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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Helmut Kreis in 26. März 2011, 11:54:00

Titel: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 26. März 2011, 11:54:00
Hallo,

meine Blocksignale sollen bei freiem Block auf HP1 stehen und sind in der Magnetartikel-Erfassung auf Grundstellung HP1 eingestellt.
In den Fahrstraßen werden die Signale nach der Einfahrt in den Block auf HP0 gestellt.
Der STW prüft auf alle freien RMs in dem Block und stellt das Signal bei freiem Block wieder auf HP1.
Nun ist mein Problem, dass -sowohl beim Stellen einer Fahrstraße, als auch beim Stellen einer Zugfahrt auf das Blocksignal-die Blocksignale immer auf Hp0 gestellt werden, wenn der erste Kontakt der Fahrstraßen auf die Blocksignale besetzt wird. Erst am Kontakt zur Prüfung auf die nächste Zugfahrt wird dann das Blocksignal wieder auf HP1 gesetzt.

Wie verhindere ich diese ungewollte Hp0-Stellung?
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 26. März 2011, 12:10:21
Hallo Helmut,

was Du möchtest ist nicht so einfach zu realisieren. Du könntest die Blocksignale aus der Fahrstraßenaufzeichnung herrausnehmen und dann nur mittels Folgeschaltung und Stellwerkswärter bedienen. Jedoch fehlt Dir dann ein grundlegendes Element von WDP -> die Verriegelung von Fahrstraßen. Bei Richtungsverkehr wäre das ganze noch machbar, da von der entgegenkommenden seite keine Züge kommen könnten.
Eine Möglichkeit wäre eventuell, den Blocksignalen virtuelle RM's zu geben, die dann mit in den Stellbedingungen der Fahrstraße mit reingenommen werden. So ist eine Verriegelung der Fahrstraße vorhanden, solange das Blocksignal auf 'Rot' steht. Habe ich nicht selbst probiert, aber Du kannst es ja mal versuchen.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Reinhold Hiersch in 26. März 2011, 13:34:28
Hallo Helmut,
wenn Du den Prüfkontakt für die nächste freie Fahrstrasse auf den Startkontakt legst eilt dir die grüne welle immer um ein Signal voraus. Die Grundstellung des Signals könntest Du dann wieder auf rot stellen. :D :D :D
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 26. März 2011, 15:21:21
Hallo,
zunächst danke für die bis jetzt geschriebenen Antworten.

@Sven: Deine Methode macht das ganze zu kompliziert. Werde ich mir etwas anderes ausdenken müssen.

@Reinhold: Deine Methode funktioniert auch nicht, denn das hatte ich schon versucht.
Nach Deiner Methode müsste ich für alle Fahrstraßen innerhalb einer Zugfahrt den Prüfkontakt auf den Startkontakt der Zugfahrt legen. Und dann klappt es nicht mehr für die einzelne Fahrstraße wenn dieser Kontakt dann inzwischen wieder belegt ist. Ausserdem kann ich mich erinnern, war nach dieser Methode trotzdem dann noch irgendwo kuzzeitig ein Signalwechsel. Also auch nicht das gelbe vom Ei!

Ich hoffe also weiter auf eine Antwort und bedanke mich trotzdem bei euch.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Reinhold Hiersch in 26. März 2011, 17:36:08
Hallo Helmut,
der Prüfkontakt soll nicht auf den Startkontakt der Zugfahrt gelegt werden sondern immer auf den Startkontakt der einzelnen Fahrstrasse. Dann wird das Signal schon grün wenn der Zug in die FS einfährt.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 26. März 2011, 19:36:00
Hallo Reinhold,

ich habe es nach Deiner Methode wieder versucht. Es ist so, dass in einer Zugfahrt über 2 Blockstrecken der 1. Block richtig auf HP1 bleibt, aber der 2. Block auf HP0 gestellt wird, bis in dem 1. Block der Prüfkontakt erreicht wird.
Das war auch der Fall den ich bereits getestet hatte und oben erwähnte.
Meine Blocksignale sollen aber auf Hp1 stehen und nur bei besetztem Block auf HP0 gestellt werden.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 27. März 2011, 10:39:42
Hallo Helmut,

im Anhang ist das Projekt 'BlockHP1', das Du nach einem Backup Deines eigenen Projektes einspielen kannst. Lade es mit der Büroversion und starte die Simulation. Jetzt rufe für die Lok(80) die Zugfahrt auf und beobachte die Signale. Diese sind nicht in der Fahrstraßenaufzeichnung enthalten, sondern werden mit dem Stellwerkswärter geschaltet. Damit trotzdem eine Verriegelung der Fahrstraßen gegeben ist, habe ich zusätzlich MA-Symbole (Schalter Bahnübergang) vor den Signalen eingezeichnet, die statt der Signale in der Fahrstraßenaufzeichnung intigriert sind. Die Fahrstraßen sind mit einer Teilfreigabe aufgezeichnet.

Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 27. März 2011, 23:38:48
Hallo Sven,

danke für Deine Hilfe.

Habe Dein Projekt angesehen und muss sagen, dass es mir auch nicht gefällt, weil eben zusätzliche (nicht realistische Signale etc) im Gleisbild sind. Vielleicht bin ich auch zu pingelig  ???
Wenn es sonst keine Möglichkeit gibt, werde ich bei meiner ersten Variante bleiben und in Kauf nehmen, dass kurzzeitig (am Prüfkontakt der vorherliegenden FS) das Signal auf HP0 geht aber dann durch den STW wieder auf HP1 geschaltet wird.
Wird wohl nicht gleich jedem Betrachter auffallen und kann ja unser Geheimnis bleiben!

In diesem Zusammenhang hätte ich aber die Frage, ob man nicht ein Magnetartikelsymbol erstellen kann, dass wie die Weichen eine Rückmeldenummer haben kann und einfach ein Gleissymbol darstellt! Ich nenne es dann einfach mal ein "Schaltgleis". Ich muß ja im Gleisbild nicht unbedingt auffällig sehen, ob es geschaltet hat oder nicht. Ein kleiner Punkt oder Ähnliches würde ja zur Darstellung schon reichen. Aber ich könnte es ganz unauffällig in der FS integrieren und mit einer Rückmeldeadresse versehen für die Belegt/Frei-Anzeige.
Im STW könnte ich dann dieses Symbol für viele Schaltbedingungen nutzen ohne im Gleisbild "unschöne" zusätzliche Schalter etc zu haben.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 28. März 2011, 19:33:26
Hallo Helmut,

ZitatHabe Dein Projekt angesehen und muss sagen, dass es mir auch nicht gefällt, weil eben zusätzliche (nicht realistische Signale etc) im Gleisbild sind. Vielleicht bin ich auch zu pingeligna ja.

na ja. Jedem sein Himmelreich.  ;) Ich persöhnlich würde es realistischer finden, wenn es auf der Anlage wie gewollt funktioniert und dafür im Gleisbild zusätzliche Symbole haben.
Natürlich kannst Du selbst ein Symbol nehmen und umzeichnen, das dann wie ein Gleisstück aussieht. Da die Stellung des MA-Symbol für die Fahrstraße völlig egal ist, bräuchte man noch nicht einmal eine Unterscheidung von Stellung 'rot' und 'grün'. Es ist ja virtuell und dient nur zur Verriegelung.

Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 28. März 2011, 19:40:41
Hallo zusammen,

oder man zeichnet das Symbol irgendwo im Gleisbild ein, wo man es normal nicht sieht...
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 30. März 2011, 20:45:49
Hallo Sven und Jürgen,

ich habe mir ein freies, rückmeldefähiges Weichensymbol (588) umgezeichnet und nutze dies nun als Schaltgleis in meinem Gleisbild.
So habe ich den Vorteil, dass ich das Symbol ganz normal in den Gleisplan zeichnen kann und keine zusätzlichen Symbole nebenan oder versteckt irgendwo im Gleisbild brauche.

Ich denke, diese Methode würde auch andere User interessieren und frage daher die Entwickler und Betatester, ob man nicht "serienmäßig" ein solches "Schaltgleis" in die Symboldateien aufnehmen kann. Meines Erachtens würde schon das normale Gleissymbol in waagerechter und senkrechter Ausführung genügen.

Gibt es für mich eine Möglichkeit, auch den Text zu diesem geänderten Symbol und das Symbol selbst in der Symbolauswahl zu ändern, oder es gar an eine andere Stelle zu verschieben (z. B. zu Gleisstücke)?
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Sven Spiegelhauer in 30. März 2011, 20:53:56
Hallo Helmut,

ZitatGibt es für mich eine Möglichkeit, auch den Text zu diesem geänderten Symbol und das Symbol selbst in der Symbolauswahl zu ändern, oder es gar an eine andere Stelle zu verschieben (z. B. zu Gleisstücke)?

Schau doch mal in der Symbolauswahl oben im Menu unter 'Editiermodus einschalten'.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 30. März 2011, 21:08:22
Hallo Helmut,

ZitatIch denke, diese Methode würde auch andere User interessieren und frage daher die Entwickler und Betatester, ob man nicht "serienmäßig" ein solches "Schaltgleis" in die Symboldateien aufnehmen kann. Meines Erachtens würde schon das normale Gleissymbol in waagerechter und senkrechter Ausführung genügen.

da bin ich gespaltener Meinung. Der Anwendungszweck ist doch sehr speziell. Den meisten Anwendern hätte das Bahnübergangssymbol gereicht.

ZitatGibt es für mich eine Möglichkeit, auch den Text zu diesem geänderten Symbol und das Symbol selbst in der Symbolauswahl zu ändern, oder es gar an eine andere Stelle zu verschieben (z. B. zu Gleisstücke)?

ja, den Text kann man ändern. Siehe Antwort von Sven. Du müsst aber auch die Koordinaten anpassen, damit die automatische Fahrstraßenaufzeichnung auch funktioniert. Schick mir den kompletten Inhalt des Symbolordner (z.B. Sym_A) den du verwendest. Ich nehme die Änderungen dann vor...
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: StefanH in 30. März 2011, 21:52:50
Hallo zusammen,

Jürgen schrieb hier eben das der Anwendungsfall doch sehr speziell sei.
Das sehe ich nicht so. Erst mal was aus dem Lehrbuch  :D

Zitat
Zentralblock

In moderneren Relaisstellwerken und Elektronischen Stellwerken (ESTWs) ist der Streckenblock häufig zentral aus dem Stellwerk gesteuert. Dabei ist ein Teil oder die gesamte freie Strecke zwischen zwei Bahnhöfen einem Stellwerk zugeordnet. Die Signale sind in Grundstellung auf Halt. Bei der Einstellung einer Fahrstraße in ein Streckengleis werden die Blocksignale "angestoßen", d.h. wenn der Zugfolgeabschnitt frei ist und eine "Anrückmeldung" erfolgt, geht das Signal auf Fahrt. Ist er belegt, wird der Anstoß gespeichert und geht später auf Fahrt ("Nachlaufen"). Somit folgen sich die Züge automatisch im kürzestmöglichen Blockabstand. Zusätzlich können Bahnübergangs-Abhängigkeiten gegeben sein, d.h. die Blocksignale schützen auch die Bahnübergänge und gehen nur bei gesicherter Bahnübergangsanlage auf Fahrt. Die Prüfung kann manuell oder technikbasiert (mit oder ohne Radarscanner) erfolgen. Um Bahnübergangsschließzeiten so gering wie möglich zu halten, kommen diese Signale erst kurz vor dem Passieren des Vorsignals durch den Zug in Fahrt. In ESTWs gibt es zwischen zwei Hauptsignalen auf freier Strecke sogenannte Blockfahrstraßen, die ähnlich zu Bahnhofsfahrstraßen sind.

und hier noch was

Zitat
Selbstblock

Hier wird ein Zug nicht mehr vor- und zurückgeblockt. Statt dessen registriert die Streckengleisfreimeldeanlage kontinuierlich das Freisein und das Besetztsein der Blockstrecke. Registriert sie eine Besetzung der Blockstrecke, kommt das schützende Hauptsignal selbsttätig in die Haltstellung und bleibt danach zunächst gesperrt. Das geschieht auch, wenn die Besetztmeldung Folge einer technischen Störung ist. Eine Störung wirkt sich also immer nach der sicheren Seite aus. Im Gegensatz zum Nichtselbsttätigen Streckenblock werden die Voraussetzungen zur Zulassung einer Zugfahrt kontinuierlich, also besonders direkt vor der Fahrtstellung des Signals, geprüft.

Selbstblocksignale zeigen bei freier Blockstrecke in der Grundstellung ,,Fahrt" (ausgenommen wenn sie Bahnübergänge decken). Sie wechseln bei besetzter Blockstrecke selbsttätig in die Haltstellung. Nach Räumung der Blockstrecke gehen sie wieder in die Grundstellung (Fahrt).

Ich Tüftel derzeit auch an der Zentralblockgeschichte rum und falle derzeit über ein alt bekanntes Problem welches hier
im Forum auch schon mehrfach behandelt wurde aber noch nicht so wirklich ne tolle Lösung hervor gebracht hat. Ausgangsituation ist eine Ausfahrt mit Haupt und Vorsignal am gleichen Mast. Ziel können 3 verschiedene Blockabschnitte sein ( 3 verschiedene Gleise mit mehreren Blöcken in Teil FS´sen) . Das Vorsignal am Ausfahrsignal zeigt immer "Halt erwarten" weil die die FolgeFS ja erst "schaltet" wenn der Zug in den Block einfährt. Angestossen wird das ganze mit einer ZF die dann die "Blöcke" alle als Teil - FS abfährt. ( So wie aus dem WDP Leerbuch )
Jetzt stelle ich mir die Frage wie man es realisieren könnte das wie großen Vorbild auch mehrer Blöcke - wenn sie denn frei sind - angestossen werden, also WDP diese Blöcke bereiz stellt wenn der Zug den Bahnhof verlassen möchte aber noch dort steht !!.
Eigentlich müsste so was her wie, wenn ZF von Bahnhof nach Gleis blabla kommt ("Anrückmeldung" erfolgt) und die GBM in den Bereich sind frei dann WDP stelle die FS´sen (Blöcke) auf Fahrt.

Ich glaube das diese "besondere" Gleisstück und der Wärter den richtigen Ansatz bieten. Wenn dem so ist hätte ich die Symbole auch gerne weil sich damit im Gleisbild nicht viel ändert.

Das Handbuch Abschnitt 13.3.1 behandelt eine solche Fall nämlich so nicht, sodas eine andere Lösung her muss.

Habe ich mich soeit verständlich ausgedrückt ? Da bin ich mal auf die Antworten gespannt.
@Helmut Kreis  was hast du mit "Schaltgleis" nun genau im Wärter angestellt ?

Gruß Stefan
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 31. März 2011, 04:34:21
Hallo,

@Sven: Danke für den Hinweis, werde ich morgen mal nachsehen.

@Jürgen: Wieso ist die Anwendung eines "Schaltgleises" zu speziell? Das Bahnübergangssymbol wird doch nur aus Verlegenheit wegen einem fehlenden "Schaltgleis" eingesetzt. Und dafür musst Du neben einem normalen Gleissymbol in deiner Fahrstraße dieses Bahnübergangssymbol  im Gleisplan oder einem nicht sichtbaren Bereich dessen zweckentfremden. Nach meiner Methode brauche ich nur dieses Schaltgleis.
Geändert habe ich wie hier im Forum angegeben die Symboldatei Sym_U in der Größe 20 und 24. Welche Datei brauchst Du nun? Diese Anwendersymboldatei, oder die Sym_A?

@Stefan: Ich habe das ursprüngliche Symbol 588 in der Symbolauswahl "Freie Symbole", Unterordner "Rückmeldefähige zweibegriffige Symbole" in das neue Symbol geändert. Dann wurde dieses Symbol in dem Gleisplan anstelle des normalen Gleissymbols 068 ausgetauscht. In der Fahrstraßenaufzeichnung wurde das neue Symbol (das ja ein Magnetartikel ist) dann manuell eingefügt und das nebenstehende Signal (nach Svens Methode) entfernt. Der STW schaltet nun mittels Schaltgleis (Magnetartikel) das Signal. Ich kann also das Schaltgleis wie ein Magnetartikel im STW behandeln und brauche keinen Umweg über das Bahnübergangsgleis.
Das Signal musste aus der FS-Aufzeichnung entfernt werden, da WDP irgendwann einen Befehl an das Signal gibt und es auf Rot stellt. So wurde, wie in meinem Bild zu ersehen, bei einer Zugfahrt über die 2 Blockstellen bei der Einfahrt in den ersten Block (Sbk 105) der Block 107 ungewollt auf Rot gestellt. Ein weiterer Grund war, dass das standardmäßig HP1 zeigende Signal im ersten Block nicht auf HP0 gestellt wurde, wenn nur eine FS bis dorthin gestellt wurde. Das sah nun doof aus, wenn der Zug vor einem HP1 zeigenden Signal stehen blieb. Der STW prüft nun, ob nur eine FS vom Bhf zum Sbk105 gestellt wurde und schaltet dann das Signal Sbk105 auf HP0, oder ob eine Zugfahrstraße über beide Blöcke gestellt wurde. In diesem Fall bleiben beide Blöcke auf HP1.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 31. März 2011, 06:43:10
Hallo Stefan, Hallo Helmut

ZitatJürgen schrieb hier eben das der Anwendungsfall doch sehr speziell sei.
Das sehe ich nicht so. Erst mal was aus dem Lehrbuch

da hast Du mich missverstanden. Mit speziell meinte ich nicht den Selbstblock (der bei mir nach der gleichen Methode läuft, aber mit normalen Symbolenn), sondern das von Helmut gezeichnete Symbol. Dies ist nur aus dem Grunde entstanden, weil ihm die anderen Lösungen optisch nicht zusagen. Das Symbol ist nicht notwendig. Es geht mit jedem anderen Symbol (zweibegriffiger MA) genausogut. Wenn man ein solches Symbol, welches nicht selbsterklärend ist, anbietet müsste man Einsatzzwecke dafür dokumentieren. Auch einen brauchbaren Namen müsste man sich überlegen, denn "Schaltgleis" fällt auf jedenfall aus, da es bei Märklin "Schaltgleise" gibt, die etwas völlig anderes meinen.
Da sich jeder Anwender das Symbol selber zeichenen kann, sehe ich persönlich keine zwingende Notwendigkeit dieses Gleis in die Tabellen aufzunehmen.
Zum ändern der Koordinaten brauche ich den Inhalt des Ornders Sym_U. Sollstest auch die Tabellen in der Größe 12 und 16 anpassen, sonst wird dein Symbol in den Zoomstufen nicht dargestellt
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 31. März 2011, 17:21:13
Hallo Jürgen,

Danke für Dein Angebot zum Ändern der Koordinaten. Das macht das ganze Handling dann noch leichter.
Habe auch die Symbole für die anderen Größen geändert, so dass jetzt jede Anzeigengröße genutzt werden kann.
Die Änderung in der Symbolauswahl hat auch vorzüglich geklappt.
Dein Einwand gegen den Namen "Schaltgleis" nur weil Märklin so etwas nutzt, kann ich nicht nachvollziehen, oder haben die diesen Namen geschützt? Bei Märklin wird durch eine mech. Betätigung ein el. Magnetartikel geschaltet. In WDP wird durch ein elektrisches bzw. logisches Ereignis ebenfalls letztendlich auch ein el. Magnetartikel geschaltet. Wie das Kind letztendlich heißen würde, kann man sich ja auch noch überlegen. Vielleicht WDP-Normalgleis-Schaltsymbol? Aber ich denke, dass so ein Gleissymbol besser wäre, als ein zweckentfremdetes Bahnübergangssymbol. Und schlechter wird WDP dadurch auch nicht!!
Aber die Hauptsache ist ja, dass ich es dann habe und glücklich damit bin. Um es mit Svens Aussage zu untermalen: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, und manchmal seine Hölle.  :D

In der anhängenden Datei sind alle Dateien aus dem Ordner Sym_U. Ich habe die Symbole 588 und 592 umgezeichnet.
Vorab schonmal ein ganz großes DANKE
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 31. März 2011, 18:04:01
Hallo Helmut,

ZitatDein Einwand gegen den Namen "Schaltgleis" nur weil Märklin so etwas nutzt, kann ich nicht nachvollziehen, oder haben die diesen Namen geschützt?

durch den Namen Schaltgleis kann man auf die Idee überall dort im Gleisbild ein Schaltgleis einzeichnen, wo auf der Anlage eins eingebaut ist. Dann wird man sich Fragen, was das Symbol nun eigentlich macht. Bedenke: Nur nur ein Bruchteil der Anwender liest hier mit und kennt damit die ursprüngliche Bedeutung...
Dass es sich bei dem virtuellen Schalter um ein Symbol für den Bahnübergang handelt ist optisch gar nicht erkennbar. Würde man den Symboltext in "Virtueller Schalter" ändern, gäbe es gar keinen Bezug mehr ;)
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 31. März 2011, 21:07:32
Hallo Jürgen,

ich bin mal wieder beeindruckt über was Ihr euch alles Gedanken macht. Dass jemand auf die Idee käme, das Symbol für jedes Schaltgleis einzusetzen, bin ich nicht gekommen. Aber der Name WDP-Schaltgleis wäre doch dann eine Alternative zum Nachdenken.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Karlheinz Battermann in 31. März 2011, 22:02:02
Hallo zusammen,
jetzt muss ich aber doch noch einmal ein paar Worte zum Selbst- bzw. Zentralblock sagen.
Beide Blockarten werden auf zweigleisigen Strecken zwischen zwei Bahnhöfen eingesetzt, wenn die Streckenlänge sehr groß ist und die Einrichtung von mehreren Blockabschnitten den Verkehr flüssiger macht.
Der Selbst- bzw. Zentralblock gilt jedoch immer nur für die normale Fahrrichtung im rechten Gleis. Soll ein Zug im linken Gleis (auch Gegenverkehr genannt) verkehren, dann gibt es diese Blockeinteilungen in der Regel nicht. Dann ist die ganze Strecke vom Ausfahrsignal des Nachbar-Bahnhofs bis zum Einfahrsignal des eigenen Bahnhofs auf dem linken Gleis eine Blockstrecke.
Der Verkehr auf solch eingerichteten Strecken wird durch die Erlaubnis mit den entsprechenden Erlaubnispfeilen gesichert. Die Erlaubnis hat immer der Bahnhof, der eine Fahrstraße ins rechte Gleis Richtung Nachbahn-Bahnhof fahren lassen kann.
Soll ein Zug vom Nachbar-Bahnhof auf diesem Gleis (also auf dem linken Gleis) kommen, dann müssen sich beide Fahrdienstleiter (Fdl) darüber verständigen und der Fdl, der die Erlaubnis zum Fahren besitzt, muss sie abgeben und macht dies, indem er seine Erlaubnis durch Ändern der Erlaubnispfeile dem Nachbar-Fdl gibt.. Erst dann kann der Nachbar-Fdl den Zug auf dem linken Gleis abfahren lassen, denn vorher ist dies technisch nicht möglich.

Ich wünsche viel Erfolg mit der Umsetzung.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 01. April 2011, 12:17:46
Hallo Karlheinz,
erst einmal Danke für Deine Worte und Darstellungen.
Ich habe Deine Simulation getestet und stelle auch in Deinem Gleisbild für den Selbstblock einige Unklarheiten fest.
Dein übermitteltes Projekt sieht beim Start genau so aus, wie ich es haben will. Aber im Betrieb zeigt es genau die Fehler, die ich versuche auszuschalten.
Stelle ich bei mir die Signale in Grundstellung auf HP1, dann habe ich die Situation, dass alle Sbk-Signale am Prüfkontakt der vorliegenden Fahrstraße auf HP0 geschaltet werden. Hier korrigiert der STW aber das Signalbild und es wird wieder HP1 eingestellt. Eine Lösung ist, wie Sven und Du zeigen, die entsprechenden Signale nicht in die FS-Aufzeichnung zu nehmen. Dann habe ich aber immer noch die Falschanzeige bei einer Fahrt nur bis zum Sbk 1. Dies kann ich nur korrigieren, wenn ich einen MA in die Fahrstraßen einbaue, die dann prüfen, ob eine Zugfahrt nur bis zu einem Sbk erfolgt, oder bis zum Einfahrsignal des nächsten Bhfs.
Und dann bin ich schon wieder bei meinem "Schaltgleis", weil ich kein "Pseudosymbol" in mein Gleisbild einbauen will. Da meine 2.gleisige Strecke auch nicht im Gegenverkehr genutzt werden, entfällt auch die Möglichkeit des Einbaus eines Erlaubnispfeils. Zumal der dann auch in jedem Block sein müsste.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Karlheinz Battermann in 01. April 2011, 18:39:12
Hallo Hellmut,
ZitatDa Deine Signale alle in der Grundstellung auf HP0 eingestellt sind, erfolgt beim Anlagenstart bei ausgeführter Grundstellung die Schaltung aller Signale auf Hp0. Nun stimmt Dein Selbstblock schon nicht mehr und ich frage mich, wieso der STW dieses nicht korrigiert, denn laut Logik müsste er die Signalbilder korrigieren!!!
wenn ich gewusst hätte, dass Du beim WDP-Start immer die Grundstellung ausführst, dann hätte ich die Selbstblocksignale und die Vorsignale dazu auf grün gesetzt, dass kannst Du ja immer noch machen.
Der Stellwerkswärter kann dies nicht korrigieren, denn hier findet ja eine Zustandsänderung des Signals statt und nicht eine Änderung der Besetztzustände im Gleis, wie es im Stw definiert ist.

ZitatErfolgt von Linksdorf nur eine Zugfahrt bis Sbk 1, bleibt Signal Sbk 1 auf HP1 stehen, was nun ja falsch ist und die Zugfahrt endet vor dem HP1-zeigenden Signal.
das ist auch im Großbetrieb so, denn die nachfolgende Strecke ist ja immer noch frei. Soll im Großbetrieb das Signal auf Hp0 geschaltet werden, weil der Zug nicht weiterfahren soll, dann muss dies manuell gemacht werden. In Deinem Fall musst Du das Signal ebenfalls auf Hp0 schalten. Wohin fährt denn Dein Zug vom Sbk 1, weiter oder wieder zurück?
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 02. April 2011, 00:00:46
Hallo Karlheinz,

ist die Grundstellung beim Start nicht von Vorteil und dient zudem der Sicherheit? Gerade da ich noch immer im Aufbau meiner Anlage bin, kommt es auch oft vor, dass ich manuell bzw. ohne WDP an der Anlage schalte und Züge fahren lasse.

Der STW müsste aber laut Logik bei freien Gleisen das jeweilige Blocksignal auf Hp1 setzen. Wegen Deiner Andeutung, dass hier keine Zustandsänderung der Besetzmelder statt findet, hätte ich nur die Erklärung, dass der STW nur auf Flankenänderungen reagiert. Das sollte man aber wissen, denn dann funktionieren einige Schaltungen ja unter Umständen beim ersten Durchlauf gar nicht!

Ich werde also meine Blockstrecken nach meiner Methode mit einem "Schaltgleis" betreiben, denn dann funktioniert alles so wie es sein soll. Auch um die manuelle HP0-Schaltung für den Fall, dass nur bis zum ersten Block gefahren wird, erfolgt so automatisch.

Die jeweils ersten Blöcke an den Ausfahrten des Bahnhofs habe ich auch für eventuelle Rangierfahrten mit langen Zügen vorgesehen. Also kann es sein, dass ein Zug von Sbk 1 wieder zurück fährt. Ab Sbk 103 gibt es dann aber nur noch eine Weiterfahrt in der gleichen Richtung.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Jürgen Gräbner in 02. April 2011, 11:18:53
Hallo Helmut,

ich habe dir deine "Schaltgleise" so angepasst, dass diese sowohl in der automatischen Aufzeichnung der Fahrstraßen funktionieren, als auch bei der Prüfung im Gleisbildeditor keine Fehlermeldung verursachen. Einfach die Datei im Anhang an in den Symbolordner "Sym_U" entpacken.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 02. April 2011, 23:16:07
Hallo Jürgen,

klappt vorzüglich!
Danke.
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: StefanH in 10. April 2011, 11:14:23
@Helmut,

du hast ne pn  :)

Gruß Stefan
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Georgio in 10. April 2011, 15:29:31
Hallo,
ich habe hier mal ein wenig mitgelesen und würde jetzt einfach vorschlagen das Gleisstück "WDP Funktionsgleis" zu nennen und tatsächlich mit in die Programm Datenbank aufzunehmen. Dem einen oder anderen fallen sicher auch andere Funktionen ein und ich denke mir, dass ich auch keinen "BÜ" auf dem Stellpult haben möchte, der dort nicht vorhanden ist.

Beste Grüße aus Hannover
Titel: Re: Blocksignale in der Zugfahrt
Beitrag von: Helmut Kreis in 19. April 2011, 10:38:11
Hallo an alle die nur Jürgens Datei geladen haben,

wie ich jetzt gesehen habe, wurde meine Symboldatei 12x heruntergeladen. Die Datei von Jürgen jedoch bereits 19x! Nach meiner Einschätzung könnt ihr nur mit Jürgens Datei nichts anfangen, da euch ja meine Symboldatei dazu fehlt.
Also wenn schon mal der Versuch gemacht werden will, dann bitte auch BEIDE Dateien runterladen.
Nur so kanns funktionieren.