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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Andreas Koch in 27. Mai 2013, 11:42:55

Titel: Boostertrennstelle und lange Züge
Beitrag von: Andreas Koch in 27. Mai 2013, 11:42:55
Hallo zusammen,

möchte die Anlage (2-Leiter) in mehrere Boosterstromkreise unterteilen. Gleichzeitig möchte ich 4-polige elektrische Kupplungen an den D-Zugwagen einsetzen. Die Wagen sollen alle Strom abnehmen. Somit wird über eine Länge von ca. 2m Strom abgenommen und über den ganzen Zug verteilt. In einem Wagen soll ein Schaltdecoder sitzen und damit das Licht ein- bzw. ausgeschaltet werden. Zum Einsatz kommen Booster von ESU, 4A. Was passiert z.B., wenn ich über die Trennstelle fahre mit der ersten stromabnehmenden Achse und das Ende noch 2 Meter in dem vorhergehendem Boosterstromkreis sich befindet? Ist dies überhaupt möglich und/oder kann es Probleme mit den Boostern geben? Zum Einsatz kommen dabei GBM von Littfinski.

mfG
Andreas
Titel: Re:Boostertrennstelle und lange Züge
Beitrag von: Gerhard Arnold in 27. Mai 2013, 13:41:44
Hallo Andreas,

ich denke, dass dies grundsätzlich möglich ist, ich mache dies teilweise auch so. Booster und RM-Module haben bei mir damit keine Probleme. Die RM-Module von LDT haben kräftige Dioden verbaut, die auch hohe Ströme vertragen.

Zu bedenken ist jedoch:
1. Wenn dein Zug die beiden Stromkreise verbindet, dann fließen Ausgleichsströme zwischen den beiden Boostern.
2. Wenn deine Zuggarnitur einen Kurzschluss verursacht, dann fließt der hohe Kurzsschlusstrom über die Kupplungen und deine Verdrahtung im Zug.
3. Wenn du einen Boosterkreis (Boostermanagement) abschaltest, dann kann es sein, dass der Zug in den abgeschalteten Bereich einspeist, d.h. 2 Boosterstromkreise hängen dann an einem Booster.

PS: Ich bin sehr gespannt auf weitere Stellungnahmen!
Titel: Re:Boostertrennstelle und lange Züge
Beitrag von: Andreas Koch in 03. Juni 2013, 22:28:57
Abend Gerhard,
muss erst alles zusammen bauen(kompletten Zug). Dies wird etwas Zeit dauern, dann werde ich mich nochmals melden. Aber, danke für deine Meldung.

Andreas
Titel: Re:Boostertrennstelle und lange Züge
Beitrag von: Volker Wößmann in 04. Juni 2013, 19:01:58
Hallo,

es kann generell problematisch sein, wenn Plus zweier Boosterkreise "länger" kurzgeschlossen sind, egal ob direkt oder über eine Zuggarnitur. (siehe zu bedenken von Gerhard). Da ich Märklinfahrer bin habe ich mit Kehrschleifen generell kein Problem, aber ich könnte mir im Prinzip ein Problem in einer Kehrschleife vorstellen. Hier muss ja Plus und Minus verpolt werden und wenn dann der eine Teil des Zuges in den einem Teil und der andere Teil im anderen steht, hast einen 1A Kurzschluss. Wie gesagt, da kein Problem bei mir, auch keine praktische Erfahrung mit Kehrschleifen bei 2 Leiter.

Meine Züge sind auch beleuchtet, allerdings ohne Decoder, die Beleuchtung ist daher aktuell immer an.
Ich nutze nur Kupplungen mit einem Kontakt, d.h ich schleife nur den Plus von einem Wagen durch den ganzen Zug, Minus greife ich an jedem Wagen ab. (für Märklinfahrer, der Zug hat nur einen Schleifer)
Wenn, würde ich in diesen Wagen den Dekoder setzen und über ein Relais den gesamten Plus für den gesamten Zug schalten.
Logischerweise geht die gesamte Beleuchtung aus, wenn der Schleifer mal keinen Kontakt hat. Kurzzeitig wird dies aber durch Pufferkondensatoren in jedem Wagen verhindert.

Bei Kupplungen mit 4 Kontakten, hast du ja viel mehr Möglichkeiten als ich aktuell.
Du könntest natürlich nur Plus und Minus an dem Wagen mit dem Dekoder abgreifen und von dort durch den ganzen Zug schleifen. Die anderen Wagen würden dann zur Stromaufnahme nichts beitragen.
Damit hättest kein Problem, wenn der eine Teil des Zuges in einem und der andere Teil des Zuges in einem anderen Boosterkreis steht, da die Beleuchtung immer von einem Booster gespeist wird.
Hat aber dieser eine Wagen keinen sauberen Kontakt, gehen wie bei mir die Lichter aus. Kurzzeitige Unterbrechungen müssen auch hier Pufferkondensatoren in jedem Wagen überbrücken.

Kommt es dir auf eine sichere Stromaufnahme an, führe nur das Schaltsignal vom Dekoder über die Kupplungen und schalte in jedem Wagen z.b. über ein Relais die Beleuchtung.
D.h. aber auch, daß jeder Wagen Plus und Minus vom Gleis abgreifen muss. (für Märklinfahrer, hier hätte jeder Wagen einen Schleifer)
Theoretisch könntest du so einen Wagen im Verband hochheben und nur in diesem gehen dann die Lichter aus.
Was für Märklinfahrer sicherlich aufgrund der großen Schleiferanzahl nicht praktikabel ist, könnte bei dir als 2 Leiterfahrer vielleicht einfacher zu realisieren sein.


Wie gesagt es gibt viele Möglichkeiten....

Volker