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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Dr. Jürgen Martin in 17. Mai 2013, 17:16:56

Titel: Gleiswendel
Beitrag von: Dr. Jürgen Martin in 17. Mai 2013, 17:16:56
Hallo Zusammen,
ich benötige für meinen Schattenbahnhof zwei Gleiswendel, einen für rauf und einen für runter.
Der Aufwärtswendel wird für mit R2 geplant (C-Gleis). Für den Abwärtswendel habe ich nicht genügend Platz, so dass ich diesen mit R1 machen will. In diversen Foren wird von einigen Usern berichtet, dass beim Bergabfahren in zu engen Wendeln (also R1) Probleme auftreten können, wenn die Wagen schieben. Die Steigung (eigentlich das Gefälle) würde in diesem Wendel zwischen 3 und 4 % liegen. Kann jemand bestätigen, dass das klappt oder wird dringend von R1 auch bei bergab abgeraten. Ich habe halt, wie jeder, Platzprobleme.
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Thomy in 17. Mai 2013, 17:23:17
Hallo Jürgen,

also wenn du bergab langsam fährst und auch soft abbremst gibt es keine Probleme. Bei mir hatte ich es so probiert aber es sieht halt nicht gut aus, deshalb habe ich alles umgebaut. Mittlerweile verwende ich nur noch Großradien und ausschließlich schlanke Weichen.

Gruß
Thomy
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: michael1957 in 17. Mai 2013, 18:35:24
Hallo Jürgen,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei so engen Radien talwärts speziell bei Güterzügen kleine (meist 2-achsige) Güterwagen vom Rest des Zuges ziehharmonikaartig aus den Gleisen geschoben werden, wenn diese zu weit vorn im Verband fahren. Speziell die ersten 2-3 Wagen hinter der (meist schweren) Güterzuglok machen bei mir Probleme, wenn im Zugverband weiter hinten dann noch einige schwerere Wagen "andrücken". Erst als ich das Gefälle unter 3% gedrückt habe, ist das Problem seltener aufgetreten. Jetzt habe ich die Anlage (allerdings ROCO) umgebaut und die Wendel auf R3 vergrößern können womit nun alles gelöst scheint.

Beste Grüße aus Österreich!
Michael
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Peter Ruffershöfer in 17. Mai 2013, 20:12:28
Hallo Jürgen,

kann von so engen Radien auch nur abraten. :(
Habe selbst für die Nebenbahn mit kurzen Zügen keine Radien unter R 420 mm verwendet.
Wenn Du sicheren Betrieb haben willst und nicht zweimal bauen möchtest, dann nicht R1.
Steigung sollte auch maximal 3% nicht überschreiten. Bei R1 ist der Höhenabstand der Wendeln auch problematisch.
Plane das mal in Wintrack mit Höhenkontrolle, wird eine recht enge Geschichte.

Gruß Peter :D
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Mammut in 17. Mai 2013, 21:29:42
Hallo Jürgen

Ich kann die vorher erwähnten Beiträge nur bestätigen. Ein einzelner Schienenbus geht noch, aber bei längeren Zügen (>1 m) gibt es die beschriebenen Probleme. Ich benutze für meinen Wendel (1 Umgang mit ca. 10 cm dürfte das Minimum darstellen) abwärts C:R4=580 mm (entspricht ca. 28‰) und aufwärts C:R5=644 mm (entspricht ca. 25‰). Hier funktionieren auch schwerere, gut 2 m lange Züge. Mit R1=360 mm kommst du kaum unter 44‰.

Gerade Nebenbahnstrecken vertragen etwas grössere Neigungen. Meine Höchstneigung hier ist 40‰.

Gruss aus dem Thurgau
Csaba

Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Rolf T. in 18. Mai 2013, 08:36:28
Hallo
Ich benutze ein 4 fach Wendel  Gleiswendel.de R1 R2
R1 ist nur für abwärts.
Es fahren alle Züge 1,20m egal ob kurze oder lange Waggons.
Meist sind die Kurzkupplungen schuld,verwende daher für diese Züge die im R1 fahren lange Kupplungen und es gab bisher keine Abstüze. :)
Mfg Rolf
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Joachim Frederick in 18. Mai 2013, 09:42:53
Hallo Rolf,

überprüfe bitte deine Seite, (www.gleiswendel.de), da ist ein Virus drauf
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Friedel Weber in 18. Mai 2013, 12:13:10
Hallo

Ich habe platzbedingt einige sehr enge Wendeln.
Aufwärts geht es mit R1 und etwa 3,5% Steigung. Das macht überhaupt kein Problem.
Abwärts geht es mit einem Mix aus verschiedenen Radien, dabei aber auch R1 mit einer Gefälle von 4,5%. Ebenfalls ohne Problem.
Die "Härte" ist innerhalb der Hauptstecke ein Vollkreis R1 mit genau 4% Steigung. Da reisst es bei den Langen Güterzügen von 2,7m Länge die vorderen Zweiachswagen aus den Schienen, sofern dies leichte Wagen mit Kunststoffaufbau sind und schwere Metallwagen hinten hängen. Also habe ich den Zug umgruppert und die Metallwagen nach vorn gebracht. Jetzt läuft alles problemlos.

Fazit:
Ein Gefälle von 4% ist nach meiner Erfahrung unproblematisch.
Nur eines ist in jedem Fall wichtig: Die Schienen müssen sauber verlegt sein ohne Steigungsänderungen und Knicke zwischendrin. Dass ein Zug entgleist, weil die hinteren Wagen die vorderen auf Gefällestrecken aus den Schienen schieben, ist mir noch nicht passiert, auch nicht bei Notabschaltungen.

Viele Grüße
Friedel Weber
www.moba-tipps.de
Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Rolf T. in 18. Mai 2013, 20:57:52
Hallo Joachim
Sorry war mein Fehler
Es sollte www.gleiswendel-profi.de heißen.
Ich hoffe es war nicht so schlimm.
MFG Rolf



Titel: Re:Gleiswendel
Beitrag von: Dr. Jürgen Martin in 19. Mai 2013, 14:55:05
Hallo Zusammen,
zunächst einmal Danke für die vielen Antworten.
Letztlich hat ja jeder über bestimmte Probleme, mal mehr mal weniger, bei der Verwendung von R1 berichtet. Ich glaube das hat mir viel zukünftigen Ärger erspart.
Ich habe mir Wintrack gekauft und das Ganze nachgeprüft. Als Ergebnis habe ich den SHB komplett umgeplant und die Wendel sowohl im Steigungs- als auch im Gefällebereich durch mehr oder wenige gerade Strecken ersetzt. Ich denke, dass ich diese Problematik damit gelöst habe.