Seite drucken - Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt

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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: T.Mo in 14. Dezember 2011, 22:23:15

Titel: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: T.Mo in 14. Dezember 2011, 22:23:15
Guten Abend miteinander,

es ist wie immer, man denkt man verbessert etwas und alles wird erstmal nur schlimmer.
Nachdem ich mich seit geraumer Zeit an meiner Roco BR110 Bügelfalte und dem anghängten Reisezug aus Märklin Schnellzugwagem (43910/43930) und einem passenden Fleischmann erfreut habe, dachte ich mir, LICHT MUSS HER!

Also habe ich mir bei Tams die zweipoligen Stromführenden Kupplungen bestellt, die zu den Wagen passenden LED Streifen bei E-Modell und alles eingebaut. Funktionsdecoder in den letzten Wagen, Schleifer drunter, Schlusslich montiert, fertig...

...Denkste.

Der Zug der sonst Null Probleme gemacht hat, springt nun an vielen Stellen aus dem Gleis, da die Drehgestelle sich regelrecht aufbocken. 
Meine erste Erkenntnis hat gezeigt das wohl die Kabel der Kupplung das saubere Kupplungsspiel nach links und rechts ein wenig in der maximalen Auslenkung einschränken. Obwohl ich nun schon zugentlastete Schlaufen gelegt habe wurde es nicht besser.  :-\
Die Tams/Fleischmann Kupplung stabilisiert durch ihre länglich Bauform die Verbindung seitlich so stark das in engen Radien (R1) die beiden verkuppelten Drehgestelle abheben. Die normale Märklin Kurzkupplung hat hier etwas mehr Spiel innerhalb der Kupplung selbst.
Alles in allem ist das alles sehr niederschmetternd. :'(

Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?
Bin ich mit der Krois Kupplung evtl etwas besser bedient?
Oder sollte ich auf die 1-Poligen Märklin KK's umsteigen und die Beleuchtung eben gegen Masse schalten und nicht gegen Decoder blau? (will ich eigentlich vermeiden).

Danke für eure Hilfe schon einmal.

Viele Grüße

Timo

Titel: Re: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: Martin Lutz in 15. Dezember 2011, 13:31:52
Hallo Timo,
Zitat von: T.Mo in 14. Dezember 2011, 22:23:15
Bin ich mit der Krois Kupplung evtl etwas besser bedient?
Oder sollte ich auf die 1-Poligen Märklin KK's umsteigen und die Beleuchtung eben gegen Masse schalten und nicht gegen Decoder blau? (will ich eigentlich vermeiden).

Danke für eure Hilfe schon einmal.

Viele Grüße

Timo
Mit der einpoligen märklin oder RTS Kupplung kannst das ja über ein Relais machen. Schalte über die Funktion des Decoder statt direkt die Beleuchtung nur eine Spule eines Relais an. Über den Relaiskontakt führst du die PUKO's zur Beleuchtung und von da wieder an die Schiene zurück.
Vorteil: nur eine einpolige Kupplung nötig
Nachteil: An jedem Wagen mindestens ein Masseschleifer, welcher sich negativ auf den Rollwiderstand auswirkt. Da kriegst du vielleicht wieder Probleme an der Steigung.

Das Relais hat sowieso einen VOrteil: es entkoppelt den Decoder. Somit bist du unabhängig von der maximalen Ausgangsleistung des Decoders.
Titel: Re: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: H-GDickmann in 15. Dezember 2011, 13:49:40
Hallo Freunde
ich fahre die Tams-Kupplung schon längere Zeit an "Donnerbüchsen" von Fleischmann und Roco. Diese Wagen haben allerdings keine Drehgestelle. Die Kupplungen werden als Kontaktvervielfachung für die Lok gebraucht da diese (alte 64 von Fleischmann) Kontaktschwierigkeiten hatte. Allerdings muss man, wie Timo schon bemerkt, bei der Verlegung sehr aufpassen, dass die Beweglichkeit der Kupplungen durch die Leitungen nicht beeinträchtigt wird.

Viele Grüsse aus Zweifall

Schorch
Titel: Re: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: T.Mo in 15. Dezember 2011, 16:25:25
Danke für eure Beiträge,

@Martin, wo kann ich denn noch ein Relais unterbringen? In den Toiletten? sonst wirds recht eng denke ich.

@Schorch, ich denke das es auch mit an den 28,2cm Länge der Wagen liegt. Deshalb verpsannen die Kupplungen bei zu starker Auslenkung so.
Schön sind solche R1 Radien natürlich nicht, aber auf unserer über lange Jahre gewachsenen M-Gleis Anlage liesen die sich nicht vermeiden... bzw man hat nicht so weit gedacht das es mal so lange Wagen gibt :D

Ich habe heute nochmal nach der Kabelführung geschaut und gesehen das die Kabel (teilweise) zwischen den Werksseitig vorbereiteten Kontaktblechen und dem NEM Schacht geklemmt hatten. Nachdem ich alle nocheinmal überarbeitet hatte machte der Zug schon weniger schwierigkeiten.
Vielleicht kann ich das noch etwas verbessern.

Grüße

Timo
Titel: Re: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: Martin Lutz in 15. Dezember 2011, 22:11:26
Hallo Timo
Zitat von: T.Mo in 15. Dezember 2011, 16:25:25
Danke für eure Beiträge,

@Martin, wo kann ich denn noch ein Relais unterbringen? In den Toiletten? sonst wirds recht eng denke ich.

Das kommt auf die Platzverhältnisse/Inneneinrichtung/Grösse deines Wagens an. Ich hab vor gar nicht all zu langer Zeit die Beleuchtungsplatine (Hufing Tronic), ESU Lopi 3.0 fx und das Relais (Axicom/Tyco IM06 12V) zusammen mit der Verdrahtung des Schlusslichts in einem Roco SBB EW IV in die Dachrundung eingebaut:

Das sieht so aus:
Titel: Re: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: T.Mo in 16. Dezember 2011, 04:01:22
Hallo Martin,

vielen Dank für dein Bild!
Das Relais baut ja tatsächlich nicht sehr groß.
Das sollte ich noch unter bekommen. Der Decoder (Lopi 3 FX) hat nämlich teilweise Probleme die beleuchtung in gang zu bringen und blinkt dann öfter bis sie konstant leuchtet.

Kann man beim Lopi FX auch wie bei UB FX Decodern mehrere Ausgänge zusammenschliessen um den Ausgangsstrom zu verdoppeln?

Grüße

Timo
Titel: Re: Reisezugwagen mit Stromführender TAMS-Kupplung kippt
Beitrag von: Martin Lutz in 16. Dezember 2011, 06:04:20
Hallo Timo,
Zitat von: T.Mo in 16. Dezember 2011, 04:01:22
Kann man beim Lopi FX auch wie bei UB FX Decodern mehrere Ausgänge zusammenschliessen um den Ausgangsstrom zu verdoppeln?
Das sollte eigentlich gehen. Würde ich aber nicht machen, da man dann nicht mehr dimmen sollte/kann.

Das Verhalten, das du hier schilderst zeigt eindeutig, dass dein Decoder (bzw. der entsprechende Funktionsausgang) an der oberen Grenze ist mit der Belastung.

Mit einem Relais hättest du die Last vom Decoder weggenommen. Das heisst, der Decoder wird nur gerade mit der Relaisspule belastet, egal wieviel beleuchtete Wagen angehängt sind. Die Leistung der Beleuchtung hängt dann über dem Relaiskontakt direkt am Gleis. Die Schaltleistung muss das dann aushalten, ist aber bei meinem Relais kein Problem. Laut Datenblatt kann der Kontakt mit 2A belastet werden. Ich schalte beide Relaiskontakte parallel.