Hallo zusammen,
wer könnte mir mal die Funktionsweise bzw. den Funktionsablauf der Kehrschleife mal erklären?
Nehmen wir mal als Beispiel diese (http://www.ldt-infocenter.com/page/pdf/page_606.pdf)
So also wenn jetzt ein zug auf dem Gleis geradeaus fährt, kommt er in den komplett isolierten Gleisabschnitt A2-B2.
Danach kommt er in den komplett isolierten Bereich AK-BK. Kurz vor der Weiche erreicht der Zug den komplett isolierten Bereich A1-B1. Soweit klar.
So wenn jetzt keine Umpolung stattfinden würde, käme es zum Kurzschluss, das habe ich ja auch noch verstanden, aber in welchem Bereich wird umgepolt, und wozu dienen die kurzen Bereiche A1-B1 und A2-B2?
Wie verhält sich das mit den Waggons die entweder Widerstandsachsen haben oder mit Innenbeleuchtung ausgestattet sind?
Ach ja, diese Möglichkeit (http://www.aaambt.com/#1.%20Kehrstreckenmodul%20KSM-D01) gäbe es ja auch noch, wie würde diese funktionieren, und welche Variante wäre eher zu empfehlen?
Wer könnte mich hier mal aufklären? Wäre nett wenn sich jemand die Mühe machen könnte. :-\
Danke schon einmal im voraus
Hallo Dirk,
das sind offenbar beides kurzschlussfreie KS-Module. Ich benutze die von Stärz, siehe >>>hier<<< (http://www.firma-staerz.de/produkte/angebote/KS-PIC.htm) (da steht auch eine Beschreibung der Funktionsweise). Am Anfang sind alle 3 Bereiche stromlos. Die beiden kurzen Bereiche sind die Stromfühlbereiche. Sobald dort ein Stromverbraucher entdeckt wird, wird der kurze Bereich und der eigentliche Kehrschleifenbereich passen mit Strom versorgt. Sobald der Stromverbraucher den anderen Fühlbereich erreicht, wird dieser und der Kehrschleifenbereich mit Strom versorgt, aber in umgekehrter Polarisierung. Der 3. Strombereich ist wieder stromlos. Deshalb darf kein Zug länger als der Kehrschleifenbereich sein. Wagons, die keinen Strom verbrauchen, werden nicht erkannt. Das ist aber kein Problem, wenn wie gesagt, der Zug nicht zu lang ist. Spätestens am Ende kommt die Lok und schaltet den Strombereich.
Hallo zusammen,
@Stefan, danke für deine Erklärungen, wenn ich das richtig verstanden habe fährt der Zug über den Bereich A2-B2, und schaltet dann die Polarität entsprechend des Gleises von dem der Zug gerade kommt. Erreicht der Zug den Bereich A1-B1, wird die Polarität gewechselt, und das während der Fahrt ohne das es zu Kurzschlüssen kommt, und ohne das die Lok diese Änderung bemerkt?
Habe ich das so richtig verstanden?
So nun habe ich in der Anlage ein Bild angehängt, und bitte um Hilfestellung ob dies so zu realisieren wäre, und falls ja, dann wie?
Für eure Bemühungen besten Dank
Hallo Dirk,
richtig verstanden. In deinem Bsp. werden alle Gleise im Bhf und in deinen geplanten Sbfen gleich gepolt. Die Kehrschleifen sind dann oben links und unten rechts - die beiden Schleifen zurück. Also hinter den Sbfen auf dem Weg zum Bhf.
Hallo Dirk,
Stefan hat Dir ja schon sehr schön die Wirkungsweise der Kehrschleife erklärt. Hierzu möchte ich ergänzen, Du kannst auch noch weitere Abschnitte in der Kehrschleife einbeziehen welche Du dann per Gleisbesetztmelder überwachen kannst. Das heißt, Du könntest in der Schleife Halten und wieder Fahren. Schau Dir diese Seite auch einmal an.
http://www.ldt-infocenter.com/page/pdf/page_726.pdf
Hallo,
es gibt hier aber ein Problem. Wenn ein Zug zum Schattenbahnhof fährt und auf der anderen Seite einer ausfährt, was macht das Kehrschleifenmodul dann? :o
Hallo zusammen, danke für eure Hilfestellungen.
@Sven,
ich verstehe jetzt nicht ganz was du meinst, aber ich glaube in der nachfolgenden Skizze mit den
eingetragenen Trennstellen ist dein Problem bestimmt gelöst, ODER??
Hallo Dirk,
so geht es. Ich dachte die Trennstellen kommen dort hin, wo die Pfeile eingezeichnet sind.
Hey Sven, nein die Pfeile sollten eigentlich nur die Fahrtrichtung angeben, ich hatte aber Anfangs nicht recht verstanden wie das über die DKW´s laufen soll. Aber wie immer, wer lesen kann ist klar im Vorteil. Oder wie man auch sagen könnte, dumm kann man sein, man sollte nur wissen wo es geschrieben steht! :o ;)
Ach ja, weiß jemand vielleicht noch wie das in der Steuerung intern abläuft? so mit der Umpolung und ohne Kurzschluß, oder ist das als Mobahner unwichtig zu wissen?
nochmals besten Dank
Hallo Dirk
Das intern das Hauptgleis mittels 2 Umschaltkontakten umgepolt wird, dürfte klar sein.
Die beiden kurzen Gleisbereiche ersetzen ja nur die Steuerkontakte, für die ansteuerung des Umschaltrelais.
Man könnte auch ein Bistabiles Relais nehmen, und mittels Reedkontakten oder Lichtschranken dieses entsprechend schalten.
In deinem Fall sind eben Gleisbelegtmelder installiert, die den Schaltbefehl auslösen. Wenn die erste Achse, die Strom aufnimmt, in den kurzen Gleisbereich einfährt, wird das Relais geschaltet. Fährt ein Güterzug ohne Schlußbeleuchtung rückwärts in die Kehrschleife ein, passiert solange nix, auch kein Kurzschluß, bis die Lok kommt.
Da kocht jeder Hersteller von Kehrschleifenmodulen aber sein eigenes Süppchen. ;)
Hallo Gerd
Ganz so ist es mit dem rückwärtsfahrenden Güterzug nicht. Es sei denn die Räder sind aus nicht leitendem
Material. Denn sobald die Räder an den Schienenstößen angelangt sind, verbinden diese ja kurzzeitig die
gegensätzlichen Stromkreise miteinander. Um so schneller die Räder über diese Stelle fahren, um so kürzer
ist allerdings auch der Kurzschluss. Aber Funken beziehungsweise geringer Abbrand entsteht an diesen
Stellen auf jeden Fall.
Hallo Dietmar
Bei den klassischen KSM hast du recht, bei den Intelligenteren, mit 3 Streckenabschnitten, sollte das nicht sein.
Aber wie schon geschrieben, jeder Hersteller macht das anders.