Hallo Zusammen
Die Energieversorgung meiner neuen Modellbahn habe ich als Erstes fertig gemacht, um später nicht so lange unter der Anlage sitzen zu müssen.
Vielleicht interessiert den Einen oder Anderen, was da an Teilen verbaut wurde:
http://www.moba-tipps.de/elektrik.html#zweite-Anlage
Viele Grüße
Friedel Weber
Hallo Friedel,
zur Strombegrenzung des Einschaltstromes gibt es auch Fertiglösungen. Das ist sicher geeigneter als Basteleien am 230V-Netz. Wenn ich Deinen Beitrag so lese, Kompliment, man lernt immer etwas dazu.
Nachfolgend ein Link als Beispiel:
http://www.elv.de/ELV-230V-Einschaltstrombegrenzer-ESB-54/x.aspx/cid_74/detail_10/detail2_19299/refid_GoogleBase
Gruß
Michael
Hallo
Auch ich überlege mir gerade die Energieversorgung.
Brauche aber wohl einige Trafos mehr...
So etwas Abenteuerliches wie Du hatte ich auch vor, bin aber wieder davon abgekommen.
Meine erste Entscheidung: Keinen großen Trafo. Wenn da mal was kurzschließt, dann haut es die Peripherie richtig weg.
Also max. 3-4A Trafos.
Meine zweite Entscheidung: Keine 230V Basteleien. Auch wenn ich das kann, die Versicherung nimmt es mir nicht ab.
Also möglichst nur Modellbahntrafos, wie den von Viessmann oder Conrad einsetzen.
Um nicht alle gleichzeitig einschalten zu müssen, habe ich noch keine gute Lösung, werde aber wohl 6 Funkschaltsteckdosen dafür nehmen.
Also viel Glück mit Deiner Versorgung...
Gruß
Thomas
Hallo Friedel,
solch eine Anlaufschaltung mit Vorwiderstand habe ich schon mehrere Jahre mit Erfolg im Einsatz. Jedoch möchte ich hier einen kleinen Denkanstoss geben. Es soll schon mal vorgekommen sein, dass ein elektronisches Bauteil sich verabschiedet hat (Diode, Elko, Relais,Relaiskontakt). Dies würde, je nach angeschlossener Last, eine Belastung des Widerstands von mehreren 100 Watt bedeuten wenn der Relaiskontakt nicht schliesst. Eine starke Erhitzung des Widerstands, und die daraus resultierenden Gefahren, sind die Folge.
OK man kann es treiben und übertreiben mit der Überwachung, aber ein Thermoschalter am Widerstand, der sich nicht von alleine zurückstellt, könnte sinnvoll sein.
Aber wie schon gesagt, es soll nur ein Denkanstoss sein. Lösungen können auch ganz anders aussehen.
Noch viel Spass beim Hobby wünscht
Hellmut
Hallo,
Zu dieser Widerstandsschaltung möchte ich ebenfalls warnen. Besonders wenn mal der Relaiskontakt streikt. Dann sind 8W schon sehr knapp. Insbesondere noch dann, wenn man diesen noch in eine Kunststoffbox einbaut.
Letzthin (vor ein paar Wochen) habe ich für Spot in der Firma gesorgt. Ich habe ein solches Ding: (http://www.byker.de/bilder/T01040.jpg) bei nicht einmal Nennlast (knapp unter 50W) buchstäblich abgeschossen. Ich hab den Widerstand aber nicht richtig gekühlt. Plötzlich wurde das Teil zum Geschoss und lötete sich selber von der Umgebung ab. Die umliegenden Geräte waren mit Lötzinn vollgespritzt. Der Widerstand klebte etwa 2.5m neben mir im Teppich, zerlegt in seine Einzelteile (Drahtwicklung hat sich selber abgewickelt). Ein Knall, ich konnte nicht richtig fassen, was da passierte und ein Kollege der neben dem Landepunkt gestanden hat schrie auf. Zum Glück wurde er nicht getroffen. Aber er hats gesehen.
Leider gibt es jetzt im Teppich einen Abdruck, der genau dem Metallkörper gleicht. :(
Was ich sagen will: bitte, bitte aufpassen. Ein 8W Widerstand kurzzeitig an 230V und er ist pulverisiert. Gut, hier ist noch eine Trafowicklung hinten nachgeschaltet. Trotzdem ist 8W für so was zu knapp. Nach einfachster Berechnung (Wenn ich die Trafowicklung als ohmisch betrachte) komme ich auf eine Last von 126W am Widerstand, wenn das Relais mal nicht funktioniert. Ein 8W Widerstand wird sich sofort verabschieden. Mit geschmolzener Plastikdose in der sie eingebaut war.
Hallo,
auch ich lasse die Finger von den "Gold-Metall-Draht-Widerständen". Mir snd auch schon etliche um die Ohren geflogen obwohl von Überlastung eigentlich weit entfernt.
Die Innereien schiessen sich raus wenn der Widerstand sehr heiss wird und das wird er auch schon bei wenigen Watt über einen längeren Zeitraum. Es war so als ob im Widerstand Feuchtigkeit drin wäre - denke mal Feuchtigkeit wird nicht drin sein. Trotzdem siehts von der Seite aus als wäre der Draht nur "einbetoniert".
Dann lieber Drahtwiderstände in einem richtigen Porzellankörper, die Keramik feinst gemahlen und gesintert, nur ..... die sind nicht einfach zu bekommen und teuer obendrein.
Hallo miteinander,
Trotz allem würde mich interessieren, wie Friedel Weber auf 8W gekommen ist, bei der Bemessung dieses Widerstands?
Hallo zusammen,
wie sieht denn das Ganze versicherungstechnisch aus,
wenn bei der "Eigenbastelei" vom Nichtfachmann
etwas passiert bzw. (ab)fackelt??
Gruß
Peter
Hallo Peter,
gehe mal davon aus dass die Versicherung grundsätzlich nicht zahlen will und Du kriegst nix.
Wenn andere zu Schaden kommen wird wohl erstmal die Haftpflicht, soweit vorhanden, einspringen, auf Ärger mit der Versicherung kann man sich bestimmt gefasst machen.
Grundprinzip aller Basteleien - wenn auch manchmal besser als von Profis - die Basteleien geschehen auf eigene Verantwortung, wobei Nichtwissen nicht vor Sanktionen schützt, leider.
("grundsätzlich" heisst "nicht immer" - es besteht auch die geringe Wahrscheinlichkeit dass die Versicherung zahlt).
Hallo
Also um mal eine Lanze für Friedel zu brechen, ein 8W Widerstand ist meines Erachtens mehr als Ausreichend, wenn er im Fehlerfall nicht abbrennt, sondern sich ganz harmlos verabschiedet. Eigentlich kann man sagen, je kleiner der Widerstand, umso unspektakulärer geht er im Fehlerfall kaputt. (einige 5W-Zementwiderstände gehen so unspektakulär kaputt, das man es ihnen äußerlich nichtmal ansieht)
Klar, über das Plastikgehäuse kann man streiten, eine alte Bakelit Verteilerdose aus den 60ern wäre da besser. ;)
Man kann auch einen NTC-Widerstand einsetzen, der ist ja als Anlaufstrombegrenzung beliebt, das ändert aber letztendlich nix an der Sache. Der wird auch heiß.
Diese Widerstände, wie von Martin erwähnt, kenne ich auch zu gut. Ich habe schon 150W Widerstände gesprengt. Da ist das Alugehäuse direkt aufgeplatzt. Wenn man sich das Datenblatt dieser Biester anschaut, dann können die ihre max. Leistung nur bei entsprechender Montage auf einem Kühlkörper und Zwangsbelüftung. Ohne dies verkraften sie nichtmal 10% der angegebenen Leistung.
Im Versicherungswesen kenne ich mich nicht aus, aber ich finde jede Christbaumbeleuchtung aus Fernost gefährlicher als die Bastelei an der Modellbahn.
Hallo Friedel,
erstmal großes Lob, Deine Ausarbeitung zur Energieversorgung ist mal wieder klasse, da können sicher viele wieder was draus lernen und für die eigene Bahn umsetzten. Es zeigt wieder einmal, dass Bedienerfreundlichkeit und komforttable Fehlersuche/ Kurzschlusssuche nicht teuer sein müssen und es jeder umsetzten kann, egal wie groß der Geldbeutel ist.
Nur bezüglich der Bastelei an 220V Strom muss ich meinen Vorrednern recht geben, das ist riskant und eher nicht nachahmenswert. Wir benötigen doch bei der Modellbahnerei viele verschiedene Stromkreise, da eignen sich prima mehrere kleinere Trafos, ohne Vorschalt- oder Anfahr-Basteleien an der 220Volt Leitung. Ob man nun "Brumm-arme" Ringkerntrafos oder Modellbautrafos verwendet ist Geschmacksache. Ich verwende die alten M* Trafos, das Brummen geht bei 10 fahrenden Zügen, Lautsprecheransagen, etc. gänzlich unter und die Helligkeit von Laternen kann man am Fahrregler auch prima einstellen.
Hallo,
Gibt es irgend eine Grundlage, die darauf hindeutet, dass ein 8W Widerstand hier ausreicht.
Dass das Relais mal nicht schaltet, ist hier durchaus im Bereich des Möglichen. Einfach alleine schon deshalb, weil die Leistungsdiode davor schon anderen Schaltungsteilen ausgesetzt ist. Brennt diese mal wegen eines Kurzschlusses durch, kann es durchaus mal sein, dass das Relais plötzlich nicht mehr schalten kann. Wieviel Strom, dass dann der Widerstand im Primärkreis abkriegt, hängt auch davon ab, was sekundärseitig am Trafo angeschlossen ist.
Aber vielleicht noch ein anderer Tip. Es gibt ja Thermoschalter. Gesetzten Fall, es tritt der Fall ein, dass das Relais den Widerstand nicht aus dem Stromkreis nimmt, dann sorgt der Thermoschalter (am Widerstand angeklebt oder sonst wie direkt befestigt) bei wärmer werdendem Widerstand für eine Komplettabschaltung auf der Primärseite.
Zitat von: Gerd Boll in 18. März 2010, 08:46:17
Diese Widerstände, wie von Martin erwähnt, kenne ich auch zu gut. Ich habe schon 150W Widerstände gesprengt. Da ist das Alugehäuse direkt aufgeplatzt. Wenn man sich das Datenblatt dieser Biester anschaut, dann können die ihre max. Leistung nur bei entsprechender Montage auf einem Kühlkörper und Zwangsbelüftung. Ohne dies verkraften sie nichtmal 10% der angegebenen Leistung.
Diese WIderstände sind schon gut. Doch man muss halt Hinweise auf die Handhabung im Datenblatt beachten. Da ich nur einen Messaufbau gemacht habe, habe ich das eben nicht so gemacht, wie mans eben machen sollte. Normalerweise habe ich meine Messungen nur kurz durchgeführt um eben diese Widerstände nicht zu arg zu belasten. Doch hier habe ich sie ein bisschen zu lang der entsprechenden Leistungausgesetzt. Beim Einstellen des gewünschten Stroms ists dann passiert.
Insgesammt sollte man stets vor Augen halten, dass wir es hier mit Energie zu tun haben. Man überlege sich einfach mal, was wir im Haushalt so alles an der Steckdose betreiben. Ob Bügeleisen auf dem man sich die Finger verbrennen kann oder Lötkolben, Staubsauger oder Haartrockner. Dann wird schon klar, dass man wissen muss, wie man sie richtig dosieren muss, weil sonst... etwas zu viel von dieser Energie frei werden kann, mit welchen Auswirkungen auch immer.
Hallo Friedel,
da habe ich ja was angeregt mit dem Widerstand. Es ist jetzt an der Zeit auch einen Lösungsvorschlag (Versicherungstauglich) zu präsentieren. Die Anschlüsse des Widerstands nach aussen legen (aus der Anschlussdose) und denWiderstand durch eine 25 Watt Glülampe ersetzen, natürlich in einem passenden Lampengehäuse nach VDE.
Gruß
Hellmut
Hallo Zusammen
Es kann keine Diskussion darüber geben, dass man an 230V nur "basteln" sollte, wenn man weiß, was man da tut.
Dass ich für mich ganz persönlich diese Frage positiv beantworte, hat nichts mit irgend jemandem sonst zu tun. Und vor Versicherungen habe ich noch nie Respekt gehabt.
Von allen angebotenen Lösungen, scheint mir die "Glühlampenlösung" am besten, denn einerseits sieht man dann, wenn das Relais nicht gezogen haben sollte, und andererseits kann nichts passieren.
Aber:
Nehmt doch einfach einen Standardtrafo ähnlicher Größe, dann braucht Ihr keine Anfahrschaltung. Das hatte ich bei meiner bisherigen Bahn doch auch. Und das hat prima funktioniert. Dass mich das Brummen gestört hat, wenn alles andere aus war - und vielleicht nur leise Musik lief - ist meiner persönlichen Empfindlichkeit geschuldet. Wen das nicht stört, der braucht keinen Ringkerntrafo und keine Anfahrschaltung.
Der ganze vorgestellte Aufbau ist halt viel billiger und gleichzeitig leistungsfähiger als einer aus Märklin Trafos!
Was ich hier gemacht habe, ist für mich ganz persönlich. Das heißt doch nicht, dass irgend jemand es ganz genauso nachbauen "muss". Macht es, wie Ihr es wollt! Aber ich finde das Ergebnis gut. Vor allem wollte ich auf das Zusammenspiel von Boostern, Stromstoßschalter und 12 automatischen Segmentabschaltungen hinweisen. DAS finde ich nachahmenswert. Ob Ihr einen Ringkerntrafo mit Anfahrschaltung verwendet, ist doch völlig wurscht!
Ich komme gerade von Segelflugzeugbau zurück. Da gibt es ganz andere Probleme, als einen zu heiß werdenden Widerstand!
Es grüßt Euch herzlich
Friedel Weber
www.moba-tipps.de
Hallo zusammen,
auch ich bekenne mích dazu nicht nur die vorgefertigen Trafos der Moba-Hersteller zu nehmen. Die nehme ich allenfalls für die Zentrale wenn eh mitgeliefert wie bei der Tams MC, ECoS etc..
Für die Boosterversorgung nehme ich auch Ringkerntrafos. Mag aber auch behaupten, dass ich da ganz gut weiß was ich tue (sicher nichts für jederman). Irgendwie kann ich auch nicht anders als selber zu basteln, in meiner Jugend habe ich die Trafos für die Moba mit meinem Vater teilweise noch selber neu gewickelt um passende Trafo zu bekommen. Und auch heute habe ich keine Probleme von einem gekauften Trafo nochmal Windungen runterzunehmen um passende Spannungen zu erhalten.
Als Vorschaltelement nehme ich da schon seit vielen Jahren (sonst hätte ich die Sachen in der Mietwohnung aus den 60ern mit alten ausgeleierten Sicherungsautomaten) gar nicht betreiben können ein Einschaltstrombegrenzer-Bauelement vom Typ ESD 200-600. Die gab es früher mal bei Reichelt, heute findet man es im Netz aber auch noch. Ist eine kleine Blackbox von ca. 1x1,5x3cm welche in die Trafozuleitung eingelötet wird. Schlug glaube ich mit 7 Euro zu Buche und verträgt Ringkerntrafos von 200-600VA. Habe davon inzwischen auch beruflich einige verbaut und nie Ärger damit gehabt. Vielleicht ist das was für den ein oder anderen, der bei den anderen Vorschaltbastellösungen Bauchschmerzen hat.
Insgesamt muss man sicher bei der Moba-Elektrik schon schauen was man macht, aber man sollte es aber auch nicht übertreiben, sondern mit Augenmaß tun. Die Versicherung ist für mich da persönlich erst ein nachrangiges Argument, ich will ja in erster Linie erstmal, dass mir nicht die Bude abbrennt.
Bei mir ist neben WDP und Moba eine weitere Leidenschaft ja die Feuerwehr. Eine unserer Hauptbrandursachen ist unleugbar die Elektrik. Da gibt es aber drei ganz klare Schwerpunkte:
1. Röhrenfernseher und -bildschirme, aber das stirbt ja langsam aus
2. PCs und darin gerade die durchlüfteten Schaltnetzteile, hier tut man sich einen guten Gefallen damit gerade die PCs im Kellerbereich (Moba staubt ja immer mal wieder) regelmässig mal auszusaugen
3. Kramkisten-Mehrfachsteckdosen
Selber habe ich über die Jahre bisher nur ein einziges konventionelles Netzteil abrauchen sehen, sofern man bei einem Röhrentrafo aus den 50zigern davon noch reden kann. Und dabei war der Trafo darin noch zu ~10% belastet, vermutlich war die Wicklungsisolierungen ausgetrocknet und hat sich zu stark erhitzt.
Aber der Punkt 3 ist so mein Lieblingsthema. Geiz ist ja geil und da kommt es extremst häufig, dass selbst in den "feinsten" aber natürlich auch normalen Häusern hunderte Euros in Unterhaltungselektronik, Moba-Anlagen, Deluxe-Waschmaschinen etc. investiert werden und woran wird das Ganze angeschlossen? An die 99 Cent 3er Steckdose aus dem Baumarkt und am Besten dann noch mehrere kaskadiert....
Oft haben die nur 0,75mm² Querschnitt und wenn man die mal aufmacht, dann wird einem Angst und Bange und brennen tun die echt super. Eigentlich will man mit den Haus-Sicherungsautomaten (die ja eigentlich auch Leitungsschutzschalter heißen, http://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter) verhindern, dass Zubringerleitungen durch zu starke Erwärmung in Folge zu hohen Stroms nicht beschädigt werden. Und idealerweise wird da nicht nur die Leitung in der Wand, sondern auch eine ordentlich dimensionierte Mehrfachsteckdose noch mit abgedeckt.
Und die kriegt man ohne Probleme, am Besten mit 1,5mm², namenhafte deutsche Hersteller fangen z.B. mit Br... oder Ko... an . Und die findet man auch in vielen Baumärkten, aber halt nicht in der Krabbelkiste. Und man muss dann auch je nach Steckdosenzahl zwischen 5 und 15 Euro investieren. Klar ist der hohe Querschnitt vielleicht nicht nötig um nur einen kleinen Fernseher und DVD-Player anzuschliessen, aber wie schnell wechselt so eine Mehrfachsteckdose im Laufe des Lebens ihren Platz und liegt dann hinterm Wäschetrockner. Daher habe ich diesen Mist hier im Hause schon vor Jahren mit dem Seitenschneider unschädlich gemacht.
Vielleicht schaut der ein oder andere mal was er da so unter Moba liegen hat.
Um die Kurve wieder endgültig zur Moba zu kriegen. Mein Moba- als auch der Werkstatt-Keller haben am Ausgang einen Notausschalter, denn die Feuerwehr ruft meist wenn ich Moba fahre (oder meine Tochter schreit oder andere plötzliche Dinge)...und ich traue selbst meiner Anlagenelektrik richtig nur unter meiner Aufsicht...will ja nicht nachher bei mir weiter löschen müssen. Aber da bin ich vielleicht auch ein bischen obervorsichtig. Ich denke aber man sollte eine Mobaanlage in Betrieb nie lange unbeaufsichtig lassen.
Soviel mein Senf zu dem Thema
Grüße
Markus
Hallo Zusammen
Ich bin mal wieder zu einer "ganz neuen und fundamentalen Erkenntnis" ;) gekommen:
Dieses Forum im allgemeinen und Markus Beiträge im besonderen sind wirklich gut, und man lernt immer was dazu!
Völlig neu, nicht :) :) ?
Mein vielfach gescholtener 100 Ohm Widerstand als Anfahrschaltung fliegt wieder raus und wird durch einen NTC-Widerstand ersetzt. Der verringert seinen Wert dramatisch, wenn er heiß wird und ist genau für Anfahrschaltungen und ähnliches entwickelt. Weil das Überbrückungsrelais da ist, bleibt es drin, aber notwendig wäre es gar nicht mehr.
Damit sollten dann alle Bedenken und Versicherungsfragen ausgeräumt sein!
Dabei fällt mir ein, dass ich bei der zweiten Moba meines Lebens etwa vor 35 Jahren diese NTC's auch schon verbaut hatte und zwar in die analog fahrenden Loks. Die fuhren damit schön sanft und langsam an. Das sah damals richtig gut und so aus, wie es heute im Digitalbetrieb selbstverständlich geworden ist.
Ja, manchmal muss man eben zweimal lernen!
Viele Grüße
Friedel Weber
http://www.moba-tipps.de/energieversorgung.pdf
Hallo zusammen,
mein Ringkerntrafo hat 225 VA. Meine Steckdose mit Überspannungsschutz hat eine 4 A Feinsicherung. Daran sind noch der PC und 2 weitere normale Trafos angeschlossen. Die Sicherung hat sich bisjetzt beim Einschalten nicht gerührt. Habe ich anderen Strom? ;)
Hallo Markus,
zu Deinem Punkt 3: Steckdosenleisten und Zuleitung kann ich nur zustimmen.
Gruß
Michael
Zitat von: Uwe Lietzow in 20. März 2010, 10:40:36
Hallo zusammen,
mein Ringkerntrafo hat 225 VA. Meine Steckdose mit Überspannungsschutz hat eine 4 A Feinsicherung. Daran sind noch der PC und 2 weitere normale Trafos angeschlossen. Die Sicherung hat sich bisjetzt beim Einschalten nicht gerührt. Habe ich anderen Strom? ;)
@ Uwe,
.... oder nur Glück gehabt.
Tatsache ist, dass dein Trafo eigentlich bei einer 4A-Sicherung nicht korrekt abgesichert ist. Bei 225VA brauchst Du eigentlich eine Absicherung von 1 bzw 1,25A. Mit der 4A-Sicherung machst Du nur einen Leitungsschutz und keinen Trafoschutz. Oder hast Du auf der Kleinspannungsseite passende Sicherungen eingebaut, die die im Überstromfall auch noch auslösen.
@Alle
hier ein Link zu diesem Thema
http://www.tauscher-transformatoren.de/html/b_eup.html
Gruß Michael
Hallo Michael,
ich wollte nur sagen, daß bei mir eine flinke 4A Feinsicherung hält und bei Friedel eine 16A Leitungssicherung anspricht. Der Trafo ist extra mit einer 1,35A rückstellenden Sicherung abgesichert. Die hat auch noch nie ausgelöst. Die Sekundärseiten sind auch extra abgesichert.
Hallo "STROMVERSORGER" :)
Ich klink mich mal einfach ein. Habe in den letzten 2 Monaten an meinem MOBA-Rechner 3 "Mutterbretter" geschrottet. :-X
Legende: Per Funktaster schalte ich 230V Stromzufuhr an. Dann drücke ich am Rechner auf die Einschalttaste und dieser schaltet dann als Master die weiteren Slave-Anschlüsse durch (Master-Slave-Steckdosenleiste). Das heißt, 4 Trafos (52Va/2,9A + 4Booster 16V/3,75A) 1 Trafo (70Va/4,38A) alle vom großen "C" zugleich schaltet die Zentrale ein und das HSI. Dann Windoofs dann WDP und dann sollte der Bildschirm ja schon buntes zeigen. Leider kam die Meldung "Kein Signal". Nichts ging mehr. Nach langem Suchen ....... Mutterbrett hin. Neues gekauft, eingebaut, eingeschaltet ........ Nix, Kein Signal. Umgetauscht, neues erhalten, gleiche Routine, kurzes Blinken an den HDD-Leuchten Festplatte angelaufen, Ende. Dann habe ich ein neues Netzteil gekauft, neues Mutterbrett eingebaut, läuft.
Nun meine Frage: Ist es möglich, dass beim Einschalten wie oben erwähnt das Netzteil Schaden nimmt oder hab ich da einen Denkfehler.
Im Moment trau ich mich nicht so recht die Moba im herkömmlichen Verfahren einzuschalten. Seit ca. 20Jahren schraube ich nun an Rechnern herum und noch nie ist mir derartiges passiert, schon gar nicht dass ein Netzteil sich verabschiedet.
Wäre nett wenn ihr mir ein paar Tipps gönnt.
Hallo DieGem
Trafos "versauen" das Stromnetz voer allem beim Einschalten.
Meine Anlage schalte ich wie folgt ein:
1.) Ringkerntrafos für die Booster
2.) Modellbahntrafos für die Beleuchtung/Magnetartikel
3.) 2 PC-Monitore
4.) Digitalzentralen
5.) PC hochfahren
Habe damit keine negativen erfahrungen gemacht.
Sei gegrüßt Urs, :)
nach Deiner Liste sollte es also ausreichen wenn ich die Reihenfplge des Einschaltens ändere. Bleibt immer noch die Frage, ist beim Einschalten meiner Reihenfolge das Stromnetz so sehr "versaut" dass es ein Netzteil himmelt?? :o :-\
Hallo Diegem
Was heißt das:
"und dieser schaltet dann als Master die weiteren Slave-Ansclüsse durch."
Wenn das der gleiche Schalter ist wie für den PC, dann kann alles mögliche passieren. Wenn der PC dagegen ein entkoppeltes Relais schaltet, an dem die "Slaves" hängen, sollte es in Ordnung sein.
Es darf halt nicht der Einschaltstrom der Trafos, der sehr hoch sein kann, das PC-Netzteil belasten.
Viele Grüße
Friedel Weber
Hallo ihr "Einschalter"
Es wird kein allgemeingültiges Verfahren geben, das bei jedem passt.
Vieleicht kennt der eine oder andere das Problem des Elektroschweisens zu hause im Bastelkeller. Steckt man das Schweißgerät direkt in die Steckdose, kann man es kaum einschalten ohne das man zum Sicherungskasten rennen muß. Schaltet man aber eine 25m Kabeltrommel davor, klappt das perfekt. ;D (Aber dann nicht Dauerschweißen, sonst brennt die Kabeltrommel ab)
Vieleicht hat Uwe eine lange Leitung.... :( .. so hält bei ihm eine Sicherung, die bei Friedel rausfliegt.
Fakt ist, wer viele Trafos an seiner Anlage hat, sollte sich über das Einschalten Gedanken machen. Nicht immer ist viel auch gut.
Hallo Gerd,
da könntest Du Recht haben. Mein PC steht in der Mitte des Raumes. Mein Kabel (Verlängerung) bis zur Wandsteckdose ist mindestens 12m lang.
Hallo Gerd,
Zitat von: Gerd Boll in 23. März 2010, 14:33:28
Schaltet man aber eine 25m Kabeltrommel davor, klappt das perfekt. ;D (Aber dann nicht Dauerschweißen, sonst brennt die Kabeltrommel ab)
Nicht, wenn man das Kabel von der Trommel ganz abwickelt. Das Kabel muss natürlich die Leistung des Schweissgeräts im Dauerbetrieb aushalten. Aber aufgewickelt in der Kabeltrommel gibt einen Wärmestau, was zum Abschmelzen der Kunststoffteile der Trommel (und ev auch das Kabel selber, je nach Bauart) führen kann.
Hallo Martin
schön das wir das/uns verstehen, ich hatte keinen Zweifel daran. ;D
Mir ist es ein Anliegen, den nicht Fachmännern, anhand praktischer Beispiele, die Tücken des el.Stromes verständlich zu machen.
Hallo,
Zitat von: Gerd Boll in 24. März 2010, 13:50:25
Hallo Martin
schön das wir das/uns verstehen, ich hatte keinen Zweifel daran. ;D
Mir ist es ein Anliegen, den nicht Fachmännern, anhand praktischer Beispiele, die Tücken des el.Stromes verständlich zu machen.
Ja, die Geschichte mit dem Einschaltstrom von vielen Trafos plagen meine Gedanken auch seit längerer Zeit. Im Moment gehts zwar noch, doch ich plane bereits die Energieversorgung des Allgemeinstroms (Hausbeleuchtung, Strassenbeleuchtung und sonstigem Funktionsstrom). Obwohl wir alles mit LEDs machen werden, ergibt sich trotzdem einen relativ grossen Energiebedarf. Leider "hängt" unser Mobastrom an einer Elektroanlage, die nicht nur für uns ist. Und ich weiss nicht so recht, was da sonst noch dran hängt (Kellergeschoss in einem Mehrfamilienhaus). Wünschenswert wäre eine eigene Absicherung nur für unseren Raum. Doch würde uns das finanziell särker belasten. Situation jetzt: Pauschalmiete mit allem, neu seperate Stromabrechnung von eigenem Strombedarf nach gemessenen kWh und Zusatzinstallation im Verteilerkasten durch eine Elektrikerfirma, da ich da sicher nicht selber ran darf, obwohl ich Fachmann bin uns das sicher machen könnte.
Wahrscheinlich kommen wir aber nicht drum rum.
Zitat von: DieGem in 21. März 2010, 17:32:57
Sei gegrüßt Urs, :)
nach Deiner Liste sollte es also ausreichen wenn ich die Reihenfplge des Einschaltens ändere. Bleibt immer noch die Frage, ist beim Einschalten meiner Reihenfolge das Stromnetz so sehr "versaut" dass es ein Netzteil himmelt?? :o :-\
Hallo Dietmar
Die Master-Slave-Steckdosenleiste ist sicher nicht das "gelbe vom Ei".
Damit solltest du maximal den PC als Master und die Peripherie (Bildschirm/Drucker) als Slave versorgen.
Die Modellbahn gehört da sicher nicht dran.
Bei mir schaltet ein ganz normaler Lichtschalter den Dachboden EIN. Somit ist die Modellbahn versorgt und die Intellibix bootet schonmal. Das HSI ist dann auch schon aktiv. Ebenso werden schon die 3 TFT-Bildschirme versorgt, die sich über den gesamten Dachboden verteilen.
Als nächstes starte ich den PC an seinem eigenen Power-Schalter.
Ich habe unter der Modellbahn diverse alte Modellbahntrafos (meist 32VA)für Licht, Bewegung, autarkes Car-System, HSI.... installiert, sowie einen 50VA Trafo der die IB versorgt.
Ein 10A Booster mit Ringkerntrafo und Sanftanlaufschaltung (mit 5W Widerstand :D ) versorgt die gesamte Gleisanlage.
Das läuft seit nunmehr 15Jahren so, nur der PC hat ein Update von 486er zu Pentium 1GHz erhalten.
So ähnlich wird es bei vielen Moba-Kollegen aussehen, die hier nie über Probleme berichten.
Was an deiner Konstellation genau den Mainboard-Schaden ausgelöst hat, kann hier sicher niemand beantworten.
Was aber sicher ist, das Schaltnetzteile (PC-Netzteile) wärend der Anlaufphase ganz empfindlich auf Netzspannungseinbrüche reagieren. Diese Netzteile versuchen ja die Ausgangsspannung konstant zu halten, und wenn am Eingang die Spannung zusammenbricht , weil gerade andere Trafos zugeschaltet werden, dann geben sie richtig "Gas" um das auszugleichen. Das kann zu Überschwingern führen, die dann sowohl das Netzteil als auch nachgeschaltete Baugruppen beschädigen.
Hallo Gerd und alle Einschalter,
Dank für Deine Erklärung. Nun habe ich den komplizierten Teil (digitalisieren meiner Moba) ohne größere Probleme hinbekommen und scheitere an den Grundlagen der Stromversorgung, nicht zu glauben. Man stellt fest, so ganz ohne Fachwissen der Elektrotechnik geht es nicht.
Die Erklärung von Dir war sachlich wie immer und ich werde es so übernehmen.
Michael Sommer hat mich noch auf eine gute Spur gebracht mit 2 Funksteckdosen und 2 Master-Slave Leisten. Damit müsste eigendlich der PC von der Moba entkoppelt sein. Nie hätte ich mir träumen lassen dass ein solches Problem auftauchen würde aber.........kannst alt werden wie ne´ Kuh, lernst immer noch dazu. in diesem Sinne, vielen Danke, Problem gelöst.
Zitat von: Gerd Boll in 25. März 2010, 10:27:15
Was an deiner Konstellation genau den Mainboard-Schaden ausgelöst hat, kann hier sicher niemand beantworten.
Was aber sicher ist, das Schaltnetzteile (PC-Netzteile) wärend der Anlaufphase ganz empfindlich auf Netzspannungseinbrüche reagieren. Diese Netzteile versuchen ja die Ausgangsspannung konstant zu halten, und wenn am Eingang die Spannung zusammenbricht , weil gerade andere Trafos zugeschaltet werden, dann geben sie richtig "Gas" um das auszugleichen. Das kann zu Überschwingern führen, die dann sowohl das Netzteil als auch nachgeschaltete Baugruppen beschädigen.
Hallo zusammen,
so wie Gerd das beschrieben hat, ist es in der Tat.
Wenn man den EIN/AUS Schalter des Netzteils
nicht nach dem Herunterfahren des PC ausschaltet
und erst nach dem Einschalten des Stromes (von wo auch immer) wieder betätigt, bekommt dass Netzteil
im laufe der Zeit einen Knacks und danach das Mainboard usw. usw..
Also erst PC runter fahren, dann das Netzteil ausknipsen und erst dann den Saft von der Steckdose weg nehmen.
Das Netzteil erst dann wieder einschalten, wenn der Saft wieder auf der Steckdosenleiste ist und den PC mit
ein Paar Sekunden Wartezeit erst Hochfahren.
Gruß
Peter
Hallo Peter,
damit sind meine Träume von der "Automation des Einschaltens" dahin und ich muß wohl weiter unter der Moba rumkrabbeln. Allerdings halte ich diese Hinweise für sehr wichtig und werde Gerd`s und auch Deinen Rat befolgen.
2 Funksteckdosen und 2 normale Steckdosenleisten (kein Billigprodukt) dann per Knopfdruck beide Leisten unter Strom setzen, paar Sekunden warten, dann PC-Netzteilschalter auf ein und den Rechner starten.
Rumkrabbeln.....ist halt baubedingt so. Um es genau zu erklären würde das Thema zu sehr belasten und müsste an Hand von Fotos erklärt werden. Ich denke das muß nicht unbedingt sein. ich habe viel gelernt und danke euch für die Hinweise.