Zulässige Geschwindigkeit auf der Blockstrecke nutzen, nicht mit 40 km/h über die Anlage schleichen
Dies betrifft meine N-Anlage - Blockstrecke mit Automatik
Beispiel (siehe Anhang):
A) Tatsächlicher Ablauf
- Zug steht am Blocksignal Bsig 1.
- Der Folgeblock wird frei, Signal wechselt von Hp0 auf Hp1
- Zug fährt an und beschleunigt, aber nur bis zu der Geschwindigkeit, die an der Trennstelle erreicht wurde.
- Der Zug schleicht dann mit 40 km/h auf einer Länge von 4 bis 5 m, bis zur Bremskurve für Bsig 2.
- Das ist nicht so gewünscht und auch nicht vorbildgerecht.
B) Gewünschter Ablauf
- Der Zug sollte bis zur zulässigen Geschwindigkeit ,,v zul." beschleunigen und...
- mit dieser Geschwindigkeit bis zum Bremseinsatzpunkt weiterfahren.
- Ich möchte die Konfiguration ein RMK pro Block beibehalten
C) Suche nach einer Lösung mit einem RMK pro Block
- Wie kann man WDP überzeugen, dass das tatsächlich fahrbare Geschwindigkeitsprofil (blaue Linie) wirklich gefahren wird?
- WDP hat alle erforderlichen Daten, wie Fahreigenschaften, Blocklänge, v zul., Bremseinsatzpunkt und Bremskurve.
D) Praktizierte Lösung an einer anderen Stelle
- Es funktioniert, wenn der Block mit zwei RMK ausgestattet ist.
- Das habe ich auf der Strecke HAM-WEST gemacht. Dort war genug Platz.
Das ist aber aus verschiedenen Gründen nicht überall praktikabel (Strecke NORD-HAM) und (GRA-WEST), weil:
- Die Verkabelung der großen Anlage endlich fertiggestellt ist,
- sämtliche Belegtmelder eingebaut und verdrahtet sind,
- eine Änderung mit einem irrsinnigen Aufwand an Zeit und Kosten verbunden wäre,
- der Platz für weitere Belegtmelder nicht überall vorhanden ist (bedingt lange Kabel),
- der Platz im Gleisbild ebenfalls nicht vorhanden ist.
Fazit: Ich suche eine Software Lösung. (Das sollte doch irgendwie möglich sein. WDP hat alle Daten.)
Viele Grüße
Heinz Weinmann
Hallo Heinz
Wenn das ein eigener RMK ist, so kannst du ihn doch in der Fahrstraße nach dem Startkontakt zusätzlich eintragen. Diesem gibst du dann die gewollte Geschwindigkeit.
Hallo Edwin,
vielen Dank für die Antwort, die ich allerdings nicht so ganz verstanden habe.
Ich möchte deshalb den Fall etwas präziser beschreiben. Es geht um die Selbstblockstrecke NORD - HAM. (siehe Bild: STRECKE NORD - HAM). Hier greife ich die Fahrt von RMK 016 nach RMK 017 heraus. (siehe Bild: Fahrt von Sbk 103 nach Sbk 105 (RMK 016 nach RMK 017)).
Hier ist zu erkennen, dass der Startblock mit RMK 016 und der Zielblock mit RMK 017 ausgestattet ist und in der Fahrstrasse die Startgeschwindigkeit mit 160 km/h eingetragen ist. Einen zusätzlichen RMK gibt es nicht und soll es auch nicht geben. Siehe Begründung im Eintrag vom 05.01.25.
Eigentlich sollte alles Notwendige bekannt sein. Was fehlt noch?
Viele Grüße
Heinz Weinmann
Hallo Heinz,
ich habe mir das mal in Deinem Projekt anhand der benannten Fahrstraße (016>017) angesehen. Ist in der Simulation auch sehrschön zu sehen, was passiert.
En detail; Die Lok (17) steht auf dem Start-FAZ am Signal, d.h. 30cm vor dem Kontaktende (016). Die Fahrstraße wird aufgerufen und die Lok fährt mit der eingestellten (sehr starken) Anfahrtsverzögerung los. Die eingestellte Vmax für diese Lok ist hier 135 km/h, d.h. schneller könnte sie nicht.
Bei Erreichen des Kontaktendes (016) hat die Lok eine Vist von 39 km/h erreicht. Mit dieser V kommt sie jetzt auf den Kontakt 017. Diese ist Zielkontakt der FS und als iFAZ definiert. Das bedeutet ale Berechnungen zum Bremsen und Anhalten werden von WDP übernommen. Ab diesem Zeitpunkt geht der obere Balken im Fzg-Control auf 0, die Lok fährt aber mit der initialen Geschwindigkeit zu Beginn des iFAZ weiter. In diesem Moment berechnet WDP die Bremsrampe für den Anhaltepunkt "Signal" in 640cm. Da der Anbremspunkt erst nach 490cm liegt, wid die Lok bis dorthin mit den 40km/h bewegen und dann (vermutlich) punktgenau vor dem Signal zum Stillstand kommen.
Soweit zur Erklärung des Verhaltens. Das Ganze dürfte sich entschärfen, wenn Du die Fahrstraßen von 15/22 bis 20/27 (als Beispiel) zu einer Fahrstraßen-Sequenz zusammenfasst. Damit kann die Lok/Zug die nächste "freie" Fahrstraße schon mal stellen und wir auch weiter beschleunigen.
Mit den Zugmerkmalen aus der Version 2025 hättest Du ach die Möglichkeit einer Vorreservierung. Persönlich würde ich auch überlegen, ob eine so starke Anfahrtsverzögerung wirklich zielführend ist. Ich bin auch N-Bahner und habe hier bei schweren Güterzügen meistens so etwas um 10-12 eingestellt. Ist aber sicherlich auch Geschmackssache.
Hallo Bernd,
Du hast den Ablauf sehr schön beschrieben, genauso ist es. Mit Fahrstraßen-Sequenzen habe ich auch schon experimentiert, aber den Durchbruch zu vernünftigen Zugfahrten über die Selbstblockstrecke von Bahnhof zu Bahnhof noch nicht geschafft. Ich werde es noch mal aufgreifen.
Eine Vorreservierung, zum Beispiel für die nächsten 2, oder 3 Blöcke wäre ideal. Das konnte ich mit meinem alten System (es lief noch auf DOS) sehr gut realisieren. Ein Modellbahnfreund macht das auch, mit seiner Software (I-Train).
Bei WDP habe ich diese Möglichkeit noch nicht gefunden. Meine neue WDP 2025 Version konnte ich nur zwei Mal starten. Beim dritten Programm Start hat der WDP-Stick seinen Dienst ohne Vorwarnung beendet. Ich warte noch auf Ersatz. Momentan steht der Betrieb still.
Ich habe im Handbuch nach Fahrstraßenvorreservierung gesucht, aber das ist uferlos. In welchem Kapitel steht das?
Ja, die Beschleunigung ist sicher Geschmacksache. Ich fahre gerne lange Züge (Maßstab für die Zuglänge ist der ICE 1 mit 12 Zwischenwagen). Eine rasante Güterzuganfahrt auf den Strecken mit durchgehender Steigung von 12,5 Promille auf (NORD-HAM) und (HAM-WEST), oder gar mit 26 Promille auf der Bergstrecke (HAM-GRA-SÜD) würde aus meiner Sicht unglaubwürdig wirken.
Fazit:
Ich muss noch abwarten, bis ein neuer WDP-Stick kommt. Dann werde ich mich noch mal an die Fahrstraßen-Sequenzen wagen. In der Zwischenzeit würde ich mich über einen Hinweis freuen, wie man eine Fahrstraßenvorreservierung realisieren kann. Dies wäre wahrscheinlich mein Favorit.
Viele Grüße aus dem Alpenvorland
Heinz
Hallo Heinz,
so aus der Ferne würde ich mir das folgendermaßen vorstellen. Der Zug steht bspw. auf L11. Dort beginnt die Fahrstraßen-Sequenz (FSS). Sie beinhaltet die FSn 12>15, 15>16, 16>17, 17>18, 18>19, 19>20.
Eine FSS arbeitet ja nach dem Prinzip, dass sie gestartet wird, wenn die erste FS ausführbar ist. Am Prüfkontakt dieser FS (bei Dir wird der Prüfkontakt auf dem Startkontakt liegen, wird abgeprüft ob die nächste FS in der FSS befahrbar ist. Ist das der Fall wird das Bremsen und evtl. Stoppen durch die Startgeschwindidigkeit der nächsten FS ersetzt und der ZUg fährt ungebremst bzw. bei Dir am Anfng noch in der Beschleunigung in die nächste FS ein. Normalerweise geschieht das von FS zu FS.
Mit der erwähnten "Vorreservierung" schaut das Fzg in der FSS schon einmal die eingestellte Anzahl im Voraus an und muss somit auch nicht andauernd anhalten. Der Abstand zwischen den Zügen wird dadurch halt etwas größer - aber auch entzerrter, was ich als nicht so schlimm erachten würde. In Deinem Fall würde ich hier mit einem Wert von 2 oder 3 experimentieren.
Du findest das Ganze im Kapitel 12 bzw. auch Einiges im Kapitel 4 unter Erweiterte Fahrzzug- bzw. Zugmerkmale. in unserem Fall geht es hier um das Merkmal "Maximale Zahl FS im Voraus stellen"
Probier das mal aus und wenn Du noch Support benötigst, einfach melden.
Noch etwas Anderes. Ich mache 1-2 mal im Jahr kostenlose WDP-Workshops (Anwendertreffen). Für den Bereich Südbayern (gehe mal bei Dir von Karlsfeld bei München aus) sind wir im Kreis Weilheim/Schongau. Hier wird dann immer in einem Kreis von ca 25 Leuten über WDP Themen und Problemstellungen diskuktiert und Lösungsansätze an einer kleinen Demonstrationsanlage erarbeitet. Wenn bei Dir Interesse besteht setzen ich Dich gerne auf den eMail-Verteiler (bitte eMail Adresse als private message) Derzeit gibt es noch keinen Termin für 2026 aber das könnte sich in den nächsten Wochen ändern.
Hallo Bernd,
herzlichen Dank für die Hinweise auf die Kapitel im Handbuch. Ich werde mir das in Ruhe anschauen.
Eine FSS wie von Dir beschrieben habe ich schon an einer anderen Stelle (Bahnhof HAM) probiert. Das Ergebnis war, dass die Züge, sobald sie im Startgleis standen, sofort aus dem Bahnhof abgehauen sind. Die Ausfahrt möchte ich ganz gerne selbst bestimmen. Im Schattenbahnhof NORD hat es in Verbindung mit der Schattenbahnhofsteuerung bedingt funktioniert.
Ich lese erst mal die Kapitel im Handbuch und warte auf den WDP Stick. Ohne Stick kann ich nichts ausprobieren.
Am Anwendertraffen bin ich sehr interessiert. Ich habe die E-Mail-Adresse mitgeteilt.
Viele Grüße
Heinz