Hallo liebe Modellbahner,
als erstes möchte ich allen einen guten Rutsch und ein gesundes Jahr 2021 wünschen.
Leider musste ich meine Modelleisenbahn komplett abbauen, da wir nun im Januar umziehen werden. Ein Neuanfang hat jedoch auch den Vorteil einige nicht so gut gelaufene Dinge besser zu machen. Ich habe nun mit WinTrack einen neuen Plan erstellt. Nun würde ich gerne ein paar Tipps und Meinungen zu RMK´s von Euch bekommen. Bei meiner alten Anlage habe ich immer 2 Gleise (C-Gleis) zu einem RMK zusammengefasst und im Bahnhof war jedes Gleis ein RMK. Aber ist das so sinnvoll? Ich möchte gerne, dass Züge auch hintereinander im Schattenbahnhof oder 2 Züge von beiden Seiten am Bahnsteig halten können. Je mehr RMK`s desto besser habe ich hier gelesen, ist aber ein heftiger Aufwand. Wie habt Ihr das gelöst?
Ich freue mich auf Eure Beiträge
Moin Michael,
der Aufwand ist zu hoch, jedes einzelne Gleis als RMK anzulegen ! Das ist auch nicht nötig. Gerade das C-Gleis lässt sich durch trennen der Masse ganz leicht für die Rückmeldung umbauen. Bei meiner geplanten Anlage mit C-Gleis sind alle Strecken zwischen den Weichen rückmeldefähig. Die Bahnhofsgleise bekommen 3 Rückmelder, ebenso meine Schattenbahnhofsgleise. Hier steht aber nur 1 Zug pro Gleis. Die Längenaufteilung erfolgt so: 2 Gleislängen Einfahrt, x Gleislängen Bremsstrecke, 2 Gleislängen Haltebereich. Legst du in die Gleise ein INZF, kannst von beiden Richtungen in das Gleis einfahren. Das INZF kannst du für beide Richtungen konfigurieren, hier trägst du die entsprechenden Gleislängen für beide Richtungen ein.
Gruß Bernd
Hallo Michael,
das meiste hat dir ja Bernd im vorigen Post ohnedies schon beantwortet. Lass mich bitte ergänzend nur darauf hinweisen, dass im Schatten-BHF je nach Länge mit der Anzahl der RMK´s variiert werden kann. Wenn du nämlich den FDL SBH verwendest und deine Gleise lange genug sein sollten (was ich deinem Beitrag entnehme) dann solltest du etwas mehr RMK´s in den SBH-Gleisen einplanen. Ich bin dabei wie folgt vorgegangen (bei mir ist das alles mit H0e berechnet und daher für H0 entsprechend anzupassen!). Durchschnittliche Zuglänge bei mir ist 92 cm, längst möglicher Zug (gem. Gleislängen in den sichtbaren BHF´s = 135 cm). Ich habe 3 SBH-Gleise die lang genug sind, um den Standardzug 3 Mal unterzubringen und 2 SBH-Gleise wo dieser zwei Mal hineinpasst (jeweils gerechnet mit ca. 7 cm Reserve). Dazu noch 3 Stumpfgleise für Triebwagen/Wendezüge. Auf den langen Gleisen habe ich jeweils 9 RMKs (3 x lange Einfahrt mit 50cm, dann Bremsen mit 30 cm, Halten mit 20 cm, jeweils auf ein IZNF zusammengefasst), auf den "kürzeren" Gleisen habe ich dasselbe dann zweimal, wobei die Einfahrt hier etwa 70 cm lang ist. So errechnet der FDL dann automatisch die passenden Gleise für den jeweils im SBH ankommenden Zug und optimiert so die Nutzung der SBH-Gleise. Der FDL funktioniert in dieser Form einwandfrei. Viel Erfolg und beste Grüße aus Österreich, Michael
Hallo Bernd, hallo Michael,
ja das C-Gleis habe ich als RMK´s mit Dioden umgebaut. Die Weichen hatte ich mit Lichtschranken überwacht, werde das aber wohl auch mit einem Umbau der Weichen versuchen. Super vielen Dank für Eure Hinweise, ich das bei der Planung mit einbeziehen.
Hallo Michael,
was bedeutet
Zitat von: Tschutschubahn in 30. Dezember 2020, 21:26:27
ja das C-Gleis habe ich als RMK´s mit Dioden umgebaut.
Eigentlich reicht doch die Masse im isolierten Abschnitt mit dem Rückmelder zu verbinden.
Oder meinst du den sog. "Diodentrick" ?
Bernd
Guten Morgen Bernd,
ja ich meine damit den Diodentrick. Einige meiner Lokomotiven haben 2 angetriebene Achsen mit jeweils 2 diagonal angeordneten Haftbefehl. Das bedeutet dann nur 2 mal Masse für die Lokomotiven. Deshalb habe ich mich für den Diodentrick entschieden. Auf die Haftbefehl möchte ich auch nicht verzichten, da meine Steigungen minimal über den 3% liegen und ich trotzdem längere Züge fahren lassen möchte. Das einlöten der Dioden macht da dann keinen großen Aufwand mehr.
Einen guten Rutsch
Hallo Michael,
C-Gleis-Weichen Normalradius lassen sich ohne großen Aufwand recht gut rückmeldefähig machen. Dazu habe ich vor geraumer Zeit einen Beitrag verfasst, den ich im Anhang mitsende. Auch einfache Kreuzungen lassen sich ganz gut umbauen (weiterer Anhang).
Doppelkreuzweichen sind schwierig, da muss man mehr Aufwand betreiben. Dazu gab es meine ich auch schon einen Beitrag.
Schlanke C-Gleis-Weichen sind möglicherweise schon dann rückmeldefähig, wenn man auf der Unterseite die Verbindungen zwischen den Schienenprofilen durchtrennt. Sicher kann ich das aber nicht sagen, weil ich noch nie eine schlanke C-Gleis-Weiche daraufhin untersucht habe.
Michael,
danke für die Info !
Bei meinen Rückmeldern ist der Diodentrick mit eingebaut bzw als Zusatzmodul ansteckbar.
Komm gut ins neue Jahr und bleib gesund !
Bernd
Hallo zusammen,
meines Wissens bietet auch Gerd Boll RM-Module mit integrierter Diode an. Bei einer Neuinstallation würde ich diese benutzen, um mir selber den "Drahtverhau" zu sparen.
https://www.bmbtechnik.de/s88-decoder/rmd/
Hallo Michael!
Ich würde bei C-Gleis im sichtbaren Bahnhof mit ca 2-3m Länge bei einseitiger Befahrung 3 Kontakte bei beidseitiger 4 Kontakte einbauen. alle ca gleich lang , fertig :-)
Diodentrick hatte ich auch früher in Verwendung , bei meiner meiner neuen K Gleis Anlage nicht mehr.
Ich behaupte es ist zu 99% der Schleifer das Problem und nicht die Masse.
Schleifer muss in Ordnung sein, Mitteleiter dürfen nicht verbogen oder hinuntergedrückt sein und du wirst keine Probleme mehr habe.