Hallo WDP-Freunde,
der Begriff "Abbruch" ist eher negativ besetzt und ist daher meist ungewollt. Aber ich habe folgenden Plan und noch nicht die richtige Lösung dafür:
Eine Stahlgitterbrücke von ca. 1 m Länge soll Bestandteil einer zweigleisigen Paradestrecke werden. Beim großen Vorbild ist beim Befahren solcher Brücken ein charakteristisches Geräusch zu hören, das ich im Modell ebenfalls hörbar machen möchte. Nennen wir das Geräusch "Donnern".
Nun habe ich folgenden Plan: Ich werde an einer realen Brücke mit dem Tablet-PC das Donnern einiger Überfahrten von Zügen aufnehmen. Dann werde ich diese Dateien auf dem Moba-PC speichern.
Der Anfang und das Ende der Brücke auf meiner Anlage sind jeweils mit einem RMK abgegrenzt. Sobald ein Zug einen RMK aktiviert, soll via Profil die Soundwiedergabe des Donnerns starten.
Soweit habe ich zunächst mal kein Problem.
Sobald der letzte Radsatz die Brücke verlassen hat, soll das Donnern verstummen.
Das würde funktionieren, wenn die Spieldauer der Sounddatei exakt solange wäre wie die Brückenfahrt dauert. Da die Züge aber unterschiedlich lang sind und zudem unterschiedlich schnell fahren, scheint mir das Ziel mit der Dateilänge nicht erreichbar zu sein.
Mein Gedanke geht also dahin, die Soundwiedergabe mit dem Verlassen des letzten Radsatzes von der Brücke abzubrechen. Dafür jedoch konnte ich bisher noch keine Lösung in WDP finden. Ähnlich, wie ich einen Loksound im Decoder an einem Kontakt abschalten kann, würde ich gerne eine Soundwiedergabe an der Anlage bei einem Kontaktereignis stoppen.
Wer kann dazu was sagen?
Hallo Dieter Rodermann,
Zitat......sind jeweils mit einem RMK abgegrenzt.
machen Sie doch nur eine Rückmeldestrecke in etwa der Brückenlänge auf der Brücke. Bei den Märklin-Modellen sind die Radsätze doch elektrisch leitend.
Dadurch bleibt der entsprechende Rückmelder die Zeit aktiv und zwar solange, bis der letzte Wagen die Brücke verlassen hat.
Eventuell noch Hilfsmittel in Form von Stellwärtern, Verknüpfungen usw. in Anspruch nehmen.
Danke, Karl, für die schnelle Antwort, aber das ist leider nicht die Lösung.
Eine gestartete Soundwiedergabe wird bis zum Dateiende abgespielt, unabhängig davon, ob der auslösende Kontakt noch besetzt ist oder wieder frei ist.
Mein Anliegen ist aber, die Wiedergabe vorzeitig zu stoppen, nämlich dann, wenn der letzte Radsatz die Brücke verlassen hat. Und dieses Beenden bekomme ich noch nicht hin.
Schöne Grüße
Dieter
hallo Dieter,
du könntest aber über den RMK und Stellwerkswärter ein Relais schalten welches einfach den Lautsprecher abstellt.
Dann einfach nach ausreichender Zeit wieder einschalten lassen damit es beim nächsten zug wieder rattern kann!
Hallo Dieter
In der Sounddatei ist doch bestimmt eine gewisse Wiederholung zu hören.
Dann die Sounddatei entsprechend kürzen, dass eine kurze Zeit dabei heraus kommt. (ca. 1-3sek)
Mit dem Stellwerker den RMK der Brücke abfragen. Wenn der besetzt ist dann einen virtuellen Schalter auslösen.
Der wiederum löst dann die Sounddatei aus. und setzt sich nach der Laufzeit des Sounds wieder zurück.
wenn der RMK noch belegt ist, müßte die Sounddatei wieder neu starten. wenn nicht ist nach max. Soundlänge das Geräusch weg.
Danke Eddi,
dieser Ansatz ist einen Versuch wert. Ich hatte allerdings gehofft, dass ich irgendwo einen Stoppschalter übersehen hätte.
Wenn ich soweit bin, werde ich Deinen Vorschlag mal versuchen.
Schönen Gruß aus Frauwüllesheim
Dieter
Danke Thomas,
darüber muss ich mal weiter nachdenken. Schönen Gruß
Dieter
Guten Tag Dieter,
eine weitere Möglichkeit für eine punktgenaue Akustik kannst Du durch die Bearbeitung
einer vorhandenen Sounddatei über ein Soundbearbeitungsprogramm bewirken.
Ich selbst habe hierfür die kostenlose Software Audacity genutzt:
http://www.odownload.de/audacity/
Hallo Jürgen,
danke für Deine Antwort. Dies hatte ich schon in Betracht gezogen, bislang aber nicht vertieft, weil ich in diesem Falle für jede nur mögliche Brückenfahrt eine eigene Datei in der richtigen Länge erstellen müsste. Es ist denkbar, dass ein langer Zug schnell darüber fährt oder auch langsam. Auch könnte der Zug kürzer sein und wieder mit anderer Geschwindigkeit fahren. Will sagen, jede Fahrt hat ihre eigene Dauer und erfordert eine individuelle Abspieldauer.
Daher bevorzuge ich es, eine relativ lange Datei dann zu stoppen, sobald die Brücke wieder frei ist.
Schöne Grüße
Dieter
Hallo Dieter.
ich würde das wie schon vorgeschlagen über den schaltbaren Lautsprecher lösen.
Die Datei wird abgespielt und über einen K84 auf den Lautsprecher geschaltet. Wenn der Zug die Brücke verlässt wird der Lautsprecher ausgeschaltet. Die Wiedergabe ist dann nicht mehr höhrbar.
Danke Reinhold,
da muss ich noch etwas Gehirnschmalz reinstecken. Denn es kann ja sein, dass gegen Ende einer Brückenfahrt auf dem Gegengleis ein anderer Zug Krach macht.
Die Hardwarelösung mit Relaisabschaltung ist sicherlich machbar. Ich muss dann überlegen, wann ich den Lautsprecher wieder zuschalten kann. Denn er ist einer von 8 im 7.1-System und soll auch andere Geräusche ertönen lassen.
Da ich eh mit dem Anlagenbau noch nicht an diesem Punkt angekommen bin, habe ich noch Zeit, in Ruhe an der Lösung zu planen und freue mich über jede Idee zu dieser Aufgabenstellung.
Schöne Grüße
Dieter
Hallo,
die beste Lösung ist aber doch ohne Frage die Lösung von Edwin!
Einfach einen kurzen "Endlossound" von einigen Sekunden erstellen und den so lange laufen lassen wie der Brückenkontakt belegt ist.
Danke Helmut,
in den nächsten Tagen werde ich mal eine Strecke als "Brücke" definieren und mit einem kurzen Sound experimentieren. Ich kann mir vorstellen, dass ich das hin bekomme.
Schönen Gruß
Dieter
Hallo
Im Prinzip kann es mit dem geschaltetem Relais wie bei einem Bahnübergang funktionieren.
Egal von welcher Seite der Zug kommt, sind immer die "Schranken geschlossen" und in diesem Fall wird der Sound abgespielt.
Ich meine es geht auch feiner.
Fährt der Zug schnell ist es ein anderes Geräusch wie bei langsamer Fahrt.
Micha bearbeiten die Benedin-Soundprozessoren für die Car-Systeme.
Eigendlich für DC-Car weiterentwickelt, ist nun auch der Betrieb für auch Car-System benutzbar.
Dadurch sind auch Servodecoder als Steuerelement denkbar.
Das Motorgeräusch (Fahrgeräusch) ist geschwindigkeitsabhängig. Der Lautsprecher ist an der Brücke.
WDP braucht nur eine Weichenadresse, wie bei einer Schranke, betätigen.
Benutzt man mehrere Adressen kann man 3 Geschwindigkeiten simulieren. (4 Wege Servodecoder W4)
Wenn man es noch aufwendiger macht, können mit 2 weiteren Adressen 3 weitere Töne abgespielt werden.
Alternativ: DC07 Fahrzeugdecoder
Dann ist die Bedienung nicht über Weichen, sondern über Lokadressen möglich.
http://wiki.dc-car.de/index.php?title=TBS-Micro
Hallo,
wie wäre es damit: http://www.tams-online.de/htmls/produkte/EasySound/produkte_es_maxi.html (http://www.tams-online.de/htmls/produkte/EasySound/produkte_es_maxi.html)
Bei dem Teil können verschiedene Sounddateien Weichenadressen zugeordnet werden. Und ebenfalls durch Weichenadressen kann die Wiedergabe sofort abgebrochen werden.
Damit ist es dann sogar möglich über Profile verschiedenen Zügen unterschiedlichen Sound zuzuordnen.
Ich hab das Teil mal ausprobiert, klappt ganz super.
Die Sounddateien können am PC bequem auf die SD-Card kopiert werden. Durch die Dateinamensvergabe geschieht die Zuordnung zur Weichenadresse.
Beste Grüße
Jan
Herzlichen Dank an Sigmund und Jan.
Das sind ja hochinteressante Alternativen. Auch damit werde ich mich mal intensiver befassen. Ich freue mich jetzt darauf, das Soundprojekt umzusetzen.
Ihr Forumsteilnehmer habt tolle Ideen geliefert und ich habe nun die Qual der Wahl. :-\
Aber das schaffen wir.
Schöne Grüße und Danke
Dieter