Guten Abend, geschätzte Kollegen,
ich weiß, dass zu diesem Thema bereits viel geschrieben worden ist, aber ich konnte leider in den zahlreichen existierenden Forenbeiträgen keine Lösung für mein Problem finden. Um es auch gleich vorweg zu sagen: Mit Marion Zeller habe ich mich schon in Verbindung gesetzt, habe meinen MAX eingeschickt und ein Austauschgerät zurück erhalten.
Mein Problem: Gegenüber den bisher immer präzisen Messungen auf meinen beiden Messstrecken gibt mein im Frühjahr erworbener ,,Marion Zeller MAX" (H0) zu geringe Geschwindigkeiten aus. Da die Messkurven sehr gleichmäßig aussehen, sämtliche mechanischen Fehler (Schlupf, klemmende Rollen u.ä.) ausgeschlossen sind und die Abweichung sich immer proportional verhält, kann es eigentlich nur daran liegen, dass die Maße der gummibereiften Rolle nicht mit dem in WDP dafür hinterlegten Wert übereinstimmt. Ich habe da vor allem Fertigungstoleranzen/-änderungen bei dem Gummiring in Verdacht.
Hier mal ein paar Messergebnisse dazu:
BR 96 (Märklin mfx) vorwärts/rückwärts (km/h)
WDP 2015.b: Messstrecke A: 48 / 46
WDP 2015.b: Messstrecke B: 48 / 46
WDP 2015.b: MAX mit Gummiring (Einstellung Fahrzeugdatenbank WDP: H0): 40 / 38
WDP 2015.b: MAX ohne Gummiring (Einstellung Fahrzeugdatenbank WDP: H0): 47 / 45
WDP 2015.b: MAX mit Gummiring (Einstellung Fahrzeugdatenbank WDP: Spur N, Software-Einstellung: ,,Speedcat" statt MAX): 45 / 44
WDP 2015.b: MAX mit Gummiring (Einstellung Fahrzeugdatenbank WDP: TT) : 57 / 54
WDP 2015.b: MAX mit Gummiring (Einstellung Fahrzeugdatenbank WDP: Spur Z, Software-Einstellung: ,,Speedcat" statt MAX) 61 / 59
WDP 2015.b: MAX mit Gummiring (Einstellung Fahrzeugdatenbank WDP: TT, Software-Einstellung: ,,Speedcat" statt MAX) 34 / 32
gleiche Fahrstufe mit Software ,,Marion Zeller MAX-Tacho 1.0.7)" Einstellung: HO: 43 km/h( =14 cm/s) / 41 km/h (=13 cm/s)
Bei der Zeller-Software (Ver. 1.0.7) wird nach 6.000 Umdrehungen der Messrolle eine ,,abgerollte" Strecke von 11.498 cm angezeigt. Dividiert man diese durch 6.000, dann ergibt sich 1,9163 cm als jener Wert, von dem die Zeller-Software als Rollenumfang ausgeht. Das würde folglich einem Rollendurchmesser von 6,099 mm von entsprechen, meine beiden mit dem Gummiring bereiften Rollen messen aber 6,6 mm. WDP (Ver. 2015 1.44 – 32) gibt bei gleicher Fahrstufe mit dem MAX eine geringere Geschwindigkeit aus als die Zeller-Software –geht also offenbar von einem nochmals kleineren Rollenumfang aus. (zumindest bei mir). Wenn ich in der Fahrzeugdatenbank den Maßstab der Lok manipulativ auf Spur N verstelle, erhalte ich schon etwas bessere Ergebnisse, aber auch die sind weniger genau als jene auf meinen Messstrecken.
Grundsätzlich finde ich den Rollenprüfstand von Marion Zeller super, nur bei der Kalibrierung mit WDP und der Zeller-eigenen Software scheint es im Moment nicht ganz rund zu laufen.
Gibt es ähnliche Erfahrungen?
Angesichts der vielen Probleme in der Vergangenheit wäre es m.E. nach toll, wenn man seinen Rollenmessstand selbst ,,eichen" könnte.
Beste Grüße in die Runde,
Stefan
Hallo Stefan,
du wenn du es dir zutraust den in WDP hinterlegten Wert übersteuern.
Dazu musst du mit einem Texteditor die Projekt.xml in deinem Projektverzeichnis editieren.
In die Group "PROGRAMM" eine weitere Zeile einfügst mit diesem Inhalt:
<Parameter Name="Marion_Lagerdurchmesser_H0">6600</Parameter>
Die Zahl 6600 stände dann für einen Lagerdurchmesser von 6,600mm. Der standardmäßig hinterlegte Wert beträgt 6,1mm.
Grüße
Markus
Hallo Markus!
Besten Dank für die schnelle Antwort. Das funktioniert hervorragend!
Selbst wenn sich mit der Zeit der Gummiring der Meßrolle etwas abnutzen sollte, werde ich damit die Meßanlage immer exakt kalibrieren können: Duchmesser mit der Schieblehre messen, Wert in der genannten Zeile eintragen und dann die Loks einmessen! ;) ;) ;)
Ich glaube, das könnte auch für viele Kollegen hilfreich sein.
Einen schönen Abend in die Runde,
beste Grüße,
Stefan
Hallo,
das glaube ich auch, dass dies für viele Nutzen hilfreich ist, es sollte nur einfacher zu bedienen sein.
Die Einstellung sollte in der Maske der Geschwindigkeitsmessung möglich sein und nicht im Programm.
Hallo und guten Abend
Da bin ich absolut gleicher Meinung. Würde es auch begrüssen wenn eine solche Anpassung/Korrektur auf einfache Weise den Usern zur Verfügung stünde. Bin mir sicher dass viele Mobahner diese Unstimmigkeit überhaupt nicht merkten. Dazu gehöre ich auch. Habe entsprechende Überprüfung vorgenommen und musste auch eine Mutation vornehmen.
Stefan: Danke für den Hinweis
Markus: Danke für den Tipp
Lieber MoBa Gruss
Bruno
Hallo zusammen,
wir werden das diskutieren, ob wir das einfacher editierbar machen werden.
Das war eigentlich nur als Notlösung gedacht, damit der User da überhaupt was editieren kann. Wir hatten aber auch nicht damit gerechnet, dass es wirklich gebraucht wird.
Grüße
Markus
Guten Abend zusammen,
nach rund zwei Wochen positiver Erfahrungen mit diesem Feature habe meinen MAX etwas modifiziert: Ich habe mit schwarzem Lack das Meßrädchen mit einem zweiten schwarzen Bereich versehen, so dass der Sensor nun die doppelte Anzahl von Impulsen pro Umdrehung des Rädchens erhält. Den bei WDP hinterlegten Parameter-Wert habe ich dementsprechend auf 3300 geändert.
Diese höhere "Auflösung" ermöglicht, dass selbst bei relativ kurzen Meßzeiten von 10 sec auch in den niedrigen Geschwindigkeiten sehr genau gemessen werden kann. Das spart eine Menge Zeit.
Ich muss allerdings dazu sagen, dass meine schnellste Lok 120 km/h Modellgeschwindigkeit läuft. Ob dieses Setting auch für Hochgeschwindigkeitszüge geeignet ist, kann ich daher nicht sagen.
Viele Grüße,
Stefan
Hallo zusammen,
ich hole das mal hoch.
Auch ich habe das selbe festgestellt wie andere vor mit auch.
Vielleicht kann man den Durchmesser des Messrades doch zum eingeben machen.
Gruß Stefan