Ich habe mich nach meinem Umzug entschlossen eine neue Anlage aufzubauen. Entwurf ist fertig. Ich habe das Problem für eine optimale Steuerung, Trenngleise zu setzen. Ich werde HO K-Gleise von Märklin verwende. Gezeichnet habe ich es mit Scgram. Kann mir jemand helfen?? Dateien stehen zur Verfügung. Gruß Volker
Leider bekomme ich die PDF Datei 1,4 MB nicht hochgeladen, bitte bei mir anfragen
Hallo Volker,
ganz schnell gesagt je mehr RMK's du einbaust desto mehr Betriebsicherheit erreichst du. Also bei einer ganz normalen Blockstrecke geht es mit Startpunkt am Signal los, dann Streckenkontakt dann erster Bremskontakt 1, Bremskontakt 2 dann Haltepunkt.
Bei den Bahnhofsgleisen habe ich immer 6 Rückmeldekontakte pro Gleis und ganz wichtig die Weichenstraßen zum Bahnhofsgleis auch überwachen.
Im Schattenbahnhof, würde ich immer gleich so aufteilen, dass du zwei Züge hintereinander Abstellen kannst.
Dann kannst du im hinteren Teil deines Schattenbahhofsgleis einen Bremskontakt und dann den Haktekontakt verschalten Dann kommt Bremskontakt und Haltepunkt für den vorden Gleisbereich. Somit kannst du bei den langen Zügen die im vorderen Bereich halten sollen, schon in den hinteren Kontaktabschnitten langsam verzögern.
An einer Stelle der Anlage würde auch gleich eine Messstrecke für Geschwindigkeit vorsehen.
Auf meiner Anlage 7-gleisiger sichtbarer Bahnhof sowie 6 Schattenbahnhöfe mit jeweils 5 Gleisen sowie eine kleine Nebenbahn und ein Bahnbetriebswerk mit 9-ständigen Lokschuppen komme ich auf über 360 RMK's.
Gruß
Thomy
Hallo Thommy, vielen Dank für Deine Antwort. Hast Du Kontakte benutzt, oder Gleisabschnitte? Wenn Gleisabschnitte wie kurz ist Dein kürzestes? Weitere Frage, wie teilst Du die Schienen, alles mit Kontaktgleisen oder sägst Du sie durch?
Gruß Volker
Hallo Volker,
ich fahre auf Märklin K-Gleis. Zwischen den Schienenstößen habe ich von Fleischmann kleine Isolier-Steckverbinder gesetzt. Da musst du die Gleise nicht zersägen und das Ausmessen der einzelnen RMK-Strecken ist einfacher, da die Gleislänge beim Hersteller Märklin nachzulesen ist.
Von speziellen Kontaktgleisen, wie von Märklin vertrieben, möchte ich dir abraten, da es bei der Menge viel zu teuer wird.
Die Kontaktstrecken erstellt man ja beim s88-System automatisch. Wenn man z.B. beim K-Gleis 2 Gleise a´ 18 cm benutzt, hat man vorne und hinten auf einer Seite des Gleises durch die Fleischmann-Steckverbinder eine Isolierung. Dort wo beide Gleise zusammengesteckt werden, kannst du die Rückleitung zum Detektor an die Gleislasche löten. Das ist der einfachste Weg. Du musst nur aufpassen, Metall dehnt sich bei Wärme aus und da sollten die isolierten Gleise nicht wieder in Kontakt kommen. Ein wenig 2-K-Kleber zwischen den Gleisenden bewirkt da Wunder.
Kürzeste Rückmeldestrecke ist bei mir mit dem s88-Bus-Rückmeldesystem 9 cm. Allerdings am Ende von Stumpfgleisen im Schattenbahnhof. Da geht es nur langsam auf den Prellbock zu. Es ist also auch eine Sache der Geschwindigkeit.
Noch eine Bitte: vervollständige dein Profil (dann musst du z.B. auch nicht jedesmal erklären, dass du mit Märklin K-Gleis unterwegs bist).
Hallo Willi, tolle Infos. Profil geändert.
Eine Frage noch zu den Gleislängen. Am Bahnhof sind dann 3 richtig? Hast Du da Standardlängen? Im Schattenbahn auch bestimmte Längen?
Gruß Volker
Hallo Volker,
grob gesagt, (ich zäume mal das Pferd von hinten auf und spreche für die Spurweite H0) Ziel-RMK = 36 cm, Brems-RMK = ~ 90 - 108 cm (hängt ein wenig von den gefahrenen Geschwindigkeiten ab), der Rest ist ein Strecken-RMK bis zum vorherigen Start-(i)FAZ.
Jetzt sollte man aber beim Rest überlegen: Wenn die Strecke vom Brems-RMK bis zum vorherigen (i)FAZ aus 6 m Gleis besteht, wirst du nur sehr wenig Zugbetrieb haben, weil der Gleis-Abschnitt nur dann für den nachfolgenden Zug freigegeben wird, wenn er komplett frei ist.
Wieviele RMK´s man in eine Fahrstraße einbaut, ist ein wenig persönliche Philosophie. Ich verbaue im Allgemeinen die oben genannten drei RMK´s. Ich habe auch gelesen, dass jemand sechs eingebaut hat.
Kann man alles machen, man muss nur daran denken, dass die RMK´s die Augen von Windigipet sind.
Also, bei sehr langen Strecken, mehrere Blöcke (Rückmeldestrecken mit Signalen) einbauen. Für den Schattenbahnhof gilt dasselbe, nur hier kannst du mit virt. Signalen arbeiten, was das Hobby wieder günstiger macht.
Danke. Viele Infos, die ich mit Sicherheit berücksichtigen werde.
Noch ein Frage, wie behandelt Ihr die Gleise bei Modulübergängen, sägt Ihr die durch? Wie werden sie fixiert?
Gruß Volker
Hallo Volker,
also ich verwende als Signalstopp kontakt meist genau 2 Gleise, als Bremskontakt1 ca. 60cm als Bremskontakt2 90cm, Streckenkontakt ergibt sich aus länge der Blockstrecke. Teilweise säge ich Gleise auf und teilweise verwende ich Isolierschuhe von Fleischmann, also dauerhafte Rückmeldungen(keine Reedkontakte).
Als Rückmeldemodule verwende ich Tams S88.
Gruß
Thomy
Hat jemand noch eine Idee, wie man die Modulübergänge gestaltet? Schienen durchsägen oder wie? Oder mach man es nicht mehr und lässt die Schienen ganz?
Hallo Volker,
da gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Kupfer-kaschierte Pertinaxplatte zuschneiden, am Modul- oder Segmentende verschrauben und die Gleisprofile darauf festlöten.
- Messingschrauben an den Übergängen versenken und die Gleisprofile darauf festlöten.
- Vorgefertigte Segmentübergange verwenden. Gibt es von verschiedenen Anbietern
Oder einfach einmal nach "Segmentübergang" mit der bekannten Suchmaschine "G...le" suchen.
Gruß, Heinz
vielen Dank für die Info, das Internet gibt für das 2 Leitersystem sehr viel her. Ich aber mit meinen 3 Leiter Kunststoffschienen finde nichts was mich bis jetzt überzeugt hat, hat jemand im Segmentübergang mit 3 Leitern schon Erfahrungen gemacht?
Hallo Volker,
Zitat von: Volker Tschirner in 26. Juli 2023, 12:15:30das Internet gibt für das 2 Leitersystem sehr viel her. Ich aber mit meinen 3 Leiter Kunststoffschienen finde nichts was mich bis jetzt überzeugt hat, hat jemand im Segmentübergang mit 3 Leitern schon Erfahrungen gemacht?
es hängt auch davon ab, wie oft Du die Anlagen-Module auseinander und wieder zusammensetzen möchtest.
Bei einer echt mobilen Anlage, die mehrmals im Jahr für ein Event zerlegt und wieder aufgebaut wird, ist es ein aufwendiges Unterfangen einschließlich Transportkisten und beweglichen Sicherungen für die Stoßkanten. Trotzdem sind nach jedem Aufbau Justierungen und sogar Reparaturen notwendig. An die Lärmdämmung darf man bei diesen Lösungen meist keine großen Ansprüche stellen.
Bei einer Modul-Anlage, die nur bei einem Wohnungswechsel transportiert werden soll, würde ich eher Verbindungsgleise einsetzen.
Hier kann man an die Lärmdämmung dieselben Ansprüche stellen, wie auf dem Rest seiner Anlage.
In beiden Fällen würde ich den Modulübergängen nur mechanische, keine definierte elektrische Funktion zumuten, weder Isolierung noch Verbindung, das gilt auch für Oberleitungsverbindungen.
MfG
vik
Danke, Ihr habt mir sehr geholfen.