor und Riegelspule muss geschaffen werden, da der im Decoder enthaltene Spannungsregler bei Ansteuerung der Riegelspule, die 200 – 250 mA Strom benötigt, thermisch überlastet wäre. Ich habe dafür einen 7815 auf einem kleinen Kühlkörper gewählt. Mit 15VDC läuft die DS sehr schön, nicht zu schnell und nicht zu langsam.

Als Hall-Chip-Freak habe ich solche Elemente auch auf der Bühne untergebracht, 2 Stück in Bühnenmitte. Diese sind so klein, dass es genügt den Mitteldeckel von unten etwas auszufräsen, er liegt dann völlig eben wieder auf, und von aussen ist nichts zu sehen. Dadurch kann ich die Loks immer in Bühnenmitte zentriert anhalten. Mit Neodym-Magneten unter den Loks (z.B. 6mm x 10 mm x 2 mm dick erreicht man Tastabstände über Schienenoberkante von gut 6 mm, weit mehr als man jemals benötigt.

Die schöne Funktion des Decoders, Gleissperrsignal auf der Bühne im Überblendmodus anzusteuern, kann ich natürlich nicht nutzen, dazu wären weitere Schleifringe erforderlich.
Ich habe aber trotzdem solche Signale auf der Bühne installiert, die ohne Überblendung vom Motorlauf gesteuert werden.

Ich habe eine Leiterplatte entwickelt, die neben dem Platz für den Decoder auch alle anderen erforderlichen Komponenten enthält, und zudem für mich als DCC´ler mit RS-Bus-Rückmeldung, noch 24 RS-BUS-Rückmeldekanäle zur Anzeige der Bühnen(haus)stellung im Gleisbild.
Ich suche aber noch nach geeigneten rückmeldefähigen Symbolen für die Gleisanschlüsse; ich habe nicht genug Platz im Gleisbild um Extra-Symbole neben den Gleisanschlüssen zu platzieren. Ich habe schon mal das Symbol 1035 genommen, dies sieht aber sehr klobig aus. Hat hier jemand einen Vorschlag?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein Genuss ist, der fast lautlos drehenden Scheibe zuzuschauen; der Aufwand hat sich gelohnt. Sollte jemand besonderes Interesse an meiner Lösung haben, wäre ein Kontakt über eine PN zweckmässig.

Ein Foto der fertigen Steuerung füge ich mal bei, ebenso meinen Komplettschaltplan.

Für heute beste Grüsse in die Runde

Jochen