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Win-Digipet - deutsche Foren => Stammtisch => Thema gestartet von: Docj in 18. Juli 2019, 17:44:37

Titel: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 18. Juli 2019, 17:44:37
Hallo,

ich bin zwar noch immer nicht fertig mit der Verdrahtung der Anlage, jedoch ist mit jetzt ein Fehler aufgefallen.

Ich habe die Dioden für den Diodentrick rückmeldernah eingebaut. Ich glaube das führt zu ein paar Problemen. Wenn ich in einen leiterisolierten Bereich die Lok aufgleise, fährt sie nicht los, erst wenn ich direkt am Gleis eine zweit Diode anlege.

Das gleich gilt im Weichenbereich, wo es für die zweiachsigen Loks eh schwer ist. Hier bleibt mein VT 95 stehen und erst eine Diode im Weichenbereich bringt diesen wieder zum fahren.

Ich glaube das liegt an den langen Kabeln bis zur Diode und an möglichen Reflexionen im Kabel. Oder gibt es eine andere Erklärung? Ich glaube mal gesehen zu haben, dass es sogar Rückmelder mit eingebauten Dioden gibt, so dass das doch eigentlich klappen müßte.

Also hab ich jetzt zwei Möglichkeiten:

1. Neu verkabeln.

Da stellt sich die Frage, alles oder nur die Weichen, denn auf den Strecken habe ich keine Probleme mit stehen bleiben. Dann könnte ich die Dioden für die Strecke vollständig entfernen und bekomme so mehr Verkabelungsübersicht. Ein ganz schöner Aufwand :-(

2. Die Weichen aus der Rückmeldung rausnehmen und die Rückmeldekabel an das Massekabel anschließen. Die Leitungen wären dafür ausgelegt. Dann sind nur Strecken rückgemeldet und keine Weichen.

Was meint Ihr zu dem Problem?

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Volker Wößmann in 18. Juli 2019, 19:50:30
Hall Jürgen,

ich habe generell bei mir die Weichen nicht in der Rückmeldung!

Grüße vom Gleis,

Volker
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Thomas Hirsch in 18. Juli 2019, 23:07:24
Hallo Jürgen,

auch ich habe die Weichen generell nicht in der Rückmeldung, und habe damit seit Jahren keinerlei Probleme!

wenn du den Diodentrick über sehr lange Kabel nutzt, sollte der Querschnitt nicht zu dünn sein!
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 19. Juli 2019, 08:59:22
Hallo Thomas,

länge max. 3 Meter Querschnitt 0,75 mm2, ich denke das dürfte reichen.

Verstehen tue ich es jedoch noch nicht so ganz. Ich hab einen Bereich isoliert, und dann nur über die Rückmeldung gespeist, und wenn ich die Diode im Gleis anlege fährt die Lok sogar manchmal in Gegenrichtung :(
mit freundlichem Gruß
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Thomas Hirsch in 19. Juli 2019, 11:27:37
Hallo Jürgen,

das ist mehr als ausreichend!

Welche Dioden hast du denn verwandt ?

Ich habe bei mir den Typ 1N5400 meist direkt am S88 Rückmeldedecoder eingelötet und so nur das Rückmeldekabel 0,14mm² vom Meldeabschnitt zum Decoder, und habe keine Probleme !
Aber ich habe die Weichen ja auch nicht mit einbezogen!

Auch verstehe ich nicht ganz, wie du durch Weglassen der Dioden mehr Überblick über deine Verkabelung bekommst?

Ich würde in den kritischen Weichenbereichen eher zusätzliche Masseeinspeisungen statt der Rückmeldebereiche einsetzten!

Eine ausschließliche Versorgung eines Abschnitts über Diode würde ich nicht empfehlen, da dies eventuell das Digitalsignal negativ beeinflussen kann (Einweggleichrichtung des Digitalstromes) !

Die Dioden sollen ja nur eine Anfahrhilfe im Falle einer kurzeitigen Unterbrechung des Massekontaktes sein!



Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ulrich Kügler in 20. Juli 2019, 13:19:52
Hallo Jürgen.

Ich habe auf der Anlage, von meinem Freund, auch den Diodentrick angewendet.
Als Rückmeldeleitung zu den S88-Modulen habe ich, wie Thomas auch, 0,14mm² blaues Rückmeldekabel verwendet. Die Leitungslänge der einzelnen Rückmeldekabel betragen von 2,5m bis zu 12,0m. Als Dioden habe ich BY251 genommen, die ich direkt an die Rückmeldemodule angeschlossen habe.
Siehe hier (ganz unten):   http://kgl2000.bplaced.net/Tischbahn/_Reinhard/index_1104.htm

Zu diesen Rückmeldeleitungen liegen auch noch verschiedene Versorgungsleitungen für Schienen und Booster. Ebenso liegt auch die Versorgungsleitung für die einzelnen Steckdosenleisten (230V unter den Platten) mit im Kabelbaum!
Auch die USB-Leitung (länge 15m) für die Dinasysteuerung der Drehscheibe, ist mit in diesem Kabelbaum.

Bis heute hat es keine Probleme bzw. Fehlmeldungen oder Störungen gegeben!

Momentan wird das Stahlwerk angeschlossen.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 20. Juli 2019, 17:59:14
Hallo

und Danke für die Antworten.

ich habe folgende Dioden verwandt:

PanJit Schottky-Diode - Gleichrichter SB340 DO-201AD 40V

https://www.voelkner.de/products/814825/PanJit-Schottky-Diode-Gleichrichter-SB340-DO-201AD-40V-Einzeln.html

Passt das?

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen

Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Thomas Hirsch in 20. Juli 2019, 19:40:35
Hallo Jürgen,

die dürften an sich ausreichend dimensioniert sein!

aber wie gesagt, ausschließliche Masse Versorgung über die Dioden ist nicht zu empfehlen, und wird die Ursache für die seltsamen Fahrzeugreaktionen sein!
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 20. Juli 2019, 19:50:23
Hallo Thomas,

danke für die Antworten.

Keine Angst die Masse wird natürlich direkt über die eine Schiene geleitet ohne Diode. Die Diode ist nur auf der Rückmeldeseite.
Jedoch habe ich diese abgelebt um zu simulieren, daß die Achse dort keinen Kontakt hat. Ich wollte testen ob die Lok dann doch noch anfährt. Das tut sie leider nicht  :(

Ich glaube aber verstanden zu haben, daß sie das müsste, und somit habe ich etwas falsch gemacht und darüber grübel ich noch nach.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 20. Juli 2019, 21:47:07
Hallo,

da ich den Problemen bei der Elektrik nun richtig auf den Grund gehen will, habe ich angefangen zu experimentieren.

Auf der Anlage ist das etwas schwierig, da dort zu viele Einflussfaktoren dazu kommen können. Also ECOS komplett aus der Anlage raus.

Also aus C-Gleis eine Gerade, beide Schienen isoliert, mit Multimeter überprüft.

Anschluss Mittelleiter und eine Schiene an die ECOS 2, mit Multimeter und fahrender Lok überprüft.

Zweite Schiene als einzige Rückmeldung an Ecos Detektor Standard angeschlossen und Rückmeldung überprüft.

Der Diodentrick soll ja bei mangelndem Kontakt auf der Ableitschiene es ermöglichen über die Rückmeldeschiene trotzdem anzufahren.
Also Diode :

PanJit Schottky-Diode - Gleichrichter SB340 DO-201AD 40V

https://www.voelkner.de/products/814825/PanJit-Schottky-Diode-Gleichrichter-SB340-DO-201AD-40V-Einzeln.html (https://www.voelkner.de/products/814825/PanJit-Schottky-Diode-Gleichrichter-SB340-DO-201AD-40V-Einzeln.html)

Entsprechend angeklemmt. Rückmeldung funktioniert einwandfrei.

Also mit Isolierband die Ableitschiene abgeklebt um schlechten Kontakt zu simulieren. Lok in diesem Bereich aufgegleist. Nichts passiert, da kann ich machen was ich will.

Mögliche Ursachen, so weit ich es Beurteilen kann:

1. Die Diode ist nicht geeignet, welche Spezifikation müsste also eine Diode haben damit es klappt?
2. Der Ecos Detektor Standard arbeitet vollständig anders als eine S88 Rückmeldung und es klappt mit dem Ecos Detektor Standar einfach nicht.
3. Der Diodentrick ist ein Mythos, weil nie so richtig im detaillierten Versuch getestet.

Was meint Ihr?

mit freundlichem Gruß
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Torsten Junge in 21. Juli 2019, 02:35:02
Hallo Jürgen,
Zitat von: Docj in 20. Juli 2019, 21:47:07
3. Der Diodentrick ist ein Mythos, weil nie so richtig im detaillierten Versuch getestet.
ich glaube nicht das es ein Mythos ist bei mir funktioniert es ja. Sonst schau doch hier (http://www.moba-tipps.de/diodentrick.pdf), falls nicht bekannt.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Helmut Kreis in 21. Juli 2019, 07:31:52
Hallo Jürgen,

ZitatAlso mit Isolierband die Ableitschiene abgeklebt um schlechten Kontakt zu simulieren. Lok in diesem Bereich aufgegleist. Nichts passiert, da kann ich machen was ich will.

Das Isolierband simuliert aber keinen schlechten kontakt, sonder überhaupt keinen Kontakt! Da kannste auch die Lok statt dessen abkippen, so dass sie nur auf einer Schiene steht. Da wird auf keinem Gleis und mit oder ohne Trick eine Lok fahren!
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Manfred B. in 21. Juli 2019, 08:36:17
Hallo Helmut,

Zitat von Friedel: Die Lösung mit dem ,,Diodentrick" ist so simpel, dass man kaum glauben kann, dass er funktioniert. Deshalb wurde einen "Stresstest" gestartet:
Ein Gleisstück am Stoppkontakt wurde auf der "normalen" Seite komplett abgeklebt, so dass
die Lok nur auf dem isolierten Kontaktstück Masseverbindung hatte - rotes Klebeband auf dem
Bild der nächsten Seite!
Oben geht der weiße Draht vom Gleis an den Rückmelder Nr. 028.
Ohne eine Diode wäre die Lok natürlich sofort zum Stehen gekommen. Mit der Diode, die also
mit einer Halbwelle das an sich isolierte Gleisstück versorgt, fährt die Lok unbehindert weiter.

Ja - sie startet sogar!
Das bedeutet, dass selbst Steuerbefehle "durchkommen", wenn auch eine Halbwelle verschluckt wird.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 21. Juli 2019, 08:41:04
Hallo Jürgen

Da darf ich schon etwas schmunzeln:
Ein Mythos ist das ganz sicher nicht, was ich da 2006 veröffentlicht habe.

Sehe ich es richtig:
Bei normalen Schienen funktioniert es oft aber nicht immer, und Du kannst sogar die Masseschiene mit Isolierband bekleben, und dennoch fährt die Lok los!? Aber auch nicht immer!?
Also: Bei mir funktioniert Beides. Ich habe sogar bei manchen Weichen das A-Stück entfernt, weil es dort mit einigen Loks Kurzschlüsse gab. Ohne Diodentrick bleibt da natürlich jede Lok stehen. Mit dem Trick fährt sie mühelos und ohne sichtbares Verlangsamung über die Stelle.

Was ist also bei Dir los?:
1. Ein Kabelquerschnitt von mehr als 0,5 mm2 und 3 m Länge kann nicht die Ursache sein. Dann schon eher die Diode selbst. Ich verwende einfachste Schaltdioden mit 5 A Imax. Davon habe ich 600 Stück verbaut, und noch nie hat eine versagt. Du hast die Diode auch nicht verkehrt herum eingelötet???
2. Liegt es vielleicht an der Weiche?:
Hast Du mal gemessen, ob die Rückmeldeschiene (bei abgeklebter Masseschiene) zur Masse einen Widerstand von < 1 Ohm in der einen Richtung und nahezu unendlich in der Dioden-Sperrrichtung hat? So müsste es sein.
3. Ich kann in der Konfiguration mit abgeklebter Masseschiene mit EINER Lok auch anfahren, mit der ich das seinerzeit getestet habe. Ich habe aber nicht viele verschiedene Loks ausprobiert. Kann es sein, dass einzelne Loks solch einen hohen Anlaufstrom ziehen, dass sie zwar problemlos über die Abklebestelle hinweg kämen, aber dort nicht anfahren??? Überfahren sie also die abgeklebte Stelle und fahren bloß dort nicht an?

Du experimentierst doch gern.
Probier das bitte mal aus und berichte darüber. Dann kann ich meinen Artikel auch noch ergänzen.
http://www.moba-tipps.de/steuerung.html#Diode
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 21. Juli 2019, 09:59:06
Hallo Jürgen

Noch ein einfaches Experiment:
Schließ ein 24V-Lämpchen an Digitalspannung und die (im Übrigen abgeklebte) Masseschiene - es sollte hell leuchten.

Jetzt an Digital und die Rückmeldeschiene der Weiche - es sollte immer noch hell aber sichtbar dunkler leuchten. Schließlich kriegt das Lämpchen jetzt nur noch eine Halbwelle ab.

Jetzt komm mit Deiner Lok angefahren - das Lämpchen sollte noch einmal minimal dunkler werden - aber eben nur "minimal". Wenn es gar nicht mehr leuchtet, hast Du irgendwo einen Widerstand, der da nicht hingehört. Den kannst Du messen, und dann hast Du die Ursache Deines Problems gefunden.

Ich bin gespannt auf das Ergebnis.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 21. Juli 2019, 10:55:37
Hello again

Das lässt mir doch jetzt keine Ruhe. Ich habe nur die Erklärung, dass Du einen Teil Deiner Dioden falsch angeschlossen hast. So ist es richtig:

Das Rückmeldekabel kommt ganz normal an den Decoder.
Entweder nahe am Gleis oder erst nahe am Decoder kommt eine Diode und verbindet dieses RM-Kabel mit Masse, wobei der Ring der Diode zum RM-Kabel zeigt.
Das RM-Kabel also NICHT durchschneiden!

Hast Du die Diode wohl in Reihe mit dem RM-Kabel - und damit falsch! - eingebaut? - das würde alles erklären und den "Mythos" beseitigen.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ulrich Kügler in 21. Juli 2019, 13:26:55
Hallo Jürgen,
hier eine Anschlußdarstellung vom Diodentrick.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 21. Juli 2019, 13:49:30
Hallo "Tanzbär"

Das ist eine schön, übersichtliche Darstellung.
Ich habe einfach mal unterstellt, dass ich sie in meine PDF-Darstellung übernehmen darf und habe genau das gemacht.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 21. Juli 2019, 20:28:14
Hallo Friedel,

das der Diodentrick nicht funktioniert ziehe ich hiermit zurück.

Nur eben nicht ganz.

Versuchsaufbau:

drei C-Gleis Schienen, Seitengetrennt, ein EcosDetector Standard und eine Ecos.

Wenn ich im Mittleren Gleis den Rückleiter mit Klebeband abisoliere bleiben alle Loks ohne Diodentrick stehen. Wenn ich den Diodenrtrick anwende, fahren sie gleichmäßig weiter.

Sie nehmen aber keinerlei Befehle an, bis sie am anderen Ende wieder Kontakt haben. Fahren also nach dem Aufgleisen im isolierten Bereich auch nicht los.

Bei S88 Rückmeldern mit Optokopplern wird auch eine Diode in der Zuleitung zum Rückmelder empfohlen, habe ich ausprobiert verändert nichts zum "reinen Diodentrick".

Also Losfahren und Befehle annehmen klappt "noch" nicht. Ich werde mich mal nach anderen Dioden umsehen, habe aber bisher noch keine Ahnung nach welchen Kriterien ich da schauen soll.

Ich werde am Ball bleiben, zwangsweise  ???

mit freundlichem Gruß
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ralf Schröder in 22. Juli 2019, 00:06:31
Zitat von: Docj in 20. Juli 2019, 21:47:07
Der Diodentrick soll ja bei mangelndem Kontakt auf der Ableitschiene es ermöglichen über die Rückmeldeschiene trotzdem anzufahren.
Also Diode :

PanJit Schottky-Diode - Gleichrichter SB340 DO-201AD 40V

https://www.voelkner.de/products/814825/PanJit-Schottky-Diode-Gleichrichter-SB340-DO-201AD-40V-Einzeln.html (https://www.voelkner.de/products/814825/PanJit-Schottky-Diode-Gleichrichter-SB340-DO-201AD-40V-Einzeln.html)

Entsprechend angeklemmt. Rückmeldung funktioniert einwandfrei.

Also mit Isolierband die Ableitschiene abgeklebt um schlechten Kontakt zu simulieren. Lok in diesem Bereich aufgegleist. Nichts passiert, da kann ich machen was ich will.

Was meint Ihr?

mit freundlichem Gruß
Jürgen

Hallo Jürgen , wie soll den Masse über die Isolierung an die Achsen kommen ?
Der Versuchsaufbau muß folgendermaßen sein :
Eine Diode mit Masseverbindung ( Kabel ) , wichtig ; richtig anschließen .
Jetzt die masseführende Schiene mit Isolierband abkleben , nicht die Seite mit den Trennstellen .
Jetzt die Lok auf die Isolierte Schiene , Lok muß im getrennten Bereich stehen und darf keine MASSE von der anderen Seite bekommen . Lok darf nicht fahren .
Diode mit Sperrrichtung an das Meldegleis halten , Lok sollte fahren .   
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 22. Juli 2019, 07:11:58
Hallo Ralf,

genau das mache ich.

Für meine Versuche ist die Schaltung noch viel einfacher, es reicht eine Diode auf das Gleis zu legen,  Anode auf die Masse und Kathode auf die Rückmeldung. Schon ist der klassische Diodentrick geschaltet.

Ich habe mir jetzt mal eine ganze Reihe von Dioden bei Reichelt bestellt. alles was ich so in Beschreibungen des Diodentricks als konkrete Angaben gefunden habe.

1n4001, 1n5400, BY 550-50, BY 251, 1N1448 eben keine Schottky mehr.

Ich bin mal gespannt, ob eine oder mehrere der Dioden einen gewünschten Anfahrefekt hat. Alle bisher verbauten 100 Dioden auszutauschen macht nur Sinn, wenn es etwas besseres gibt. Durchfahren klappt ja auch mit den Schottkys.

Und wenn, bin ich mal gespannt ob es beim Verbauen im Weichenbereich auch besser wird oder ich die Weichen aus der Rückmeldung nehmen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ulrich Kügler in 22. Juli 2019, 10:01:04
Hallo Jürgen,

ich habe mal zum Test ca. 5m Schiene die Masseseite abgeklebt. Also die Spannungsversorgung kann nur noch über den Diodentrick zurücklaufen. Alle Loks, sogar der BigBoy, fahren an und lassen sich sehr gut steuern.

Mein Test: Messstrecke, Masseseite abgeklebt!
Einmessen gestartet.
Messergebnis: minimale bis leichte Abweichung.

Also kann ich davon ausgehen, das es wahrscheinlich an Deinen Dioden liegt. Oder an der Masseleitung von den Dioden.


Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ulrich Kügler in 22. Juli 2019, 10:03:33
Hallo Friedel.

Da das Problem öfters angesprochen wurde, habe ich schnell mal diese verständliche Darstellung eingestellt.

Wer will kann es beliebig benutzen und weiterleiten.

Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Peter Schmitt in 22. Juli 2019, 10:04:28
Hallo Jürgen,

Du schreibst bei Deinen Nachfragen u.a. von Esu Dedector Standard und Optokopplern,
ich nehme mal an, dass Du weißt, dass die Anschlüsse verschieden sind!?

Siehe z.B. hier https://modellbahn.mahrer.net/technisches/diodentrick/

Grüße Peter
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Hellmut Staudt in 22. Juli 2019, 10:58:00
Hallo Jürgen,
folgendes ist zu Rückmeldemodulen zu sagen:
Dass keine Steuerbefehle mit dem Diodentrick ausgeführt werden liegt nicht an den verwendeten Dioden sondern an der Tatsache, dass Module mit unterschiedlich hohen Spannungen betrieben werden.
Standard Module werden mit 5 Volt Versorgungsspannung betrieben. Um die Störsicherheit des S88-Buss zu erhöhen bieten verschiedene Hersteller Booster oder Module an die  z.B. mit 12 Volt betrieben werden. Im Prinzip liegt diese Spannung auch an der Rückmeldestrecke an, dazu noch die überlagerte Fahr-Spannung die über die Diode kommt.
Ein Lokdecoder muss in der Fahrspannung "1" und "0" lesen können. Die überlagerte RM-Spannung zieht aber den "0 Punkt" um z.B. 5 Volt nach oben. Dies reicht meistens immer noch um Fahrbefehle  zu erkennen. Wenn allerdings die RM-Spannung auf 12 Volt angehoben wird, kann der Lokdecoder keine "0" mehr erkennen. Die Lok wird, bei entsprechender CV-Einstellung,  mit dem zuletzt empfangenen Wert weiter fahren. Ein Anfahren wird in solch einem RM-Abschnitt nicht funktionieren.
Da meine RM-Module Eigenbau sind und ich den ESU-Dedector nicht kenne, musst Du selber feststellen mit welcher Spannung gearbeitet wird!
Ein weiteres Kriterium ist die Fahrspannung selber. Je niedriger sie eingestellt ist, desto früher wird der Effekt der "nicht Steuerbarkeit" eintreten!

Hellmut

Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 22. Juli 2019, 11:03:05
Hallo Ulli,

Bin beeindruckt, s*censored*t mich nur noch mehr an meine Versuche weiter zu machen. Was für Rückmeldemodule verwendest du?

Das mit dem Ecosdetector Standard und den Optokopplern ist mir klar, wegen der Darstellung von Mahrer habe ich ja auch die 1N4148 mitbestellt.

Esu selber hat sich im Forum nie klar geäußert, dort kann oder will man sich nicht damit beschäftigen. Zuletzt wurde eine Planung unkomentiert gelassen die sogar drei Dioden vorsieht.

Wo hast du den die Darstellung eingestellt? Link?

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen

Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Peter Ploch in 22. Juli 2019, 11:57:29
Hallo Jürgen,

Ulli meinte die Darstellung (https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=80195.msg226677#msg226677) auf dieser Seite, antwort #16.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 22. Juli 2019, 13:28:02
Hallo Jürgen

Ich war ein paar Tage unterwegs. Inzwischen ist ja wohl klar geworden, dass der Diodentrick kein Mythos ist. Man sollte mit Äußerungen, "es habe wohl niemand bisher so genau gemessen", etwas vorsichtig sein. Ich selbst habe damals sehr genau gemessen, weil ich es nicht glauben wollte, dass solch eine einfache Problemlösung wie eine einzige Diode in der "Gemeinde" - fast - völlig unbekannt war.
Es passiert ja auch immer wieder, dass jemand meint, "einen Programmfehler in WDP" entdeckt zu haben. Bei genauer Prüfung findet sich der Fehler dann fast immer zwischen den eigenen Ohren.

Zum aktuellen Stand:
Das Anfahren funktioniert bei Dir also noch nicht. Hast Du die beschriebenen Tests mit Multimeter und Lämpchen gemacht? Was kam dabei heraus?

Die Meinung von Hellmut kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe gerade ein Teilstück abgeklebt, das mit einem 12V - "S88-Booster" versorgt wird. Auch dort lassen sich die Loks auf dem Klebestreifen stoppen und wieder anfahren. Vor allem kann man doch ganz leicht feststellen, ob man das Spitzensignal ein- und ausschalten kann. Geht bei mir alles!

Entweder liegt es also an Deinen Dioden oder Du hast noch einen fundamentalen Schaltfehler eingebaut. Das kriegst Du aber sicher noch raus.

Ich bin ja kein Inscheniör sondern nur ein dummer Dipl-Kaufm. Ich meine aber, dass Schottky-Dioden etwas für Hochfrequenz sind und als Nachteil einen höheren Widerstand haben. Also: Ausprobieren!
Falls es an den Dioden liegt, brauchst Du aber nur die an den Stoppkontakten auszutauschen. Normalerweise sind die Gleise ja nicht so schmutzig wie ein Klebeband, und auf Streckenkontakten macht es nichts, wenn der Befehl etwas später noch einmal gesendet wird.

Berichte mal, wenn es läuft und woran es lag.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ulrich Kügler in 22. Juli 2019, 14:02:04
Hallo zusammen,

noch eine kurze Erklärung:

Die Lok auf der Messstrecke war eine DHG500 und fährt mit 45 Kmh. Die länge der Messstrecke ist 160 cm.


Jürgen:

Als Dioden habe ich BY251 genommen.
Hier die Daten:

URRM:  200 V
UF     :   1,1 V
IF(AV):    3 A
IFSM:   100 A
IR:       5 µA
Temperaturbereich:  -65 ... +175 °C

Die Rückmeldemodule sind von Gerd Boll (http://www.bmbtechnik.de):
RMD-G Typ: AA   -  16Kanal s88-Rückmeldedecoder


Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Helmut Kreis in 22. Juli 2019, 15:25:25
Hallo,

für eine Schaltung gibt die Fa. Lenz (RailCom und DCC) die Dioden BYV27 an, weil andere Dioden das Gleissignal verfälschen würden.
Vielleicht ist das auch auf das 3L-Gleis übertragbar.

Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Peter Schmitt in 22. Juli 2019, 17:55:48
Hallo miteinander,

habe soeben mit verschiedenen Loks und verschiedenen Decodern (alte M* Decoder, mfx und mfx+, und verschiedenen ESU Decoder) Tests gemacht.
Unter jede zu testende Lok ein dickeres Papier zwischen Räder und Masseschiene gelegt -
Lichter der Loks leuchteten immer und fuhren auch problemlos an.

s88 Decoder sind die s88 von Gerd Boll, die mit dem Diodentrick  8)

Wenn bei mir eine Lok mal nicht will, liegt es zwischen Schleifer und Punktkontakten  :(

Grüße Peter
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Ulrich Kügler in 23. Juli 2019, 11:16:51
Hallo Peter,
dieses Kontaktproblem ist mir schon sehr lange bekannt. Ich habe früher dann immer einen neuen Schleifer eingesetzt, was mich sehr ärgerte!

Es ist (meines Erachtens) hausgemacht von Märklin!

Nach näherer Betrachtung und ausmessen der elektrischen Verbindung des Schleifers, habe ich herausgefunden:
Die Verbindung zwischen Schleifer und Federblech ist nicht optimal und korrodiert leicht.

Ich löte ab sofort immer einen kleinen, dünnen Kupferdraht (ca. 2 cm) zwischen Schleifer und Federblech. Der Draht darf nicht zu kurz sein, damit die Federung noch funktioniert. Ist der Draht zu lang, so steht neben dem Schleifer heraus und kann an den Pukos (Weichen) hängen bleiben oder er schleift an der Schiene und es gibt einen Kurzschluss.

Seit dem habe ich keine Kontaktprobleme mehr wegen dem Schleifer, außer er ist verschlissen.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 25. Juli 2019, 08:41:53
Hallo,

nachdem ich nun die verschiedene Dioden bekommen habe, und ich in einem ersten Schnelltest ein zwei ausprobieren konnte, kann ich auf meine Eingangsvermutung:

ZitatMögliche Ursachen, so weit ich es Beurteilen kann:

1. Die Diode ist nicht geeignet, welche Spezifikation müsste also eine Diode haben damit es klappt?
2. Der Ecos Detektor Standard arbeitet vollständig anders als eine S88 Rückmeldung und es klappt mit dem ECos Detektor Standar einfach nicht.
3. Der Diodentrick ist ein Mythos, weil nie so richtig im detaillierten Versuch getestet.

eine klare Antwort geben.

Es war erstens, die Diode ist nicht geeignet. Schottky-Dioden sind vollständig ungeeignet für diese Anwendung.

Ich werde die Dioden noch genauer austesten und dann mal überlegen, welches die geeignete ist.  Ich werde berichten.

Mit freundlichem Gruß
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 25. Juli 2019, 09:52:44
Hallo Jürgen

Wir werden alle immer klüger!  :D

Ich habe Deine Erkenntnisse in meiner Beschreibung aufgenommen.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: HerbertHoberg in 25. Juli 2019, 18:21:36
Hallo Zusammen,
dank Ulli der sich, wir auch, uns über sie Schleifer manchmal ärgern, habe ich ein Messingstreifen unter den Schleifer gelötet. Den  M-Streifen  (0,1 mm Stärke ) in voller Breite und Länge mit Bogen bis zur Federung an den Enden gelötet. Sollte der Schleifer ans Gehäuse der Lok kommen, so klebe ich ein Isolierpapier an die Stelle des Gehäuses. Ganz selten. Somit habe ich auch einen größeren Andruck.
Ich habe seitdem nie mehr einen Schleifer gekauft. Wird kaum abgenutzt. Sollte dies mal sein gibt einen neuen Streifen.
Dieses Messingblech gibt es in einem guten Bastelladen. Vielleicht weiß ja Jemand von euch so einen Laden !!!
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 25. Juli 2019, 22:54:52
Hallo Herbert

Das hat jetzt nichts mehr mit dem Diodentrick zu tun.
In Deinem Beitrag geht es um die Mittelschiene, die Digitalspannung.

Um hier eine Besserung zu erzielen, habe ich dies geschrieben:
http://www.moba-tipps.de/zuege.html#Kontakt
Demnach: Den Schleifer mit Phosphorbronze zu besohlen, ist wohl noch besser als Messingblech. (Gibt es bei Fohrmann Artikel Nr. 402002 zu kaufen!)

Und darüber hatten wir gerade auch diesen Beitrag im Forum:
https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=80080.0
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 27. Juli 2019, 11:50:21
Hallo,

es ist etwas kühler also ran an den Speck. Aber......

Je mehr ich an dem Diodentrick rumexperimentiere je mehr wird es verwirrender.

ich habe jetzt folgende Dioden getestet:

1N 4001
1N 5400
BY 251
BY 550
N1 4148
SB 340 (Schottky)

(SB 550 werde ich noch nachreichen wenn sie ankommen)

Das Verhalten der Loks im isolierten Bereich ist sehr unterschiedlich

Der ESU Lok Pilot 3 Decoder, DCC 128 und ältere MFX (wobei der Decoder in der Märklin 39644 der neueste von den älteren ist, 2013/2014) verhalten sich unkompliziert. Im isolierten Bereich mit SI Dioden funktioniert alles, auch das anfahren.

Die älteren Decoder Motorola 14, Motorola 27 und der neueste MFX im InsiderModell 2016 reagieren nicht im isolierten Bereich.

Fakt ist mit den Schottky geht gar nichts.

Die einzigen Messunterschiede, die ich feststellen konnte, ist das die Schottky Widerstände im Kiloohm Bereich haben, die SI Dioden im Megaohm Bereich, vielleicht eine Erklärung.
Die Kapazität der Schottky liegt mit 0,44 nF am oberen Ende, jedoch haben zwei der SI Dioden mit 0,36 nF eine ähnliche hohe Kapazität. Da sind die Unterschiede also nicht so groß

Das Verhalten ändert sich überhaupt nicht, wenn ich in die Stromzuführung zum Rückmeldemodul eine 1N4148 einbaue, wie von manchen Autoren bei Optokopplern vorgeschlagen.
Auch ändert sich nichts wenn ich die Spannung auf 21 Volt hochstelle.

Also ich bin jedenfalls im Moment nur zu dem Schluß gekommen, wenn ich die ECOSDetectoren nicht wechseln will, bleibt mir nur die Schottky ausbauen und ersetzen.

Dabei zeigen sich zwischen den einzelnen Vertretern der SI Dioden nur geringe Unterschiede die BY 550 scheint mir mit 5 A am besten belastbar.

Was ich mit den widerborstigen Loks mache muss ich erst noch mal sehen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 27. Juli 2019, 15:50:23
Hallo Jürgen

Ich würde das Problem kleiner halten:
Der Diodentrick funktioniert prima bei Unterbrechungen während der Fahrt. Wenn gerade während solch einer Unterbrechung ein Lokbefehl gesendet wird und wirklich bei Deinen widerspenstigen Loks nicht durchkommt, wird der Befehl im nächsten Refresh-Zyklus wiederholt. Das merkst Du gar nicht.

Einzig, wenn die Lok auf einem Stoppkontakt anhält und im Ausrollen den Massekontakt verliert, ist es wichtig, dass sie später den Startbefehl empfangen kann.
Dann und nur dann - also recht selten! - wirkt sich aus, wenn einige Decoder dabei streiken.

Ich habe dieses Phänomen, das Du da beschreibst, bei mir noch nie bewusst erlebt. Mir ist also noch keine Lok aufgefallen, bei der die Befehlsübermittlung per Diodentrick im Falle des Masseverlustes nicht funktioniert.
Das heißt aber nicht, dass ich nicht sowas auch habe.
Kann schon sein! Ich fahre allerdings auch kaum Motorola sondern fast nur DCC und MFX.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 28. Juli 2019, 13:25:40
Hallo,

nachdem ich in meinen Versuchen unter quasi Laborbedingungen gezeigt habe, daß SI - Dioden funktionieren, habe ich jetzt mal einige Schottky in der Anlage ausgetauscht.

Es folgten quasi Feldversuche an der Anlage.

Und siehe da es gibt Abschnitte in der Anlage da geht es und ander da geht es nicht. Der Unterschied liegt in der Verkabelung.

Am Anfang habe ich zu jedem Rückmelder zwei Kabel verlegt, den eigentlichen Rückmelder und das "Diodentrickkabel" von der zentral montierten Diode.
Unter dem Rückmelder habe ich diese zusammengeklemmt.

Da das viel Kabelaufwand ist habe ich mir später überlegt, ich führe ein Kabel vom Rückmelder zum Detektor und klemme die Diodenspannung dort Zentral an. Es gibt ja auch Decoder die genau so zu kaufen sind.

Aber das war wohl ein Fehler. In den Abschnitten, in denen der Diodenstrom Gleisnah eingespeist wird funktioniert das Anfahren Prima, genau wie unter Laborbedingungen. In den Abschnitten, wo der Diodenstrom Decodernah eingespeist wird funktioniert der Diodentrick nicht. Bevor hier wieder Zweifel aufkommen auch Gleisnah eingespeister Diodenstrom aus Schottky funktioniert nicht, schon ausprobiert.   ;)

Also ich vermute, da das Rückmeldesignal über das gleiche Kabel kommt wie der Diodenstrom, beeinflussen sich die beiden Signale über die längere Strecke derart negativ, daß es im Endeffekt nicht funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 28. Juli 2019, 14:12:48
Hallo Jürgen

Es ist ja toll, was Du alles ausprobierst, aber irgendwo machst Du einen kapitalen Fehler.
Was ist denn ein "Diodenstrom"? Ich hoffe, dass Du irgendwo am Rückmeldekabel die Diode (Ring-Seite) angelötet und das andere Ende an Masse gelegt hast.
So einfach und so richtig! Von zwei Kabeln zum Rückmelder war noch nirgendwo die Rede!

Und natürlich darfst Du nicht vorher eine "Störsignalunterdrückungsdiode" in die Leitung gebaut haben. Das wird von manchen Leuten empfohlen, ist nach meinen Erfahrungen überflüssig und würde natürlich die verbleibende Halbwelle auch unterdrücken. Dann bliebe gar nichts mehr und dann funktioniert auch der Diodentrick nicht.
Mach es einfach so, wie bei mir beschrieben!

Wie auch immer - bei mir funktioniert alles. Und weil bei Dir vermutlich die gleichen physikalischen Gesetze gelten wie bei mir, musst Du offensichtlich noch etwas falsch machen.
Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Docj in 28. Juli 2019, 15:59:50
 :-[ :-[ :-[

Hallo Friedel,

nachdem ich nochmal alles durchdacht habe und auch mein Multimeter in Anschlag gemacht habe, gebe ich dir vollkommen recht.
::)

Der Fehler bei meiner Verkabelung liegt im Detail, an einem falschen Kammbrücker in den Reihenklemmen.

Die Dioden haben teilweise keinen Massestrom bekommen.

Neues Ergebnis Diodentrick funktioniert, wenn ich SI-Dioden verwende.

Ich habe im Feldversuch die BY 5590 verwendet. Egal wie verkabelt, zentral oder dezentral sie funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen

Titel: Re: Rückmeldung-Diodentrick-Weichen
Beitrag von: Friedel Weber in 28. Juli 2019, 17:24:33
Hallo Jürgen

Hosiannah!