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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Andreas Westphal in 13. Januar 2010, 14:31:23

Titel: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Andreas Westphal in 13. Januar 2010, 14:31:23
Hallo liebe Modellbahner und WDPler,

ich habe mal eine Frage zur Beleuchtung mit LEDs: Ich beleuchte sämtliche meiner Häuser mit LEDs und den passenden Widerständen. Angeschlossen sind diese LEDs an 16V-Wechselstrom. Alles funktioniert prima und sieht gut aus. Jetzt sagt mir ein Bekannter, dass ich das nicht machen dürfte, weil sonst die LEDs früher kaputt gehen würden. Ich müsste die Wechselspannung vorher gleichrichten. Das glaube und verstehe ich nicht so ganz. Mein Gedankengang: Eine LED ist ja nichts anderes als eine Diode. Wenn ich hier Wechselspannung anlege geht eben nur eine Halbwelle durch und bringt die LED zum Leuchten. Vielleicht hat aber mein Bekannter doch recht. Hier meine Fragen:

1. Kann ich an eine LED problemlos Wechselspannung anlegen? Wenn nicht, warum nicht?
2. Wie soll ich den Strom gleichrichten (Brückengleichrichter, evtl. als SMD für jede einzelne LED?

Ich bin mir sicher, dass ich hier, wie gewohnt, kompetente Antworten bekomme.

Viele Grüße aus Berlin

Andreas
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 13. Januar 2010, 14:44:54
Hallo Andreas,

Zitat1. Kann ich an eine LED problemlos Wechselspannung anlegen? Wenn nicht, warum nicht?

Eine LED kann die auftretende Sperrspannung nicht verkraften. Während der Halbwelle, bei der die LED nicht leuchtet liegt die volle Spannung an der LED, denn dadurch dass kein Strom fließt fällt am Widerstand keine Spannung ab.
Daher immer Gleichrichten. Ich bevorzuge eine Brückengleichrichtung, da dann beide Halbwellen genutzt werden.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Günther Sigg in 13. Januar 2010, 19:20:50
Hallo Andeas,
Du braucht doch nicht für jede einzelne LED eine SMD Gleichrichtung.
Hänge an Deinen Trafoausgang einen Brückengleichrichter und fahre die LEDs
mit Gleichspannung an. Die Helligkeit wird sich vergrößern weil Du ja beide Halbwellen nützt.
Dann könntest Du auch eventuell die Widerstände erhöhen um Strom zu sparen.

Viele Grüsse Günther Sigg
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Kurt Breetzmann in 13. Januar 2010, 21:04:58
Hallo an die Experten,

Welchen Sinn soll eine Gleichrichtung machen? Auch LED's sind vom Aufbau her wie alle anderen Dioden Gleichrichter => nur das sie zusätzlich noch leuchten!
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 13. Januar 2010, 21:18:57
Hallo Kurt,

Jürgen hat die Antwort schon gegeben. Wenn eine LED an Wechselspannung hängt, kann diese auf Dauer die zu hohe Spannung nicht vertragen, da die Sperrspannung viel geringer ist wie bei einer Gleichrichterdiode.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Harald S. in 14. Januar 2010, 08:27:57
Hallo Freunde !

Normale Gleichrichterdioden sind vom Aufbau und von der Dotierung genau so aufgebaut, dass sie ihre Ventilfunktion
sehr gut wahrnehmen können. Leuchtdioden sollen in erster Linie den Lichteffekt verkörpern, dass sie Dioden sind ist nur ein Nebeneffekt. Daher sind diese Dioden auch mit anderen Materialien wie z. B. Galliumarsenid [grün leuchtend] dotiert [verunreinigt]. Leider hat das zur Folge, dass der Diodeneffekt nicht sehr gut in den elektrische Eigenschaften ausgeprägt ist und daher die Bauelemente wesentlich empfindlicher sind.
Sie sollen leuchten und nicht als Ventil arbeit >> Spezialisten eben....

Gruß Harald
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Andreas Westphal in 14. Januar 2010, 10:37:43
Hallo an alle, die mir hier geantwortet haben.

Vielen Dank für Eure Hinweise. Jetzt verstehe ich mehr.

Noch eine Frage: wie viele LEDs verträgt eigentlich ein Brückengleichrichter mit bspw 5 Ampere?

Gruß aus Berlin

Andreas
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 14. Januar 2010, 11:20:53
Hallo nochmal,

kommt auf den Strom an mit dem die die LED betreibst. Den Strom stellst du mit Widerstand ein. Ausserdem kommt es darauf an ob alle LED parallel oder auch einige Reihenschaltungen vornimmst.
Viele LED haben einen Nennstrom von ca. 20mA, leuchten aber auch mit 10mA noch ganz ordetlich. Werden alle LED parallel betrieben, braucht man nur den Gesamtstrom durch den Nennstrom zu teilen und hat die maximale Zahl der LED..
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Andreas Westphal in 14. Januar 2010, 11:46:30
Hallo Jürgen,

danke für die Anwort. Ich werde mal ein paar Tests machen und den Strom messen der da durchfliesst.

Gruß

Andreas
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Ralf Krapp in 14. Januar 2010, 12:39:21
Hallo Andreas,
und außerdem gibt es einen sog. LED-Rechner, den unser aller Freund "Kalle" erstellt hat. Diesen Rechner findest Du hier: http://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=42687.0 (http://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=42687.0)
Lade Dir diese Anwendung auf Deinen Rechner und Du kannst beliebig viele Konstellationen durchprobieren.  :D
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dietmar Winkler in 15. Januar 2010, 20:39:30
Hallo
Möchte man nur eine oder einzelne LEDs an eine Wechselstromquelle
anschließen, oder an den digitalen Fahrstrom, dann genügt es auch nur
eine normale Diode in Reihe zur LED mit dem Schutzwiderstand zu schalten.
Diese schützt die LED völlig ausreichend mit derer echten Sperre bei
Stromgegenrichtung. Allerdings verbraucht sie zirka 0,5 Volt Spannung.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Andreas Westphal in 15. Januar 2010, 22:38:09
Hallo liebe WDPler,

vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten. Mir ist noch eine andere Idee gekommen und wollte Euch fragen, was Ihr von dieser haltet: Ich habe noch einen alten Fleischmann-Trafo mit Fahrregler. Der liefert doch Gleichspannung. Den könnte ich wohl benutzen, oder?

Viele Grüße aus Berlin

Andreas
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dietmar Winkler in 15. Januar 2010, 23:04:45
Hallo Andreas
Ja, und dann soweit runterregeln bis die LEDs noch sicher leuchten.
Das spart Energie. und um so mehr kann man an den Trafo anschließen.
Wenn Du später noch welche an den Trafo anschließt, eventuell wieder
etwas hochregeln, denn um so mehr Verbraucher angeschlossen sind,
um so mehr sinkt die Spannung.
Natürlich auf die richtige Polung achten!
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Martin Lutz in 16. Januar 2010, 19:45:30
Hallo,

Noch zwei weitere Aspekte die für eine Vorschaltung eines Brückengleichrichters sprechen:

1.
Wird ein LED mit Wechselspannung betrieben, so leuchtet sie eben nur dann, wenn die Polarität gerade so ist, dass sie den Strom leitet. Während der anderen Halbwelle leitet sie den Strom nicht und leuchtet auch nicht. Optisch macht sich das durch ein leichtes Flimmern bemerkbar (Sie leuchtet in der Sekunde 50mal und wird ebenso 50mal in der Sekunde dunkel bleiben)

2.
Der Brückengleichrichter sorgt dafür, dass der entsprechend nachgeschaltete Verbraucher in jedem Fall beide Halbwellen gleichermassen nutzt. So wird ein Wechselstromtrafo in beiden Halbwellen gleich belastet. Dies mag bei koleinen Anlagen mit wenigen LEDs noch kein Problem sein. Doch erreicht die Anzahl LEDs schnell einen Wert, wo es sich lohnt darauf zu achten, dass Trafos möglichst gut ausgelastet werden.

Eine LED verträgt in der Regel etwa 5V Sperrspannung. Höher sollte man nicht gehen. Wenn also ein LED mit Vorwiderstand direkt am Trafo angschlossen wird, so fliesst im Sperrbetrieb praktisch kein Strom und der Widerstand ist praktisch wirkungslos. Daher gelangt die Volle Trafospannung an das LED. Also etwa 16V. (Je nach Trafospannung)
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 16. Januar 2010, 20:52:18
Hallo Martin,
bin gerade dabei drei Donnerbüchsen mit LED's auszurüsten und da habe ich genau das Problem mit dem flackern.
Ich bin kein Elektroniker doch habe ich zwischenzeitlich mit bekommen, dass man das flackern mit einem Brückengleichrichter leicht in den Griff bekommt.
Man kann sie selbst bauen und braucht dafür aber einen Schaltplan und die Bauelemente.
Man kauft die Gleichrichter fertig. Doch dann muß man wissen welchen Typ.
Beides weiß ich nicht. Vielleicht kannst du mir einen Typ emphehlen?
Danke
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 16. Januar 2010, 21:18:33
Hallo Dieter,

da braucht man kein Elektroniker zu sein. Du mußt 3 Dinge wissen um so ein Teil zu bestimmen.

1. den Strom, der ergibt sich aus dem Verbaruch der LED's
2. die Spannung, ist bei der Modellbahn fast uninteressant, da fast alle Typen mehr als 20V vertragen
3. die Bauform, je nachdem wo der Gleichrichter untergebracht werden soll

Also mal einen Katalog in die Hand genommen und nachgeschaut.  ;)
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 17. Januar 2010, 11:17:37
Hallo,

habe mein Problemchen mit dem flackern heute nacht gelöst.
Vor etwa zwei Jahren habe ich mir einen kleinen Vorrat  an Elektronikbauteilen wie Widerstände usw. angelegt.
Habe ein wenig gegoogelt und hab dabei raus gefunden das ein Brückengleichrichter des Typ's B 40 R das Problem lösen könnte. Und just diesen hatte ich in meinem Fundus. Was soll ich sagen: getestet und das Problemchen war gelöst.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Uwe Delkof in 17. Januar 2010, 14:21:00
Hallo an alle,

ich habe mir das Powermodul 5215 von Viessmann dazwischen geschalten. Da hat man Gleichrichter, Energiespeicher und Überlastungsschutz in einem. An einem PM kann man bis zu 100 LEDs anschließen. Auch mit AC kein flackern bei mir, alles stabil.

Schönen Sonntag

Uwe
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Norbert Benz in 30. Januar 2010, 17:46:05
Hallo Uwe,

meine elektrische "Kenntnis" reicht zwar zum Nachvollziehen einiger Sachverhalte - aber ich habe so meine Probleme, mir Sachen selbst auszudenken. ;) Wenn die Skizze der Viessmann-Bedienungsanleitung für die Motorola-/Märklin-Welt anschaue, dann kann ich die Masse ab dem Ausgang des Powermoduls mit der sonstigen Masse auf der Anlage verbinden. Über den "E"-Ausgang des Powermoduls werden dann die "E"-Eingänge der Weichendekoder versorgt bzw. auch die LED-Beleuchtungen. Aber jetzt verlässt mich mein Vorstellungsvermögen: die LEDs hängen dann mit der Phase an der gleichgerichteten Spannungsversorgung und mit der Masse an der Wechselspannung? Oder verwechsle ich jetzt zu viel? ???

fragt sich
Norbert
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 30. Januar 2010, 17:58:18
Hallo Norbert,

ZitatOder verwechsle ich jetzt zu viel?
auch wenn einige "Fachausdrücke" nicht ganz richtig sind hast Du im Prinzip recht. Da aber die Gleichspannungsquelle und die Wechselspannungsquelle einen gemeinsamen Leiter haben, "sehen" die LED nur den Gleichstrom ;)
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Norbert Benz in 31. Januar 2010, 14:18:40
Hallo Jürgen,

vielen Dank - dann werde ich auf diesem Weg meinen LEDs zu einem längeren Leben verhelfen.

Gruss, Norbert
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 02. Februar 2010, 00:12:50
Hallo und guten Abend,
bin immer noch beim Beleuchtungseinbau in meine Donnerbüchsen. Jeder einzelne Wagen für sich funktioniert.
Habe einen Testaufbau mit einem alten Märklintrafo und eine Messung ergab ca. 18 V (Wechselstrom, kein Digitalstrom.) Als LED'S (warmweiß) verwende ich ein flexibles Band auf dem immer 3 LED's zu einer Gruppe zusammen gefasst sind, die ich dann jeweils abschneide (In jeder Gruppe befindet sich ein winziges Bauelement wahrscheinlich ein Widerstand). Pro Wagen ist immer eine Gruppe verbaut. Nun kriege zwei Gruppen zum leuchten, die dritte Gruppe bleibt dunkel. Lt. Karls LED-Rechner brauche bei sechs LED's keinen Widerstand mehr. Wenn ich am Übergang von der 2. zur 3. Gruppe die Spannung messe liegen noch ca. 1,4 V an offensichtlich zu wenig um die 3. Gruppe zum Leuchten zu bringen. Eine höhere Spannung steht mir ja nicht zur Verfügung. (Die Wagen laufen später über die ECOS und werden dann zwangsläufig mit Digitalstrom versorgt) Wie kriege ich die dritte Gruppe zum Leuchten ?
Die Wagen werden über eine stromführende Kupplung versorgt und die Masse wird an jedem Wagen an einer Achse über einen Schleifer abgenommen. Wie ihr seht, ist es für eien Laien gar nicht so leicht die Sache zum laufen zu bringen...
Für Hilfe und Ratschläge bin ich wie immer dankbar.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Anton Windpassinger in 02. Februar 2010, 00:57:45


       Hallo  Moba ner!

        http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201111.htm



       Da steht allerlei  technisches  zeugs  zum Thema LED .

       mfG     Anton
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 02. Februar 2010, 10:34:48
Hallo,
habe noch einmal alles überprüft und dabei festgestellt, das eine Lötstelle nicht astrein war. Habe das korrigiert und seither geht es ... fast.
Im ersten Wagen habe ich einen Brückengleichrichter mit Kondensator eingebaut um das flackern in Griff zubekommen. Das habe ich geschafft. Da ja die Versorgung über die stromführenden Kupplung zum nächsten Wagen geht, dachte ich, der müßte auch flackerfrei sein aber weit gefehlt. Muß ich jetzt in jeden Wagen einen Brückengleichrichter einbauen oder gibt es eine andere Lösung ?
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dietmar Winkler in 02. Februar 2010, 20:18:07
Hallo Dieter

Wenn das Flackern in dem 2. und 3. Wagen von den
stromführenden Kupplungen kommt, dann genügt es
wenn Du in den 2. und 3. Wagen je noch einen Kondensator
einbaust. Dieser lädt sich während der Strom fließt auf und
liefert die nötige Überbrückungsspannung. Der Kondensator
im 1. Wagen kann das bei Wackelkontakt an den Kupplungen
natürlich nicht für die anderen beiden Wagen tun, weil der
Stromkreis dorthin unterbrochen ist.
Viel Erfolg und lass Dich nicht kleinkriegen. 
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Ralf Krapp in 02. Februar 2010, 20:22:46
Hallo Dieter,
alle Wagen sind mit einer leitenden Kupplung versehen, also kann man davon ausgehen, dass Du unter dem Wagenzug nur einen Schleifer hast. Jetzt kommt es darauf an, ob Du den Strom innerhalb eines Wagen direkt von Kupplung zu Kupplung führst und parallel dazu die Innenbeleuchtung angeschlossen hast oder ob Du von der Kupplung zur Beleuchtung und von der Beleuchtung zur Kupplung am anderen Ende, also das Ganze in Reihe verschaltet hast. Du sagst, dass die anderen Wagen flackern, also vermute ich, Du hast den ersten Weg beschritten. Dann würdest Du natürlich in jedem Wagen einen Kondensator zur Pufferung benötigen, ebenso wie einen Gleichrichter.
Freilich könnte man auch alle LED in Reihe schalten, dann wäre die Rechnung nach Karls Programm zu machen und zu ermitteln, welcher Widerstandswert dann gebraucht wird. Hier wäre wohl auch zu bedenken, dass zwar ein Schleifer genügt, aber auch nur einmal ein Massekontakt erforderlich ist, wobei man da natürlich nicht nur eine Achse des letzten Wagens, sondern beide nehmen könnte, um eine bessere Kontaktierung herzustellen.
Da ich nicht ganz so sicher bin in der Elektronik hoffe ich, dass hier noch Spezialisten (z.B. Jürgen Gräbner) eine gute Antwort abliefern werden.  ;)
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 03. Februar 2010, 01:05:21
Hallo,
habe kurzerhand die beiden anderen Wagen mit Kondensatoren ausgerüstet (35 V 470µ) und jetzt flackert auch bei diesen nichts mehr.
@ Ralf, an die Lösung mit dem durchziehen der Leitung habe ich noch gar nicht gedacht. Da ich ich noch weiteren Wagen das flackern abgewöhnen muß, werde ich das bei Gelegenheit testen.
@ Dietmar, du könntest recht haben, dass das Flackern bei den anderen Wagen durch Unterbrechungen an der Kupplung kommt aber das habe ich ja jetzt behoben durch den Einbau von Kondensatoren. Erfreulicherweise ist der Kostenfaktor sehr gering.
Ich danke euch für euere Tips und Ratschläge.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: spessartbahner willi winkels in 03. Februar 2010, 13:20:47
Hallo.
Wie schaut es denn da aus mit den Viessmann Lichtsignalen ? Die haben doch auch die LEDs mit Vorwiderstand eingebaut
und sind für 18 Volt Wechselspannung ausgelegt.Die schreiben da aber nichts von einer benötigten Gleichspannung.oder
habe ich da was übersehen.
Gruß an alle Stammtischler , ich bin noch neu im Stammtisch .
Gruß Willi aus dem Spessart.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: juemo in 03. Februar 2010, 13:25:28
Hallo Willi,

die Viessmann Lichtsignale sind an einem Anschluß nicht mit einem Widerstand sondern mit einer Diode ausgestattet. Du hast also etwas übersehen!  ;)
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dietmar Winkler in 03. Februar 2010, 21:54:17
Hallo Jürgen und Willi
Die Diode schützt die LEDs vor dem Strom in Gegenrichtung.
Der Widerstand die LEDs vor zu hohem Strom in der richtigen Richtung.
Bei Wechselstrom müssen also beide, die Diode und der Widerstand
eingebaut sein.

Wo wir gerade bei der Wagenbeleuchtung sind, noch eine Erfahrung
diesbezüglich von mir:
Habe IC-Personenwagen von Fleischmann mit Beleuchtung (Glühbirnchen)
auf LEDs umgebaut, bzw. umgerüstet.
Da waren drei Glühbirnchen parallel eingebaut und bekamen den Strom
von der 2-Leiter-Schiene digital. Die schluckten pro Wagen über 120 mA = 0,120 A.
Nun habe ich sieben SMD-LEDs (sunny weiß) über einen Gleichrichter und den
je dazugehörigen Widerständen zusätzlich mit einem regelbaren Widerstand
für alle LEDs auf einer langen Platine im Wagen oben nach oben strahlend
eingebaut. Das Dach habe ich innen mit weißem Papier ausgekleidet.
Das Ergebnis: Bei Tageslicht sieht man die aktive Beleuchtung fast nicht.
Im Dunkeln super echt, nicht zu hell, und darum auch nicht durch die
Kunststoffwandungen des Wagens hindurchleuchtend.
Und das tollste, der Strom für alle sieben LEDs (pro Wagen) nach runterregeln
mit dem Poti auf deutlich über dem Abschaltepunkt, ist sage und schreibe
nur zirka 6 mA =  0.006 Ampere. Das ist ein zwanzigstel des Verbrauchs
gegenüber von Glühbirnen. Ich habe das erst nicht richtig geglaubt und
noch ein paar mal nachgemessen, aber es stimmt.
Natürlich werde ich, weil jeder Wagen den Strom selbst abgreift pro
Wagen einen Kondensator einbauen, um das Flackern zu unterbinden.
Dadurch, dass der Stromverbrauch hierbei so gering ist, kann ich es mir
leisten die Wagen bei Tageslicht beleuchtet zu lassen, zudem die LEDs
eeh eine sehr lange Lebensdauer haben. Im Schattenbahnhof
allerdings sind die Gleise stromlos und damit ausgeschaltet.     
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: juemo in 04. Februar 2010, 12:23:29
Hallo Dietmar,

auch ich habe meine Wagengattungen mit LED-Leisten ausgestattet. Die Wagen sind mit stromführende Kupplungen ausgestattet und die LED-Beleuchtung wird über einen Funktionsdecoder geschaltet. Die LED-Leisten habe ich jeweils mit einem 0,5F Elko ausgestattet, somit ist die Beleuchtung flackerfrei.

Aber vielen Dank für Deinen Hinweis.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: spessartbahner willi winkels in 04. Februar 2010, 12:51:25
Hallo Jürgen und Dietmar.
Danke für eure Antworten.Ich habe auch einige IC -Wagen von Märklin mit dieser LED- Leiste beleuchtet.Durch das Abdimmen kann man Ja die Stärke gut einstellen .Zu dem sind die Leisten von hinten her zum abkürzen.Nur habe ich bei meinen strom führenden Kupplungen nach der Umrüstung Probleme mit diesen Kupplungen im Fahrbetrieb. Ungewolltes abkuppeln während der Fahrt. Im Schiebebetrieb ab und zu springt der eine oder andere Waggon mit dem Drehgestell aus den Schienen. Ich habe jetzt den Schleifer vom Steuerwagen ab montiert und unter dem 1. Wagen nach der Lok angebracht.Jetz geht das ganze etwas besser, nur die Kupplungen gehen zum Teil etwas schwergängig in den Kurven ,
weil sie über dieses eingebaute oder schon vorhandene Messingblech der Stromzuführung in den Wagen gelenkt werden. Nach dem Einbau der Kupplungen ging das ganz gut. aber jetzt gehen diese recht schwer und zum Teil auch nicht mehr in die Ausgangsstellung zurück .Das Rausspringen der Drehgestelle tritt fast nur in Kurven auf.Ich habe die Märklin Kupplungen nach gerüstet mit den entsprechenden Teilen.
Herzliche Grüße :willi
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Gerd Boll in 05. Februar 2010, 09:19:17
Hallo
Ich lese hier immer wieder "Brückengleichrichter" und "stromführende Kupplungen"

Sind die Kupplungen nicht 2-polig ausgeführt, braucht es auch keinen Brückengleichrichter im versorgenden Wagen.

Schleift man direkt die Gleisspannung über die Kupplung, und spendiert jedem Wagon einen eigenen Gleichrichter, ist das wieder OK.

Wer aber meint was gutes zu tun, im 1. Wagon einen Brückengleichrichter zu installieren, und die + Leitung über eine einpolige Kupplung zum nöchsten Wagen zu führen, um dort die LED´s von dieser Leitung nach "Masse" an die Radschleifer zu verkabeln, der hat die Vorteile des Brückengleichrichters wieder verspielt. In diesem Fall wirkt von den 4 Dioden im Gleichrichter nur eine Einzige. Deshalb blinkt es auch wieder. ;D

Dies ist genau das, was viele vom Umrüsten alter Märklin-Loks kennen. Wenn die Stirnbeleuchtung direkt im Chassis ruht und nur ein Kabel (gelb oder grau) vom Decoder kommt, blinken die Lampen. Auch hier wird nur eine Diode des Brückengleichrichters auf dem Lokdecoder wirksam.
Schließt man aber isolierte Birnchenfassungen an und legt auch dir orangene + Leitung vom Decoder zur Lampe, hat man echten Gleichstrom und nix blinkt.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 05. Februar 2010, 11:11:22
Hallo Gerd,
beantwortest Du einem Laien eine Frage ? Habe gerade drei Donnerbüchsen mit Beleuchtung ausgerüstet und genau diese Problematik. Die Wagen sind über leitende einpolige Kupplungen verbunden und der erste Wagen hat einen Brückengleichrichter und einen Kondensator. Im zweiten Wagen habe ich die Masse mit einem Schleifer von der Achse abgenommen. Folge: Die Beleuchtung blinkt, kein Problem, denn ich habe jetzt jedem Wagen einen Brückengleichrichter plus Kondensator spendiert. Da ich ja nur eine einpolige Kupplung habe muß ich die Masse ja irgendwo herbekommen und ein Kabel von Wagen zu Wagen führen wolllte ich nicht. Wie also sieht die ideale Verkabelung aus ?
Das ist für mich interessant, da ich in einer Reihe von weiteren Wagen die Beleuchtung ändern muß.
Danke für deine Ausführungen zu dem Thema.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: GWelt in 05. Februar 2010, 12:41:19
Hallo Dieter,

so wie ich meinen Namensvetter verstanden habe gibt es zwei Möglichkeiten.

Die 1. so wie Du sie eingebaut hast. 1-polige Kupplung mit in jedem Wagen ein Gleichrichter
Oder 2. Gleichrichter im ersten oder letzten Wagen und die Wagen mit 2-poligen Kupplungen versehen.


Kölle Alaaf
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Peter Schmitt in 05. Februar 2010, 17:57:30
Hallo Willi,

zu dem Problem "schwergänige Kupplung und in Kurven entgleisende Wagen usw.". >:(

Ich habe die letzten Monate auch immer wieder mal Innenbeleuchtungen in M*-Wagen eingebaut und diese Erscheinungen gehabt.
Nach recherchieren habe ich festgestellt, dass die Kontaktfeder (aus Packung 7319), welche unter dem Kontaktblech liegt, bei maximaler Ausfahrung der Kupplungskulisse nach rechts oder links, aus dem Kontaktblech hervorkommt und somit kommt es zum Verklemmen der Kupplungsdeichsel. Ergebnis, in der nächsten Kurve Entgleisung.

Ich habe bei mir eine Packung 7319, welche bestimmt schon 15 Jahre in meinen Ersatzteilen ist, da sind Kontaktbleche drin die bei der "Öffnung" ca. 3mm weniger weit offen sind als die Kontaktbleche in den neuen Wagen.
Bei diesen "alten" Kontaktblechen springen die Kontaktfedern nicht von unten raus.

Diese "alte" Bleche sind aber in der Gesamtbreite nur ca. 25,28 mm breit - die neuen Bleche ca. 25,85 mm, und die seitlichen Ausstanzungen für die Nasen am Wagenkasten sind auch anders. Man kann die Bleche aber von Richtung Wagenmitte zur Kupplungsdeichsel vorschieben.
Weil die Bleche nun etwas weniger breit sind und nicht so fest sitzen, habe ich mit etwas Kleber an den Ecken die  Bleche fixiert.

Willi, Du kannst natürlich die Kontaktbleche wie sie sind lassen, nur mußt Du beim Zusammenbau darauf achten, dass die Kupplungsdeichsel nicht maximal ausgefahren wird. Dies kann aber schon geschehen, wenn das Drehgestell beim Zusammenbau sich verdreht und die Deichsel mitnimmt.

Mit diesem Problem hätten wir nicht zu kämpfen, wenn M* nicht an der falschen Stelle die paar mm/2 eingespart hätte.

Gutes Gelingen und freundliche Grüße
Peter   
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: spessartbahner willi winkels in 05. Februar 2010, 18:50:42
Hallo Peter.

Schönen Dank für deine Antwort.Ich habe die Umrüstung mit der Packung 72020 vorgenommen. Habe dann .wenn dieses
Kontaktblech schon im Wagen vorhanden war, es auch nicht ausgetauscht. Nur bei meinen älteren Silberlingen habe ich die Kontaktbleche aus der Packung eingebaut.Ich werde aber der Sache versuchen auf den Grund zu gehen .Vielleicht
kann ich noch was machen.Dank deines Tips ,habe ich jetzt einen Anhaltspunkt .
Danke nochmal und alles Gute.

    Willi.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Gerd Boll in 08. Februar 2010, 13:00:06
Zitat von: Dieter Lipka in 05. Februar 2010, 11:11:22
Hallo Gerd,
beantwortest Du einem Laien eine Frage ? Habe gerade drei Donnerbüchsen mit Beleuchtung ausgerüstet und genau diese Problematik. Die Wagen sind über leitende einpolige Kupplungen verbunden und der erste Wagen hat einen Brückengleichrichter und einen Kondensator. Im zweiten Wagen habe ich die Masse mit einem Schleifer von der Achse abgenommen. Folge: Die Beleuchtung blinkt, kein Problem, denn ich habe jetzt jedem Wagen einen Brückengleichrichter plus Kondensator spendiert. Da ich ja nur eine einpolige Kupplung habe muß ich die Masse ja irgendwo herbekommen und ein Kabel von Wagen zu Wagen führen wolllte ich nicht. Wie also sieht die ideale Verkabelung aus ?
Das ist für mich interessant, da ich in einer Reihe von weiteren Wagen die Beleuchtung ändern muß.
Danke für deine Ausführungen zu dem Thema.
Hallo Dieter
Du mußt also direkt die Gleisspannung vom Schleifer über die Kupplungen führen, und in jedem Wagen den Brückengleichrichter mit seinem einen ~ Anschluß an dieses Kabel und dem anderen ~ Anschluß an den Radkontakt hängen.
Zwischen + und - kannst du dann die LED´s + Widerstand anschließen. Elko brauchst du dann eigentlich keinen.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Dieter Lipka in 08. Februar 2010, 14:49:38
Hallo Gerd,
genauso habe ich es gemacht.

Danke für die Antwort
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Norbert Benz in 21. Februar 2010, 12:08:43
Hallo,

ich habe nochmal eine Frage zum Thema LED/Wechselspannung.
Mit dem Powermodul 5215 von Viessmann versorge kann ich die LEDs in den Häuser mit Gleichspannung versorgen. Aber wie kann ich das schaltbar machen? Beim Weichendekoder 5211 gibt es die "E"-Buchse, welche die Gleichspannung nutzt, um die Weichenantriebe mit "Power" zu schalten. Die Befehle zum Schalten kommen über die normalen Buchsen rot/braun von der Zentrale (bei mir: IB). Der Schaltdekoder 5213 (den ich zum Ein- und Ausschalten von LED-Beleuchtungen in Häusern oder auch für Bahnsteig- oder Strassenlampen nehmen wollte) hat aber nur die rot/braunen Buchsen für den Wechselstrom.
Wie kann ich also die LEDs mit Gleichspannung versorgen, dies aber über WDP und UB schaltbar machen?

Eine Idee hätte ich ja: bei Littfinsiki gibt es 4fach-Schaltdekoder mit sep. Eingang für den Schaltstrom. Mit den möglichen 4A pro Ausgang könnte ich zwar ganze Horden von LEDs versorgen, aber vielleicht wäre ja das die Lösung für mich.

Gruss, Norbert
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Bernd Sorgenfrei in 21. Februar 2010, 12:33:00
Hallo Norbert,

Schaltdecoder haben doch 4 Umschalter. Der mittlere ist der Eingang, z.B. die Plus-Leitung vom Gleichrichter, die beiden anderen sind Ausgänge, von denen jeweils einer geschlossen und der andere offen ist. An einen der beiden kann man die Beleuchtung anschließen. Der Rückleiter zum Gleichrichter kann dabei auch die gemeinsame Masse der Anlage sein, an die dann auch die Minusleitung der Gleichrichters anzuschließen wäre.

Will man alle Ausgänge nutzen, hätte man 4 verschiedene Beleuchtungskreise, die man einzeln schalten könnte.
Titel: Re: Beleuchtung mit LED, hier Gleichrichtung der Spannung
Beitrag von: Norbert Benz in 21. Februar 2010, 19:05:00
Hallo Bernd,

da hast Du wohl recht. Aber manchmal ist man wie vernagelt (ich beim Einfallen lassen von elektrischen Möglichkeiten, die nicht in Dokumentationen zu finden sind, eigentlich immer). Aber mal wieder ein guter Tipp aus dem Forum.

Vielen Dank,

Norbert