Seite drucken - Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?

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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: HU-Martin in 10. August 2013, 17:46:59

Titel: Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 10. August 2013, 17:46:59
Hallo allerseits,

beim Fahren mit Anschlussfahrten (gilt aber auch bei Zugfahrten) habe ich folgendes Problem:

Ich fahre vom HBF zu Block 7. Von da geht es weiter zu Block 8 und dann in den SBF (siehe Bild).
Prüfkontakt für die nächste FS ist der jeweilige Startkontakt. An Block 7 K111, an Block 8 K068.
Die Steuerung des Vorsignals an Block 7 bereitet mir dabei exemplarisch ein Problem. Es ist gekoppelt an das Hauptsignal des nächsten Blocks, also Block 8.
Wenn ein Zug durchfahren kann, also alle Blöcke bis in den SBF frei sind, ist das zunächst auch alles ok. Der Zug fährt wunschgemäß durch. Das Vorsignal an Block 7 schaltet aber erst dann auf grün, wenn die Lok schon am Signal Block 7 vorbei ist, weil ja der K111 erst die nächste FS prüft.
Nun habe ich testweise den Prüfkontakt für die FS "Block 8 > SBF" weiter vorverlegt, also vor und damit außerhalb der FS 111>068 (Block 7 > Block 8 ), z.B. K137. Ergebnis ist, dass bei freier Fahrt tatsächlich das Vorsignal an Block 7 rechtzeitig auf grün schaltet. Das scheint also zu gehen (und sieht sehr gut aus).
Problem ist dann aber, dass ein Zug der an Block 7 hält, den K137 gar nicht belegt, weil der Zug zu kurz ist.
Wie könnte man das lösen, dass das Vorsignal sowohl bei Durchfahrt, als auch bei Fahrtbeginn Block 7 so rechtzeitig auf grün schaltet, dass der "Lokführer" es sehen kann? Natürlich immer vorausgesetzt, dass alle Folge-FS-sen frei sind.
Ich hoffe, ich habe das Problem verständlich erklären können.

Schöne Grüße
Martin
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: Edwin Schefold in 10. August 2013, 18:31:55
Hallo Martin

Nutze doch den Stellwerkewärter dazu!!

Als Bedingung:
Wenn RMK X;Y;Z; usw. frei sind und Signal X auf Grün, dann Vorsignal auf Grün.
Auch das Hauptsignal könnte man so steuern. Ist der gesamte Folgeblock frei, dann Signal auf Grün.

Dabei muss das Vorsignal aber aus der Fahrstraßenaufzeichnung herausgenommen werden, weil ja der STW dann für das Stellen zuständig ist.
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 10. August 2013, 19:08:15
Hallo Edwin,

das wird m. E. schwierig, denn ab Block 8 (wo ja das Hauptsignal steht, an das das Vorsignal gekoppelt ist) gibt es sechs mögliche Anschlussfahrten. Aber ich werde mal Richtung STW weiterdenken.

Schöne Grüße
Martin
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: Bernd Sorgenfrei in 11. August 2013, 09:28:42
Hallo Martin,

lege doch den Prüfkontakt vor, z.B. auf RM 118.
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: Reinhold Hiersch in 11. August 2013, 09:38:32
Hallo Martin,
Gerade das ist eine prädestinierte Aufgabe für den STW. Alle Signale in die Bedingung genommen mit oder jeweils verknüpft und wenn eines auf Grün schaltet dann ist das Vorsignal auch Grün.
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: Peter Ploch in 11. August 2013, 10:54:05
Zitat von: HU-Martin in 10. August 2013, 17:46:59Es ist gekoppelt an das Hauptsignal des nächsten Blocks, also Block 8.

Hallo Martin,

wenn Du das Vorsignal früher schalten lassen willst, dann darf das nicht mit dem Hauptsignal gekppelt sein. Es braucht also eine eigene Adresse. Karlheinz hatte mal einen Vorschlag dafür gemacht, finde ihn aber nicht mehr.
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 11. August 2013, 11:39:38
Hallo allerseits,

erstmal vielen Dank für die bisherigen Tipps.

Zitat von: Bernd Sorgenfrei in 11. August 2013, 09:28:42
lege doch den Prüfkontakt vor, z.B. auf RM 118.
Dieser Kontakt wäre für die Durchfahrt zu spät und bei stehendem (kurzen) Zug evtl. auch frei.
Aber ich kam jetzt auf die Idee, einen virtellen RMK einzubauen.
Der STW schaltet den vituellen RMK auf belegt, wenn RMK111 oder RMK113 oder RMK118 oder RMK137 belegt sind.
Probiert habe ich es noch nicht, sondern erst noch Fragen:
1.) Kann ein virtueller RMK überhaupt der Prüfkontakt für ein Folgefahrt sein?
2.) Wann wird eigentlich die nächste FS geprüft? Gleich, nachdem die vorherige FS gestellt wurde oder erst, wenn die Lok Fahrbefehl erhält?

Schöne Grüße
Martin
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: Reinhold Hiersch in 11. August 2013, 19:31:09
Hallo Martin,
Wenn Du einen virtuellen Kontakt bei der Prüfung einträgst, wird dieser gelb ausgeleuchtet, da er nicht in der FS enthalten ist. Es sollte aber gehen.
Normalerweise wird die nächste freie FS in der vorhergehenden überprüft. Vielleicht kannst Du das aber auch mit dem Schalter machen.
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 12. August 2013, 08:25:07
Zitat von: Peter Ploch in 11. August 2013, 10:54:05
Hallo Martin,
wenn Du das Vorsignal früher schalten lassen willst, dann darf das nicht mit dem Hauptsignal gekoppelt sein. Es braucht also eine eigene Adresse. Karlheinz hatte mal einen Vorschlag dafür gemacht, finde ihn aber nicht mehr.
Hallo Peter,

eine Entkopplung von Haupt- und Vorsignal birgt aber die Gefahr, dass das Vorsignal auf grün gestellt wird, ohne dass die Anschlussfahrt gestellt ist. Wenn nun die Anschlussfahrt gar nicht gestellt werden kann, wäre das leider auch wieder unrealistisch. Deshalb scheidet diese Lösung für mich aus.

Zitat von: Reinhold Hiersch in 11. August 2013, 19:31:09
Hallo Martin,
Wenn Du einen virtuellen Kontakt bei der Prüfung einträgst, wird dieser gelb ausgeleuchtet, da er nicht in der FS enthalten ist. Es sollte aber gehen.
Hallo Reinhold,

das ist richtig, der virtuelle RMK wird gelb ausgeleuchtet. Aber es scheint tatsächlich zu funktionieren, so zumindest das Ergebnis eines ersten Tests.
Somit wäre der Fall "freie Fahrt" mit dem virtuellen RMK gelöst.

Bleibt noch der Fall "anfahren an Block 7"
Hierbei bleibt die Frage, ob die Anschlussfahrt geprüft wird, direkt nachdem die vorige FS gestellt wurde oder erst, wenn sich die Lok in Bewegung setzt.
Letzteres scheint mir der Fall zu sein, denn ich habe per Profil eine Wartezeit eingegeben. Während dieser Wartezeit wird die Anschlussfahrt nicht gestellt. Dadurch bleibt das Problem, dass das Vorsignal erst auf grün schaltet, wenn die Lok schon anfährt. Wenn ich das noch lösen könnte, wäre alles perfekt.

Schöne Grüße
Martin
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: Dirk Streuber in 12. August 2013, 11:17:10
Hallo Martin,

Zitat von: HU-Martin in 12. August 2013, 08:25:07
Zitat von: Peter Ploch in 11. August 2013, 10:54:05
Hallo Martin,
wenn Du das Vorsignal früher schalten lassen willst, dann darf das nicht mit dem Hauptsignal gekoppelt sein. Es braucht also eine eigene Adresse. Karlheinz hatte mal einen Vorschlag dafür gemacht, finde ihn aber nicht mehr.
Hallo Peter,

eine Entkopplung von Haupt- und Vorsignal birgt aber die Gefahr, dass das Vorsignal auf grün gestellt wird, ohne dass die Anschlussfahrt gestellt ist. Wenn nun die Anschlussfahrt gar nicht gestellt werden kann, wäre das leider auch wieder unrealistisch. Deshalb scheidet diese Lösung für mich aus.

wenn das Vorsignal ausschließlich mit dem STW gesteuert wird, kann es gar nicht passieren, dass das Vorsignal vor dem Hauptsignal auf grün (Vr1) gestellt wird. Beim STW kommt es nur auf die eingetragenen Stellbedingungen an, damit das Vorsignal richtig schaltet. Das Vorsignal ist hier aber auch aus der Fahrstraßenaufzeichnung zu löschen. Ich selber habe bei mir über alle Vorsignale Sprungmarken gesetzt. Das hat den Vorteil, dass die Vorsignale in der FS-Aufzeichnung gar nicht erst aufgezeichnet werden und auch beim FS-Navigator werden die Vorsignale nicht von der FS bedient, das macht ja der STW.  8)

Mit freundlichen Grüßen
Dirk



Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 12. August 2013, 11:32:09
Hallo Dirk,

es geht ja um die Kopplung von Vorsignal an Block 7 mit dem Hauptsignal an Block 8.
Was bringt mir hier der STW? Wenn das Hauptsignal an Block 8 rot ist, dann ist Vorsignal an Block 7 folglich auf "Halt erwarten", so wie es ja sein soll und bei grün sind beide grün, auch richtig. Ob das nun die FS ab Block 8 steuert oder der STW, macht m.E. keinen Unterschied. Es soll lediglich die Stellung des Hauptsignals an Block 8 gespiegelt werden, so wie es meines Wissens ja auch in der Realität der Fall ist.
Da das Vorsignal an Block 7 am Mast des Hauptsignals an Block ist, wird es vom Signal-Decoder automatisch dunkel getastet, wenn Hauptsignal Block 7 rot ist, das ist also nicht das Problem.
Problem ist, dass bei Abfahrt an Block 7 das Hauptsignal auf grün geht, das Vorsignal aber auf gelb steht. Weil ja die Folge-FS noch nicht gestellt ist. Ich will ja erreichen, dass die Folge-FS, wenn möglich, gestellt wird, bevor sich die Lok an Block 7 in Bewegung setzt. Und damit der "Lokführer" sieht, dass er am nächsten Signal grün haben wird.
Möglicherweise stehe ich ja auf der "Signal"-Leitung  :).

Schöne Grüße
Martin
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 12. August 2013, 16:18:06
Zitat von: HU-Martin in 12. August 2013, 11:32:09
Problem ist, dass bei Abfahrt an Block 7 das Hauptsignal auf grün geht, das Vorsignal aber auf gelb steht. Weil ja die Folge-FS noch nicht gestellt ist. Ich will ja erreichen, dass die Folge-FS, wenn möglich, gestellt wird, bevor sich die Lok an Block 7 in Bewegung setzt. Und damit der "Lokführer" sieht, dass er am nächsten Signal grün haben wird.
Hallo allerseits,

nach einem Telefonat mit Karlheinz Battermann (vielen Dank dafür!) ist nun klar, dass die nächste FS am Prüfkontakt erst geprüft wird, wenn die Lok auch einen Fahrbefehl erhalten hat.
Ich werde nun probieren, das Problem bei Start an Block 7 per Profil zu lösen.
Testweise habe ich am Startkontakt eine Startgeschwindigkeit von 1 km/h eingegeben. Nach 5 Sekunden kommt dann z.B. 120 km/h. Das sah schon ganz annehmbar aus, denn so geht das Hauptsiganl auf grün und kurz danach auch das Vorsignal. So ungefähr habe ich mir das vorgestellt.
Ich werde jetzt beobachten, ob das in der Praxis rund läuft. Bisher hatte ich nur Zeit für einen Kurztest.
Falls jemand noch eine bessere Idee hat, immer gerne her damit....

Schöne Grüße
Martin
Titel: Re:Vorsignalsteuerung bei Anschlussfahrt realistisch steuern?
Beitrag von: HU-Martin in 16. August 2013, 11:53:18
Zitat von: HU-Martin in 12. August 2013, 16:18:06
Ich werde nun probieren, das Problem bei Start an Block 7 per Profil zu lösen.
Testweise habe ich am Startkontakt eine Startgeschwindigkeit von 1 km/h eingegeben. Nach 5 Sekunden kommt dann z.B. 120 km/h. Das sah schon ganz annehmbar aus, denn so geht das Hauptsiganl auf grün und kurz danach auch das Vorsignal. So ungefähr habe ich mir das vorgestellt.
Ich werde jetzt beobachten, ob das in der Praxis rund läuft. Bisher hatte ich nur Zeit für einen Kurztest.
Falls jemand noch eine bessere Idee hat, immer gerne her damit....

So ganz rund, wie ich hoffte, klappt es leider noch nicht. Im Ablauf der ZFA ist jetzt passiert, dass ein Zug im Bereich von Block 7 "schlich". Möglicherweise hängt das mit dem zweimaligen Verwenden des Startkontaktes zusammen. In diesem Zusammenhang bin ich auf einen älteren Beitrag von Markus Herzog gestoßen:
Zitat von: Markus Herzog in 23. Mai 2008, 11:01:26
Hallo zusammen,

greifen wir doch mal wieder in die WDP-Trickkiste, die aus Komplexitäts- und Verständlichkeitsgründen nicht so im Handbuch erläutert werden kann:
Wenn ich den letzten Beitrag von Dr.Martin richtig verstehe könnte ihm dies helfen:
Bisher sieht es ja zum langsamen stufenweisen Beschleunigen am Startkontakt z.B. so aus:
-Startkontakt x +0; Streckenkontakt1 y +30
Wenn jetzt aber beim Durchfahren einer ZF stört, dass am Startkontakt wieder das +0 greift, dann trage man Folgendes ein:
-Startkontakt x +0; Streckenkontakt1 x +30; Streckenkontakt2 y +30
Wir nutzen also am Streckenkontakt1 nochmal die Kontakt-Nr des Startkontakts aber schon die Streckengeschwindigkeit.

Auf den ersten Blick meint man jetzt, dass dann da Start- und Streckenkontakt gleich sind sowieso immer der Streckenkontakt greift also die +30.
Aber weit gefehlt: Hier differenziert das Programm aber. Eigentlich war mal den Wunsch seitens eines Betatesters sowohl eine Startgeschwindigkeit für anfahrende Züge und daneben noch eine Startgeschwindigkeit für durchfahrende Züge in einer FS definieren zu können. Da uns das aber gerade für das Allgemeinverständnis zu kompliziert war und der Wunsch auch nur selten auftaucht arbeitet das Programm jetzt folgendermassen:
Ist die Kontakt-Nr. eines Streckenkontakts gleich der KOntakt-Nr. des Startkontaktes, dann wird beim Anfahren eines Zuges aus dem Stand die Geschwindigkeit genommen, die im Startkontaktfeld eingetragen ist und die der Streckenkontakte mit gleicher Kontaktnummer ignoriert und bei einem durchfahrenden Zug innerhalb nimmt das Programm die Geschwindigkeit des Streckenkontaktes, dessen Kontaktnummer gleich dem Startkontakt ist, und ignoriert dafür die eigentliche Startkontaktgeschwindigkeit.
Bei Profilen geht das genauso:
-1.Zeile Kontakt x 50
-2.Zeile Kontakt x 80
-3.Zeile Kontakt y 80
Wichtig ist nur, dass die verschiedenen Geschwindigkeiten der Startkontaktnummer direkt in aufeinanderfolgenden Zeilen stehen.

Außerdem ist es nicht so, dass die Geschwindigkeit der nachfolgenden FS einer ZF sofort am Prüfkontakt (bzw. nach dessen erfolgreicher Prüfung) übernommen wird, sondern frühestens erst beim Erreichen des Bremskontaktes der noch aktuellen FS (es sei denn den gibt es nicht oder der ist schon passiert, dann halt sofort).

Grüße
Markus

In meinem Fall habe ich eingegeben:
-1.Zeile Kontakt 111 1
-2.Zeile Kontakt 111 120  --> aber erst nach 5 Sekunden
-3.Zeile Kontakt 109 120
Frage ist nun, wie sich die Wartezeit von 5 Sekunden in der zweiten Zeile auswirkt, wenn der Zug eigentlich durchfahren soll. Möglicherweise lag daran das oben beschriebene "Schleichen".

Schöne Grüße
Martin