Hallo zusammen,
ich habe mir etliche Dokumente im Netz über die Rückmeldung von Weichen angeschaut und finde das ein sehr heikles Thema, wo ich denke, da kann man viel kaputt machen.
Daher möchte ich die Weichen bei der S88 Überwachung mal ausklammern.
Wie kann eine Weiche eingebaut werden, wenn vor und nach der Weiche ein S88 Abschnitt folgt ?
Viele Grüße
Patrick
Hallo Patrick,
Schienenseite die rückmeldet elektrisch trennen.
Hallo Patrick,
sicher ist die Einbeziehung von Weichen in die Rückmeldung nicht unbedingt notwendig, aber es macht die Überwachung, besonders in Weichenstraßen wie im Schattenbahnhof meist vorhanden, doch sicherer.
Das Verändern der C-Gleis-Weichen ist nicht besonders schwierig. Ich habe dazu vor längerer zeit eine Umbaubeschreibung verfasst, die ich gerne hier als Datei anhänge. Schaue Dir mal die notwendigen Veränderungen an, das dürfte kein Problem sein.
Ob beim C-Gleis die schlanken Weichen auch so umgebaut werden müssen, kann ich Dir nicht sagen, weil ich selbst nur K-Gleis habe und da sind die schlanken Weichen schon von Haus aus rückmeldefähig. Aber mit einem Durchgangsprüfer lässt sich das ja leicht feststellen.
Hallo Ralf,
Ich muß mal was zu dem K-Weichen fragen:
Zitatweil ich selbst nur K-Gleis habe und da sind die schlanken Weichen schon von Haus aus rückmeldefähig.
Ist das bei allen Schlanken K Gleisen so, ich haben gerade mal 2 durchgepippst und die Seiten sind gegeneinander isoliert. Das ist ja richtig gut ..... voll rückmeldefähig , bin begeistert, wieder was gelernt.
Wie setzt Du denn die Rückmelder bei Weichenstrassen? Alle Weichen einzeln oder alle zusammen ein Rückmelde.
Grüße
Thomas
Hallo Ralf,
hat sich erledigt, ich habe gestern Abend hier im Forum mal gesucht, da sind genügend Beschreibungen zu den K-Gleisen und S88 vorhanden!
Ich war wohl so überrascht und vor lauter Freude ;D, dass die schlangen Weichen ohne Umbau rückmeldefähig sind.
Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
zur Ergänzung:
Die normalen K-Gleisweichen mit dem kleinen Radius sind ebenfalls ohne Umbau rückmeldefähig, wenn sie denn neueren Datums sind. Also die, mit dem ansteckbaren Antrieb.
Bei den älteren mit dem fest angebauten Antrieb muss man ein wenig mit dem Dremel arbeiten, dann sind auch die rückmeldefähig.
Bei DKWs (beide Bauarten) habe ich es noch nicht gemacht, wobei ich mir auch noch keine Gedanken gemacht habe, ob es überhaupt funktioniert.
Hallo Willi,
danke für den Hinweis mit den normalen K-Gleis-Weichen. Dann muß ich das nochmal ausmessen, ich dachte die können das nur mit einem Umbau (Weichen mit Steckantrieb).
Bist Du sicher das es alle Weichen mit dem Steckantrieb schon können? Ich bin der Meinung ich hatte das schon mal ausgemessen und das Ergebnis war negativ.
Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
also meine "normalen" Weichen mit dem Steckantrieb sind schienenweitig allseits verbunden!
Die Frage ist, was sind Weichen "neueren Datums"???
Hallo Matthias,
das sagt mein Messgerät auch ;D.
Dann müssen wir mal abwarten was denn neueres Datum heisst. : ;)
Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
die K-Gleis-Weichen mit Normalradius sind von Haus aus nichtrückmeldefähig. Es gibt wohl einige Vorschläge, wie man sie rückmeldefähig machen kann. Und eigentlich ist das auch kein großes Problem. Das A-förmige Teil wird an zwei Stellen durchtrennt. Das ist schon alles. Siehe auch den Beitrag im Anhang, insbesondere die Bilder 3 und 4 auf der ersten Seite.
Das ist zwar eine C-Gleis-Weiche, aber bei K-Gleis-Weichen genügt es, was aus den beiden Bildern zu ersehen ist.
Hallo zusammen,
stimmt, die Normalkreisweiche 2262 bzw. 2263 ist von Hause aus nicht rückmeldefähig.
Beide Schienenseiten sind tatsächlich miteinander verbunden. Da habe ich wieder etwas dazu gelernt.
Dieses A-Teil hat aber auch fast die gleiche Färbung wie der von Märklin verwendete Kunststoff.
Warum bei den schlanken Weichen beide Schienen voneinander isoliert sind und beim Normalkreis nicht, weiß wohl nur Märklin.
Hallo Matthias, hallo Thomas,
nun, ich kann euch zeigen was elektrisch betriebene Weichen für den Normalkreis R1 älteren Datums sind.
Den Rest, was "Weichen neueren Datums" sind, dürft ihr euch dann selber zusammenreimen. ??? ;)
Diese Weichen "älteren Datums" gab es sogar in zwei verschiedenen Ausführungen. Die "Weichen noch älteren Datums", hatten im Gegensatz zu den "Weichen älteren Datums" Hohlprofile und die Art.-Nr. 21xx. Bei den "Weichen älteren Datums" wurde die Produktion dann Anfang der 80er Jahre von Märklin auf Vollprofil umgestellt und bekamen die Art.-Nr. 22xx. ;D
Die Weichen dieser Bauart arbeiten nicht ganz leise, sind dafür aber robust und Überbrückungen, Polymer-Sicherungen und dergleichen brauchen die nicht.
Damit wir wieder zum Thema zurückfinden: Diese Weichen sind von Hause aus nicht rückmeldefähig, aber man kann sie rückmeldefähig machen. Die Masseverbindung zwischen beiden Schienen wird auf Höhe des Anlenkpunktes der Weichenzunge (Zungenende) beiderseits mit einer Diamantscheibe getrennt. Zur Isolierung der Schienenanschlüsse gegenüber weiteren Gleisen gibt es im Net genügend Seiten.
Hallo Willi,
danke für Deine Erläuterung, ja die Weichen habe ich auch, da kann ich Dir nur recht geben die schalten zuverlässig, verbaue die auch gerne im SBH, weil es da wenig Schaltaussetzer gibt. Ausserdem ist das kleine "Licht" im Untergrund hilfreich ;).
Ich dachte es gibt von den neueren Weichen mit Ansteckantrieb auch verschiedene Versionen, wenn ich richtig informiert bin, gibt es zwei Versionen von den Antrieben! Deswegen sollte man bei den neueren Antrieben den Überstromschutz einbauen :).
Zum Thema, überall wo ich die alten Weichen in den Einfahrgleisen habe, spendiere ich einen Gleisabschnitt von 220-240 mm als Safty-Abschnitt. Zusätzlich überwache ich auch noch die Spulenstellung.
Da ich im sichtbaren Bereich fast überall nur schlanke Weichen einsetze ist die Rückmeldeüberwachung der Weichenstrassen da ja gut möglich.
Grüße
Thomas
Hallo Thomas,
ich habe auf meiner Anlage im SBH1 die "älteren" Weichen verbaut. Im SBH2 werde ich ebenfalls diese Weichen benutzen. Nur im sichtbaren Bereich werden, wie bei Dir, die schlanken Weichen (ohne bewegliches Herzstück) verbaut und mit Servos (Unterflur) angetrieben. Zu diesem Zweck habe ich mir kleine Adapter konstruiert und im 3D-Druck hergestellt, die die vorhandene Stellöffnung für den original Stellantrieb nutzen. Von unten wird über den Stelldraht die Zunge in die Weiche geschoben oder eben herausgezogen. Getarnt ist das Ganze als DB-Weichenantrieb. Muss nur noch etwas farblich behandelt werden.
Von den R1 Weichen wird nur eine einzige am Abzweig zur Nebenbahn eingesetzt.
Bei meinen Weichenlaternen funktioniert keine einzige, wie auch, habe bei allen das Lämpchen entfernt. Werde den Untergrund mit LED-Streifen beleuchten.
ZitatZum Thema, überall wo ich die alten Weichen in den Einfahrgleisen habe, spendiere ich einen Gleisabschnitt von 220-240 mm als Safty-Abschnitt.
Die Idee ist nicht die schlechteste, da muss ich mal sehen, ob ich das bei mir auch umsetzen kann. Müsste mit dem STW gehen.
ZitatZusätzlich überwache ich auch noch die Spulenstellung.
Wie machst Du das denn?
Hallo Willi,
ZitatWie machst Du das denn?
Ich schalte die kleine Platine siehe Foto, parallel zu den Weichen und lege die andere Seite auf 2 Rückmelder. Damit erkenne ich die Lage der Spule.
In WDP habe ich dann die Überwachung von den Drehscheiben (rot / grün) an die Rückmelder angebunden und diese binde ich dann in die Fahrstrassen ein. Damit weis ich zu mindestens ob die Spule in der richtigen Lage angekommen ist. Ausserdem kann ich das dann auch gut im GSB sehen, wo die Weiche steht. Das ist zwar keine Garantie, dass die Weiche auch mechanisch geschaltet hat, aber wenn die Spule in der richten Stelle ist, kann man davon ausgehen, dass die Weichenzunge schon umgefallen ist.
Wenn die Spule in der Mitte hängen bleibt, ist weder rot noch grün vorhanden und die Fahrstrasse wird nicht geschaltet.
Diese kleinen Platinen gibt es für wenig Euros bei T. Junge, ich habe das aber nur bei den Einfahrtsweichen vorgesehen, denn da geht mir die Sicherheit vor und im Zweifel wird die Fahrstrasse nicht geschaltet, weil die Bedingung fehlt.
Grüße
Thomas
Hallo zusammen,
Zitat von: Schubisurf in 09. Februar 2021, 16:21:57
Diese kleinen Platinen gibt es für wenig Euros bei T. Junge, ich habe das aber nur bei den Einfahrtsweichen vorgesehen, denn da geht mir die Sicherheit vor und im Zweifel wird die Fahrstrasse nicht geschaltet, weil die Bedingung fehlt.
hierzu muss aber auch die Endabschaltung des Weichenantriebs funktionieren, diese darf nicht überbrückt sein. ;)
Hallo zusammen ...
... und zur Ergänzung von Torstens Hinweis, die "alten" K-Gleisweichen (mit dem festangebauten Antrieb) haben keine Endabschaltung! :(
Hallo zusammen,
die alten K-Gleisweichen. Ja, da liegt das Problem.
Schade, das scheint nämlich eine geniale Schaltung zu sein. Nun, dann muss ich mich damit trösten, dass die alten Weichen doch einigermaßen zuverlässig sind.
Vielen Dank für eure Hinweise und Thomas für die Erläuterung. Es ist schon toll, was es mittlerweile nicht alles für die MoBa gibt.
Hallo Willi,
ZitatEs ist schon toll, was es mittlerweile nicht alles für die MoBa gibt.
Das gilt sicher für viele Dinge. Aber diese Art der "Stellungsrückmeldung der Antriebsspulen" ist "uralt". Z.B. hat Arnold in den 70er Jahren damit seine Gleisbild-Weichenschalter ausgestattet und sicherlich haben das auch findige "Moba-Bastler" schon vorher genutzt.
Selbstverständlich ist das super mit der Platine auf unsere heutigen Anforderungen umgesetzt, aber das Prinzip stammt aus einer Zeit, da hatten Moba und Digital noch nicht viel miteinander zu tun ... :D
Hallo Lothar,
wenn man bedenkt, dass die Zeit der digitalen Modellbahn erst Mitte der 80er Jahre mit der Idee von Studenten begann, die die ersten Prototypen auf Lochrasterplatten aufbauten, ist bis zum heutigen Tage verdammt viel passiert.
Hallo WDP-Mobahner
Verfolge diesen Tread mit grossem Interesse. Habe mir auch Gedanken über die sichere Schaltung/Betrieb während des MoBa Betriebes gemacht und bin auf folgende Lösung gekommen. Alle K-Weichen haben RM's und die Antriebe sind entsprechend modifiziert.
Die Schaltsicherheit habe ich mit dem STW gelöst, indem ich bei jeder FS welche eine "falsche" Abzweigung fahren kann, das STW-Symbol STOP (LOK's stoppen/anfahren) erfasst. Damit erreiche ich:
- die mechanische Sicherheit einer Weichenschaltung kann ich sowieso nicht beeinflussen.
- bei Falschfahrt stoppt die LOK sofort nach der Weiche.
- Nach Behebung des "Unfalls" kann die LOK via WDP wieder angefahren werden.
Damit kann ich elektronische Artikel sparen und muss keine zusätzliche RM verbauen.
Damit wollte ich nur eine kleine Anregung geben was mit WDP alles so machbar ist.
Lierber MoBa Gruss
Bruno
Hallo Bruno,
entschuldige das verstehe ich nicht ganz.
Zitat von: brfi in 10. Februar 2021, 21:48:03
Alle K-Weichen haben RM's und die Antriebe sind entsprechend modifiziert.
aber dann hast du ja hier die Rückmelder ::) wo spart man dann ?
Zitat von: brfi in 10. Februar 2021, 21:48:03
Die Schaltsicherheit habe ich mit dem STW gelöst, indem ich bei jeder FS welche eine "falsche" Abzweigung fahren kann, das STW-Symbol STOP (LOK's stoppen/anfahren) erfasst. Damit erreiche ich:
- die mechanische Sicherheit einer Weichenschaltung kann ich sowieso nicht beeinflussen.
- bei Falschfahrt stoppt die LOK sofort nach der Weiche.
Diesesn RM kann man doch im GB-Editor bei der Weiche eintragen. Bei meine Lösung fährt der Zug ja garnicht erst los ;) muss daher also dann nichts zurückschieben ::) und erspare mir ca. 146 STWs anzulegen.
Oder wo ha(c)kt es bei mir!