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Win-Digipet - deutsche Foren => Win-Digipet allgemein => Thema gestartet von: Docj in 31. Juli 2017, 08:06:04

Titel: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 31. Juli 2017, 08:06:04
Hallo liebe Profis,

ich bin mit der Planung meiner Modellbahnanlage zu einem für mich befriedigenden Ergebnis gekommen  ;)

Da ich nun in die Bauphase eintreten möchte sollte ich wissen wo ich die Rückmelder einplanen muss.

Meine Testanlage habe ich mehr oder weniger Erfolgreich aufgebaut und gefahren, jedoch klappt noch nicht alles hundertprozentig, was wohl an meinem Mangel an WDP-Erfahrung liegt, nur würde es wohl ewig dauern  dort so viel Erfahrungen zu sammeln daß ich ohne Hilfe die Rückmeldung sicher planen könnte.Deshalb hier mein Hilferuf.

Hierbei habe ich folgendes geplant.

Richtungseindeutige Blöcke oder Bahnhofsgleise (dazu gehören auch Abstellgleise haben einen Eingangsrückmelder (Blau), einen Streckenrückmelder (Grün) und einen Endrückmelder (Rot).

Blöcke oder Bahnhofsgleise die in zwei Richtungen gefahren werden können haben jeweils am Anfang und Ende einen Rückmelder (Lila)

Kurze Streckenabschnitte zwischen Weichen haben ebenfalls einen Rückmelder (Gelb) erhalten.

(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSB2.jpg)
(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPAF2.jpg)
(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPTU2.jpg)
(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSE2.jpg)

http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDP.tra (http://doktor-bubu.de/Bilder/Hammhks77WDP.tra)

Habe ich da irgendwelche Denkfehler eingebaut?

Reicht die Bestückung aus um z. B. vor den Tunneleinfahrten ein Hornsignal auslösen zu können?

Reichen die drei Rückmelder im Bahnhof, bei meinen Versuchen mit mehr Rückmeldern in meiner Experimentieranlage hatte ich den Eindruck es klappt wesentlich schlechter?

Sind einzelne Rückmelder zu lang oder zu kurz?

Sollte ich einzelne Strecken nochmals unterteilen?

Machen die zum Teil extrem kurzen Rückmelder zwischen den Weichen überhaupt Sinn?

Ich, weiss viele Fragen, aber ich möchte nicht nach dem Bau feststellen es klappt nicht und ich muss alles neu Bauen.

Vielen vielen Dank im Voraus

Jürgen
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: S.Dankwardt in 31. Juli 2017, 09:27:45
Hallo Jürgen

So weit ich das als Nichteisenbahner beurteilen kann ist das OK.

Aber ein paar Tipps zu dem Eintrag.
Die 4 Bilder sind abgeschnitten, weil sie zu groß sind.
http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSB.jpg
http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPAF.jpg
http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPTU.jpg
http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSE.jpg

Die angegeben Linkadresse  sollte wohl das nächste Bild werden.
Die Angabe muss aber falsch sein.

Zum Aufbau:

Rückmeldung Modellbahn (http://wiki.dc-car.de/index.php?title=R%C3%BCckmeldung_Modellbahn#Zum_Aufbau)
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 31. Juli 2017, 11:22:32
Hallo Siegmund,

danke für deine Antwort.

Problem ist gelöst, Bilder passen jetzt ;).

Das letzte ist die Wintrackdatei für alle die sich genauer interessieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: S.Dankwardt in 31. Juli 2017, 11:33:20
Hallo Jürgen
Die Bilder passen "fast" auf den Bildschirm.

Aber die Datei kann ich ich anpacken.
Bist Du sicher das der Name stimmt?

Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 31. Juli 2017, 12:04:17
So, getz passt et abba. 8)

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: S.Dankwardt in 31. Juli 2017, 13:42:11
Hallo Jürgen

Jetzt passen die Bilder und die Datei ist auch herunterzuladen, auch wenn ich damit nicht anfangen kann, weil ich das Programm nicht habe.

Nur als Hinweis so nebenbei.
MIST72.e.V. (http://www.mist72.de) ist knapp eine Stunde entfernt.
Sie beschäftigen sich auch mit Windigipet und Treffen sich z.B. am 11.8.17.



Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: michael1957 in 31. Juli 2017, 14:33:14
Hallo Jürgen,
ich bin zwar bei Weitem kein Profi sondern nur ein ganz gewöhnlicher WDP-Nutzer und ich will den Profis auch keinesfalls dreinreden. Ich bitte auch die Profis mich zu korrigieren, falls ich hier irgendwo Unsinn schreiben sollte (dann lerne auch ich wieder ein wenig dazu).

Aber aus meiner - inzwischen 8-jährigen - WDP-Erfahrung heraus möchte ich 2 Anmerkungen zu Deinen Gleisbildern im Zusammenhang mit RMK´s anbringen:

1. Da ja die RMK´s das "Auge" des Computers bzw. des Steuerungsprogramms sind, kannst du fast nicht zu viele davon haben. Ich habe im Zweifelsfall einen RMK vorgesehen und dann evtl. 2 nebeneinanderliegende Abschnitte vorerst zusammengeschlossen - durch diese Vorkehrung kann ich später immer noch auftrennen. Der Grundsatz sollte m.E. sein dass du bzw. dein WDP immer weiß, WO WELCHER ZUG gerade unterwegs ist. Ich habe auf der freien Strecke Blocklängen von max. 3 Metern (= längster bei mir möglicher Zug) und ansonsten - so wie auch du - fallweise selbst sehr kurze Abschnitte mit eigener Rückmeldung.

2. Am Ende der längeren Blöcke ist mir aufgefallen, dass du nur die Halteabschnitte (rot bzw. lila) vor dem Blocksignal vorgesehen hast, jedoch keinen Bremsabschnitt. Wenn du nunmehr z.B. im freien Bereich des Blockes mit 120 km/h fahren möchtest so könnte das zum Problem werden, wenn dann das Blocksignal auf "halt" steht. Das könnte sich mit dem Bremsweg nicht ausgehen oder du fährst bereits den geamten freien Abschnitt im Block mit reduzierter Geeschwindigkeit. Ich habe vor dem Blocksignal jeweils einen ca. 50 cm langen Abschnitt zum Bremsen und danach einen Abschnitt zum Halten vor dem Signal (nochmals ca. 40 cm) vorgesehen. Bei kurzen Abschnitten spielt das keine Rolle, da kannst du ruhig langsamer auf das Signal zufahren bzw. in den kurzen Fahrabschnitten bremsen. Aber auf einer Paradestrecke z.B. ist es schon langweilig, wenn dann die Zuge mit 60 km/h dahinzuckeln müssen, um das nächste Blocksignal nicht zu überfahren.

Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß bei der Finalisierung der Planung und in der Folge bei der Umsetzung deiner MOBA! Beste Grüße aus Österreich,

Michael
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Matthias Kälin in 31. Juli 2017, 17:52:19
Lieber Jürgen
Was Michael schreibt ist aus meiner Erfahrung richtig.
Falls Du dann Deine Signale mit einem iZNF versiehst, ist der Anfang der Bremsstrecke (meine sind bis zu 1m lang) der Startpunkt, wo die Loks von Ihrer Streckengeschwindigkeit (ZB 120 KmH) kontinuierlich abbremsen, bis sie vor dem Signal anhalten.
Also ich fasse zusammen: Ein Block sollte aus dem Streckenabschnitt, der Bremsstrecke und der Haltestrecke bestehen.
Lieber Gruss
Matthias
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Reinhold Hiersch in 31. Juli 2017, 21:35:57
Hallo Jürgen,
bei der Auf- und Abfahrt zur Drehscheibe solltest Du die Stoppstellen mind. 2 Standart Gleise machen also größer 200 mm damit die Loks zum halten kommen. Ansonst sieht es gut aus.
Und wie schon geschrieben Bremsstrecken vor den Haltepunkten. Dies können auch die grünen Bereiche sein.
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 01. August 2017, 08:02:24
Hallo Reynold,
hallo Matthias,

ich habe es jetzt mal etwas geändert und Bremsstrecken eingeführt (Weiss).

Brauche ich auf der langen Strecke eigentlich dann den Eingangsmelder (Blau) überhaupt? Ich denke nicht.

Ebenso in den Abstellgleisen des SBH, da macht es doch eher Sinn Strecke Brems Halt, oder?

Bei den Bahnhofsgleisen, die nur in eine Richtung befahren werden denke ich es geht ebenso Strecke Brems Halt. Oder ist es dort wegen der niedrigen Geschwindigkeit nicht so wichtig?

Auch frage ich mich ob ich wenn ich zwei verschiedene Haltepunkte haben möchte (Güter- und Personenverkehr) ob ich da nicht noch einen Rückmelder Brauche oder es ausreicht dies über unterschiedliche Haltepunkte im iZNF zu realisieren?

Vor der Drehscheibe habe ich die Rückmelder angepasst.

Nochmals Ereignissteuerung (z.b. Pfiff vor Tunnel), ein Schaltgleis kommt nicht in Frage (die taugen nichts ;-)) wie sehen eure Erfahrungen aus, lieber kurze Rückmeldestrecke oder Reedkontakt oder ähnliches?

(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSE3.jpg)
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Reinhold Hiersch in 01. August 2017, 08:21:11
Hallo Jürgen,
vor der Weiche nach der Drehscheibe ist der Stopbereich auch sehr kurz. Da sind nur 3 kleine Gleise!!
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Willi Emmers in 01. August 2017, 08:32:37
Hallo Jürgen,

ich empfehle Dir, schau Dir einmal den Video-Workshop für Einsteiger Teil 2 an.

Dort ist einiges, auch zur Sprachregelung Start-, Strecken-, Brems- und Zielkontakt, sowie die Anzahl der einzusetzenden RMK´s bei einer Fahrstraße angegeben. Die Länge eines RMK sollte immer so bemessen sein, dass wenn ein langer Personenwagen drüber fährt, nach Möglichkeit immer ein Kontakt gewährleistet ist.

Im iZNF wirst Du keine unterschiedlichen Haltepunkte für Güter- und Personenzüge einstellen können, dafür sind die Fahrstraßen zuständig. Je eine Fahrstraße für die beiden Zuggattungen erstellen und darin die Haltepunkte unterschiedlich (Halt am Signal, Halt am Bahnsteig) setzen. Nach Möglichkeit sollten die Güterzüge aber durch den Bahnhof durchrauschen können.

Vielleicht helfen Dir die Videos besser "auf´s Fahrrad". ;)
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Matthias Kälin in 06. August 2017, 17:10:37
Hallo Jürgen
Mir ist noch ein weiterer Punkt aufgefallen, der mich zT auf meiner eigenen Anlage stört:

Die Bremsstrecke (Bremskontakt) sowie die Haltestrecke (Zielkontakt) sollten zusammen 10-15 cm länger sein, als dein längster Zug, bei mir zB 200 cm. Das sieht dann auf deinem Gleisbild am Bildschirm deutlich besser aus, wenn ein vor einem roten Signal stehender Zug nur die Brems- und Haltestrecke rot ausleuchtet und nicht den  gesamten Streckenblock.

Ich bin mir bewusst, dass dies nur etwas fürs Auge ist.
Freundlicher Gruss
Matthias
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 14. August 2017, 11:28:30
Hallo alle,

die Videos habe ich mir angesehen, jedoch ist bei mir eher das Klein-Klein angesagt, ich habe weniger Blockstrecken und mehr Bahnhof-, Abstellgleis, und Behandlungsgleise. Und da ich da nicht eure Erfahrung habe frage ich halt nach.

Ich werde noch genug eigene Fehler machen, deshalb versuche ich immer ganz gerne von anderen zu lernen um die Anzahl der Fehle, und damit der unnötigen Mehrarbeit und Beschädigung von Material zu verringern.

Ich hab mal einige Änderungen in den Kontakten gemacht. Einige längere Gleise wurden aufgeteilt.

Bedingt durch die Kleinheit der Anlage sind lange Rückmeldekontakte leider nicht möglich.Zuglängen von 2 m liegen absolut im Bereich des Illusorischen  ;)

Im BW habe ich sie etwas verlängert und ich hoffe das bei der dort üblichen Höchstgeschwindigkeit von 5-10 km/h auch die kurzen Zielkontakte  nicht überfahren werden.

Damit ich langsam auch mal ins Bauen komme, würde ich euch bitten nochmals den Plan durchzusehen, ob ich gravierende Fehler darin habe.

(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSB.jpg)
(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPaf.jpg)
(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPtu.jpg)
(http://doktor-bubu.de/Bilder/HammWDPSe.jpg)

Nochmals die Frage nach der Ereignissteuerung (z.b. kurzer Pfiff vor Tunnel, Schranken schliessen am Bahnübergang), schaffe ich das mit WDP und eingemessenen Zügen ohne extra Kontakte oder sollte ich dort kurze Kontaktstrecken für einplanen?

Ich möchte mich schon mal herzlich bei euch für eure Hilfe bedanken.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Helmut Kreis in 14. August 2017, 11:53:26
Hallo Matthias,

ZitatDie Bremsstrecke (Bremskontakt) sowie die Haltestrecke (Zielkontakt) sollten zusammen 10-15 cm länger sein, als dein längster Zug, bei mir zB 200 cm.
dem kann ich mich überhaupt nicht anschließen!
Brems- und Zielkontakt sollen dazu dasein, den Zug vor dem Signal oder Haltepunkt abzubremsen.
So lange Gleisabschnitte sind auch nicht ideal für ein iZNF, wenn es keine weiteren Kontrollen zur Korrektur hat.
Wenn Du den ganzen Zug rückgemeldet haben willst, dann musst du einfach auch die Wagen rückmeldefähig machen.
Das sollte aber ja für Märklinfahrer überhaupt kein Problem sein!
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: walter-rosenkranz in 14. August 2017, 15:31:10
Hallo Helmut,

wenn man das C-Gleis Rückmeldefähig gemacht hat sind alle Märklin Wagen schon rückmeldefähig. Gleichstromwagen brauchen nur einen anderen Radsatz.

Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Helmut Kreis in 14. August 2017, 16:40:25
Hallo Walter,

das hab ich ja damit gemeint,  dass die Rückmeldung des gesamten Zuges ja für Märklinfahrer kein Problem ist.
So wie Matthias schreibt, erweckt sich mir der Eindruck, dass er lediglich immer die Brems- und Stoppkontakte Rückmeldefähig hat.
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 15. August 2017, 22:16:36
Hallo erfahrene Märklinfahrer,

eine weitere wichtige Frage beschäftigt mich bezüglich der Elektrik noch.

Die Anzahl der Stromkreise und Poster die ich brauche.

Ich hätte den Schattenbahnhof bis zur Einmündung der Auffahrten in den oberen Fahrkreis mit einem EsosBooster (4A) versorgt.

Den oberen Kreis, den sichtbaren Bereich und das Bw würde ich mit der Ecos 2 (4A) versorgen.

Schaltstrom für die Weichen, und alles Andere würde ich über ein oder mehrere externes Netzteil/e versorgen.

Klingt das realistisch oder sollte ich noch mehrere Strom Bereich/Booster einplanen?

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Edwin Schefold in 15. August 2017, 22:42:52
Hallo Jürgen

Die Anzahl der Boosterkreise hängt davon ab, wieviele Loks und beleuchtete Wagen sich darin bewegen.

Schließlich sind 4A schnell erreicht, wenn sich darin sehr viele Stromverbraucher befinden.
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Willi Emmers in 15. August 2017, 23:11:23
Hallo Jürgen,

sorry, aber so nach und nach vermisse ich in Deinen Fragen den Bezug zu WinDigipet. Dieses Forum ist doch originär dazu da, Fragen der Anwender zum Programm WinDigipet zu beantworten und nicht einen Anwender beim Bau seiner Modellbahn zu supporten. Woher sollen wir wissen, wieviele Lokomotiven gleichzeitig auf Deiner Bahn herumkurven?

Es gibt doch mit Sicherheit noch andere Foren, die diese Fragen zur Modellbahn allgemein und da beziehe ich mich auf Deinen letzten Thread (wieviele Booster und wo verbauen, Stromverbrauch einer Lok u.s.w.), mindestens genauso gut beantworten können.

Du hast ja auch noch die Möglichkeit, ein Gleisbild zu erstellen, mit allem drum und dran (Weichen, Signale u.s.w.). Dann erstellst Du die Lokdatenbank mit Deinen Lokomotiven, anschließend die Fahrstraßen, die Zugfahrten und die Zugfahrten-Automatik. Wenn Du das alles fertig hast, siehst Du im Testlauf, wieviele Lokomotiven im Maximalfall gleichzeitig unterwegs sind. Wenn Du dann noch die Stromaufnahme Deiner "schlechtesten" Lok weisst, kannst Du Dir ausrechnen, wieviele Booster Du benötigst oder ob die Zentrale schon allein genügt.
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Docj in 16. August 2017, 00:25:16
Hallo Willi,

Ohne WDP würde sich die Frage doch kaum stellen.

In meiner Analogzeit hatten zwei Trafos weit weniger Ampere als meine Ecos alleine.

Es war einfach, man könnte einen Zug steuern und der andere fuhr seine Kreise und langsamfahrstrecken wurden über Schiebewiderstände geregelt.

Die Ecos kann einen eingeschränkten Automatikbetrieb, ich schätze zwei Loks lassen dich alleine einigermaßen kontrollieren, ein bis zwei im Automatikbetrieb. Die 4 Ampere sollten das schaffen.

Dann kommt WDP die Möglichkeiten werden erweitert, die Anzahl der Loks steigt und damit der Strombefarf.

Und hier kommt eure Erfahrung ins Spiel, nur mit Erfahrung könnt ihr absehen, was an Betrieb mit WDP auf der gegebenen Anlage möglich ist.
Die Stromversorgung beeinflusst unter Umständen das Fahrverhalten derart, dass WDP ins schleudern kommen könnte. Also könntet ihr mit eurer Erfahrung sagen, mit dieser Konfiguration oder jener ist eine Stromversorgung sicher genug um sicher mit WDP zu fahren.

Ich bin halt jemand der mehr auf Erfahrungen baut als auf theoretischen Berechnungen.

Also Diez Frage nach den Boostern gehört glaube ich schon hierher.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Willi Emmers in 16. August 2017, 00:40:31
Hallo Jürgen,

lies meinen erweiterten vorherigen Tread.
Deine Begründung, ohne WDP würden sich die Probleme nicht stellen, kann ich nicht nachvollziehen.

Also aus Erfahrung kann ich sagen, dass Du mit 5 Boostern auf der gaaaaanz sicheren Seite bist.  ;)
Nebenbei, bist Du wirklich der Meinung, dass bei 4 Lokomotiven jeweils ca. 1 Ampere Strom fließen? Dann wärst Du mit Deinen Decodern aber ganz hart an der Grenze zum Abrauchen.

Also ohne Rechnen wirds auch bei der Modellbahn schwierig, ich denke da z.B. in den einfachen Fällen an Widerstandsberechnung von LED´s für die Zug- und/oder Waggonbeleuchtung, wieviele LED´s kann man an einen Trafo oder Schaltnetzteil hängen, ohne dass es gleich nach Ampere riecht u.s.w..

Nebenbei wissen wir auch nicht, mit welchen Motoren und Decodern Du fährst. Ein gut eingebauter Hochleistungsantrieb der tadellos läuft, wird mit Sicherheit weniger Strom benötigen, als ein alter 3-Stern-Antrieb, bei dem das Getriebe vielleicht nicht mehr das Beste ist.

Ich denke, Deine Fragen zu Boostern gehören mehr in einen Modellbahnladen als in dieses Forum, da sie mit WDP herzlich wenig zu tun haben.
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Friedel Weber in 16. August 2017, 08:35:26
Hallo Jürgen

Ich habe das mal echt gemessen und war überrascht, wie wenig Strom unsere Modellbahnen brauchen. Man kann eben nicht den Maximalstrom einer Lok mit der Anzahl der Lokomotiven multiplizieren, weil niemals alle gleichzeitig laufen und auch nur am Berg und beim Anfahren so viel Strom ziehen.

Ich habe 66 Loks auf den Schienen und habe mit zwei Boostern zu je 5A "satt" Leistung zur Verfügung. Die beiden Stromwächter, die je einen Booster überwachen, zeigen nie auch nur halbe Leistung an.

Das Ganze steht hier etwas genauer:
http://www.moba-tipps.de/elektrik.html#Boosterplanung
Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: michael1957 in 16. August 2017, 08:45:17
Hallo Jürgen und Servus aus Österreich!
Ich bin ja nur ein "normaler" Anwender und kein Vollprofi in WDP, aber vielleicht helfen dir ein paar Daten aus der Praxis meiner Anlage. Ich habe eine "gemischte" H0- und H0e-Anlage (Hauptstrecke H0 mit abzweigender H0e-Nebenstrecke, die allerdings den "betrieblichen" Schwerpunkt bei mir bildet. Grundsätzlich verwende ich eine (Lenz-)-Zentrale, die die Gesamtsteuerung innehat und für´s Schalten verantwortlich ist sowie die Booster digital versorgt.

Auf der H0-Strecke habe ich zum Fahren insgesamt 4 Booster, auf der Anlage stehen zeitgleich etwa 18-20 Züge von denen ca. 8-10 auch wirklich zeitgleich (ZFA) fahren. Die H0e-Nebenstrecke wird zusätzlich noch von 2 Boostern versorgt, die an derselben Zentrale hängen. Darauf befinden sich zumeist ca. 14-16 Züge zeitgleich von denen 6-8 gleichzeitig unterwegs sind und die anderen in den BHF´en parken bzw. warten.

Jeder Booster hat einen eigenen 70-VA-Trafo. Bis jetzt hatte ich noch niemals ein Problem mit dieser Ausstattung - im Gegenteil: bei jeder Messung zeigt sich, dass ich wirklich Leistung im Überfluss zur Verfügung habe.

Der gesamte "nicht-digitale" Stromverbrauch (MOBA-Licht, irgendwelche Motoren von Modellen usw.) wird von 2 weiteren Trafos abgedeckt (jedoch auf 4 Stromkreise verteilt sodass ein evtl. Einbau von 2 weiteren Trafos problemlos möglich wäre).

Viel Erfolg bei der weiteren Planung und beste Grüße aus Österreich!
Michael

Titel: Re: Ich bitte um Planungshilfe
Beitrag von: Matthias Kälin in 16. August 2017, 11:01:13
Guten Tag Helmut
Wir sind bei der Planungshilfe ja bereits bei der Stromversorgung/Boostern angelangt, ich möchte aber nicht unterlassen, auf deine Bemerkung vom 14.8.2017 zu antworten.

Du musst Dich meiner praktischen Erfahrung gar nicht anschliessen.
Tatsache ist, dass
a) ich auf 3L Märklin K-Gleis fahre und alle Achsen die beiden Gleisstränge kurzschliessen (WS-Achsen)
b) jeder cm meiner K-Gleise rückmeldefähig ist.
    Ein Bhfs-Gleis hat bei mir 2 RMKs, d.h. 1 RMK für die Haltestrecke und 1 RMK für die Bremsstrecke. Es
    könnte auch ein 3. RMK eingesetzt werden, wenn eine Sicherheitsstrecke nach der Weiche ein Stopp bei
    Falschfahrten auslösen soll, Friedel Weber)
c) in Realität (zumindest in der Schweiz) ein in einen Block einfahrender Zug beim Vorsignal 'Gelb'
    abzubremsen beginnt und ich diese Realität mit meinen, für dich anscheinend zu langen Brems- und
    Haltestrecken, nur nachvollzogen habe. D.h. ich habe 36 cm lange Haltestrecken und 180 cm lange
    Bremsstrecken. Und ich sage Dir, das funktioniert tadellos mit dem iZNF und da braucht's nichts von
    Kontrollen o.ä von dem Du schreibst.
d) meine mit bis zu 100 kmh in eine Bremsstrecke einfahrenden Züge einwandfrei kontinuierlich bis auf 0
    abbremsen, um dann vor dem roten Signal stehen zu bleiben.
   
Und jetzt zurück zu meiner Antwort an Jürgen: Bezüglich der Länge der jeweiligen RMK-Abschnitte empfehle ich lediglich, dass die Halte- und die Bremsstrecke zusammen, ca. 10-15cm länger als der längste Zug sein sollte, damit bei Halt am roten Signal nicht die ganze Blockstrecke rot ausgeleuchtet wird. Aber wie gesagt, das ist nur etwas fürs Auge auf dem Bildschirm.

Freundlicher Gruss
Matthias