Hallo zusammen,
also meine älteste Märklinlok ist aus dem Jahre 1953.
Jetzt habe ich wieder Zeit und steige ein in Digitalsteuerung, nach Studium diverser Steuerungsmöglichkeiten per PC bleibt mir aber immer noch eine Frage, nach deren Beantwortung ich immer noch suche:
Bitte was tut das Märklin-Interface 6050/51 eigentlich tatsächlich ?
Es werden zur Verbindung von PC und Interface eh nur 4 Kabel benutzt, warum also kommt aus dem DIGIPET nicht die komplette Befehlsfolge heraus, die direkt an die 6021 bzw eigentlich direkt an den Booster weitergegeben werden kann ?
Ist es lediglich eine Pegelanpassung ??
Ist es eine Frage der 50Hz Synchronisation ??
Gibt es einen "Treiber" für den Übergang von DIGIPET zum Booster ??
Interessant sind für mich nur die Befehle zur Loksteuerung, Magnetartikel werden bei mir, da die Analge in ihrer jetzigen Form ( vor über 30 Jahren während des Studiums der Volkswirtschaft unter dem Tisch konzipiert )
per Verkabelung bedient.
Danke vorab für Info.....
Hallo Manfred,
welche Version von Win-Digipet meinen Sie denn? Hab grad mal nachgeschaut nur Digipet war glaube Version 4 und das ist ja schon sehr alt.
Probieren Sie es mal mit der Demo der 8.0 Version und da glaube ich das einige Ihrer Fragen sich von allein beantworten. Mit WDP kann man mitlerweile schon sehr komplexe Aufgaben machen. (komplett automatischen Betrieb) usw.
Hallo Manfred Möller,
Schön dass Sie die Modelleisenbahn wieder aktivieren.
Für die Digitalisierung braucht man in erster Linie eine Zentrale z.B. von Märklin oder viel vielseitiger die Intellibox von Uhlenbrock mit eingebautem schnellem Interface.
Wie Sie schreiben wollen Sie nur digital fahren, aber nicht schalten. Da sehe ich ein Problem für alle Softwarepakete. Jede Software (bis heute) braucht Rückmeldekontakte (Strecken) und Fahrstrassen um etwas zu bewegen. Wollen Sie wirklich nur digital fahren benötigen Sie keine Software, verzichten aber auf die interessanten Möglichkeiten die die Digitalsteuerung per PC mit WinDigipet bietet.
Sie müssen also Ihre Verdrahtung in jedem Fall anpassen (Rückmeldungen) und da lohnt sich natürlich auch der Einbau von Weichendecodern, damit auch die Fahrstrassen angesteuert werden können und der Einsatz von WDP Sinn macht.
Hallo Herr Möller,
um Ihre Frage direkt zu beantworten: Nein es gibt keine Treiber die eine Digitalzentrale ersetzen!
Die Sache mit der Generierung des Digitalsignals ist auch ein wenig komplexer, als es im ersten Moment erscheint.
Man müsste die verschiedensten Digitalsignale (Motorola,DCC,Selectrix) "Nachbilden"! Dies würde auf einer sehr niedrigen Ebene geschehen, also recht nahe an der Technik. Win-Digipet ist ja in einer hohen Software-Ebene entwickelt. Ob dies alles mit dem Haupprozessor vom PC funktinieren würde, wage ich zu bezweifeln, denn die Signale müßten ja exakt nachgebildet und getaktet werden. Sonst würde kein Decoder darauf reagieren. Dies ist sehr wahrscheinlich, nur mit einer vom Hauptprozessor unabhängigen Hardware möglich bzw. sinnvoll.
Anders ausgedrückt: Die Digitalzentrale ist nur eine externe Schnittstellenkarte mit separaten Prozessor.
Wenn dies einfach mit Windows-Software zu ersetzen wäre, hätte dies schon jemand gemacht. Denn diese Frage bzw. Idee ist ja nicht neu, und ist bestimmt ein lukrativer Markt.
Hallo Herr Möller,
ein Interface (egal von welcher Firma) übersetzt die Steuerbefehle vom Computer in das jeweilige Digitalformat und die Rückmeldungen vom Rückmeldesystem (z.B. s88- oder Loco-Net-Bus) in "Bits und Bytes" für den Computer.
Es ist besonders wichtig, dass die Signale des Digitalformats kontinuirlich am Gleis anliegen (andernfalls könnte es zu Fehlinterpretationen der Decoder auf der Anlage kommen). Das (meistverbreitete) Betriebssystem WINDOWS arbeitet aber nicht kontinuirlich, sondern bearbeitet in gewissen Zyklen jeweils ein Programm (hierzu zählen auch windowsinterne Hilfsprogramme, dessen Auswirkungen der Normalanwender nicht sieht). Die CPU bearbeitet also nacheinander z.B. die Programme A -> B -> C-> D -> A -> B -> C-> D -> A ... usw.
Das würde zu Unterbrechungen im Digitalsignal für die Anlage führen - von der Spannungsversorgung mal ganz abgesehen.
Das es aber doch gehen soll, hat modellplan auf der Messe München versucht zu zeigen. Dort wurde ein Programm mit den Namen "Digital-S-Inside" angeboten, mit dem man die Signale direkt an einen Booster senden kann. Ein Interface ist dabei nur noch für die Rückmeldungen nötig.
(Genau genommen wird bei dieser Variante der Booster zum Interface.)
Wenn man es richtig betrachtet, handelt es sich bei "Digital-S-Inside" um ein Software-Packet mit integriertem Booster-Treiber.
Schönheitsfehler an der Geschichte: Im Moment funktioniert das Programm nur in Zusammenhang mit stromlosen Abschnitten auf der Anlage und es arbeitet noch nicht mit WDP zusammen.
Ob sich das neue System durchsetzt, wird die Zukunft zeigen.
Hallo homas,
danke für die Antwort,
nein, ich verwende Version 8.0, allerdings die kleine Version, reicht mir völlig, da ich keinerlei Weichen oder Signale schalte und gerne zu Anfang ( nach 15 Jahren wieder ) nur die Loksteuerung brauche.
Und ein Wenig basteln möchte ich schon noch, nur Geld hinlegen, alles zusammenstecken und zusehen, wie die Anlage von selbst fährt reicht mir nicht.
freundlichen Gruß auch m.möller
Hallo, liebe Grüße in die Schweiz,
danke für die Info, aber es ist tatsächlich so, ich will nach der langen Enthaltsamkeit wirklich, nachdem die Anlage ihre Transportschäden verloren hat, erstmal "nur spielen".
Alles andere kommt dann später, vielleicht gigt's ja auch was Neues in 2004, mal sehen.
mfg, m.möller
Hallo Norbert,
danke für die Antwort,
na dann werde ich mal vorerst nach "Alt-Software" suchen, die auf Uralt PC's läuft, oder sehen ob mir noch eine 6051 über den Weg läuft.
Erste Versuche mit einfachen Lokdecodern von TAMS sehen vielversprechend aus, jetzt kommt erstmal ein Eigenbau-Booster dran und wie's weiter geht werd' ich dann sehen.
mfg, m.möller...
Hallo Olivier,
ja eigentlich genau sowas würde ich suchen,
die Sache mit dem durch das Windows-Timeslicing verursachten Unterbrechungen sehe ich allerdings unkritisch, solange man auf dem PC nichts anderes macht und auch versucht Hintergrundprozesse nicht starten zu lassen.
Ist wohl so ähnlich wie die Verarbeitung von Audio-Daten, das geht auch nur richtig gut, wenn nichts anderes läauft, also auch kein Bildschirmschoner, kein Recovery und keine Antivirusprogramme, die plötzlich von selbst loslegen.
Sonst bliebe nur, die Prioritätensteuerung von Windows zu studieren, wo man da Einhalt gebieten kann.
Ich mach meine Versuche jetzt erstmal mit dirct-train oder sowas, muss nur sehen, wie ich den Booster direkt ansteuere und das Signal aus dem PC ( vermutlich +/- 5 Volt ) auf die benötigten +/- 12 Volt bringe, ich glaube ich werde meinen Uralten Oszillografen ( mit Blechröhren drin ) nochmal aktivieren und mir die Signale ansehen.
Alles für's Hobby, danke, mfg, m.möller...