Hallo zusammen,
wird in WDP eigentlich die resultierende Zuglänge bei der Ortsberechnung aufeinander folgender iZNFs berücksichtigt?
Was ist mir aufgefallen:
Auf meiner Stammstrecke reihen sich die Bahnen vorbildgerecht im Abstand der vorhandenen iZNFs und stottern sich der Reihe nach durch - das entspricht so dem Original bei Strassenbahnen und funktioniert prima. Mit korrekt definierten Triebwagen auch unterschiedlicher Länge funktioniert das sehr gut und seit langem zuverlässig.
Wenn nun ein Zug bestehend aus Triebwagen und Beiwagen in der Zugzusammenstellung gebildet wird, wird der Haltepunkt des Folgezuges bezüglich seiner Halteposition nicht verändert, obwohl die Zuglänge die ZNF-Länge übersteigt. Damit rutschen an manchen Stellen die Folgezüge in das Heck des Vorzuges. Wertet das Programm diese Längendifferenz nicht aus?
Der Beiwagen ist bauartbedingt nicht rückmeldefähig, weswegen der hintere RMK nicht als besetzt detektiert wird. Einziges Auswertekriterium wären die Längenangaben.
MfG,
Ingbert Neumeister
Hallo Ingbert
Du kannst doch einen Haken setzen, wenn der Wagen nicht rügmeldefähig ist.
Auch solltest du bei der Länge (X) die Zuglänge, an die gemessene Zuglänge, in der ZZS anpassen.
Hallo Ingbert,
die Länge des Zuges wird in diesem Fall nicht ausgewertet. Du kannst dieses Problem auf zwei Arten umgehen. Entweder der Wagen wird rückmeldefähig gemacht, dann kann der nachfolgende Zug erst nachrücken, wenn der längere vordere einen Block weiter ist. Oder Du mußt in der ZFA für den nachfolgenden Zug Bedingungen stellen. In etwa so, das er nur weiterfahren darf, wenn der Block (ZNF) vor ihm frei ist.
Guten Morgen,
Zitatwird der Haltepunkt des Folgezuges bezüglich seiner Halteposition nicht verändert, obwohl die Zuglänge die ZNF-Länge übersteigt.
Ist ein Zug länger als das ZNF, zieht WDP den Zug bis zum Ende des ZNFs durch (bis zum letzten Kontakt). Damit stehen solche Züge immer hinten raus.
Ich habe als N-Bahner das selbe Problem, dass meine Waggons i.d.R. nicht rückmelden. Ich mache sie nun rückmeldefähig, was nicht nur dieses Problem löst, sondern auch liegen gebliebene Waggons auf der Strecke entdeckt werden.
Hallo Ingbert,
ich habe auf meiner Anlage das Problem, dass ich einen großen Teil der H0-Strecke nicht einsehen kann. Aus diesem Grund war es für mich wichtig, liegen gebliebene Waggons zu erkennen bzw. in einem solchen Fall die jeweilige FS zu blockieren. Ich habe daher begonnen (bin noch lange nicht fertig damit) den jeweils letzten Waggon einer Zugsgarnitur rückmeldefähig zu machen. Damit ist das Problem im Griff und mit diesem Weg sollte auch Dein Problem lösbar sein - und andererseits ersparst Du es Dir, ALLE Waggons rückmeldefähig zu machen. Zumindest bei mir wechseln die Zugzusammenstellungen nur sehr selten und damit ist auch der Aufwand überschaubar.
Beste Grüße aus Österreich und ein gutes Neues MOBA-Jahr!
Michael
Hallo nochmal,
bei mit ist die Situation wie bei Michael und auch ich bearbeite jeweils nur den letzten Waggon. Außer bei Zweiachsern, da nehme ich zur Sicherheit die letzten zwei Waggons.
Hallo zusammen,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich werde mal die Idee von Edwin aufgreifen und als Alternative die ZNF-Idee von Sven aufgreifen.
Alle Ansätze mit Umbau auf rückmeldefähige Beiwagen können in diesem konkreten Fall nicht funktionieren, da mit funktionsfähiger Oberleitung und elektrisch verbundenen Schienen dann zwangsläufig alle eingesetzten Beiwagen vorbildwidrig mit Dachstromabnehmer versehen werden müssten - eine stromführende Kupplung scheidet als Alternative aus mechanischen Gründen leider auch aus.
Einen guten "Rutsch" allen Aktiven hier,
Ingbert Neumeister
Hallo Ingbert,
deine Waggons brauchen keinen Strom, um eine Rückmeldung auszulösen. Hier arbeitet man mit Widerständen. Entweder du versiehst die Achsen mit SMD-Widerständen oder du benutzt Widerstandslack. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten. Du kannst ja mal im Internet dir die verschiedenen Methoden ansehen. Ich selbst benutze Widerstandslack.
Zitat von: Stefan Lersch in 30. Dezember 2014, 09:37:10
Guten Morgen,
Zitatwird der Haltepunkt des Folgezuges bezüglich seiner Halteposition nicht verändert, obwohl die Zuglänge die ZNF-Länge übersteigt.
Ist ein Zug länger als das ZNF, zieht WDP den Zug bis zum Ende des ZNFs durch (bis zum letzten Kontakt). Damit stehen solche Züge immer hinten raus.
Ich habe als N-Bahner das selbe Problem, dass meine Waggons i.d.R. nicht rückmelden. Ich mache sie nun rückmeldefähig, was nicht nur dieses Problem löst, sondern auch liegen gebliebene Waggons auf der Strecke entdeckt werden.
Hallo Stefan
Machst Du wirklich ALLE an BEIDEN Seiten rückmeldefähig?
Tauscht Du dann Kunststoffräder aus?
Oder läßt Du nur definierte Wagen am Zugende fahren?
Ich überlege das auch gerade.
Gruß
Thomas (auch Spur N Fahrer)
Hallo Stefan,
ich vermute, Du hast ein kleines Detail bei meinem Text überlesen: "Oberleitung mit verbundenen Schienen". Da ist es mit einer Verbindung über die Achse nicht getan, der zweite relevante elektrische Pol ist eben oben und damit für einen Beiwagen nur sehr schwer zu erreichen.
MfG,
Ingbert Neumeister
Hallo Ingbert,
ich habe mal ein kleines Projekt erstellt, welches Dein Problem lösen sollte. Las Dich nicht von dem ganzen Projekt ablenken. Ich habe es nur erstellt, damit man es in der Simulation nachstellen kann. Für Dich sind eigentlich nur in der ZFA die Bedingungen wichtig. Es existieren davon 2 Stück in einer 'ODER'-Verknüpfung. Die erste Überprüft, ob im übernächsten Blok kein Zug steht, welcher zu lang für den Blok ist. Die zweite Bedingung überprüft, ob das Gleis frei ist. Die zweite Bedingung ist nötig, da bei freiem Gleis die erste Bedingung nicht auswertbar ist.
Wenn Du das Projekt anschauen willst, dann gehe folgendermaßen vor:
1. Dein eigenes Projekt sichern durch erstellen einer kompletten Datensicherung.
2. Ein neues Projekt anlegen mit dem Namen 'StrBahn'.
3. Mit der Datenpflege das Beispielprojekt laden.
4. Win-Digipet Büro starten
5. Simulation starten
6. ZFA 'Strassenbahn' laden und starten.
Es wird nur die Lok1 von der Automatik gesteuert. Lok2/3 kann nur manuell mit 'Stellen & Fahren' bewegt werden. Das habe ich extra so eingestellt, damit nicht alles so schnell abläuft und man schön sehen kann was hier passiert. Im Moment passiert nichts. Der Grund ist der, das Lok2 zu lang ist und in den vorhergehenden Block reicht. Darum fährt Lok1 erst los, wenn man Lok2 manuell mit 'Stellen & Fahren' zum nächsten Block bewegt. Lok1 wird nun auf Grund der Bedingungen (kein zu langer Zug im übernächsten Block) automatisch weiterrücken.
Du kannst auch die Gegenprobe machen. Beende die Simulation und lasse den Ursprung wieder herstellen. Ziehe nun die Lok3 auf das ZNF wo die Lok2 steht. Starte wieder die Simulation und probiere erneut. Lok1 wird nun direkt in den nächsten Block einfahren, denn im übernächsten Block steht kein zu langer Zug.
Wichtig für das Funktionieren sind nur 2 Dinge.
1. Die Loks und Wagen müssen in der Fahrzeugdatenbank mit Längenangaben versehen sein und die Züge müssen richtig in der Zugzusammenstellung erfasst sein, damit eine Gesamtlänge des Zuges vorhanden ist.
2. Die Bedingungen in der ZFA.
Ich hoffe das ich mit dem Projekt eine Softwareseitige Problemlösung bieten konnte.
Hallo Sven,
vielen Dank für die ganzen Infos und den Lösungsansatz. Ich komme zeitlich erst im nächsten Jahr dazu, mir das in Ruhe zu betrachten - dauert ja glücklicherweise gerade mal noch einen Tag :-))
MfG,
Ingbert Neumeister