Hallo zusammen,
im Jahre 2006 hatte ich beschrieben wie ein Nothalt (https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=41644.msg41644#msg41644) bei einer Falschfahrt ausgelöst werden kann.
Nun hat sich unser Win-Digipet aber ganz toll weiterentwickelt und es gibt nun eine bessere Möglichkeit mit dem Stellwerkswärter. Hier wird nur die betroffene Lok oder der betroffene Zug bei einer Falschfahrt angehalten und nicht der gesamte Betrieb blockiert.
In der beigefügten PDF-Datei habe ich das beschrieben. Viel Spaß beim Ausprobieren.
Hallo Peter,
ich nutze diese Variante schon länger und kann bestätigen das es sehr zuverlässig arbeitet!
Durch deine Dokumentation wird es für andere jetzt erheblich einfacher, diese Möglichkeit in WDP zu nutzen!
Danke für deine Arbeit!
Hallo Peter,
die beschriebene Logik trifft den Nagel auf den Kopf und ist einfach zu überschauen. Was ich noch nicht überblicke, ist dass man die Einfahrweichen in der Grundstellung in Fahrtrichtung der FS bringen sollte, denn die Logik "STOP, wenn ein RMK aus einem falschen Gleis belegt wird" funktioniert ja eigentlich immer.
Leider bin ich in Sachen STW noch blutiger Anfänger:
Unter den Bedingungen schaffe ich es nicht, die erste Zeile der UND Verknüpfung (FS/ZF...aktiv) reinzuziehen und ich kriege die ODER Verknüpfung nicht in die zweite Zeile.
Die weiteren Einträge lasse ich erst Mal außen vor.
Muss mich da noch einlesen; vielleicht hast Du ein paar Tips zum ausfüllen des STW.
Viele Grüße
Berthold
Hallo Peter
An Stelle unzähliger STW-Einträge bei meinen vielen Fahrstrassen mt oft noch mehr Falschfahrmöglichkeiten verwende ich seit langem die Weichenstellungsüberwachung. Bei falscher Weichenstellung fährt der Zug nicht ab.
Zugegeben: Es erfordert etwas mehr Hardware (2 RMK pro Weiche, Opto-RM), aber Falschfahrten habe ich nicht. Meistens genügt es, die Weiche hin- und her zu schalten und der Zug fährt ab.
STW-gesichert wie bei deiner Lösung sind nur 2 Einspurabschnitte bei den Spaltweichen gegen Überfahren des Signals auf dem Gegengleis.
Gruss nach Hessen
Csaba
Hallo Peter,
es gibt doch in den FS Editor > Optionen > Sicherheitskontakt und in den Systemeinstellungen > Fahrstraßen "Bei nicht erreichen des Sicherheitskontakt" Generell aktivieren "Nur Lok stoppen". 8)
Hier richte ich mir diesen Kontakt in den FS ein und es wird auch nur die Lok gestoppt. Ohne ätliche STWs einzurichten. ;)
Hallo Torsten,
diese Möglichkeit kenne ich auch. Aber durch die Zeit-Komponente kommt das bei mir nicht in Frage. Das ist in meinen Augen ein sehr unsichere Abfolge der Abfragen. Denn der Zug stoppt verzögert und ,,rauscht" dann schon auf das Ende des anderen im falschen Gleis.
Besser wäre es, wenn hier abgefragt werden würde, wird Sicherheitskontakt (ohne Zeitkomponente) erreicht, dann Lok/Zug stoppen. So wie ich es eben im Stellwerkswärter erreicht habe.
Aber es führen wie immer, mehrere Wege zum Ziel, mehr oder weniger sicher ;).
Hallo Csaba, Torsten und Peter,
@Csaba
Eine echte Stellungsmeldung der Weichenzungen würde natürlich das Problem an der Wuzel packen. Jedoch, meine Gleise sind ja alle schon verlegt und in Betrieb, diese Alternative scheidet für mich also leider aus.
@Torsten
Den Sicherheitskontakt verwende ich an allen wichtigen Abzweigstellen. Die dadurch erreichbare Sicherheit ist unterschiedlich. Bei einer fehlerhaften Fahrt am Anfang der Weichenstraße klappt das bei Zeiten zwischen 4 und 6 Sekunden recht gut. Um zum zehnten Sbhf Gleis zu kommen, dauert es auf meiner Anlage bis zu 18 Sekunden. Wenn da jetzt was schief geht merkt das System zu spät, dass mein Zug statt zum Sicherheitskontakt zu fahren, bereits vorher abgebogen ist und dann CRASH.
@Peter
Das ist das, was mir an Deinem Vorschlag so gut gefällt: wird einer der ODER verknüpften Sicherheitsabschnitte erreicht, welcher nicht auf dem korrekten Fahrweg des Zuges liegt, so habe ich augenblicklich (bis auf die Laufzeit zwischen WDP, PC und Zentrale) die Fehlermeldung und das System kann reagieren. Ob dann nur die betroffene Lok stoppt oder ob ein General Stop erfolgt, ist für mich nicht mal so wichtig, Hauptsache es gibt keinen Auffahrunfall.
Deshalb nochmal die Fragen zum STW im Detail:
1) Unter den Bedingungen schaffe ich es nicht, in die erste Zeile der UND Verknüpfung die aktive FS (FS/ZF...aktiv) reinzuziehen
2) Ich kriege die ODER Verknüpfung nicht in die zweite Zeile.
Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch - was muss ich tun ?
Zur Anzahl der STW Einträge
Bei mir wären es 2x10=20 Einträge im STW für die 20 Einfahrten in die Sbhf Gleise.
Ob das nun für das System z.B. in Bezug auf Reaktionszeiten viel oder wenig ist, weis ich als STW Anfänger noch nicht. Durch den Programmieraufwand muss man halt durch. Ich denke aber, wenn man es einmal begriffen hat, geht das dann recht zügig.
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,
zu Deinem Problem will ich es mal versuchen Dir zu helfen.
1. Du legst einen neuen Stellwerkswärter an. Vorgegeben ist hier der erste Ordner UND
2. Nun wählst Du ,,Neue Bedingung" und dort ,,Fahrstraße/Zugfahrt/Makro aktiv" aus
3. Dann unten die Parameter für ,,FS oder ZF", ,,ID-Text", ,,=" und dann die Fahrstraße eintragen
4. Danach einen auswählen ,,Neuer Ordner" und hier ,,Oder"
5. Im Ordner ,,Oder" dann ,,Neue Bedingung" auswählen und dann "Rückmeldekontakte"
6. Unten dann die Nummer des RMK eintragen.
Zum Schluß Speichern und nicht vergessen den STW zu aktivieren. So sollte es funktionieren.
Guten Abend Peter,
so, das hat jetzt ein wenig gedauert. Im ersten Moment zweifelte ich an mir selber, weil die Menüs die ich aufklappen konnte viel kleiner waren als von Dir gezeigt bis ich dahinter kam, dass man den Experten Modus benutzen muss. Ist für mich das erste Mal, dass ich da drin arbeite. Hatte ihn bisher immer gemieden weil ich weis dass man sich da auch viele Probleme einhandeln kann, wenn man das Programm noch nicht so gut kennt.
Jedenfalls: nachdem alles eingetragen war die erste Probefahrt und: es funktioniert super schnell und präzise
Nach auslösen des Nothalts habe ich die betroffene Lok über die Zentrale zurückgefahren, die betroffene Weiche (hatte ich zuvor von Hand für den Test in die falsche Richtung gestellt) innerhalb der FS richtig gestellt und schon ging alles planmäßig weiter.
Echt eine Super Sache. Ich werde nach und nach alle Sbhf Einfahrten so absichern !
Mittels der Kopierfunktion sollte das gar nicht so viel Aufwand sein.
Eine Frage bleibt noch: Du empfiehlst für die Weichen die Grundstellung in Richtung der in Frage kommenden FS. Da habe ich bisher noch nicht dran gearbeitet und ich mache auch keine "Grundstellung ausführen" bei Programmstart, die Absicherung scheint aber trotzdem zu funktionieren. Habe ich da noch was übersehen ?
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,
wenn Du in den Systemeinstellung ,,Programmeinstellungen" kann Du unter dem Reiter ,,Generelles" im ersten Punkt z.B. einstellen wie die Magnetartikel beim Programmstart geschaltet werden sollen.
Bei meiner Anlage habe ich grundsätzlich Grundstellung ausführen. D.H. z.B. alle Signale sind in HP0 und die Weichen gerade, Schalter an oder aus etc., je nach Erfordernis.
So könntest Du bei Deinen Weichen im Gleisbildeditor mit dem Schalter ,,Magnetartikel-Adressen" bei der endsprechenden Weiche unter dem Reiter ,,Grundstellung" den Abzweig auswählen. Das hat m.E. den Vorteil, dass diese Weichen beim Start des Programms immer in die Stellung wie in der Fahrstraße gestellt werden. Sollte jetzt eine Weiche bei der Automatik nicht geschaltet haben, dann reagiert der Stellwerkswärter. Wenn alle Weichen im Bereich des Schattenbahnhof auf Geradestehen, dann fährt der Zug u.U. bis zu letzten Weiche und hält erst dann an.
Guten Abend Peter,
o.k. das leuchtet mir ein.
Werde es probieren.
Gruß
Berthold
Guten Abend Peter,
so, ich habe fleißig weiter STW Einträge erstellt. Für meine beiden Schattenbahnhöfe brauchte es insgesamt 52 Einträge bei zwanzig Gleisen, bedingt dadurch, dass ja mehrere FS für verschieden lange Züge in ein und dasselbe Gleis führen.
Dann habe ich mich daran gemacht, die im "Untergrund" liegenden Gleisdreiecke mit derselben Logik abzusichern, was im wesentlichen auch gelungen ist. Besonders nützlich finde ich, dass der STW auch entdeckt, wenn ein Zug wegen einer manuell verstellten Weiche innerhalb der aktiven FS ins falsche Gleis fährt.
Ein paar Fragen habe ich jetzt aber doch noch:
(https://abload.de/img/2021-03-19_stwmemoanz0akqv.jpg) (https://abload.de/image.php?img=2021-03-19_stwmemoanz0akqv.jpg)
1) Bei der Überwachung des ersten Gleisdreiecks tauchen plötzlich im Memo Fenster mehrere Zeilen auf. Das bringt mich zu der Frage, wie man im STW die Memo ID am besten vergibt ?
Fortlaufend, bei gleichlautenden Texten nur einmal, automatisch etc.
2) Das Feld mit der Aufgabenliste ist heute erstmals erschienen. Es war seinerzeit auch auf Deiner Vorlage zu sehen, ist aber bei der Überwachung der Sbhf Gleise bei mir nicht aufgepoppt.
Sicher gibt es eine einfache Lösung, wahrscheinlich habe ich irgend eine Kleinigkeit übersehen.
Insgesamt ist diese Art der Weichenstellungsüberwachung jedenfalls eine Super Sache, welche ich Schritt für Schritt auf alle verdeckt liegenden Abzweigstellen ausdehnen werde.
Gruß
Berthold
Guten Abend zusammen,
habe angenommen, dass man die Memo Geschichte vereinfachen könnte indem man für alle sechs STW Einträge denselben, halt etwas allgemeiner gehaltenen Text verwendet, in meinem Fall "Falschfahrt innerhalb V1" mit Memo ID 40. Das Resultat ist aber noch nicht befriedigend.
(https://abload.de/img/2021-03-20_stwmemoanz8vjm8.jpg) (https://abload.de/image.php?img=2021-03-20_stwmemoanz8vjm8.jpg)
Man hat das Gefühl, dass aus irgendwelchen Gründen die alten Einträge beibehalten und die neuen in der Liste oben hinzugefügt werden, was bei Peter's Beispiel nicht der Fall war. Außerdem poppt jetzt das Fenster mit der Aufgabenliste auf, was bei meinen Einträgen für die Sbhf Gleise nicht der Fall war, in Peter's Beispiel aber schon.
Hier ein STW Eintrag als Beispiel
(https://abload.de/img/2021-03-20_stwbeispieb7jgp.jpg) (https://abload.de/image.php?img=2021-03-20_stwbeispieb7jgp.jpg)
(Sorry für die schlechtere Bildqualität. Habe beide Bilder jeweils mit Snipping Tool + Paint 3D aufgenommen)
Habe bisher mit Memos und Aufgaben noch nicht gearbeitet und auch im Handbuch die passenden Hinweise nicht gefunden.
Wer weis einen Rat, um das ganze weiter zu optimieren ?
Was ich gerne hätte wäre:
1) Ein Memo nur mit dem Text, der gerade relevant ist.
2) Die Aufgabenliste, die zum weiteren Steuern des Fahrzeuges nützlich sein kann.
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,
Peter hat im STW das "Oder" eingesetzt, weil er bei einer Falschfahrt das erste Gleis nach der ersten Weiche und die Weiche nach der Abbiegeweiche, die zur richtigen Fahrstraße gehört, abfragt.
Das ist, wenn ich das richtig sehe, bei Deiner Aufgabenstellung nicht nötig, da der Zug bei Dir nach Deiner ersten Weiche keinen anderen Weg nehmen kann. Bei Peter gab es deren zwei.
Kannst also das "Oder" rausnehmen. Du ziehst mit der Maus den RMK 180 direkt unter den ersten Eintrag (FS ...) und legst ihn dort ab. Dann kannst Du das "Oder" löschen.
Hallo Berthold, hallo Peter
Ich habe an mehreren Orten Weichenstrassen, die parallele Fahrten zulassen. Dort versagt die Lösung mit dem unangeforderten RMK bzw. die Parallelfahrt löst einen Fehlstopp aus. (Man könnte natürlich die Bedingungsliste im STW noch weiter ausbauen ...)
Mit dem Sicherheitskontakt ist die Erfahrung sehr durchzogen: Ist die Zeit kurz, genügt ein kürzerer Stopp der Lok wegen eines Kontaktproblems. Ist die Zeit lang, ist der Zug inzwischen irgendwo weit weg auf einem anderen Gleis (oder bereits daneben).
Mit der Stellungsrückmeldung habe ich gute Erfahrung gemacht, auch wenn sie bei mir eine UNECHTE ist: Rückgemeldet werden die Endschalter des Magnetantriebs. In den vielen Jahren hatte ich noch nie eine Falschfahrt trotz korrekter Rückmeldung. Einziger Pferdefuss: Besonders im Sommer können einige Magnetantriebe etwas prellen und dann ist die gemeldete Stellung nicht korrekt (Stellung undefiniert), obwohl die Zungen richtig stehen. Dies habe ich leider noch nicht ganz im Griff.
Grüsse
Csaba
Guten Abend zusammen,
@Willi
Das hatte ich von der Logik her auch so erkannt. Leider war ich anfangs wohl mit dem Drag and Drop so ungeschickt, dass ich es zunächst nicht schaffte, den betreffenden RMK in die richtige Zeile zu schieben...
Hat jetzt geklappt - danke für den Hinweis.
@Csaba
Welche Art von Weichenantrieb hast Du denn im Einsatz ? Würde das auch mit dem M* Doppelspulenantrieb 75491 oder ähnlich funktionieren und wenn ja, wie ist die Schaltung ?
Gruß
Berthold
Hallo Berthold
Ja, funktioniert. Ich verwende Rückmeldemodule mit Optokoppler (von IEK, dort kann ich das Bezugspotenzial problemlos ändern) und schalte die Weichen mit max. -18 V gegen Masse. Ich lade demnächst eine Skizze der Schaltung hoch.
Grüsse
Csaba
Schaltschema der Stellungsrückmeldung:
Ich verwende die "s88 CAT5-OPTO" von IEK*. Es dürften aber alle Module mit Optokoppler-Eingang gehen. Wichtig ist, dass der Referenzeingang "B" oder "L" ebenfalls auf Masse geschaltet wird. Pro Modul können 8 Weichen überwacht werden, aber KEINE GLEISE.
Der MA-Decoder muss zwingend einen Eingang für eine Hilfsspannung / Schaltspannung haben, z.B. IEK "MAD4" oder Viessmann 5211. Diesen versorge ich mit einem separaten Netzteil -18V, keinesfalls mehr. Vergesst "Powermodule" etc.
Eine Variante mit normalen Rückmeldern aber mehr Bastelaufwand hat Peter Münch im Workshop 27 beschrieben:
https://www.windigipet.de/foren/index.php?topic=29677.0
*Der RJ45-Anschluss ist nicht PIN-kompatibel mit dem von Litfinski.
Viel Erfolg und Spass
Csaba
Hallo zusammen,
Zitat von: Mammut in 21. März 2021, 12:09:14
Mit der Stellungsrückmeldung habe ich gute Erfahrung gemacht, auch wenn sie bei mir eine UNECHTE ist: Rückgemeldet werden die Endschalter des Magnetantriebs. In den vielen Jahren hatte ich noch nie eine Falschfahrt trotz korrekter Rückmeldung. Einziger Pferdefuss: Besonders im Sommer können einige Magnetantriebe etwas prellen und dann ist die gemeldete Stellung nicht korrekt (Stellung undefiniert), obwohl die Zungen richtig stehen. Dies habe ich leider noch nicht ganz im Griff.
Das habe ich bei mir auch so eingerichtet und kann bestätigen, dass es keine Falschfahrten gibt, ehr bleibt ein Zug stehen.
Wichtig: die Endabschaltung in den Weichen darf nicht gebrückt oder ausgebaut sein. Wenn du noch Rückmeldekontakte frei hast brauchst du auch nur Optokoppler für die Weichenstellungsrückmeldung. ;)
Guten Tag zusammen,
nachdem auf meiner Anlage die hier beschriebene STW basierte Überwachung schon einige male korrekt angschlagen hatte und Auffahrunfälle durch Fahrten ins falsche Gleis so verhindert wurden, gab es gestern dann doch mal wieder eine unerkannte Falschfahrt. Habe nochmal in die STW Programmierung reingeschaut, da kann ich keinen Fehler finden. Die RM ebenfalls geprüft, melden korrekt.
In dem Moment wo das passierte, war auf der Anlage ganz schön was los (ZF Automatik Betrieb).
Kann es sein, dass der PC oder das Programm so sehr mit was anderem beschäftigt waren, dass dieses Problem "übersehen" wurde ? Ein reiner Zeitverzug hätte bei den aktuellen Fahrwegen länger als ca. 3 Sekunden sein müssen, bevor es gekracht hat...
Hat jemand so was schon mal beobachtet ?
Gruß
Berthold