Hallo liebe Modelleisenbahnkollegen/kolleginen,
hoffe dass ihr mir bei meinem Problem weiterhelfen könnt.
Seit einiger Zeit befasse ich mich intensiv mit WinDigipet 2012 inklusive durcharbeiten des Handbuches und diverser Videos. Meine Anlage ist basiert auf Märklin K-Gleis mit im sichtbaren Bereich Unterflurantrieben, gesteuert wird mit einer ESU EcOS 2.
Ich habe nun auf meiner Anlage unter anderem das Problem, dass bei meiner Zugautomatik in welche ich (als Beispiel) Rundfahrten für 4 Züge vom Schattenbahnhof zurück auf das gleiche Gleis/Heimatgleis programmiert habe, zwischendurch die Weichen nicht richtig geschaltet werden.
Dies wirkt sich natürlich in dem Fall verherrend aus, dass alle paar Minuten ein Nothalt ausgelöst wird (bei den Bahnhof- und Schattenbahnhof Einfahrten habe ich in den Fahrstrassen einen Kontakt eingestellt dass bei nicht erreichen nach einer bestimmten Zeit der Nothalt aller Züge ausgelöst wird).
Da geht der Spassfaktor natürlich verloren :-(
Die Fahrstrassenschaltung wird auf dem Gleisbild richtig angezeigt, aber die Weiche manchmal nicht geschaltet. Es kann eine zeit lang funktionieren, aber dann plötzlich wieder nicht. Bei Versuch die dann "manuell" via WinDigipet zu schalten ging es ohne Probleme.
Wo kann das Problem liegen?
Habe mir schon überlegt ob zu wenig Strom, aber lauf EcOS Zentrale werden keine 50% beansprucht.
Weiter Überlegung war ob PC zu schwach. Es ist wohl nur ein Mini-PC, aber mit 4 GB RAM und erfüllt die Mindestanforderungen locker.
Kann mir da irgendjemand weiterhelfen? Wäre schön wenn dieses Problem mal gefixt werden könnte.
Liebe Grüsse
Megge
Hallo Megge,
könnte sein, dass Deine Weichendecoder nicht alle Befehle abarbeiten, wenn mehrere Weichen einer Fahrstraße auf einem Decoder liegen.
Es könnte aber auch trotzdem an der Leistung der Stromversorgung liegen, wenn gleichzeitig viele Weichen gestellt werden.
Zitat von: Helmut Kreis in 29. April 2015, 07:26:20
Es könnte aber auch trotzdem an der Leistung der Stromversorgung liegen, wenn gleichzeitig viele Weichen gestellt werden.
Hallo,
im Digitalbetrieb werden nie mehrere Weichen gleichzeitig gestellt. Die Schaltungen werden sequentiell durchgeführt, also eine Weiche nach der anderen. Es schaltet immer nur eine Weiche.
Hallo Megge,
was hast du für Antriebe eingebaut? Probier mal, die Schaltzeit zu erhöhen.
Gruss
Stephan
Hallo Megge,
Die Antriebe von den Märklin-K-Weichen haben schon länger Probleme. Schau mal bei Rainer Lüssi (stayathome.ch) vorbei, er hat auf seiner homepage nützliche Hinweise für Verbesserungen bei den Antrieben.
Schöne Grüße aus Graz
Hannes
Hallo zusammen,
Danke für eure Antworten.
Werde in den nächsten Tagen die Vorschläge mal verfolgen und meine Ergebnisse/Beobachtungen hier rein stellen.
Vielen lieben Dank und Gruss
Markus
Hallo Stephan,
Zitatim Digitalbetrieb werden nie mehrere Weichen gleichzeitig gestellt.
Das stimmt und ist falsch zugleich. Helmut hat genau den Fall formuliert, an dem doch gleichzeitig mehrere Weichen gestellt werden könnten.
WDP arbeitet die Weichen sequentiell ab, d.h. nie zwei Befehle an die Decoder zum gleichen Zeitpunkt. Wenn aber auf einem Decoderausgang zwei oder noch mehr Weichen hängen, dann schalten nur ein Decoder, aber mehrere Weichen gleichzeitig !! Und diese Variante entnehme ich den Formulierungrn von Helmut.
Bei korrespondierenden Weichen wird dies immer wieder gemacht. Bei echten Hosenträgerverbindungen mit vier Weichen ergibt dies sogar Sinn (theoretisch) wegen der ersparten zusätzlichen Decoder. Ich halte diese Vorgehensweise jedoch nicht für gut und verwende für jede Weiche einen eigenen Decoderausgang, um genau das Problem nicht schaltender Weichen mangels ausreichender Spannung zu verweiden.
Hallo zusammen,
ich muss mich nun wieder an Euch wenden. Nochmals danke für eure zahlreichen Vorschlägen welchen ich nachgegangen bin.
Was habe ich bisher gemacht:
Ich habe zuerst eine Unterteilung der Stromversorgung vorgenommen wie es auch geplant war.
Dann habe ich in den Systemeinstellungen mal bei ,,Magnetartikel bei Programmstart" auf ,,Grundstellung" geschaltet und den entsprechenden Weichen die Probleme machen mal die Grundeinstellung eingestellt.
Für die Fahrstrassen habe ich noch zusätzlich bei ,,Magnetartikelschaltungen innerhalb von Fahrstrassen" die Option gesetzt ,,Alle Magnetartikel immer schalten". Ist mir zwar nicht so sympathisch, aber für's Troubleshooting sicher nicht schlecht. Auch längere Schaltzeiten für die Weiche habe ich angegeben, 150-200ms.
Nach diesen Settings hatte ich bis anhin keine Probleme mehr im Schattenbahnhof.
Daher hat sich die Lage entschärft, aber es ist immer noch ein Problem vorhanden, und zwar schaltet eine Weiche zwischendurch nicht in der Fahrstrasse bei der Einfahrt in den Bahnhof/auch in der Gegenrichtung auf dem anderen Gleis und dann streiten sich natürlich 2 Loks um einen Platz >:(
Ich habe dann bei dieser Problemweiche mal die Endschaltungen mit einer Lötbrücke überbrückt (mit einem anderen Weichenantrieb) wie in einem obigen Link beschrieben (Märklin K-Gleis). Hat leider keine Verbesserung gebracht. Manuell kann ich die Weiche auch via WinDigipet problemlos 30 mal schalten.
Daher kommt bei mir der Verdacht dass irgendwas in der Fahrstrasse zwischendurch nicht schaltet bei einer bestimmten Konstellation. Die Fahrstrassen werden beim schalten auf dem Gleisbild richtig dargestellt. Vielleicht habe ich die Fahrstrasse mit dem Assistenten falsch gemacht? Hab auch nochmals versucht die Fahrstrasse neu zu erstellen. Das Ganze läuft in einer Zugautomatik ab.
Die Fahrstrassen habe ich folgendermassen mit dem Assistenten erstellt (habe auch Intelligente Zugnummerfelder):
- Einen Fahrstrassensatz für eine Einfahrt erstellen
- Automatische Teilfreigabe bis zum ersten Signal der Fahrstrasse erstellen und Weg-Suche optimieren markiert
Habe auch noch 2 Screenshots der Fahrstrassen angehängt.
Kann mir da jemand weiterhelfen wo das Problem ist. Ich denke habe nun schon alles Mögliche ausprobiert und ist ein bisschen frustrierend ::)
Vielen Dank und Grüsse
Megge
Hallo Megge
Wie sind den die Weichen angeschlossen?
Liegen sie alle an einem Decoder (max 4) oder ist in der Weichenstraße, jede Weiche an einem anderen Decoder?
Sollten sie alle an einem liegen, so kann es schomal vorkommen, das die Spannung für die letzten 1 oder 2 Weichen nicht mehr reicht.
Eventuell da mal die Decoder tauschen, so dass nur immer eine Weiche, von einem Decoder, in der Weichenstraße geschaltet wird.
Hallo Megge,
mir scheint Du hast für die Doppelkreuzungsweiche eine Hosenträgerverbindung genommen!
Du solltest einfach 2 normale Weichen gegeneinander legen. Die werden dann autom. zur Doppelkreuzungsweiche.
Hallo zusammen,
danke für Eure schnellen Antworten.
@Edwin: danke für den Tip. Ich hab mir dies auch schon überlegt wegen Weichen an andere Decoder anschliessen. Aber ich dachte da es max. 4 Weichen pro Fahrstrasse sind die geschaltet werden sollte es kein Problem sein. Aber es ist sicher einen Versuch wert. Ausserdem habe ich in diesem Bereich QDecoder, da können sogar 8 Weichen/Antriebe angeschlossen werden. Ich werde in den nächsten Tagen dies mal genau analysieren/ändern und das Resultat hier posten. Nochmals danke.
@Helmut: die Hosenträgerverbindung sollten aber für dieses Problem nicht verantwortlich sein oder?
Wünsche Euch einen schönen Abend und Grüsse
Megge
Hallo Megge,
Du könntest ja einfach einmal für einen Test versuchen, die Anschlüsse zu vertauschen. Tausche die Problem-weiche mit einer, die verlässlich schaltet (aus derselben FS). Dann kannst Du zumindest ohne Umbau einmal feststellen ob der Fehler mitwandert oder ob er auf demselben Anschluss bleibt. Von meiner Anlage kenne ich nämlich beide Phänomene: Ein Decoder, der überfordert ist (vor allem, wenn die zu schaltenden Ausgänge unmittelbar hintereinander auf denselben Decoder losgehen) aber auch einen Decoder, bei dem ein Ausgang nicht korrekt konfiguriert war (Stellweg zu kurz eingestellt bzw. schlecht justiert). Letzteres würde ich in Deinem Fall aber ausschließen weil Du ja schreibst, dass ein direktes Schalten über WDP (ohne FS) problemlos funktioniert. Aber Ersteres könnte ich mir gut vorstellen.
Beste Grüße und einen schönen Abend - viel Erfolg!
Michael
Hallo Markus,
ob es wirklich daran liegt kann ich nicht sagen. Aber es ist schon ungewöhnlich eine Kreuzungsweiche mit der Hosenträgerverbindung zu erstellen.
Vielleicht stimmt damit einfach nur die Schaltfolge in WDP nicht richtig.
Hallo Michael und Helmut,
danke auch für Euren Input.
@Michael: werde in den nächsten Tagen einiges in dieser Richtung betreffend Decoder austesten, danke.
@Harald: die besagte Weiche die das Problem macht, siehe Screenshot Fahrstrasse nach Gleis 4, ist aber so oder so keine Kreuzung sondern eine einfache Weiche
Grüsse und einen schönen Tag
Megge
Hallo Megge,
ich will nochmal ein Zitat aus Deinem Beitrag vom 29.04.15 aufgreifen.
ZitatDie Fahrstrassenschaltung wird auf dem Gleisbild richtig angezeigt
Für das vorliegende Problem ist die Stellung der Weichen wichtig.
Frage: Kannst Du ausschließen, dass
nach dem Stellen der Fahrstraße mit jetzt richtiger Stellung der Weiche durch eine
Folgeschaltung in einer anderen Fahrstraße oder in einem Profil ggf. die fragliche Weiche (wie gesagt
nach dem Stellen der Fahrstraße) wieder in eine andere Richtung gestellt wird? Dies kann passieren, wenn zwei Fahrstraßen über dieselbe Weiche führen und die erste Fahrstraße schon freigegegeben ist, weil der Zielkontakt erreicht wurde. Dann wird (falls in einer Automatik angefordert) die
zweite Fahrstraße gestellt und die Anzeige im Gleisbild zeigt die korekte Stellung der Weiche. Aber jetzt könnte über eine
Folgeschaltung der ersten Fahrstraße erst zeitversetzt eine Rückstellung der Weiche veranlasst werden (obwohl die zweite Fahrstraße bereits gestellt ist). Einen solchen Fehler hatte ich mal und habe über zwei Wochen inklusive Wechsel des Weichenantriebs und Wechsel des Dekoders gesucht, bis ich dahinter kam, dass es nicht die Hardware, sondern ein Eingabefehler war.
Zitat von: Dr. Jürgen Martin in 30. April 2015, 15:54:56
Hallo Stephan,
Zitatim Digitalbetrieb werden nie mehrere Weichen gleichzeitig gestellt.
Das stimmt und ist falsch zugleich. Helmut hat genau den Fall formuliert, an dem doch gleichzeitig mehrere Weichen gestellt werden könnten.
Hallo Jürgen,
ich kann nirgendwo im Eingangspost den Hinweis finden, dass mehrere Weichen an einem Dekoderausgang angeschlossen wurden. Mit "mehreren Weichen" gleichzeitig hätte auch eine Fahrstrasse gemeint worden sein.
Im Digitalbetrieb erschliesst sich mir der Sinn nicht, mehrere Weichen an einem Dekoderausgang anzuschliessen. Man riskiert, den Dekoder zu überlasten und man verliert ein grosses Stück Freiheit. Weichendekoder kosten mittlerweile auch nicht mehr die Welt.
Gruss
Stephan
Hallo,
aufgrund des letzten Beitrages von Dr. Jürgen Martin habe ich noch einen Hinweis der dessen Vermutung evtl. bestätigt.
Du schreibst weiter oben:
Zitat- Automatische Teilfreigabe bis zum ersten Signal der Fahrstrasse erstellen und Weg-Suche optimieren markiert
Da bei Dir aber kein weiteres Signal in der Fahrstraße enthalten ist, ist diese Option ggf. mit Vorsicht anzuwenden. Hast Du nun keine vollständige Belegtmeldung des Zuges (die Wagen melden nicht durchgängig bis zum Zugschluß), so wird die Fahrstraße evtl. schon freigegeben, obwohl der Zug noch in dem Weichenfeld fährt.
Hallo Jürgen,
danke für Deinen Input.
Meine Gedanken gingen am Anfang auch in diese Richtung ob eine andere Fahrstrasse da was auflöst. Aber denke (mit meinen jetzigen WinDigipet Kenntnissen) fast nicht möglich.
Aber über diese besagt Weiche (werde nochmals zwei Screenshots anhängen damit ganz klar ist um welche Weiche es sich handelt) gehen nur zwei Fahrstrassen, und zwar die für die Einfahrten in Gleis 3 und Gleis 4 welche ich mit dem Fahrstrassenassistenten wie im Anfangspost beschrieben angelegt habe. Auf diesen Bildern fahren die Züge (vorerst, um Fehler auszuschliessen) nur mal auf diesen beiden Gleisen von rechts nach links (Linksverkehr SBB :-) ) und werden von keinen zusätzlichen Fahrstrassen gekreuzt/tangiert.
Profile habe ich noch gar keine erstellt.
Danke und Gruss
Megge
Hallo Helmut,
danke für Deine Unterstützung.
Ich hänge Dir hier mal meine Settings der Fahrstrasse an von rechts nach links Gleis 3.
Generell muss ich noch sagen dass ich für die Belegtmeldung in diesem Bereich die ECoS Detectoren benutze welche auf Stromverbrauch am Gleis für die Belegtmeldung achten (Loks/Waggons mit Schleifer).
Aus diesem Grunde sollten n diesem Falle die Kontakte (Start Signal) 53 und (Ziel Signal) 85 relevant sein.
Oder ist da doch irgendwo ein Problem und ich hab was falsch verstanden? Aber dann wäre es komisch dass es mal geht mal nicht.
Liebe Grüsse
Megge
Hallo Zusammmen,
meine Beiträge in diesem Thread sind nicht der Versuch, das gelbe vom Ei zu beschreibern. Ich habe, wie viele andere auch, immer wieder mal Probleme mit irgendetwas auf meiner Analge oder auch mit WDP. Beim Mitlesen in den verschiedenen Threads stelle ich immer wieder fest, dass (ohne Bezug auf diesen aktuellen Thread) selbst triviale Voraussetzungen oder Sachverhalte nicht verstanden oder missverstanden werden. Z.B. wird in vielen Beiträgen bei der Darstellung von denkbaren Lösungsmöglichkeiten bei der Beschreibung der hierzu passenden Voraussetzungen der Konjunktiv verwendet. Der jeweilige Autor will damit nur sagen, dass man, bevor man die Anlage (Hardware) auseinandernimmt, vielleicht noch dieses oder jenes bedenken sollte. Solche Beiträge sind weder Behauptungen noch Besserwisserei. Es ist jeweils der Versuch, das Problem eines anderen Users durch eigene Gedanken (veranlasst durch eigene schlechte Erfahrungen) vielleicht einer Lösung näher zu bringen. Ich habe das Gefühl, dass das hier einmal gesagt werden sollte.
Hallo Jürgen,
also ich habe Deine Unterstützung nicht falsch verstanden und bin absolut Deiner Meinung.
Gerade als Anfänger kann man in der Komplexität von WinDigipet schon mal was falsch verstehen oder übersehen und ist dankbar für jeden Tip. Auch bietet dies einen zusätzlichen Lerneffekt.
Für all die die mir noch Tipps gegeben haben: hoffe dass ich in den nächsten Tagen mal die Zeit finde dem alles noch nachzugehen. Wäre schön wenn man die Fahrten mal geniessen kann.
Schönen Tag und Grüsse
Megge
Hallo zusammen,
wollte euch mal ein zwischenzeitliches Feedback geben.
So wie es aussieht liegt es tatsächlich daran dass die 4 Weichen die in einer Fahrstrasse liegen und am gleichen Decoder hängen das Problem. Ich habe die wichtigste Weiche mal an einen separaten Decoder gehängt und siehe da, das Problem ist nicht mehr aufgetaucht. Danke für eure Tipps!
Ich wollte jetzt das ganze aber zuerst sauber verkabeln mit zusätzlichen Boostern bevor ich die endgültige Lösung hier hinein poste.
Jetzt habe ich aber ein (anderes) Problem mit den Boostern welches gelöst werden muss.
Dies einfach mal so als Update nicht dass es so aussieht dass ich nach Hilfe frage und dann einfach verschwinde :-)
Schönes Wochenende und Grüsse
Megge
Guten Tag,
ich denke, dieser Thread passt gut in meine Fragestellung:
Ich teste derzeit verschiedene Steuerungssoftwaren durch, welche am besten für mich geeignet ist.
Derzeit ist WinDigipet dran.
Ich hatte bei einem früheren Steuerungsprogramm den Eindruck, dass meine QDecoder (die 8 Magnetantrieb-Weichen schalten können), überfordert sind, wenn Fahrstraßen geschaltet werden und mehrere in der Fahrstraße enthaltene Weichen am selben Decoder (natürlich unterschiedliche Ausgänge) hängen. Hatte im konkreten Fall den Effekt, dass der QDecoder gesponnen hat und plötzlich Dauerimpulse statt kurzer Stellimpulse abgab; wiederum mit dem Effekt, dass mir der Weichenantrieb durchschmorte.
Als erstes liegt es nahe (aus meiner Sicht die einfachste Lösung), den Zeitabstand zwischen den einzelnen Weichenschaltungen bei einer Fahrstraßenschaltung zu vergrößern.
Der QDecoder hat eine Schaltimpulszeit von 250msec.
D.h. der Abstand zwischen den Weichenschaltungen sollte idealerweise mindestens 300 msec betragen.
Hat den Vorteil, dass der Trafo, der die Weichenantriebe mit Strom versorgt, auch immer nur mit einem einzelnen Antriebsstrom belastet wird. Bei kürzeren Abständen zwischen den Weichenschaltungen (z.B. 10msec) läge noch Strom an der 1. Weiche an, während bereits die 2. und 3. Weiche geschaltet wird; da kämen schnell hohe Ströme zusammen.
Nun finde ich aber keine entsprechende Einstellmöglichkeit in Windigipet.
Ich finde nur die "Sendepause" unter Systemeinstellungen/Digitalsysteme. Unverständlicherweise kann ich dort aber nur Zeiten bis max. 100msec eintragen. Das kann nicht sein, oder?
Wo kann ich denn für alle Magnetartikel einen Schaltabstand (nicht: SchaltDAUER!) von 300msec einstellen?
Ich habe nur noch das Feld "Schaltzeit" bei den einzelnen Magnetartikeln gefunden, da sind Zeiten bis 3000msec möglich, aber das bezieht sich ja auf die SchaltDAUER, und nicht auf den Abstand?
Danke und viele Grüße
David
Nanu, jetzt bin ich doch etwas überrascht, dass hierauf keine Rückmeldung kommt.
Ich ging davon aus, dass es sich um eine einfache Einstellung im Programm handelt; nur den Ort, wo man das einstellen kann, habe ich nicht gefunden.
Kann niemand etwas dazu sagen?
Viele Grüße
David
Hallo David,
Nein, eine solche Einstellung gibt es nicht global. Sobald die Schaltzeit für Magnetartikel A abgearbeitet ist, wird sofort Magnetartikel B geschaltet. Und die Schaltzeit ist je Magnetartikel einzustellen im Magnetartikel-Addressdialog. Der Aufwand sollte sich ja halbwegs in Grenzen halten, da man ja in der Regel nicht mehrere hundert Weichen hat. Außerdem ist der Vorteil, dass dann andere Magnetartikel wie Signale (die solche Probleme ja wohl eher nicht haben) schneller geschaltet werden.
Wobei wir es immer nur wieder wiederholen können: wenn man solche gravierenden Schwächen der Hardware mit der Software ausgleichen muss, sollte man wirklich die Hardwareauswahl überdenken.
Grüße
Markus
Hallo Markus,
bezüglich der Grundeinstellung gebe ich dir vollkommen recht. Jedoch denke ich, dass dies in diesem Fall nicht anwendbar ist. Eine Modellbahnanlage wächst oft mit der Zeit.
Zunächst stand der Wunsch im Raum, digital zu schalten. Nach ausführlicher Informationen über die verschiedenen Schaltdecoder fiel die Wahl auf die QDecoder, da über diese bisher keine Mängel berichtet wurden. Das manuelle Schalten funktionierte wunderbar, und somit wurden die QDecoder für zuverlässig befunden.
Später kommt dann der Wunsch, Automatikbetrieb auszuprobieren. Dass hierdurch plötzlich Schaltabstände von 200ms oder weniger auftreten können, die so im manuellen Betrieb niemals simuliert werden können, stellt eine neue Herausforderung dar, die man so im Voraus nie planen kann.
In diesem Fall sollte es wirklich in der Software möglich sein, die Schaltabstände zu verändern; was ja programmiertechnisch sicherlich nicht arg aufwendig sein dürfte.
Nun zu Deinem Rat: Du beziehst dich jedoch auf die SchaltZEIT. Also wie lange ein Artikel geschaltet werden soll. Darum geht es mir jedoch nicht, sondern um den Abstand zwischen den einzelnen Schaltungen. Die Weiche selbst darf ruhig nur kurz geschaltet werden. Aber es soll ein gewisser Abstand eingehalten werden, bevor die nächste Schaltung befohlen wird.
Sicherlich wird durch Verlängerung der Schaltzeit automatisch der Abstand auch verlängert, aber ehrlich gesagt, fühle ich mich nicht wohl, dass im QDecoder einerseits eine Schaltzeit von 250ms einprogrammiert ist (also hardwaremäßig), und die Zentrale durch Windigipet andererseits einen widersprüchlichen Befehl von z.B. 750ms Schaltzeit vorgibt?
Oder funktionieren diese widersprüchlichen Einstellungen bei Euch ohne Probleme?
Nicht ohne Grund differenziert ja selbst Windigipet zwischen diesen zwei Begriffen (Schaltabstand unter "Sendepause" unter Systemeinstellungen/Digitalsysteme, jedoch max. 100ms; sowie eben "Schaltzeit" bei den einzelnen Magnetartikeln im Gleisbildeditor).
Viele Grüße David
Hallo,
ich hatte ein ähnliches Problem bei mir. Eine Weiche lies sich anstandslos per Mausklick auf den Gleisplan schalten, funktionierte dann aber nicht in den Fahrstraßen (auch wenn es die einzige zu schaltende Weiche war). Es lag an der Schaltdauer. Nachdem ich die hoch gesetzt habe, funktioniert alles.
Hallo David,
Hab ich das richtig verstanden Du befürchtest also das sich die Schaltzeit die in Windigipet eingetragen wird zu der im Decoder eingestellen addiert?
Ich glaube die Sendepause die in der Systemeinstellung eingestellt wird hat nichts mit den Schaltbefehlen zu tun. Bei meiner Intelliebox gibt es so eine Einstellung nicht.
Vielleicht kann Markus hier Aufklärung leisten. Würde micht auch interessieren.
Gruß Stefan
Hallo Stefan,
das ist eine mögliche Befürchtung.
Eine andere mögliche "Befürchtung" ist, dass der Weichendecoder grundlegend nicht klarkommt, wenn ihm 750ms lang ein Schaltbefehl geschickt wird. Schaltet er dann mehrfach hintereinander dieselbe Weiche in dieselbe Richtung (bei decoderseitig eingestellten 250ms Schaltdauer müsste er mehrfach schalten, bis die 750ms vorbei sind), schaltet er dauerhaft, kommt er komplett durcheinander etc....
Mein Ziel ist, ein kurzer (!) Befehl an Decoder, der Decoder schaltet aufgrund interner Hardwareeinstellung 250ms lang, dann etwas Pause, z.B. 500ms, dann sendet die Zentrale den nächsten kurzen Schaltbefehl (=750ms Abstand zwischen den beiden Schaltbefehlen).
Viele Grüße David
Hallo David,
WDP sendet natürlich keinen 750ms langen Befehl. Auch nicht 750ms lang hintereinander immer wieder (so lange, wie 750ms halt dauern). Es wird ein einziger Befehl an den Decoder geschickt. Rein theoretisch kann man also innerhalb wenigster Sekundenbruchteile massenweise Weichen stellen. Bei Selektrix geht das. Da macht's in rasantem Tempo ratterratterratter und alles ist gestellt.
Ich fahre DCC und da geht das nicht ganz so schnell. Alles andere ist eine Frage des Decoders, mit welchem Tempo er klar kommt.
Kurz: Du kannst jede beliebige Zeit einstellen. Das ist nur der Abstand, in dem WDP dann den nächsten Befehl sendet. Wie lange der Befehl an der Weiche anliegt ist im Decoder eingestellt, nicht bei WDP.
Hallo zusammen,
ganz so einfach ist das nicht mit der Schaltzeit. Es hängt was von der Zentrale und dem Protokoll und dem Dekoder ab.
Bei den alten MM-Dekoder k83 war es so z.B. mit der 6021, dass wirklich die Schaltdauer im Programm bestimmt hat wie lange ein Ausgang aktiv war. Neuere MM-Dekoder haben trotzdem im Dekoder eine Schaltdauer-Begrenzung drin damit der Ausgang nicht durchbrennt.
Bei DCC ist aber so, dass ganz viele Zentralen bei Betätigung der Taste am Handregler nur den Spule-Ein-Befehl senden, aber keinen Spule-Aus-Befehl beim Loslassen. Die Verlassen sich da rein auf die Schaltzeit im Dekoder.
In der Regel ist das Verhalten so wohl:
-Zentrale sendet "Spulen-Ausgang-Ein", im Dekoder beginnt die eingestellte Zeit zu laufen und der Ausgang schaltet sich selber nach der im Dekoder eingestellten Zeit wieder ab (kommt dannach noch vom PC ein Spule-Aus-Befehl sollte der Dekoder das ignorieren, da der Zustand ja schon erreicht war)
-kommt allerdings vor dem Ablauf der im Dekoder eingestellten Zeit vom PC nach Ablauf der internen Schaltzeit im PC der Spule-Aus-Befehl, dann wird der Dekoderausgang schon abgeschaltet (es sei denn man kann im Dekoder noch eine Mindesteinschaltzeit einstellen)
Bitte einfach das mal mit der langen Schaltzeit probieren. Wir haben ja schon mehr als 1 User mit Qdecodern und bisher habe ich derartige Probleme noch nicht gehört. Wir machen das Spiel ja schon ein paar Jahre und es sind da keine ernsthaften Probleme bekannt.
Grüße
Markus
P.S.: Je nach Zentrale ist das Spiel von der Erklärung her noch komplizierter, denn z.B. eine Intellibox hat eine internen Mindest- und Maximalschaltzeit, die das ganze dann noch verzögern kann.
Hallo david,
kannst du bitte einmal deine Anlagenkonfiguration hier einstellen? Du diese Information sind wir ggf. näher an deinem Problem dran.
Hallo Markus,
hab ich das richtig verstanden das ich eigentlich keine Schaltzeit einstellen sollte (steht auch so im Handbuch)?
Was macht dann eine Eingabe der Schaltzeit bei neuen DCC Decodern für einen Sinn?
Ich hab bei einigen Weichen eine Schaltzeit von 250ms eingestellt weil ich den Eindruck hatte das der Befehl zu kurz war um vom Decoder verstanden zu werden und dadurch wurden Weichen nicht oder nicht komplett geschaltet hat.
Nur damit ich das richtig verstehe:
WDP sendet Befehl an Zentrale in der Länge (z.B. 250ms) der eingestellten Schaltzeit --> Zentrale gibt dann den Befehlt eins zu eins weiter schickt dann den Weichenbefehl also immer noch 250ms an die Weiche. Dann folgt der nächste Befehl von WDP wieder mit der eingestellten Schaltdauer von xy ms, usw.
oder
die Zentrale erhält den Befehl von WDP (250ms) schickt dann den Weichenbefehl ans Gleis mit der in der Zentrale eingestellten Schaltzeit (also z.B. 50ms) und führt dann den nächste Befehl aus welcher von WDP gesendet wird?
Wenn nun bei der Schaltzeiteinstellung in WDP 0ms eingetragen ist, kann es da nicht vorkommen das dann Befehle nicht richtig in der Zentrale ankommen weil ja quasi mehrere Schaltbefehle gleichzeitig von WDP in der Zentrale angestoßen werden, die Zentrale diese aber nur nacheinander abarbeitet.
Also Signal von WDP weg Zentrale aber noch nicht alle Befehle abgearbeitet.
Führt dann die Zentrale den Rest der Befehle von WDP aus eine "Puffer" aus und dann auch nur mit den in der Zentrale eingestellten Schaltzeit oder kann es vorkommen das dann Befehle verloren gehen?
Gruß Stefan
P.S. ich hab jetzt kein Problem ich möchte das nur verstehen!
Hallo Zusammen
Ich komme eben etwas frustriert aus dem Keller, weil meine C-Gleis DKW immer wieder unzuverlässig arbeitete. Um den Fehler einzugrenzen, hatte ich auch mal parallel zur Weiche eine Lampe angebracht und konnte damit die Impulslänge sehen, die der Decoder an den Antrieb schickt:
Wenn ich als Schaltzeit 0 msec angebe, blitzt der Decoder nur kurz auf - vermutlich 100 msec lang. Zum Schalten der Weichen reicht das normalerweise ohne weiteres aus. Wenn ich z. Bsp. 500 msec in WDP vorgebe, leuchtete meine Prüflampe genau so lange. Das Spielchen geht bis zu einer Sekunde. Dann schaltet automatisch mein IEK-Decoder den Weichenstrom ab.
Fazit: Man kann über die WDP-Schaltzeit - zumindest in meiner Konfiguration - direkt die Länge der Impule bestimmen. Normalerweise ist das aber nicht nötig, da 100 msec ausreichen.
Den Grund für den Frust will ich auch noch schnell loswerden, falls jemand von Euch das Phänomen kennt:
Es ist allgemein bekannt und vielfach erwähnt worden, dass die ansteckbaren K-Gleis Weichenantriebe zwei Endschalter haben, die sehr fehleranfällig sind. Bei den C-Gleis Weichen kannte ich das bisher nicht.
Meine fertig eingeschotterte DKW machte in den letzten Monaten immer wieder beim Schalten Probleme. Jetzt habe ich sie ausgebaut und musste auch noch den Antrieb herausschrauben und diesen durch Aufbiegen der Blechlaschen öffnen, um die Ursache zu finden:
Auch in diesem Antrieb sitzen versteckt und schlecht zugänglich zwei Endschalter, und der eine war defekt!
Ihn zu überbrücken und alles in umgekehrter Reihenfolge wieder einzubauen, war dann zwar nicht mehr schwierig, aber dass so etwas passiert, ist schon ziemlich blöd!
Wer eine DKW mit Märklin-Antrieb einbauen will, sollte lieber gleich den Antrieb öffnen und die Endschalter überbrücken. Digitalbahner brauchen die sowieso nicht, und ein Weichenschutz mit Polymersicherung ist wesentlich einfacher, wenn man denn Bedenken bezgl. des Durchbrennens hat.
Danke an alle,
ich denke, meine Frage ist soweit geklärt durch die vorherigen Antworten.
Ich probiers dann mal weiter aus!
Viele Grüße
David