Hallo zusammen,
ich habe zusammen mit dem Kauf der Version 2012 alle ZNF auf iZNF umgestellt, das funktioniert sehr schön, vorallem der Halt in Bahnsteigmitte. Nur eine einzige Lok rafft das irgendwie nicht.
Bei meiner S-Bahn-Station sollen alle Züge in Bahnsteigmitte halten, was zur Folge hat, dass die meisten Züge den letzten RMK nicht erreichen. Das macht ja auch nichts, so ist es schließlich ja auch gedacht.
Nun habe ich einen neuen Zug und dieser bremst auch entsprechend ab, und ab seinem theoretischen Haltepunkt in Bahnsteigmitte fährt er noch mit FS1 bis zum letzten RMK. Ich habe das mal als Video bei YouTube eingestellt, damit das Verhalten besser zu verstehen ist:
http://youtu.be/Rp8GX4jR7gw
Ich habe den Zug zwei mal eingemessen und auch mit der Geschwindigkeitsmessung Höchst- und Mittelwerte kontrolliert, das pass alles, er bremst ja an sich auch richtig ab, kriecht dann eben nur weiter.
Hat jemand dazu einen Lösungsvorschlag?
Hallo,
schau mal ins Logbuch, ob da was drinsteht...
Hallo Jürgen,
danke für die schnelle Antwort, im Logbuch steht folgendes:
Logbuch vom : 30.10.2012
18:46:57 M.-Zeit: Do 12:36:28 - Start: CityBahn (43) - 215>173 - Standard
18:47:17 M.-Zeit: Do 12:36:48 - Ziel: CityBahn (43) - 215>173
Also nichts wirklich aufschlussreiches...
Übrigens war dein Workshop zum IZNF sehr gut!!
Hallo Matthias,
okay, dann ist die erste Idee von mir hinfällig. Schicke mir (oder hänge es hier an) mal dein Projekt, dann schaue ich mal rein.
Hallo Jürgen,
anbei meine Datensicherung, ich habe die Lokbilder und Gleisbildsymbole weggelassen, der Rest ist drin.
Es ist die Lok 43 (CityBahn), sie befährt die FS 159, 162 und 126 mit Halt in Bahnsteigmitte nicht korrekt.
Ansonsten befährt sie nur FSen mit Halt am Signal oder Halt am Anhaltepunkt, dort stoppt sie korrekt.
Schonmal Danke!
Hallo noch mal,
mal ne Frage, warum hat die Lok eine Bremsverzögerung von 29? Konzentrieren wir uns mal auf eine FS, zum Beispiel die von 215 nach 173. Tritt der Fehler auch auf, wenn du mit "Stellen und Fahren" (also ohne Automatik) fährst?
Guten Morgen,
die Bremskorrektur von 29 war ein Versuch, sie eher zu stoppen, das funktionierte aber nicht, sie bremst nur stärker ab und die "Kriechstrecke" wird entsprechend größer. Auch die Einmesskurve hatte ich von 15-Punkt auf 3-Punkt geändert, im Zuge der Kontrolle der Einmessung. Sie fuhr eigentlich der der 15-Punkt-Einmessung, sowie mit der 3-Punkt-Messung auch ohne Bremskorrektur ganz gut.
Der Fehler tritt auch bei "Stellen und Fahren" also ohne ZFA auf.
Moin,
der Zug müsste rechnerisch mit der Lok auf K184 zum stehen kommen. Und wenn ich das richtig verstehe, dann kriecht der Zug weiter bis K173. Und mit dem anderen Zug "S-Bahn" klappt das mit der gleichen Fahrstraße? Ich habe nämlich in den Daten keinen Fehler gefunden. Lösen alle Rückmeldekontakte richtig aus?
Hallo Matthias,
an welcher stelle sind denn die Haftreifen an der Lok?
Hallo Matthias,
welchen Lokdecoder hat die Lok?
Vielleicht steht ein sehr hoher Wert bei der Bremsverzögerung.
Oder hast du einen Decoder wo ein fester Bremsweg definiert ist?
Ich habe bei meinen Loks die Bremsverzögerung auf 1 gestellt.
Hallo Jürgen,
die Lok bremst auch bis zum K184, so wie du es theoretisch auch errechnet hast. Der andere Zug (S-Bahn) bleibt auch dort stehen. Ein weiterer Zug (Akku-rot) ist deutlich kürzer und bleibt dementsprechend früher stehen, das ist soweit alles gut. Die Kontakte lösen alle richtig aus.
Hallo Dirk,
die Haftreifen sind am hinteren Drehgestell, WDP lässt sie irgendwie bis zum K173 weiter fahren, sobald die vordere Achse dort ca. 1cm drauf ist, stoppt sie.
Hallo Uwe,
die Lok hat einen ESU LoPi 4.0, die Bremsverzögerung ist über F4 permanent ausgeschaltet.
Ich werde mal versuchen zu beobachten, wie sie in den verdeckt gelegenen Gleisen anhält, dort gibt es nur zwei RMK / IZNF. Evtl. zeigt sie dort den gleichen Fehler, bisher sehe ich am Bildschirm ja nur, dass sie dort vor dem Sicherheitskontakt zum stehen kommt. Ich melde mich dann heute Abend nochmal.
Schonmal vielen Dank für Eure Mühe!
Hallo Mathias
Hast du zufällig noch alte Profile angelegt, die das Verhalten der Lok eventuell beinflußen könnten?
Vielleicht liegt ja hier der Hund begraben? Ist aber auch nur eine Vermutung.
Hallo Edwin,
nein, Profile habe ich gar keine, noch nie benutzt.
In den verdeckten Bereichen, mit Halt am Signal stoppt die Lok einwandfrei. Auch wenn ich am Bahnsteig "Halt am Signal" auswähle, stoppt sie genau dort.
Irgendetwas muss WDP veranlassen, die Lok bei "Halt in Bahnsteigmitte" nicht vollständig zu stoppen, denn die FS wird auch erst aufgelöst, nachdem die Lok am Ende ihres Kriechens den letzten RMK erreicht hat.
Ich habe mal die Mindestgeschwindigkeit auf FS 2 hochgesetzt, damit kriecht sie nun schneller zum letzten RMK, was ja auch nicht sein soll.
Zuletzt habe ich eine neue FS für diese Lok angelegt, in welcher der letzte RMK gar nicht mehr vorkommt. Ich bin dann zwar wieder zurück zu der 2009er Variante mit unterschiedlichen Fahrstraßen / Zugnummernfeldern die unterschiedlichen Haltepunkte am Bahnsteig zu definieren, aber sind ja nur drei FS, da diese Lok nur einen sehr begrenzten "Auslauf" hat. Damit funktioniert es jetzt erstmal.
Ich danke Euch allen für Eure Ratschläge und die Mühe, insbesondere Jürgen für das Durchsehen meiner Daten.
Hallo Matthias,
das "Kriechen" hängt mit einer zu stark eingestellten Bremskorrektur zusammen. Ich hatte dies vor kurzem auch einmal an der Demo-Anlage gezeigt. Messe die Lok noch einmal mit 15-P ein und setze Bremskorrektur wieder auf "0" .
Hallo Dirk,
Zitatdas "Kriechen" hängt mit einer zu stark eingestellten Bremskorrektur zusammen.
wenn die Bremskorrektur zu hoch ist, dann kriecht die Lok weiter weil der Kontakt, auf die Lok halten soll noch nicht erreicht ist. Das ist hier aber nicht die Ursache. Matthias hatte die Bremskorrektur schon auf 0. Hier wird auch der Kontakt, auf dem gehalten werden soll, erreicht. Dies ist der 184 und die Lok kriecht aber zum 173 weiter....
@Matthias: Sehr merkwürdig. Noch ein Testvorschlag von mir: Löse den Zugverband mal auf und erfasse die Zuglänge komplett an der Lok. Wie sieht es dann aus???
Hallo Dirk,
ja es ist so wie Jürgen schreibt, die Bremskorrektur behebt den Fehler nicht.
Die Lok war zuerst mit einer 15-Punkt-Messung und ohne Bremskorrektur eingemessen. Wie ich schon schrieb war die Bremskorrektur ein Versuch etwas zu ändern, es wurde aber schlechter.
Hallo Jürgen,
die Umstellung der Länge des Zuges komplett an der Lok habe ich vorgenommen, gleichzeitig habe ich den Decoder resettet, die CVs neu eingestellt, die CV5 hat jetzt einen höheren Wert, schneller als das Vorbild, auch nur als Versuch, ob es etwas ändert.
Nach dem erneuten 15-Punkt-Einmessen ist das Problem jezt weg, sie hält genau dort wo sie soll, ohne Kriechen. Ich lasse jetzt alles so wie es ist, auch die Zuglänge bleibt bei der Lok, ich trenne den Verband eh nicht.
Was nun das Problem verursachte weiß ich nicht, aber vielen Dank an alle, die mir Tips gegeben haben.
Hallo Matthias,
Zitat von: megamattiman in 02. November 2012, 00:10:42
Hallo Dirk,
ja es ist so wie Jürgen schreibt, die Bremskorrektur behebt den Fehler nicht.
Die Lok war zuerst mit einer 15-Punkt-Messung und ohne Bremskorrektur eingemessen. Wie ich schon schrieb war die Bremskorrektur ein Versuch etwas zu ändern, es wurde aber schlechter.
...
Was nun das Problem verursachte weiß ich nicht, aber vielen Dank an alle, die mir Tips gegeben haben.
gut, das Du die Lok neu eingemessen hast. Ich hatte mich eh gewundert (aber nicht geschrieben) warum die Lok in der 3-P-Messung am Punkt 1 eine Geschwindigkeitsdifferenz von
18 km/h zwischen vorwärts und rückwärts hat. So schlecht dürfte die Lok doch gar nicht fahren? Wenn das eine Fehlmessung war, dann verschiebt sich auch die gesamte Geschwindigkeitskurve und die Lok hält nicht da, wo sie soll. ::)
Hallo Mathias
Auch wenn jetzt glücklicherweise wieder alles zu deiner Zufriedenheit läuft wäre es doch nett, wenn du die Lok und die Wagen noch einmal trennst, und sie wieder als Zug zusammenstellen könntest.
Zurück geändert wäre es ja wieder schnell, weil man ja nur zwei Masse ändern müßte.
Grund:
Sollte dort tatsächlich ein Fehler liegen,was ich nicht glaube, so könnte man da gezielt mal nach dem Problem suchen.
Ich danke dir schon mal vorab.
Hallo Edwin,
das gibt Sinn, ich habe die Länge der Lok wieder gekürzt und die Wagen ergänzt. Sie stoppt immer noch dort, wo sie soll, also ohne Kriechen. Damit scheint dies nicht das Problem verursacht zu haben.
Es ist sehr wirklich sehr merkwürdig, ich habe nochmal eine alte Datensicherung eingelesen und die beiden Einmesskurven verglichen, ausser der aktuell nun höheren Geschwindigkeit sind sie beide ziemlich identisch.
Hallo nochmal,
Zitatdas gibt Sinn, ich habe die Länge der Lok wieder gekürzt und die Wagen ergänzt. Sie stoppt immer noch dort, wo sie soll, also ohne Kriechen. Damit scheint dies nicht das Problem verursacht zu haben.
Ich denke aber doch. Das Verhalten des Zuges lies nicht auf ein Problem beim Einmessen schließen. Da ein RMK angesteuert wurde (im Rahmen des Soll/Ist-Abgleiches), der eigentlich nicht nicht mitspielt sehe ich die Ursache eher in der Zuglänge. Die Messkurve wird zur Ermittlung des Anhaltepunktes nicht gebraucht, wohl aber die Zuglänge. Das Auflösen und Neuzusammenstellen des Zuges hat dann wohl den Knoten gelöst, aber wir werden es wohl nie erfahren. ;)
Hallo Mathias,
ich habe in deinen Bilder gesehen, daß du bei Strecklänge von C die Eingabe 150;6 da stehen hast. Du wolltest bestimmt 150,6 schreiben. WDP kann da aber keine mm schreiben. Also müstest du auf- oder abrunden. Ich würde da 150 schreiben und die 6 mm vernachlässigen.
Hallo Joachim,
danke für den Hinweis, ich hab' das dann mal geändert, aber funktioniert hat das Einmessen trotzdem :)
Es war übrigens ein getipptes Komma, wurde nur als Semikolon dargestellt.
Hallo Matthias,
das wundert mich. Denn das Semikolon bedeutet, dass du eine Länge von 150cm für den Hinweg und 6cm für den Rückweg angegeben hast, was du ja nicht wolltest.
Da sollten eigentlich alle Werte für den Rückweg falsch sein.
Übrigens macht WDP aus einem Komma in diesem Feld ein Semikolon.
Hallo Stefan,
natürlich wollte ich das nicht. Wozu kann man denn überhaupt für den Rückweg eine abweichende Länge hinterlegen, der Zug pendelt doch auf ein und der selben Strecke hin und her.
Oder kann man ihn für die Rückwärtsfahrt auch über ein Ausweichgleis fahren lassen? ;) Das gibt doch gar keinen Sinn, oder übersehe ich da was?
Hallo Matthias,
doch, wenn du zwischen C und D ein Stück hast ohne Rückmelder, z. B. eine Märklin-Weiche. Dann ist der Hinweg länger als der Rückweg. Denn hin stoppt die Zeitnahme erst bei D, aber zurück beginnt sie erst hinter der Weiche.
Ahh, O.K. das leuchtet ein!
Danke Dir!
Hallo zusammen,
da das Problem ist ja nun gelöst, wollte ich Euch nochmal ein Link zu dem nun fertigen Video posten:
http://youtu.be/679UIAouwE4 (http://youtu.be/679UIAouwE4)
Hi,
die S-Bahn gefällt sehr gut. Muss ich mir zu Hause noch mal richtig anschauen...