Hi
hat jemand Erfahrungen mit einem Mini Oszilloskop wie den DSO 201.
Ist das für den Modellbau ausreichend ?
Danke und Grüße Benja
Hallo Benja,
wenn Du schon fragst ob das Gerät ausreichend ist, dann spare Dir das Geld! Mit einem Oszilloskop muß man auch wissen was man misst.
Was willst Du denn damit messen?
Ob Spannung am Gleis anliegt kann man auch mit einer Lampe prüfen. Ob Digitalspannung anliegt erkennt man an der Reaktion der Lok. oder den Schaltdecodern.
Der Strom ist meistens durch die Geräte selbst schon begrenzt bzw. abgesichert.
Der Antwort kann ich mich nur anschließen.
Wir haben mit einem solchen ähnlichem Gerät die IR-Rückmeldesensoren der DC-Car´s überprüft um festzustellen, welche Fahrzeuge nicht sicher zurückgemeldet haben.
Man muss wissen wie man die Anzeige deuten muss.
Hier ein Beispiel:
Warum das Laden mit dem normalen Faller-Ladegerät, die Akkus belastet ud Lipoakkus zerstört.
http://www.modellautobahnen.de/technik/akku.htm
Ich weiss schon was man mit einem Oszilliskop messen kann. Deshalb meine Frage ob die Minis etwa taugen ?
Danke und Gruß Benja
Hallo,
na ja, bei dem Preis um die 50 Euronen kann man eigentlich nicht viel falsch machen, eher macht man viel grössere und teurere Fehler bei Lokkaufs von den MoBa-Herstellern.
Wenn das Gerätchen nicht den Erwartungen entspricht, als "schätzendes Spannungsform-Indikator-Device" ist es halbwegs, zumindest im MoBa-Bereich, wohl zu gebrauchen.
Was man mit einem Oszilloskop misst, man kann prinzipiell "alles" messen. Es kommt auf das "Wie" an und die Deutung.
;)
Hallo Benja,
ich habe ja auch noch gefragt nach dem was Du messen willst.
Nur um festzustellen, ob Spannung am Gleis liegt, btaucht man kein Oszi. Da reicht auch schon ein billigeres Vielfachmessgerät. Aber immer im Bewusstsein, dass die Werte wegen der Digitalspannung nicht stimmen.
Um einfach Digitalspannung an die Gleise messen zu können, kann man auch diese Aufstellung machen. Die Dioden sind das type 1N4001 und die Kondensator ist eine mit ein Wert zwischen 10nF en 1uF, Bei Motorola ist die Kondensator nicht notwendig.
Moin, moin Benja,
bei der Firma Reichelt Elektronik, Sande, gebt es ein sehr preiswertes Multifunktionsmessgerät, das u. a. auch Digitalstrom misst und sehr genau. Das Gerät kostet ca. 20,-€. Bezeichnung des Gerätes, ,,Peak Tech 1085". Soeben bei Reichelt reingeschaut, das Gerät ist im Moment nicht mehr im Programm. Anrufen und Nachfragen bei Reichelt oder Google .
Hallo Willi
Zitat von: Willi K. in 25. November 2012, 12:20:27
bei der Firma Reichelt Elektronik, Sande, gebt es ein sehr preiswertes Multifunktionsmessgerät, das u. a. auch Digitalstrom misst und sehr genau.
Das glaube ich eher nicht. Um die Digitalspannung bei unserer Modellbahn genau messen zu können bedarf es mindestens um ein True-RMS Messgerät. Solche Geräte gibt's nicht für 20 Euro.
Ansonsten kann man die Digitalspannung über einen Brückengleichrichter in Gleichspannung umwandeln und diesen dann messen. Dann muss man bei einem Siliziumgleichrichter aber noch etwa 1.4V (2 mal 0.7V Diodendurchlassspannung) dazu rechnen. Oder eben ein Oszilloskop verwenden.
Ob so ein MiniOszi etwas taugt kann ich nicht sagen, würde aber denken, dass die Genauigkeit und Funktionalität eher eingeschränkt bleibt. Vielleicht mal schnell als Kontrolle aber mehr nicht (Wo ja auch eine simple Lampe reicht). Gerade bei Oszilloskopen sollte man sich schon etwas auskennen beim Kauf damit man auch das messen kann was man eigentlich möchte. Gute Messtechnik ist und bleibt eine teure Angelegenheit.
Außerdem mißt man mit dem Multimeter in dieser Schaltung nur die Effektivspannung. Spannungsspitzen der Digitalspannung, die die Decoder auf Dauer killen können, kann man nur mit dem Oszi sehen.
Gruß
Michael
Moin, moin Martin und Michael,
ich bin kein Elektriker und erst recht kein Elektroniker. Ein Bekannter von mir hatte dieses Gerät zu mir mitgebracht, aber nicht um bei der MoBa etwas zu messen, sondern wegen einer anderen Sache. Wie das Leben so manchmal spielt, wurde die Spannung an der MoBa gemessen. Die Anzeige stand bei 17,4 Volt. In der Central Station 2 (CS2) habe ich die Voltangabe kontrolliert und was soll ich sagen, in der CS2, die gleiche Anzeige. So ist es nun einmal, sehen kann ich sehr gut, dieses hat mir mein Augenarzt bescheinigt.
Hallo Willi,
Deine Sehfähigkeit wollen wir auch nicht anzweifeln - die möge Dir auch noch lange im jetzigen Umfang erhalten bleiben ;).
Ich kenne die CS2 nicht, aber ich nehme an, sie zeigt dann auch nur die Effektivspannung an. Für eine qualitative Aussage ob Spannung anliegt, oder ob irgendwo ein Schluß ist reicht das ja auch meistens. Nur sind halt die Spitzen der Digitalspannung z.T. deutlich höher.
Ich betreibe z.B. meine H0 Anlage mit der Einstellung für Spur-N, da meine alte IB IR nur so die Spitzenspannung am Gleis auf 18V begrenzt. In der Einstellung H0 wird die Spitzenspannung bei der IB IR nicht geregelt/begrenzt und soll angeblich bis maximal 21V gehen (wer's glaubt - leider besitze ich selbst kein Oszi um das nachzuprüfen, da ich sowas normalerweise zu Hause nicht brauche). Nachdem ich einige ESU Lokdecoder im Einsatz habe, die maximal 21V abkönnen gehe ich hier lieber auf Nummer sicher. Auf dem Multimeter hatte ich damals mit Einstellung H0 glaube ich auch etwas mehr als 17V effektiv.
Bei Hochfrequenz (und dazu zähle ich auch unsere Digitalsysteme) gilt halt noch vermehrt der alte Elektronikerspruch "wer misst misst Mist", d.h. wenn man tatsächlich quantitativ messen will muß man genau wissen was man messen will, wie man es messen kann und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind.
Viele Grüße
Michael
Hallo Willi,
bei Deinem angegebenen Gerät handelt es sich um ein ganz normales Digitalmessgerät. Digital steht hier aber für die Anzeige als Zahlenwert!
Messen kann man damit aber nur ganz normale sinusförmige Spannungen und Ströme.
Hallo,
"normale" Messgeräte gehen davon aus, dass die gemessene Spannung eine Sinusspannung ist und somit "mittelt" es den Wert einfach nach dem Scheitelfaktor für Sinusspannung Wurzel(2)
Unser Digitalsignal ist weder ein symetrischer Rechteck (Scheitelfaktor 1) noch ein PWM sondern um ein unregelmässiges Rechtecksignal (je nach Datenfluss) mit unbestimmten Scheitelfaktor. Aus diesem Grund wird ein herkömmliches Messgerät (ausser, es handelt sich um ein ausgewiesenes True RMS (echter Effektivwert) Messgerät) nicht das richtige Resultat anzeigen. Die von dir gemessenen 17.4V scheint für dich zu stimmen. Ich behaupte, die Gleisspannung beträgt etwa 20V. Ich glaube ausserdem auch, dass auch eine eventuell in die Zentrale (welche auch immer) eingebaute Spannungsmessung nicht die Genauigkeit hat die wirklich gut ist.
Ein True RMS Gerät ist auch nicht für unter 100 Euro zu kriegen. Die sind in der Regel weit teurer.
Zum Scheitelfaktor findest du hier Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Scheitelfaktor (http://de.wikipedia.org/wiki/Scheitelfaktor)
Hallo Widersacher ;D,
ich gebe mich geschlagen. Wie ich schon schrieb, ich bin kein Elektroniker. Ihr werdet Recht haben und wer Recht hat, gibt einen aus ;D.
Hallo Willi,
also ich gebe Dir gerne einen aus. Kannst mich ja mal zu Dir nach Oldenburg einladen.
Zitat von: Benja in 24. November 2012, 20:06:35
Hi
hat jemand Erfahrungen mit einem Mini Oszilloskop wie den DSO 201.
Danke und Grüße Benja
Hallo
Ich habe Erfahrungen mit einer Oszi-Karte (Elektor Bausatz), die man in den alten Game-Boy 2 einstecken kann, und den zu einem 2Kanal Oszilloskop verwandelt.
Das Teil reicht um Beobachtungen an der Modellbahn zu machen. Messen würde ich das nicht bezeichnen, dafür habe ich richtiges Geld investiert. ;D
Gleisspannung und s88-Bussignale bekommst du damit sicher angezeigt.