Seite drucken - Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu

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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Arnold Schmidt Wtbg in 01. Februar 2017, 10:14:15

Titel: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu
Beitrag von: Arnold Schmidt Wtbg in 01. Februar 2017, 10:14:15
Guten Morgen,
Ich habe vor lauter Rauch im Betreff eine 9 vergessen und habe das jetzt von 5300 in 53900 geändert!
Heute habe ich leider schon einen Mfx-Decoder zerstört :'( Und ich wollte den eigentlich nur einmal testen!

Was ist passiert: ich habe mir den Profi-Prüfstand von ESU gekauft und wollte ihn testen

Vorgehensweise:
1.Prüfstand an den Gleisausgang eines TAMS B4 Booster angeschlossen:Dioden Track leuchten
2. Booster auf Stop gesetzt
3. Mfx Decoder einer Märklin HO 3700 abgezogen und dann auf die 21MTC Buchse gesetzt (dabei auf die Polung geachtet )
4. Booster wieder auf go gesetzt
5. schon war der Decoder zerstört! Ich frage mich jetzt was hab ich falsch gemacht?
6. mit mulmigem Gefühl in die Mä-Ersatzteilliste geschaut: Decoder kostet 150,-€ und zur Zeit nicht lieferbar  >:(

Ich bin total verunsichert und mag gar keinen Decoder bzw.Prüfstand mehr anfassen.

Jetzt hoffe ich natürlich sehr auf die Hilfe von Experten
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Thomas8000 in 01. Februar 2017, 10:37:55
Hallo guten Morgen

Steht in der Bedienungsanleitung von Lokprogrammer ESU

2.2. Anschluss des LokProgrammers

Vielen Dank, dass Sie sich zum Kauf des LokProgrammer Sets 53450/53451 entschlossen haben. Mit dem LokProgrammer können Sie ESU LokPilot- und LokSound Decoder programmieren.
Der LokProgrammer wird wie folgt angeschlossen (siehe Abbil- dung 1): Verbinden Sie mit dem mitgelieferten seriellen An- schlusskabel bzw. USB-Adapterkabel den LokProgrammer mit einer freien Schnittstelle am PC. Welche Schnittstelle verwen- det wird, ist unerheblich.
Die Anschlüsse ,,Track Out" am LokProgrammer werden mit dem Programmiergleis verbunden. Hier ist die Polung irrele- vant.
Der LokProgrammer 53450 besteht aus zwei Elementen: Ein Inter- face, das die physikalische Verbindung zwischen PC und der Lok her- stellt und eine Softwarekomponente, die auf jedem handelsüblichen PC unter MS Windows läuft. Das Set 53451 unterscheidet sich von 53450 lediglich durch einen zusätzlichen USB-Adapter als Zubehör.
Beachten Sie stets, dass das Programmiergleis und damit der LokProgrammer von Ihrer Hauptanlage getrennt ist, da sonst Schäden an der LokProgrammer-Hardware auftreten!
Stellen Sie sicher, dass dieses Programmiergleis vollkommen vom Rest der Anlage isoliert ist!

Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Helmut Kreis in 01. Februar 2017, 11:13:48
Hallo,

@Thomas:
Arnold schreibt aber, dass der Decoder zerstört ist und nicht der Programmer!

@Arnold: was bedeutet denn, dass der Decoder zerstört ist? Wie hat sich das denn geäußert?
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Thomas Hirsch in 01. Februar 2017, 12:41:43
Hallo zusammen,

also zunächst mal hat Arnold nicht vom ESU Programmer sondern vom ESU Decoderprüfstand gesprochen!

Damit den decoder zu zerstören geht eigentlich nur durch falsches aufstecken auf die Schnittstelle oder dur statische Aufladungen die vom Körper über den Decoder fliessen!

Der Prüfstand sollte generell stromlos sein beim auf und abstecken der Decoder!!!!!!

Warum Arnold den Decoder Prüfstand jedoch an den Tams Booster gehängt hat und nicht an die Gleisbox der CC-Schnitte ist mir nicht so klar,
denn nur mit der CC-Schnitte hätte er den Decoder überhaupt lesen können.

Dies würde jedoch über den Booster nicht gehen!
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Arnold Schmidt Wtbg in 01. Februar 2017, 13:08:06
Hallo zusammen,

ja es ist so das der Mfx-Decoder zerstört ist. (nicht der Prüfstand)

Helmut,

der Motor auf dem Prüfstand begann sich zu drehen ohne das ich ihn angesteuert habe,
dann kam von der Unterseite des Decoders eine Rauchfahne und dann war Ende. (welches Bauteil das genau ist kann ich nicht sagen dazu habe ich zu wenig Hintergrundwissen)

Thomas,

falsches aufstecken auf die Schnittstelle schließe ich eigentlich aus, ich habe den Decoder so wie in der ESU-Beschreibung aufgesetzt und dabei war der Prüfstand stromlos.

Auf die statische Aufladungen habe ich allerdings nicht geachtet! Wie sollte man bei der Entladung vorgehen?

Den Decoder Prüfstand habe ich an den Tams Booster angeschlossen weil der Booster für mich einfacher zu ereichen war.

Und ich wollte ja auch nur mal testen was mir der Prüfstand so anzeigt.
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Thomas Hirsch in 01. Februar 2017, 16:40:24
Hallo Arnold,

so wie du es beschreibst hast du den Decoder definitiv falsch aufgesteckt und dadurch einen Kurzschluss im Decoder verursacht!

Was hast du denn für Anzeigen erwartet?

Der Prüfstand bietet dir nur die Möglichkeit die einzelnen Ausgänge des Decoders -Licht Motor AUX -auf Funktion zu prüfen!
In Extremfällen kann man damit allerdings wohl auch den Rauchmelder Testen ;)

Das Gleiche hast du ja auch in der Lok!
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: ottochen (Thomas) in 01. Februar 2017, 19:01:33
Hallo,
die 21polige Schnittstelle ist doch kodiert durch den fehlenden Pin!
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Thomas Hirsch in 01. Februar 2017, 20:21:34
Zitat von: ottochen (Thomas) in 01. Februar 2017, 19:01:33
Hallo,
die 21polige Schnittstelle ist doch kodiert durch den fehlenden Pin!

Das schützt aber nicht vor fehlerhaften aufstecken da es keine  mechanische Blockade ist.

Theoretisch gibt es 4 Möglichkeiten den Decoder aufzustecken, aber nur bei einer überlebt er!!
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Helmut Kreis in 02. Februar 2017, 01:18:04
Hallo Thomas,

ich denke schon, dass er eine mechanische Codierung hat. Da der Pin11 auf dem Decoder geschlossen ist und auf dem Prüfstand der Pin fehlt, gäbe nur die richtige Position, wenn man das Bild auch befolgt und der Decoder vom Prüfstand weg aufgesetzt wird.
Eine 2. Möglichkeit gäbe es nur, wenn der Decoder über den Prüfstand und auch noch mit getauschter Ober-/Unterseite aufgesteckt würde. Ob er so überhaupt passen würde, kann ich nicht nachvollziehen.
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 5300 von Esu
Beitrag von: Siegfried Biermann in 02. Februar 2017, 07:00:01
Hallo Zusammen, erste einmal die Frage zum Profi-Prüfstand ist es der 53900 von ESU http://www.esu.eu/produkte/profi-pruefstand/ (http://www.esu.eu/produkte/profi-pruefstand/)
Zweites würde ich einmal die Kabelbelegung/farben von ESU und die von Märklin prüfen.
Es sind doch gewaltige Unterschiede MFX Märklin Sound oder ESU Loksound Decoder.
Bei ESU auf Seite 18 in der Decoderanleitung  stehen die Kabelfarben von Märklin und ESU. Siehe PDF bei ESU
Die Märklin-Schnittstelle mit den vielen Kabel auf der Grundplatine hat keinen Stecker.
Märklin hat sein eigenes System in Kabelfarben,  da würde ich mal die Schnittstellen Belegung prüfen.
Anleitung ESU
http://www.esu.eu/download/betriebsanleitungen/digitaldecoder/ (http://www.esu.eu/download/betriebsanleitungen/digitaldecoder/) hier Zustimmen und Downlod klicken.
In Anhang ein Ausschnitt Märklin und ESU Kabelfarben.
PS:Hinzugefügt Link ESU http://www.esu.eu/support/faq/zubehoer/profi-pruefstand/ die letzten drei Punkte .
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu
Beitrag von: Arnold Schmidt Wtbg in 02. Februar 2017, 09:06:43
Ich habe vor lauter Rauch im Betreff eine 9 vergessen und habe das jetzt von 5300 in 53900 geändert!

Danke erst einmal für eure vielen Antworten,

zum falschen Aufstecken kann ich nur sagen das ich mir die Schnittstellenstecker-Aufnahme von Märklin und von Esu schon sehr genau angeschaut habe und deshalb ein falsches aufstecken ausschließe.

Bei den Kabelfarben/Belegung, was kann ich da kontrollieren? Ich kann da nichts erkennen.

Oder mache ich irgendetwas völlig falsch?
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu
Beitrag von: Thomas Hirsch in 02. Februar 2017, 09:18:40
Hallo Helmut,

natürlich hast du mit der Eindeutigkeit durch den fehlenden Pin im Prinzip recht, aber leider gibt es auf der Buchsenleiste am Decoder an dieser Stelle keine Blockade, wodurch es problemlos möglich ist diesen kopfüber falschrum aufzustecken.
Leider führt dies meist zum fast sofortigen Tod, wenn man nicht superschnell reagiert und die Stromversorgung unterbricht.
Ich habe in meiner Werkstatt schon einige solcher Opfer  zur Reparatur gehabt!
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu
Beitrag von: Helmut Kreis in 02. Februar 2017, 09:25:14
Hallo Arnold,

nein, die Schnittstelle ist genormt. Die Farben spielen eine untergeordnete Rolle bzw. sind ja dar nicht vorhanden, wenn Du schreibst, dass der Decoder aufgesteckt wurde.
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu
Beitrag von: Arnold Schmidt Wtbg in 10. Februar 2017, 12:02:36
Zitat von: Thomas Hirsch in 02. Februar 2017, 09:18:40

natürlich hast du mit der Eindeutigkeit durch den fehlenden Pin im Prinzip recht, aber leider gibt es auf der Buchsenleiste am Decoder an dieser Stelle keine Blockade, wodurch es problemlos möglich ist diesen kopfüber falschrum aufzustecken.

Hallo Thomas,

Ja ich habe den Decoder falsch aufgesetzt!
In der ESU-Prüfstand-Beschreibung steht das die Buchsenleiste oben sein muss und genau das habe ich missachtet.
Wenn ich mir im nachhinein den falsch aufgesetzten Decoder auf der Schnittstelle ganz genau ansehe, erkenne ich einen Luftspalt zwischen Buchse und Stecker (das Index-Loch ist ja nicht durchgebohrt )
Als Neuling lerne ich daraus das man ein Foto von der Ist-Situation machen sollte um solche teuren Fehler zu vermeiden.

Zitat von: Thomas Hirsch in 02. Februar 2017, 09:18:40

Ich habe in meiner Werkstatt schon einige solcher Opfer  zur Reparatur gehabt!


ist denn solch eine Reparatur möglich?

Ich bedanke mich nochmals für eure Hilfen,
Titel: Re: Decodertest mit dem Profi-Prüfstand 53900 von Esu
Beitrag von: Thomas Hirsch in 10. Februar 2017, 12:29:02
Hallo Arnold,

Die "Reparatur" erfolgte in diesen Fällen durch korrekten Einbau eines neuen Decoders!

Ich wollte damit nur sagen, dass du nicht der einzige ist dem dieses Missgeschick schon einmal passiert ist!

Eine Reparatur ist vielleicht theoretisch möglich aber wohl kaum wirtschaftlich!

Bei ESU würde sich die Reparatur (Austausch) ggf etwas günstiger gestalten, bei Märklin könnte man den Decoder evtl. reklamieren und auf wohlwollende Kulanz hoffen.
Eine Versuch ist es wohl wert!