Guten Morgen in die Runde,
bin gerade dabei meine Rückmelder zu planen habe da 3 Fragen zu:
Der Anschluß erfolgt an einer CS3 und am liebsten über 3 S88-Links. Es wird ja empfohlen, die Rückmelder möglichst nah an die Gleise zu bringen. Da ich eine Anlage in U-Form habe mit einer Schenkellänge von 8 Meter und 4 Metern bietet sich es an über den CAN-Bus und den Terminal 3 Link-S88 an der Anlage zu platzieren.
1.) Hat das schon mal einer umgesetzt und mit WDP getestet?
2.) Die Adressierung der Rückmelder wird hier überall mit 1024 angegeben, ist das die max. Grenze von WDP? Keine Sorge ich werde nicht mehr als 1000 RM haben, ist nur eine Verständnisfrage, denn pro S88-Link kann man in Vollausbaustufe 1500 Rückmelder-Kontakte adressieren.
3.) Die wichtigste Frage, wenn ich die s88-Links über den CAN-Bus an der Anlage verteile, kann ich die dann in WDP-Adressieren? Muss ich dann nur die Nummer (siehe Bild), dass müsste die Kennung sein nur einfach hochzählen und hätte dann die Adressierung der unterschiedlichen Links?
Frage kommt daher, weil in in den Handbüchern dazu nichts gefunden habe und einem hier immer schnell geholfen wird.
Wenn man das über den CAN-Bus realisieren kann, dann hält sich der dezentrale Verdrahtungsaufwand mit den Rückmeldern und Kabellängen in Grenzen.
Danke Thomas
Hallo Thomas,
Ja Ich habe schon Userprojekte mit mehreren L88 gesehen.
Man muss jedem L88 via CS2/3 eine eigene Gerätenummer zuweisen.
WDP 2018.2c erlaubt maximal 1984 Rückmelder. In 2021 werden es wohl doppelt so viele werden.
Grüße
Markus
Hallo Markus,
danke für Deine Antwort, dann kann ich jetzt noch 2 L88 kaufen. Die 1984 Rückmelder reichen mir definitiv aus, ich wähle diesen Weg nur um an drei Stellen an der Anlage die S88-Decoder etwas dezentraler zu setzen und wenn WDP das verarbeiten kann ist das total super.
Danke und Gruß
Thomas
Hallo Thomas,
ich beziehe mich mal auf Deine Aussage, die Rückmelder (Decoder) so nah wie möglich an die Gleise zu bringen. Diese Aussage kann man nicht pauschal treffen, den entscheidend ist auch die BUS-Länge, damit die Daten auch sauber übertragen werden.
Mit jedem Meter Strecke, flacht die Digitalspannung im BUS ab, wird also "runder" und die eckigen Kanten, die aber für das saubere Melden verantwortlich sind (mal ganz einfach definiert), können unter umständen nicht mehr einwandfrei gelesen/verstanden werden. Natürlich ist auch jede Steckverbindung ein Widerstand und somit dem ganzen auch physikalisch Grenzen gesetzt.
Solange die BUS-Länge (bei S88 i.d.R. 8 Meter) nicht deutlich überschreitet, dürfte es keine Probleme geben. Es mag auch noch bis 10 Meter funktionieren, aber alles was darüber geht, würde ich nicht unbedingt als "Betriebssicher" definieren - das ändert auch nicht daran, ggf. Netzwerkkabel CAT 6 oder 7 einzusetzen.
Entweder müsste man dann einen Verstärker dazwischen schalten (der die abgeflachte Digitalspannung wieder aufarbeitet) oder aber, die Anschlussstrecke zwischen Gleis und Decoder verlängern. Hier können ja auch etwas stärkere Kabel im Querschnitt eingesetzt werden, um ggf. Widerstand entgegen zu wirken. Die Meldung zwischen Decoder und Gleis erfolgt ja analog, also nichts anderes wie ein normaler Stromkreis. Und bei den meisten Decodern dürften die Anschlussklemmen bis 0,75 mm² ausgelegt sein, ggf. sogar 1,0 mm².
Der Verkabelungsaufwand ist der Gleiche, nur die Kabellängen zwischen Gleis und Decoder erhöht sich. Nur hier stelle ich die Betriebssicherheit im Vordergrund - und darauf kommt es doch letztendlich an.
Alles andere in Deinem Beitrag bzgl. der Einstellung der Decoder ist soweit richtig. Da ich selbst eine CS3 einsetze (zurzeit 61 Kontakte auf meiner Versuchsanlage) habe ich somit real 4 RM-Decoder (Märklin s88-AC) im Einsatz und unter WDP Modul 1 -8 einstellen müssen, da WDP sonst pro Modul nur von 4 Kontakten ausgeht.
Da ich die plus-Variante habe und den bereits vorhanden BUS für die Rückmeldeleitung (unterhalb des Gerätes der CS3plus) nutze, musste ich keinen L-88 einsetzen, allerdings an der CS3 eine andere Einstellung wählen. Das ist aber WDP egal und nur innerhalb der Hardware-Unterschiede in den CS3 zu berücksichtigen.
Wie viele Decoder bzw. RM-Kontakte man insgesamt einsetzen kann, hat Markus bereits beantwortet und im Bezug von WDP 2021 sollten die Programmentwickler das am besten wissen.
Hallo Lutz,
die S88-Buslänge wenn ich nur mit einem S88-Link arbeite ist mehr als 8 Meter, würde sagen ca. 8 Meter in die eine Richtung und 4 Meter in die andere, die erste Idee die ich hatte ich nehme an der Zentrale den Bus 3 mit Rückmeldern und dann Bus 1 nach links und Bus 2 nach rechts weg, dann bekomme ich das vielleicht hin. Ist aber nur mit dem S88 Bus Grenzwertig.
Deswegen 3 S88-Links, die werden über CAN-Bus mit einander verbunden und dann der S88-Link an das Terminal angeschlossen. Weiterhin hast Du beim CAN Bus alle 2.60m ein Terminal und da hoffe ich, dass der das Signal verstärkt und stabilisiert, denn dann hätte ich kurze S88-Bus-Leitungen vom Link zum Rückmeldedecoder und alles ist gut.
Dieser Weg erscheint mit betriebssicherer als mit einem solange S88 Bus da zu hantieren, ich habe da aber in der Konfiguration aber keine Erfahrung ob das so funktioniert.
Das ist die Idee die hinter meiner Frage steckte ob man in WDP mehrere S88-Links adressieren kann, und das scheint zu funktionieren und dann klappt das auch schon.
Aktuell fahre ich an einer Testanlage einen S88-Link an der CS3 mit 6 Decodern, 4 alte Märklin Decoder über Bus3, und 2 über RJ 45 an Bus1 mit Diodentrick, das funktioniert alles wie gewollt, aber da sind die Wegel auch kurz :-).
Da ich jetzt anfangen will, die Anlage im Dezember aufzubauen, da die Gleisplanung fast fertig ist, bin ich gerade dabei die Booster-Planung und RM-Planung zu gestallten. Mit der einzelnen Anzahl der Rückmeldekontakte habe ich eher kein Problem, da reicht mir die Anzahl aus der WDP Version 2018, aber man weis ja nie :-).
Danke für Deine Hinweise,
Grüße
Thomas