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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Jürgen Kuntz in 13. Februar 2010, 21:36:11

Titel: Weichenschmerzen
Beitrag von: Jürgen Kuntz in 13. Februar 2010, 21:36:11
Hallo,
ich betreibe eine Modelleisenbahnanlage mit folgenden Komponenten:
Steuerung Win-Digipet, Intellibox, Weichendecoder LDT mit separater Stromeinspeisung, Märklin K-Gleis mit Märklin Weichenantrieben.
Nun fallen immer mal wieder Weichenantriebe aus bzw. schalten sporadisch nicht - mit den entsprechenden Folgen und Schäden. Insgesamt verderben mir diese unzuverlässigen Weichen den ganzen Spaß an unserem Hobby.

Teilweise kann ich die Weichenantriebe wieder flott machen, indem ich die Microschalter mit einer Lötbrücke versehe, also die Endabschaltung lahmlege.

Allerdings tritt auch teilweise das Problem auf, dass die Weichenantriebe verschmoren und so mechanisch blockieren.
Mit der Suchfunktion konnte ich nachlesen, dass das Problem offensichtlich nur bei Märklin-Antrieben in Verbindung mit LDT-Decodern auftritt.
Allerdings habe ich noch nicht Verstanden, ob das Problem bei den Decodern oder bei den Antrieben liegt, bzw. ob das Problem durch Überbrücken des Endschalters vermieden werden kann.
Kann mir jemand ein paar Tipps geben wie ich meine Weichen zuverlässiger machen kann, bzw. was wäre eine Alternative zu den Märklin-Antrieben bzw. LTD-Antrieben.

Besten Dank im voraus
Jürgen
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Ernst Vogel in 13. Februar 2010, 22:20:48
Hallo Jürgen,

die gleichen Schmerzen, die Du im Zusammenhang mit den Märklin K-Weichen und den zugehörigen Märklin Antrieben beschreibst, befallen mich an zwei Weichen sporadisch auch.

Ich beschaffte mir nun 3 Weichenantriebe mit Endabschaltung von "C" (Best.-Nr. 21 99 99), mußte nach Lieferung aber feststellen, dass diese mit den Märklin Dekodern k83 nicht zu betreiben sind.

Deiner Bitte nach ein paar Tips schliesse ich mich daher an, insbesondere interessiert es mich, mit welchen Dekodern die C-Weichenantriebe betätigt werden können. (Evtl. mit dem Viessmann Artikel 5213 ?)

Es tut mir leid, dass ich Dir keine Lösungsmöglichkeit für unser Problem bieten kann.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Edwin Schefold in 13. Februar 2010, 22:25:04
Hallo zusammen,
Ich hatte mal die LDT Decoder zum Weichenschalten gehabt, die mit dem MM Decoder auf der Platine.
Diese haben mir immer mal wieder einen Weichenantrieb geschossen. Dann bin ich auf die Viessmänner umgestiegen, und habe seither dieses Problem nicht mehr.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Ernst Vogel in 13. Februar 2010, 22:29:55
Hallo Edwin,

der von mir angesprochen V-Dekoder 5213 wäre also für die C-Antriebe geeignet?

Danke für Deine Mühe und die schnelle Reaktion.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Edwin Schefold in 13. Februar 2010, 22:57:22
Hallo Ernst
Diese Decoder nutzen wir ja auch auf der Testanlage in Stockheim.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: GWelt in 14. Februar 2010, 14:07:00
Hallo zusammen,

mit den Mä-K-Weichenantrieben hatte ich vor längerer Zeit Schaltungsprobleme. Als Erstes habe ich die alten runden Antriebe gegen die neueren flachen getauscht.
Was aber den besten Efekt erreichte war, den Einsatz des V-Powermodul 5215. Hierdurch kann man die V-Decoder mit zusätzlichem Strom versorgen.


Kölle Alaaf
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Jürgen Kuntz in 14. Februar 2010, 19:00:33
Hallo,
vielen Dank für die Antworten.

In verschiedenen anderen Beiträgen habe ich gelesen, dass manche Modellbahner Ihre Weichen mit Servo´s antreiben. Welche Servo´s sind hier geeignet und wie werden sie angesteuert?

Vor kurzem habe ich die vorerst letzten Weichen eingebaut, insgesamt 55 Stück. Alle mit den LDT-Decodern und den Märklin Antrieben. Wenn ich mir überlege, die jetzt wieder alle auszutauschen - dann such ich mir ein anderes Hobby, vielleicht fang ich mit dem Stricken an...

Viele Grüsse
Jürgen
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Ernst Vogel in 14. Februar 2010, 19:34:13
Hallo Jürgen,

bei den von mir angesprochenen Weichenantrieben mit Endabschaltung handelt es sich um Servos, die - wie Edwin bestätigte - mit den V-Decodern 5213 betrieben werden können. Auch berichtet er über seine Erfahrung mit LTD-Dekodern.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Axel Exner in 14. Februar 2010, 19:45:21
Hallo Jürgen,

vielleicht ist auch der Beitrag für Dich von Interesse.

http://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=60161.msg85968#msg85968

Wenn nicht kannst Du immer noch mit dem Stricken anfangen,
fürs Erste, zwei links, zwei recht und eine fallen lassen, oder so ähnlich.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Rolf Rudin in 14. Februar 2010, 22:17:50
Während der Planung meiner Anlage war die Ansteuerung der Weichen ein zentrales Thema.
Abgeschreckt durch die vielen Negativmeldungen in verschiedenen Foren habe ich mich für die Ansteuerung mit Servomotoren entschieden - und - es bis heute nicht bereut (sonst würde ich vielleicht heute auch Stricken.... ;D)
Dabei habe ich mich für die Flüsteranriebe von MBTronik entschieden und es bis heute nicht bereut.
Bis dato noch keinen einzigen Ausfall und absolut Null Störung!

@Jürgen
Aus meiner früheren Beschäftigung im Flugmodellbau hatte ich noch viele Servo's diverser Anbieter rum liegen (Graupner, Futaba, robbe), die nun heute problemlos ihren Dienst unter der Anlage verrichten.
Auch das Programmieren der Weiche ist für einen Laien wie mich mit Hilfe des Programmiergerätes ein Kinderspiel. Man kann sogar die Stellgeschwindigkeit der Zunge programmieren! Einfach ein Genuss zu Beobachten, wie sich die Weichenzunge langsam und somit vorbildgetreu von einer Endlage in die andere schiebt. Und das nahezu geräuschlos.
Ist vielleicht nicht gerade die billigste Art der Ansteuerung, aber Strickwolle kann ja mit der Zeit auch ganz schön ins Geld gehen........ ;D

Gruss
Rolf
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Berni in 15. Februar 2010, 09:44:31
Ich kann nur das von Rolf bestätigen.

Ich hatte auch sämtliche Dekoder (LDT,Märklin,Viessmann) umit Märklin K-Gleis Antrieben in Verwendung und immer wieder Schaltungsprobleme.

Seit ich kontinuierlich die alten Märklin Antriebe mit den Servos und den Dekodern von MB-Tronik ersetze
habe ich keine Probleme mehr. 8)

Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: juemo in 15. Februar 2010, 11:20:07
Hallo Jürgen,

ich vermute mal, das Du eher in Richtung Weichenantrieb suchen mußt, denn über die Antriebe der K-Weichen habe ich nichts Gutes gelesen. Ich kenne einige User die diese K-Weichen mit einem einem Servo ausstatten.
Ich betreibe meine C-Gleisweichen mit LDT-Decodern und vorher meine M-Gleisweichen schon über 8 Jahre. Decoderprobleme hatte ich noch keine. Ich mag meine ca. 40 LDT-Decoder, denn wenn aus welchen Gründen auch immer, ein Decoder nicht funktionierte, konnte ich durch den Ersatz eines der handelsüblichen IC den Fehler beheben. Außerdem gibt es eine starke Hotline, bei der man immer eine Hilfe bekommt!
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Stefan Kirner in 15. Februar 2010, 11:35:27
Hallo Zusammen,

mit schöner Regelmäßgkeit taucht das Thema hier und auch in anderen Foren auf.
Ich kann nur beharrrlich wiederholen, dass es meist an ungenügender Stromversorgung liegt wenn die Weichenantriebe versagen.
Mit Fremdspannungseinspeisung und genügend Power dahinter gibt es in der Regel keine Probleme. Ich kenne die LDT Decoder nicht, aber haben diese nicht auch einen Fremdspannungseingang? Bei mir sind über 90 C-Gleis Weichenantriebe mit einer 24V / 3A DC extern versorgt. Probleme gibt es seit Jahren keine!!!
Bevor man also einen kostspieligen Austausch etc. plant, würde ich erst mal schauen ob es nicht evtl. so geht.

Viele Grüße
Stefan
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Dr. Jürgen Martin in 15. Februar 2010, 12:08:37
Hallo Jürgen,
wiederholt wurde in anderen Threads darauf hingewiesen, dass die Mikroschalter in den K-Gleis-Weichenantrieben auch ein mechanisches  Hindernis darstellen.  Ich habe daher bei allen Antrieben den Mikroschalter nicht elektrisch überbrückt, sondern komplett entfernt. Man muss dann nur die  Spulenkabel anders anlöten.  Weiterhin habe ich nach vielen Versuchen mit Öl, WD-40, Ballistol und anderen Lösemitteln wegen weiter bestehender Schaltprobleme schließlich die Antriebe mit Waschbenzin "eingeweicht" und nach einigen Minuten mit Druckluft (aus der Dose vom großen "C") ausgeblasen (wenn in eingebautem Zustand, beim Ausblasen einen Lappen dahinter halten). Anschließend habe ich die  Antriebe nicht mehr geölt. Öl hält jeden Staubfusel, der zwangsläufig beim Hin- und Herflitzen des Spulenkerns eingezogen wird, fest und im Laufe der Zeit ergibt sich eine zähe Schmiere, die mit noch mehr Öl nur noch schlimmer wird.
Seit dieser Reinigungsaktion schalten die Weichen mit einem satten Klack. Manchen stört dieser Klack, aber ich finde dieses Geräusch ausgesprochen beruhigend.
Eine externe Stromversorgung der Antriebe ist sicher nicht falsch, aber bei mir ist sie nicht mehr nötig.
Ein Decoder kann natürlich mal ausfallen, aber grundsätzlich schalten diese alle.  D.h. immer dann, wenn eine Weiche nicht richtig funktioniert, sind zunächst alle mechanischen Probleme zu beseitigen. Insofern muss ich aus meiner Erfahrung Stefan widersprechen (Zitat: ...dass es meist an ungenügender Stromversorgung liegt wenn die Weichenantriebe versagen...).
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Martin Lutz in 15. Februar 2010, 13:47:16
Hallo Jürgen,
Zitat von: Jürgen Kuntz in 14. Februar 2010, 19:00:33
Hallo,
vielen Dank für die Antworten.

In verschiedenen anderen Beiträgen habe ich gelesen, dass manche Modellbahner Ihre Weichen mit Servo´s antreiben. Welche Servo´s sind hier geeignet und wie werden sie angesteuert?

Vor kurzem habe ich die vorerst letzten Weichen eingebaut, insgesamt 55 Stück. Alle mit den LDT-Decodern und den Märklin Antrieben. Wenn ich mir überlege, die jetzt wieder alle auszutauschen - dann such ich mir ein anderes Hobby, vielleicht fang ich mit dem Stricken an...

Viele Grüsse
Jürgen
Manchmal ist ein schmerzlicher Entscheid doch der beste. Wir haben so um die 45 Weichenantriebe gegen die MBTronik Servos ausgetauscht. Im Moment schmerzt es zwar. Aber nach einigen Jahren zuverlässigem Betrieb muss ich sagen: es war der beste Entscheid, den wir im Zusammenhang mit unzuverlässigen Antrieben gefällt haben.  :)
Manchmal muss man über den eigenen Schatten springen.  ;)
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Francois in 16. Februar 2010, 12:19:21
Hallo Jürgen,

Kannst du messen wieviel (Gleichspannung) deine nicht schaltende Weichen bekommen ? Meine Erfahrung (bezieht sich nur auf M Weichen) braucht mehr Spannung als fruher (als die Spannung noch 16 V Wechselspannung war)

Meine M-Weichen schalten manchmal mit nur 14 V Gleichspannung aber schwierige Faelle brauchen 18-19 V Gleichspannung.

Wenn viele Verbraucher anliegen kann es schon sein das die Spannung am Weichendekoder absinkt und du in Grenzfaelle kommst. Ich tate einmal messen, bevor man alles austauscht.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Rolf Lauks in 16. Februar 2010, 12:31:26
Hallo Freunde,
Ja, das leidliche Thema mit den Weichen. Hatte ich auch mit C-Gleis. Ich möchte hier ausdrücklich betonen: "Hatte ich auch"!!!!
Was habe ich gemacht?
Zunächst alle K 83 Decoder ersetzt duch IEK Decoder, die nämlich getrennte Einspeisung haben. Dann habe ich einen 24 V DC Bus gelegt und alle Decoder mit mit Gleichstrom versorgt. Auf die Vissmann E Eingänge habe ich nur den Plus gelegt und den Minus vom Gleichstrom mit der Masse der Booster verbunden.

Seit diesem Effekt gibt es bei mir keine Fehler mehr. Allerdings habe ich weitgehend die Microschalter der Endabschaltung überbrückt, die brauchen wir ja nicht.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Dieter Lipka in 16. Februar 2010, 12:43:02
Hallo,
ich weiß es ist ein bißchen vielverlangt aber wäre vielleicht jemand mal so nett und würde mal ein Bild von der überbrückten Endabschaltung einstellen ?

Danke
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Rolf Lauks in 16. Februar 2010, 12:49:37
Hallo Dieter,
Da brauchst Du eigentlich kein Bild. ganz einfach von den beiden Microschaltern die äßeren Lötpunkte miteinander verbinden (C-Gleis Weiche). Pack's nur an, geht schon.
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Jürgen Kuntz in 16. Februar 2010, 22:34:40
Hallo,
vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.

Zuerst werde ich nochmal die Spannungsversorgung der Weichendecoder überprüfen. Auch die Mechanik der Weichen werde ich (soweit zugänglich) einer Reinigung unterziehen.

Wenn das alles nicht´s fruchtet, werde ich auf Servo-Antrieb umstellen.

Grüße Jürgen
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Friedel Weber in 18. Februar 2010, 12:32:58
Hallo Jürgen

Baut Euch doch für wenig Geld einen "Weichenbosster":

http://www.moba-tipps.de/elektrik.html#Booster

Viele Grüße
Friedel Weber
Titel: Re: Weichenschmerzen
Beitrag von: Peter BR44 in 18. Februar 2010, 13:29:38
Hallo zusammen,

so wie Friedel und Rolf, verwende ich auch ausschließlich nur noch
Decoder der Firma IEK.

Hatte vorher alles mögliche an Zeugs, z.B. Märklin, Viessmann und Conrad.
Leider nur Probleme damit, in dem K-Weichen und später auch C-Gleis-Antriebe
die nicht richtig oder erst gar nicht schalteten.

Nach Komplettumstellung aller Bausteine auf IEK-Module (vor gut 3 Jahren) und einer separaten
Einspeisung der Weichen-Module, mit einem 100 VA/16V~ Titan Trafo,
hatte ich bisher keine Schaltausfälle mehr und dass ohne die Antriebe zu verändern.
Die CS Steuert die Loks und die S-88 Module.
Weichen, Signale, Bü, Endkupplungsgleis werden über die IB angesteuert.
Den Rest, Rauchende Kamine, Feuer, Kräne, Kirmes, Aaaction-Figuren, etc., erledigt meine alte 6021.
Somit kann jedes Digital-System in Ruhe ihren Dienst tun, ohne überlastet zu sein
und die alten Geräte sind nicht mehr Staubfänger im Karton der vergessenen Welten.

Davon abgesehen, in den gut 30 Jahren MoBa, sind mir erst vier Weicheinantriebe gehimmelt und
der letzte Totalausfall ist auch schon paar Jahre her.

Direkt mal auf Holz klopfen, dass es auch so bleibt!
;D ;D ;D


Genesene Grüße aus dem Westen

Peter